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Jetzt übernahm die Stadt wieder die Projektleitung der "Baustelle Beethovenhalle"

Baustelle Beethovenhalle. Sie sollte eigentlich spätestens in diesem Jahr abgeschlossen sein. Bonns großer Musiker sollte darin seinen 250.Geburtstag feiern können. Aber das Bau-Chaos nahm kein Ende. Jetzt hat die Stadt  einen Zuständigkeits-wechsel innerhalb der Stadtverwaltung vorgenommen und die Projektverantwortung für die Sanierung und Modernisierung der Beethovenhalle wieder auf das Städtische Gebäudemanagement Bonn (SGB) übertragen. Nach derzeitigem Kenntnis-stand soll die Beethovenhalle nach der Sommerpause 2024 wieder in Betrieb gehen. Die Stadtverwaltung will der Politik Ende März 2020 einen geprüften, plausiblen Zeitplan, der alle Risiken berücksichtigt, vorlegen. Als Kosten sind inzwischen rund 167 Mio Euro anzusetzen. Das Bild machte Gerhild Touré Anfang Februar.


Alles dreht sich um den großen Beethoven, auch im Karneval

De Zoch kütt! Rund 25 Karnevalsumzüge schlängeln sich zwischen Freitag, 14. Februar, und Rosenmontag, 24. Februar 2020, durch die Bonner Straßen. Unter dem Motto „Jötterfunke överall – Ludwig, Bonn un Karneval“ werden am Mon-tag, 24. Februar, die Jecken beim Rosenmontagszug durch Bonns Straßen ziehen. Dem Motto ist natürlich auch der Orden gewidmet (Bild). Der Zoch mit Prinz Richard I. und Bonna Katharina III. startet um 12 Uhr an der Thomas-Mann-Straße.


In Beuel führt der Umzug an Weiberfastnacht, 20. Februar, die Jecken zum Sturm der Beueler „Wiever“ mit Wäscherprinzessin Romina I. auf das Beueler Rathaus. Er startet um 10 Uhr an der Siegburger Straße und steht unter dem Motto „Beuele Wieve klassisch jeck, mit Beethoven he an jeder Eck“. Erstürmt wird das Rathaus voraussichtlich um 12 Uhr.

In Bad Godesberg ist es genau umgekehrt: Dort machen sich die Karnevalisten an Karnevals-sonntag, 23. Februar, erst auf den Weg, nachdem sie – angeführt von Prinz Harald I. und Godesia Gabriele – im Rathaus die Macht übernommen haben. Der Zoch unter dem Motto „Met Danz un Klaaf ruft Jodesbersch Alaaf!“ setzt sich um 13.11 Uhr in Bewegung.

Die kompletten Zugwege gibt es unter www.bonn.de/karnevalszuege.

Zu seinem 250.Geburtstag sind 1000 Veranstaltungen  vorgesehen

Am 16. Dezember des vergangenen Jahres begann das offizielle Jubiläumsjahr anläßlich des 250. Geburtstages von Ludwig van Beethoven mit einem Konzert  des Beethoven-Orchesters Bonn unter seinem Generalmusikdirektor Dirk Kaftan, Bild rechts.  Unter der Dachmarke „BTHVN2020“ werden seitdem ein Jahr lang bis zum 17. Dezember 2020 ca. 300 Projekte mit tausenden Veranstaltungen realisiert.


Beethoven hat 22 Jahre in Bonn gelebt. Hier ist er zur Schule gegangen, lernte sein erstes Instrument, nahm eine Stelle im Orchester an und komponierte seine ersten Werke. Eines davon ist das „Ritterballett“, die Musik zu einem Maskenball, die am Karnevalssonntag 1791 in Bonn uraufgeführt wurde. Das Familienkonzert am 23. Februar 2020 – ebenfalls ein Karnevalssonntag – in der Aula der Universität Bonn soll diese Uraufführung nachempfinden.

Schon zur Zeit Beethovens feierten die Menschen übrigens den Karneval ausge-lassen auf den Straßen und in Festsälen. Besonders beliebt waren damals prunk-voll ausgerichtete Maskenbälle, auf denen sich die Gäste mit ausgefallenen und originellen Kostümen überboten. Wie heute! "Mem Ludwich op dä Maskenball" ist daher auch das Motto des neuen Sessionsordens des Rhein-Sieg-Kreises 2019/2020. Mehr Karneval geht nicht!

Beethoven ist einer der meistgespielten Komponisten der Welt. Und wer bei dem Programm des Jubiläums nur an Klassik denkt, hat weit gefehlt. Das Jahr steht unter dem Motto „Beethoven neu entdecken“ und reicht von deutschlandwei-ten Konzerten über Talkveranstaltungen bis zu Ausstellungen, Theaterstücken, Bürgerfesten und Open Air Events. Mitte Dezember wurde auch  das erweiterte und komplett neu gestaltete Beethoven-Haus  (Bild) feierlich eröffnet. 

Wandern im Sieg-Kreis auf den Spuren des großen Komponisten

Zum Beethoven-Jubiläu gehört auch ein  Beethoven-Rundgang, der als feste Installation auch über den Geburtstag des berühmten Komponisten hinaus, nachhaltig erhalten bleiben wird.


Ashok Sridharan, Oberbürgermeister der Bundesstadt Bonn, sagte: „ Der Rund-gang ermöglicht Men- schen jeden Alters, unseren berühmten Sohn näher ken-nenzulernen.“ Auch Sebastian Schuster, Landrat des Rhein-Sieg-Kreises, ist begeistert: „Der neue Beethoven-Rundgang zeichnet an elf Stationen im Gebiet des Rhein-Sieg-Kreises die Wege und Verbindungen Ludwig van Beethovens in das heutige Kreisgebiet nach. Er lädt dazu ein, diesen Spuren nachzugehen und dabei Landschaften, Menschen und Strukturen zu entdecken, die großen Einfluss auf Ludwig van Beethoven hatten.“


Die im Auftrag der Beethoven Jubiläums GmbH von Monika Müller-Rieger (Müller-Rieger GmbH) entworfenen Informationssäulen sind 2,5 m hoch und geben in Schrift, Bild und Ton einen interessanten Einblick in das Leben und Wirken Ludwig van Beethovens in seinen 22 Bonner Jahren. So lassen beispielsweise an sieben Stationen in Bonn dreisprachige Animationsfilme, Informationstexte und Fotos Beethoven lebendig werden. Die  elf Stationen im Rhein-Sieg-Kreis Ausflugsziele Beethovens, wie den Petersberg oder den Drachenfels, aber auch die Benediktiner-Abtei Michaelsberg, wo er als Elf-jähriger gern auf der Orgel musizierte.

In Bonn im 1.Halbjahr schon 7,1 Prozent mehr Besucher 

Die meisten ausländischen Gäste kamen aus den USA und aus Großbritannien

Die gestiegenen Zahlen für das erste Halbjahr 2019 für die Stadt Bonn und den Rhein-Sieg-Kreis zeigen, dass die Region für Besucher und Tagungsgäste ein attraktives Ziel ist. Durch eine stetige Profilierung im Natur- und Kulturtourismus sowie im Geschäftsreise- und Tagungsbe-reich soll die Marktposition weiter qualitätsorientiert ausgebaut werden.

In den ersten sechs Monaten des Jahres 2019 haben insgesamt 1 455 371 Gäste in Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis übernachtet. Das ist ein Plus von 4,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Zahlen wurden soeben vom Landesamt NRW veröffentlicht.


In Bonn gab es bei den Übernachtungen eine Steigerung von 7,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Insgesamt lag die Anzahl der Übernachtungen im ersten halben Jahr damit bei 820 331. Die meisten ausländischen Gäste kamen aus den USA mit 16 982 (9,9 Prozent Anteil an allen ausländischen Gästen), aus dem Vereinigten Königreich 14 831 (8,6 Prozent Anteil) und aus den Niederlanden 13 271 (7,7 Prozent Anteil). Im Durchschnitt blieben die Gäste 1,9 Tage in Bonn. Oberbür-germeister Ashok Sridharan zeigt sich zufrieden: „Wir sind mit den Übernachtungszahlen auf einem guten und stabilen Niveau ins Jahr 2019 gestartet. Das ist sicher nicht zuletzt den vielfältigen und vor allem hochkarätigen kulturellen Angebo-ten in Bonn geschuldet. Jetzt schauen wir auf das Beethovenjahr, das am 16. Dezember 2019 beginnt und bis zum 17. De-zember 2020 andauert. Ich bin sicher, dass die zahlreichen attraktiven Veranstaltungen und die Neugestaltung des Beetho-ven-Hauses einen hohen Zuspruch auch internationaler Gäste mit sich bringen wird.“  -  Im Rhein-Sieg-Kreis gab es bei den Übernachtungen von Januar bis Juni 2019 ein leichtes Plus von 2,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.



Internationale Astronomische Union nimmt Bonner Universitätsgebäude in Liste auf

Alte Sternwarte gehört nun zum astronomischen Erbe

Die Internationale Astronomische Union hat die Alte Sternwarte der Universität Bonn in die Liste „Out-standing Astronomical Heritage“ (bedeutendes astronomisches Erbe) aufgenommen. Die Entschei-dung fiel bei der Jahrestagung der Union in Wien. Das Gebäude stammt aus dem 19. Jahrhundert und beherbergt derzeit das Graduiertenzentrum der Universität.                  Foto: Volker Lannert/Uni Bonn

Der berühmte Astronom Friedrich Wilhelm August Argelander (1799-1875) begründete die Sternwarte in Bonn, die sich in der Südstadt in der Poppelsdorfer Allee 47 befindet.Ausgestattet wurde der Neubau mit rund einem Dutzend kostbarer astronomischer Gerä-te, darunter Teleskope, astronomische Pendeluhren und Barometer. Das so genannte Heliometer ist ein beliebter Blickfang im Universitätsmuseum.

Das Bonner Bundesviertel erhält künftig ein neues Gesicht -
Bus und Bahn, Fußgänger und Radfahrer sollen dominieren 

Erste Planungen werden der Öffentlichkeit und großen Arbeitgebern vorgestellt

Als eine urbane Mitte mit einem Mix aus Arbeiten und Wohnen, belebten Plätzen, einigem Grün, vielfältigen Wegeverbindungen und genutzten Dachterrassen stellt sich das Planungsbüro Cityförster aus Hannover die Zukunft des Bundes-viertels in Bonn vor. Das Auto soll eine untergeordnete Rolle spielen; Bus und Bahn, Fußgänger und Radfahrer dominieren. Der Entwurf von Cityförster stellt die Grundlage für die so genannte Rahmenplanung für das Bundesviertel dar, die im Herbst der Öffentlichkeit präsentiert worden ist. Ziel ist es, das Quartier städtebaulich zu ordnen und für künftige Ansprüche weiterzuentwickeln.

Das etwa 481 Hektar umfassende Bundesviertel liegt zwischen der Bonner Innen-stadt und Bad Godesberg. Nach der Festlegung von Bonn als Bundeshauptstadt im Jahr 1949 wurden in den 50er Jahren erste Ministerien und Einrichtungen ge-baut, ab 1975 wurde die städtebauliche Entwicklungsmaßnahme "Bonn - Parla-ments- und Regierungsviertel" umgesetzt. Im Anschluss an den Bonn-Berlin-Be-schluss im Jahr 1991 wurden die Planungen für das Gebiet modifiziert. Das Bun-desviertel ist mit circa 1,2 Millionen Quadratmetern Bürofläche der mit Abstand wichtigste Büroteilmarkt in Bonn.


Bild: Oberbürgermeister Ashok Sridharan studierte erste Entwürfe.