Im Blick Rheinberg, Köln, Bonn & Leverkusen

Das Beethovenfest Bonn unter der künstlerischen Leitung von Nike Wagner ist vorbei, es dreht sich aber weiterhin alles um den beürhmtesten Sohn dieser Stadt. "Beethoven über alles" wie unser Archivbild zeigt. Doch es gibt auch Neues.


Alles dreht sich um den großen Beethoven  -  Ab dem 16.Dezember
sind 1000 Veranstaltungen zum Jubiläum vorgesehen

Am 16. Dezember beginnt das offizielle Jubiläumsjahr an-läßlich des 250. Geburtstages von Ludwig van Beethoven. Schirmherr ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.  Unter der Dachmarke „BTHVN2020“ werden ein Jahr lang bis zum 17. Dezember 2020 ca. 300 Projekte mit tausenden Veranstaltungen realisiert.


Der in Kooperation mit dem Beethoven-Orchester Bonn gestaltete Festakt zum Jubiläumsjahr, zu dem auch NRW-Ministerpräsident  Armin Laschet, erwartet wird, findet am 16. Dezember im Opernhaus des Theaters Bonn statt. Es musi-ziert das Beethoven-Orchester Bonn unter seinem Generalmu

sikdirektor Dirk Kaftan, Bild rechts.  - 350 Tickets können ab dem 8. November deutschlandweit über bonnticket gebucht werden. Die Karten sind kostenfrei. Der Festakt wird vom Kulturpartner WDR über Radio und Internet live übertragen.

Beethoven ist einer der meistgespielten Komponisten der Welt. Doch wer bei dem Programm des Jubiläums nur an Klassik denkt, hat weit gefehlt. Das Jahr steht unter dem Motto „Beethoven neu entdecken“ und reicht von deutschland-weiten Konzerten über Talkveranstaltungen bis zu Ausstellungen, Theaterstük-ken, Bürgerfesten und Open Air Events.


Das einzigartige Programmangebot folgt dem Motto „Beethoven neu entdecken“ und umfasst eine bunte Vielfalt von Veranstaltungen, die von Klassik-Konzerten über Ausstellungen bis zu Events im öffentlichen Raum reichen. Zum Start in das Jubiläumsjahr findet vom 14. bis 21. Dezember 2019 eine ereignisreiche Eröffnungswoche statt mit vielen kostenfreien Angeboten.


Am 15. Dezember findet im Rahmen einer Matinee die Vernissage der zentralen Ausstellung des Jubiläumsjahres „BEETHOVEN - Welt.Bürger.Musik“ in der Bun-deskunsthalle statt. Die Eröffnung ist öffentlich und frei zugänglich, bevor sie für den regulären Besuch vom 17. Dezember bis 26. April 2020 die Pforten öffnet.

Und am 16. Dezember wird das erweiterte und komplett neu gestaltete Beetho-ven-Haus  (Bild) feierlich eröffnet. Für die Öffentlichkeit ist Beethovens Geburts-haus am Folgetag im Rahmen eines Tags der Offenen Tür frei zugänglich.


Die Eröffnungswoche beschließt am 21. Dezember der Beethoven-Marathon. Bonn und der Rhein-Sieg-Kreis werden 12 Stunden lang an 30 Orten und in 90 Veranstaltungen zur Symphonie.

Schon jetzt ein Beethoven-Rundgang feierlich eröffnet

Als Vorbote des Jubiläums wurde schon am 11. Oktober der Beethoven-Rundgang eröffnet, der als feste Installation Bonn und der Region, auch über den Geburtstag des berühmten Komponisten hinaus, nachhaltig erhalten bleiben wird.


Ashok Sridharan, Oberbürgermeister der Bundesstadt Bonn, über den neuen Rundgang: „Dank des gelungenen Konzepts und der interaktiven Elemente wird Beethoven an authentischen Orten in Bonn und der Region in seinen vielen Facetten als Mensch und Komponist erlebbar. Der Rundgang ermöglicht Men- schen jeden Alters, unseren berühmten Sohn näher kennenzulernen.“

Auch Sebastian Schuster, Landrat des Rhein-Sieg-Kreises, ist begeistert: „Der neue Beethoven-Rundgang zeichnet an elf Stationen im Gebiet des Rhein-Sieg-Kreises die Wege und Verbindungen Ludwig van Beethovens in das heutige Kreisgebiet nach. Er lädt dazu ein, diesen Spuren nachzugehen und dabei Landschaften, Menschen und Strukturen zu entdecken, die großen Einfluss auf Ludwig van Beethoven hatten.“

Die im Auftrag der Beethoven Jubiläums GmbH von Monika Müller-Rieger (Müller-Rieger GmbH) entworfenen Informationssäulen sind 2,5 m hoch und geben in Schrift, Bild und Ton einen interessanten Einblick in das Leben und Wirken Ludwig van Beethovens in seinen 22 Bonner Jahren. So lassen beispielsweise an sieben Stationen in Bonn dreisprachige Animationsfilme, Informationstexte und Fotos Beethoven lebendig werden.

Im Stadtgebiet stehen insgesamt elf Informationssäulen des Beethoven-Rund-gangs „BTHVNstory“ – darunter an dem erst vor wenigen Tagen neu eröffneten Shop des Beethoven-Hauses, der langjährigen Wohnstätte des Komponisten, vor dem Breunigschen Haus, wo der junge Beethoven als Hausfreund ein- und aus-ging, vor der Remigiuskirche und am Fuße der bereits 1845 zu seinen Ehren eingeweihten Beethoven-Statue auf dem Münsterplatz. Der Rundgang ist auf etwa zwei Stunden angelegt.
Unter dem Namen „BTHVNregion“ wurden elf weitere Stationen im Rhein-Sieg-Kreis errichtet. Sie umfassen Ausflugsziele Beethovens, wie den Petersberg oder den Drachenfels, aber auch die Benediktiner-Abtei Michaelsberg, wo er als Elf-jähriger gern auf der Orgel musizierte. Der Rundgang reicht bis Rheinbach und Hennef und illustriert den Wirkungskreis Beethovens.

                         Fotos: BTHVNregion: Stele Drachenfels Beethoven Jubiläums GmbH

In Bonn im 1.Halbjahr schon 7,1 Prozent mehr Besucher 

Die meisten ausländischen Gäste kamen aus den USA und aus Großbritannien

Die gestiegenen Zahlen für das erste Halbjahr 2019 für die Stadt Bonn und den Rhein-Sieg-Kreis zeigen, dass die Region für Besucher und Tagungsgäste ein attraktives Ziel ist. Durch eine stetige Profilierung im Natur- und Kulturtourismus sowie im Geschäftsreise- und Tagungsbe-reich soll die Marktposition weiter qualitätsorientiert ausgebaut werden.

In den ersten sechs Monaten des Jahres 2019 haben insgesamt 1 455 371 Gäste in Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis übernachtet. Das ist ein Plus von 4,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Zahlen wurden soeben vom Landesamt NRW veröffentlicht.


In Bonn gab es bei den Übernachtungen eine Steigerung von 7,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Insgesamt lag die Anzahl der Übernachtungen im ersten halben Jahr damit bei 820 331. Die meisten ausländischen Gäste kamen aus den USA mit 16 982 (9,9 Prozent Anteil an allen ausländischen Gästen), aus dem Vereinigten Königreich 14 831 (8,6 Prozent Anteil) und aus den Niederlanden 13 271 (7,7 Prozent Anteil). Im Durchschnitt blieben die Gäste 1,9 Tage in Bonn. Oberbür-germeister Ashok Sridharan zeigt sich zufrieden: „Wir sind mit den Übernachtungszahlen auf einem guten und stabilen Niveau ins Jahr 2019 gestartet. Das ist sicher nicht zuletzt den vielfältigen und vor allem hochkarätigen kulturellen Angebo-ten in Bonn geschuldet. Jetzt schauen wir auf das Beethovenjahr, das am 16. Dezember 2019 beginnt und bis zum 17. De-zember 2020 andauert. Ich bin sicher, dass die zahlreichen attraktiven Veranstaltungen und die Neugestaltung des Beetho-ven-Hauses einen hohen Zuspruch auch internationaler Gäste mit sich bringen wird.“  -  Im Rhein-Sieg-Kreis gab es bei den Übernachtungen von Januar bis Juni 2019 ein leichtes Plus von 2,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.



Sanierung der Beethovenhalle dauert mindestens noch drei Jahre -
Dann ist das Beethoven-Jubiläum vielleicht längst vergessen ...

Die Modernisierung stockt -  Neue Kostenprognose: Vielleicht 160 Millionen Euro

"Die Arbeiten auf der Baustelle Beethovenhalle schreiten voran". So meldete es die Stadt Bonn noch im Juni des vergangenen Jahres in einem "aktuellen Bericht zur denkmalgerechten Instand-setzung der Beethovenhalle". Und mancher Beet-hoven-Fan glaubte schon an Wunder. Doch schon bald folgten neue  Rückschläge. Bevor die Halle einmal wieder so in Takt ist wie dieses alte Bild zeigt (links), wird wohl noch viel Zeit vergehen.


Die denkmalgerechte Instandsetzung und Moderni-sierung der Beethovenhalle stockt total. Der bisheri-ge Zeitplan gilt nicht mehr, eine Nutzbarkeit der Beethovenhalle wird frühestens 2022 gegeben sein. Wenn das Beethoven-Jubiläum längst vorbei ist. Und die Kosten laufen davon. Jetzt spricht man schon von 160 Millionen. Ursprünglich waren 61,5 Millionen Euro bei Fertigstellung Ende 2018 geplant.

Wie Stadtdirektor Fuchs mitteilte, hat der Objektpla-ner jetzt sein Projektteam umgestellt und aufge-stockt. Für die vorhandenen qualitativen Probleme, u.a. bei der Steuerung der Baustelle, beim Termin-plan-Management und bei der Koordination der Pla-nungsleistungen wird nach Lösungen durch Verände-rung von Verträgen gesucht. Das Dach über dem gro-ßen Saal ist nicht stabil genug, um die notwendige Lüftungstechnik zu tragen. Die bestellte Lüftungsan-lage sei etwa doppelt so schwer wie geplant heißt es. Angesichts der notwendigen Neuausschreibungen geht der Projektsteuerer derzeit von einer Fertigstel-lung im Jahr 2022 aus. Wie sich die Kosten entwic-keln, lasse sich derzeit nicht absehen. Medienberich-te zufolge werden es wohl mehr  als die bisher prog-nostizierten 102 Millionen Euro sein  – ursprünglich waren 61,5 Millionen Euro bei Fertigstellung Ende 2018 geplant.

                      Foto: Giacomo Zucca /Bundesstadt Bonn

Emilia und Felix - das sind die beliebtesten Kindernamen in Bonn 


Im vergangenen Jahr stellten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Standesamtes Bonn Geburtsurkunden für 6801 Babys aus, davon 121 im Ausland geborene. 2017 waren es 6786 Babys.


Die beliebtesten Mädchennamen 2018 waren Emilia (49), Emma (49), Lina (48), Mia (48) und Anna (45). Bei den Jungennamen lagen Felix (52), Jonas (51), Leon (47), Noah (45) und Paul (44) vorn. 3785 Kinder erhielten nur einen Vornamen, 2535 zwei Vornamen, 296 drei Vornamen, und die übrigen Kinder wurden mit mehr als drei Vornamen beurkundet.


Das Bonner Standesamt beurkundete im Jahr 2018 insgesamt 6801 Geburten, 4680 Todesfälle und 1587 Eheschließungen.

Das Kunstmuseum Bonn war 2018 ein wahrer Publikums-Magnet

Im vergangenen Jahr besuchten knapp 107.000 Kunst- und Kulturinteressierte das Kunstmuseum Bonn in der Friedrich-Ebert-Allee 2. Das sind mehr als in

den letzten beiden Vorjahren. Besonders groß war der Andrang bei der letzten Schau "Der Flaneur. Vom Impressionismus bis zur Gegenwart".

In das neue Ausstellungsjahr startet das Kunstmuseum Bonn am 21. März  mit "Stereo_Typen. Werke aus der grafischen Sammlung des Kunstmuseums Bonn": Die Schau präsentiert grafische Werke von Künstlerinnen und Künstlern, die sich mit Rollenzuschreibungen, Geschlechteridentitäten und der Tragfähigkeit gesell-schaftlicher Normen auseinandersetzen. Zu sehen gibt es unter anderem Werke von Jürgen Klauke, Ulrike Rosenbach, Niki de Saint-Phalle, Katharina Sieverding
und Wolfgang Tillmans.

Im übrigen wird 2019 auch der Preis der Stiftung Dieter Krieg wieder im Kunst-museum Bonn vergeben. Die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung geht alle drei Jahre an eine Kunstinstitution und steht im Zusammenhang mit einen Werk-ankauf. Das Kunstmuseum hat sich für den Erwerb einer Arbeit der Berliner Male-rin Monika Baer entschieden. Deshalb auch zeigt das Kunsthaus von 30. April bis 16. Juni die Werkschau "Monika Baer. Preis der Stiftung Dieter Krieg 2019".

Internationale Astronomische Union nimmt Bonner Universitätsgebäude in Liste auf

Alte Sternwarte gehört nun zum astronomischen Erbe

Die Internationale Astronomische Union hat die Alte Sternwarte der Universität Bonn in die Liste „Out-standing Astronomical Heritage“ (bedeutendes astronomisches Erbe) aufgenommen. Die Entschei-dung fiel bei der Jahrestagung der Union in Wien. Das Gebäude stammt aus dem 19. Jahrhundert und beherbergt derzeit das Graduiertenzentrum der Universität.                  Foto: Volker Lannert/Uni Bonn

Der berühmte Astronom Friedrich Wilhelm August Argelander (1799-1875) begründete die Sternwarte in Bonn, die sich in der Südstadt in der Poppelsdorfer Allee 47 befindet. Bekannt wurde Argelander für die „Bonner Durchmusterung“, ein Sternenverzeichnis mit über 300.000 eingetragenen Himmelskörpern.

Argelander folgte 1836 einem Ruf an die Universität Bonn und konnte den Landesherrn, König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen, davon überzeugen, in Bonn eine eigene Sternwarte zu errichten. Die Pläne dafür setzten Argelander und Universi-tätsbauinspektor Peter Josef Leydel im folgenden Jahr auf. Auch der oberste preußische Baumeister Karl Friedrich Schinkel war an den Planungen beteiligt. Das Gebäude im Stil des Klassizismus wurde von 1840 bis 1844 errichtet und 1845 eröffnet. Ausgestattet wurde der Institutsneubau mit rund einem Dutzend kostbarer astronomischer Geräte, darunter Teleskope, astronomische Pendeluhren und Barometer. Das so genannte Heliometer ist ein beliebter Blickfang im Universitätsmuseum.

Das Bonner Bundesviertel erhält künftig ein neues Gesicht -
Bus und Bahn, Fußgänger und Radfahrer sollen dominieren 

Erste Planungen werden der Öffentlichkeit und großen Arbeitgebern vorgestellt

Als eine urbane Mitte mit einem Mix aus Arbeiten und Wohnen, belebten Plätzen, einigem Grün, vielfältigen Wegeverbindungen und genutzten Dachterrassen stellt sich das Planungsbüro Cityförster aus Hannover die Zukunft des Bundes-viertels in Bonn vor. Das Auto soll eine untergeordnete Rolle spielen; Bus und Bahn, Fußgänger und Radfahrer dominieren. Der Entwurf von Cityförster stellt die Grundlage für die so genannte Rahmenplanung für das Bundesviertel dar, die im Herbst der Öffentlichkeit präsentiert worden ist. Ziel ist es, das Quartier städtebaulich zu ordnen und für künftige Ansprüche weiterzuentwickeln.

Das etwa 481 Hektar umfassende Bundesviertel liegt zwischen der Bonner Innen-stadt und Bad Godesberg. Nach der Festlegung von Bonn als Bundeshauptstadt im Jahr 1949 wurden in den 50er Jahren erste Ministerien und Einrichtungen ge-baut, ab 1975 wurde die städtebauliche Entwicklungsmaßnahme "Bonn - Parla-ments- und Regierungsviertel" umgesetzt. Im Anschluss an den Bonn-Berlin-Be-schluss im Jahr 1991 wurden die Planungen für das Gebiet modifiziert. Das Bun-desviertel ist mit circa 1,2 Millionen Quadratmetern Bürofläche der mit Abstand wichtigste Büroteilmarkt in Bonn.


Bild: Oberbürgermeister Ashok Sridharan studierte erste Entwürfe.


Bonn setzt weiter auf batteriegetriebenen Linienbusverkehr

Der Weg zur Umstellung des Bonner Linienbusverkehrs auf batteriegetriebene Elektromobilität soll mit der Beschaffung von vier Solo- und drei Gelenkbussen fortgesetzt werden. Das hat der Aufsichtsrat von SWB Bus und Bahn, dem kommunalen Nahverkehrsunternehmen der Stadt Bonn, in der jüngsten Sitzung beschlossen.Batteriebetriebene Elektrobusse gehören in Bonn seit 2013 zum Stadtbild. Seit 2016 werden sechs Elektrobusse im Linieneinsatz getestet.


Für 30 Millionen €: Innenstadtnah und fußläufig zu Hochschulen gelegen - Wohnanlage mit 288 Apartments für Studenten geplant

Die Commerz Real Kapitalverwaltungs-gesellschaft (KVG) hat für ihren Immobi-lienspezialfonds „CR Institutional Smart Living Fund“ die Voraussetzungen für ein neu zu errichtendes Studenten- und Apartmenthaus in Bonn geschaffen. Das Investitionsvolumen soll insgesamt rund 30,3 Millionen Euro bbetragen.Die Wohn-anlage mit der Adresse Jonas-Cahn-, Ecke Nideggerstraße befindet sich im Stadtteil Weststadt und soll noch Anfang 2019 fertiggestellt werden. Sie wird dann 288 Apartments sowie 116 Tiefgaragen-Stellplätze und 304 Fahrradstellplätze umfassen. Die Apartments sind bis 31 qm groß und hochwertig ausgestattet.