Im Blick Rheinberg, Köln, Bonn & Leverkusen

Nein: Die Museen lassen wieder keine Besucher in ihre Häuser  - 
Dabei wäre „Andy Warhol Now“ der Hit im Museum Ludwig in Köln


Am 31. März 2021 hatten die städtischen Museen auch in Köln wieder geöff-net. Den Anfang machte das Museum Ludwig mit seiner grandiosen Warhol-Ausstellung. Aufgrund der Corona-Schutzbestimmungen war ein Besuch in den Museen wenigstens nach Voranmeldung und während eines bestimmten Zeitfensters möglich. Zusätzlich erfassten die Museen die Kontaktdaten der Besucher für die Nachverfolgung. Aber jetzt ist wieder mal Pause.


Die Andy Warhol-Ausstellung ist dabei der ganz große Hit in diesem Jahr. Er gilt unbestritten als der bekannteste Vertreter der Pop Art. Seine ikonischen Mo-tive wie Marilyn, Campell‘s Suppendose oder Coca-Cola-Flaschen sind Teil des kollektiven Gedächtnisses. Dreißig Jahre nach seiner letzten Retrospektive in Köln stellt die Ausstellung Andy Warhol als einen Künstler vor, dessen innovati-ves Schaffen gerade für eine junge Generationim Zeitalter von Migration und gesellschaftlicher Diversität neu zu entdecken ist.

Andy Warhol (*1928 in Pittsburgh, † 1987 in New York) hat mit seiner Persönlich-keit Menschen in seinen Bann gezogen und polarisiert; seine Kunst hat eine ganze Ära geprägt. Sein facettenreiches Werk hat die Grenzen von Malerei, Skulptur, Film und Musik neu definiert. Mehr noch als seine bewussten Flirts mit der Welt des Kommerz und der Celebrities machen ihn aus heutiger Sicht seine Parteinahmen für alternative Lebensentwürfe zum Ausnahmekünstler, der unvermindert neue Lesarten und Erkenntnisse zu offenbaren vermag.


Das Interesse an der Ausstellung ist so groß, dass die erste Woche bereits nach wenigen Stunden total ausverkauft war.  Bisher haben 11 000 Besucher die Andy-Warhol-Ausstellung gesehen, was nach einer hohen Zahl aussieht. Im Normalbe-trieb aber könnte man statt jetzt 500 eher 3000 Besucher pro Tag empfangen, läge also bei etwa 66.000. In der ursprünglichen Kalkulation war das Museum von mehr als 100. 000 verkauften Tickets für den Pop-Art-Star ausgegangen.


Eintrittskarten für die Ausstellung "Andy Warhol Now" im Museum Ludwig (für zwei Stunden Besuchszeit) sind normalerweise unter https://www.museum-ludwig.de/ erhältlich. 


KÖLN 1945: Alltag in Trümmern, die Nachkriegszeit

Anlässlich der 75. Wiederkehr des Kriegsendes präsentiert das Kölnische Stadtmuseum die Sonderausstellung „KÖLN 1945: Alltag in Trümmern“. Im Mittelpunkt der eindrucksvollen Zeitreise steht ein raumgreifendes Stadtmodell, das Köln unmittelbar nach Kriegsende zeigt.


Aufgrund der Corona-Pandemie und der damit einhergehenden Schließung der Museen wurde die Laufzeit der Ausstellung (ursprünglich 7. November 2020 bis zum 14. Februar 2021) bis zum 18. April 2021 verlängert.

Bild: Ansicht der zerstörten Hohenzollernbrücke und der Altstadtruinen, 1945 (Kölnisches Stadtmuseum, Foto: Rheinisches Bildarchiv Köln)

Wiedereröffnung des Max Ernst Museum Brühl des LVR

„Max Beckmann –  Eine Reise von Berlin nach New York“


Auch das Max Ernst Museum Brühl des LVR hat wieder seine Türen geöffnet. Der Besuch ist ausschließlich mit Vorlage eines vorab gebuchten Zeitfenster-Tickets sowie mit einem zertifi-zierten negativen Testergebnis möglich, das nicht älter als 24 Stunden sein darf. Selbsttests ohne Zertifizierung werden nicht anerkannt und vor Ort auch nicht angeboten.

Der Museumseintritt in die Ausstellung „Max Beckmann – Day and Dream. Eine Reise von Berlin nach New York“ und in die Sammlung mit Werken von Max Ernst bleibt bis aktuell zum 18. April kostenlos.Tickets können online sicher und schnell über den Webshop auf der Homepage des Museums gebucht werden. Bei der Buchung des Tickets wählen Museumsgäste ein Zeitfenster für ihren Besuch aus. Sollte eine Online-Ticketbuchung nicht möglich sein, ist dies auch über kulturinfo-rheinland, Tel. 0 22 34 – 99 21-555, möglich. Auch Personen, die freien Eintritt in die LVR-Museen haben (z.B. Fördervereinsmitglieder, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren) , müssen vorab ein Ticket buchen.

In der Ausstellung zu „Max Beckmann“ mit Schwerpunkt auf dem grafischen Werk, die noch bis zum 11. April zu sehen sein wird, beleuchten rund 140 Arbei-ten wichtige Stationen, Personen und Themenkomplexe aus dem Leben des Künstlers (1884–1950). Erstmals in größerer Auswahl ausgestellt sind Handpro-bedrucke, die Beckmann seiner ersten Frau Minna Tube mit persönlichen Wid-mungen schenkte. Gäste können sich nach dem Ausstellungsrundgang an der Mitmachstation „Porträt mit Maske“ vor einem Spiegel auf einer Postkarte porträtieren.


Als nächste Schau steht ab dem 16. Mai die erste Doppelausstellung des Muse-ums mit zwei zeitgenössischen Künstlern auf dem Programm: „Hartmut Neu-mann – Verbotene Zonen ǀ Wolf Hamm – Große Prozesse“. Unter den Titeln „Verbotene Zonen“ und „Große Prozesse“ werden rund 120 Gemälde und Zeich-nungen von Hartmut Neumann (*1954) und Wolf Hamm (*1974) präsentiert.


Bild oben: Max Beckmann  1907 an der Ostsee; Bild links:  „Das Theaterfoyer“

Eine zentrale Plattform für speziell digitale Kunstereignisse


Als Antwort auf die Corona-Einschränkungen für Museen, Kunstvereine und Galerien hat bpar mit bpar.DIGITAL eine zentrale Plattform für speziell digitale Kunstereignisse etabliert. Dort können Museen, Kunstvereine, Galerien und Sammlungen ihre digitalen Kunstformate kostenlos einstellen. Die virtuellen Rundgänge und Führungen, Künstlerge-spräche, Videos und Podcasts richten sich nicht nur an Kunstbegeisterte und Sammler. Darüber hinaus will das kostenlose Angebot einer breiten Zielgruppe den Zugang zu vielfältigen digitalen Kunstangeboten erleichtern, gerade unter den schwierigen Pandemie-Bedingungen. -  bpar.DIGITAL ist eine private Initia-tive – mit der Intention, Bildende Kunst und Kultur zu fördern und einer breiten Öffentlichkeit auf digitalem Weg näherzubringen. - www.bpar.DIGITAL

Im Käthe Kollwitz Museum Köln:   Das Grafikdesign des Art Déco

Rankende florale Formen und strenge geometrische Elemente, kontrastreiche Farben, klare und zugleich verspielte Typografie – das Grafikdesign des Art Déco vereint das scheinbar Gegensätz-liche. Kunstvolle Plakate, Illustrationen und Anzeigen spiegeln die großen Themen dieser Zeit. Das Käthe Kollwitz Museum Köln gibt einen faszinierenden Überblick.

Das Käthe Kollwitz Museum Köln präsentiert mehr als 100 faszinierende, zum Teil großformatige Druckgrafiken aus der Sammlung des Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe und nimmt seine Besucher mit auf eine Reise in das glanz-volle Paris vor 100 Jahren. Die damals neue Werbung für Haute Couture oder Jazz, Tanz und technische Errungenschaften wie moderne Sportwagen und imposante Kreuzfahrtschiffe – nicht zuletzt auch für Kriegs- und Staatsanleihen – entführte in die Illusion einer besseren und schöneren Welt.

Einer der Höhepunkte der Ausstellung ist Colins Mappenwerk über die »Revue Nègre«, die Tanzkompagnie von Josephine Baker (1906–1975), die mehrfach in Paris gastiert und für die Colin auch Bühnenbilder und Kostüme entwirft.

Bauhaus in Deutschland, de Stjil in den Niederlanden und russische Avantgarde – das Grafikdesign erlebte in den 1920er Jahren international eine Blüte. Auch in Frankreich: Was hier anknüpfend an den Jugendstil der Jahrhundertwende sei-nen Anfang nahm und 1925 zur Pariser Weltausstellung der angewandten Künste eine Benennung fand, dokumentierte nichts weniger als den gesellschaftlichen Tanz auf dem Vulkan der Zwischenkriegszeit.

In kühn gezeichneten Visionen extravaganten Lebens zeigte sich Paris farben-froh, progressiv und exaltiert. Die führenden Pariser Grafiker illustrierten das Lebensgefühl der ›Années folles‹, der ›verrückten Jahre‹, mit künstlerischen Experimenten, innovativen Techniken und spektakulären Bildfindungen.

Eine Besonderheit ist das Pochoir – eine anspruchsvolle Drucktechnik mit Scha-blonen, häufig kombiniert mit Lithographie, Strichätzung und einem nicht geringen Anteil Handarbeit. Mit bloßem Auge sind die aufwendigen Drucke oft kaum von Aquarellen zu unterscheiden. Pochoir wurde zum Inbegriff für das Genre der eleganten Mode-Illustration in Magazinen und Almanachen. Eine Reihe hervorragender Zeichner wie Paul Iribe (1883–1935), George Barbier (1882–1932) und André Édouard Marty (1882–1974) wählte dieses Verfahren als ihr Medium. In der Ausstellung wird die Technik anschaulich erläutert.

                                             Abbildungen: © MKG Hamburg / VG Bild-Kunst, Bonn 2020


Russische Avantgarde im Museum Ludwig – Original und Fälschung



Dem Museum Ludwig ist es gelungen, die Ausstellung zur Russischen Avantgarde bis zum 2. Mai 2021 zu verlängern. Die Ausstel-lung war am 26. September 2020 sehr erfolgreich gestartet und wurde sogar zur „besten Ausstellung des Jahres“ gekürt. Ab November war die Ausstellung dann auf-grund des Lockdowns geschlossen. Das Symposium „Russian Avantgarde – Original and Fake“ mit 20 internationalen Expertin-nen aus Wissenschaft, Justiz und Kunshan-del fand daher online statt.



Olga Rosanowa; Mann auf der Straße (Analyse von Volumen), 1913; Öl auf Leinwand; 83x 61 cm
Thyssen-Bornemisza Collection; Inv.-Nr. 1976.89
Foto: Museo Nacional Thyssen-Bornemisza.

Immer mehr Museen öffnen sich nach langer Tabuisierung für einen transpa-renten Umgang mit nicht authentischen Arbeiten und tauschen Erkenntnisse aus. Mit einer Studioausstellung zur Russischen Avantgarde stellt sich das Museum Ludwig den Fragen nach Authentizität in seiner Sammlung. Die Russische Avantgarde bildet dank Peter und Irene Ludwig – neben Pop Art und Picasso – einen Sammlungsschwerpunkt des Museums: Sie umfasst 600 Arbeiten aus der Zeit von 1905 bis 1930, darunter rund 100 Gemälde.


Aus unterschiedlichen Gründen gelangten immer wieder Werke fraglicher Autor-schaft in private und institutionelle Sammlungen. Arbeiten von Künstlern der Russischen Avantgarde wurden – zum Beispiel aufgrund ihrer verzögerten Rezep-tion nach dem Stalinismus – besonders häufig gefälscht. Noch in jüngster Zeit wurden Bilder aus dieser Epoche in Museen präsentiert, die sich als nicht authentisch herausstellten. Auch das Museum Ludwig ist betroffen und unter-sucht derzeit mithilfe interna-tionaler Wissenschaftler systematisch seinen Bestand an Gemälden. Die Ausstellung präsentiert erste Ergebnisse.


Anhand von 27 Werken  werden kunsthistorische und technologische Methoden vorgestellt, die künstlerische Handschriften oder auch Falschzuschreibungen erkennbar machen. Neben Bildern aus der eigenen Sammlung werden einige ausgewählte Leihgaben aus dem Museum Thyssen-Bornemisza in Madrid und dem MOMus-Museum of Modern Art-Costakis Collection in Thessaloniki zu sehen sein. Durch diese Leihgaben, alle Originale, können in bislang einzigartiger Weise fragliche Werke im direkten Vergleich mit ihren Vorbildern betrachtet werden.

25 Jahre  –  das Deutsche Museum Bonn erfindet sich gerade neu!

»Mission Künstliche Intelligenz – erleben, verstehen, mitgestalten«: Unter diesem Motto erfindet sich das Deutsche Museum Bonn in seinem Jubiläumsjahr neu! Nach 25 Jahren macht die Bonner Dependance des Deutschen Museums in München die ersten Schritte auf dem Weg zum zentralen Erlebnisort für Künstliche Intelligenz in NRW. Das Deutsche Museum Bonn will damit seine Rolle als lebendiges Haus der Wissenschafts- und Technikvermittlung mit hoher gesellschaftlicher Relevanz ausbauen und stärken.

Die Künstliche Intelligenz stellt unsere Gesellschaft vor noch nie dagewesene Herausforderungen, die viele Fragen aufwerfen. KI beeinflusst schon heute eine Vielzahl von Lebensbereichen. Wie bei vielen Innovationen zuvor werden auch die neuen KI-basierten Technologien von großen Erwartungen, Vorurteilen und Ängsten begleitet. Bislang fehlt den Menschen ein zentraler Erlebnisort für die Vermittlung der Künstlichen Intelligenz mit all ihren Chancen und Risiken.

Um eine solche neutrale und kompetente Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft in NRW zu etablieren, richtet sich das Deutsche Museum Bonn neu aus: von der Ausstellung zeitgenössischer Technikgeschichte in aller Breite zu einem dynamischen Ort der Vermittlung und des Dialogs rund um das Schwerpunktthema KI. Dies unterstützen jetzt gleich zwei Partner: das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalens und die Dr. Hans Riegel-Stiftung.


Seit fast 25 Jahren entwickelt das Deutsche Museum Bonn immer wieder neue besucherorientierte Formen der Wissens- und Wissenschaftsvermittlung und hat damit inzwischen rund 2,5 Millionen große und kleine Gäste begeistert. Mit seinem breit gefächerten Angebot von Ausstellungen und Workshops hat es sich zum führenden außerschulischen Lernort für naturwissenschaftlich-technische Bildung im Rheinland entwickelt und damit zu einer wichtigen Brücke zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit.


Bild links: Der Bonner Roboter »Rhino« markiert einen Meilenstein auf dem Weg zum Autonomen Fahren. Er lernte im Museum buchstäblich „das Laufen“ bzw. sich selbst im Raum zu bewegen – dank des Einsatzes Künstlicher Intelligenz.
                                                                                Foto: Deutsches Museum/Lichtenscheid

Im Wallraf: Niederländische Marinemalerei des Goldenen Zeitalters

Die Niederlande galten im 17. Jahr-hundert nicht nur wirtschaftlich sondern vor allem auch kulturell als eine der reichsten Mächte der Welt. Auf ihrem Höhepunkt schafften an die 700 Maler jährlich rund 70.000 Gemälde, weshalb die Epoche auch heute noch als „Goldenes Zeitalter“ bezeichnet wird. Reichtum und Er-folg der noch jungen Republik beruhten dabei auf der Beherr-schung der Weltmeere wie der Bin-nengewässer. Das starke Selbstbe-wusstsein als Seefahrernation inspirierte auch die Kunst. Eine neue Gemäldegattung entstand: die Marinemalerei. Nicht weniger poe-tisch als die Dichtkunst fing sie die Vielfalt und Bedeutung der Schifffahrt ein. Sie widmete sich dem kleinen Fischerboot am heimischen Strand genauso detailreich und liebevoll wie dem imposanten Dreimaster auf stürmischer See. Eine feine Aus-wahl dieser gemalten Marinepoesie zeigt das Wallraf in seiner Jahrespräsentation noch bis 11.April 2021. Mit mehr als als zwanzig Gemälden im Fenstersaal der Barockabteilung mit Blick auf den Kölner Dom.

50 Jahre Bläck Fööss  -  Große Schau im Kölnischen Stadtmuseum


Die Bläck Fööss und ihre Gondel vor dem Museum

Seit nunmehr 50 Jahren gehören die Bläck Fööss zu den erfolgreichsten Kölner Mundart-Musikgruppen. Anlässlich dieses Jubiläums widmet das Kölnische Stadtmuseum der „Mutter aller kölschen Bands“ und ihrer Geschichte eine große Sonderausstellung: „50 JOHR BLÄCK FÖÖSS: Die Jubiläumsausstellung“.

Als erstes Großobjekt traf die „Bläck Fööss-Gondel“ der Kölner Seilbahn im Stadtmuseum ein. Die Gondel, die seit 2016 eingesetzt wird, ist nicht zuletzt eine Hommage an die vielen Konzerte der Bläck Fööss im Tanzbrunnen, einem Veran-staltungsort in direkter Nachbarschaft zur Seilbahnstation „Rheinpark“. Band-mitglieder und Management hatten die Grafik der Gondel damals mitentworfen.


In der Ausstellung wird die rund 400 Kilogramm schwere Seilbahn-Kabine die Besucher begrüßen – als erstes Objekt einer unterhaltsamen Zeitreise durch 50 Jahre Bandgeschichte. Präsentiert werden einzigartige Objekte aus dem Privat-besitz der Band ebenso wie Erinnerungsstücke der Fangemeinde – und Expona-ten zu den stadtgeschichtlichen Themen, die Bläck Fööss-Lieder prägten. Mit zahlreichen Hörstationen und einer Mitsing-Box erwarten die Besucher zudem auch musikalisch viele Überraschungen.

Das Römisch-Germanische Museum ist seit Dezember geschlossen

Der Museumsbetrieb wurde stattdessen im Belgischen Haus aufgenommen

Das Römisch-Germanische Museum (RGM) ist wegen einer Totalrenovierung bis auf weiteres in das Belgische Haus nahe dem Neumarkt umgezogen (Bild links).  Das Museumsgebäude am Roncalliplatz wird generalsaniert.


Das Belgische Haus bietet die Möglichkeit, alle wesentlichen Funktionen des Museums, also Museumsbetrieb, Bodendenkmalpflege, Bibliothek, Inventarisa-tion, Studiensammlung, Restaurierung, Ortsarchiv und Verwaltung, an einem Standort zu versammeln. Auf rund 1.000 Quadratmetern wird in der Cäcilienstra-ße zu den wichtigsten Themen der antiken Stadtgeschichte Kölns eine umfang-reiche Interims-Ausstellung eingerichtet.

Im Museumsgebäude am Roncalliplatz müssen die gesamten baulichen und haustechnischen Anlagen saniert und den gesetzlichen Normen und Anforderun-gen an einen modernen Museumsbetrieb angepasst werden. Für die Sanierung und Neugestaltung ist ein Zeitraum von rund sechs Jahren vorgesehen. Im Jahr 2025 ist die Neueröffnung des sanierten Hauses geplant. Das RGM gehört seit seiner Eröffnung am 4. März 1974 zu den meistbesuchten Museen der Stadt Köln und zu den bekanntesten archäologischen Museen in Deutschland.

RheinRomantik in einer umfangreichen Sammlung im Siebengebirgsmuseum  

Königswinter hat eben mehr zu bieten als nur den Drachenfels

Königswinter, der Drachenfels

und das Siebengebirge – diese klangvollen Namen stehen für Höhepunkte des Landschaftser-lebnisses am Rhein. Das Sieben-gebirgsmuseum in Königswinter stellt diese Rheinlandschaft in den Mittelpunkt. Eine besondere Facette stellt die Entwicklung des Rheintourismus zwischen Kunst und Kommerz dar.

Mit rund 500 Kunstwerken ist die private Sammlung RheinRomantik eine der wichtigsten deutschen Sammlungen zur Entwicklung der Malerei im Rheinland im 19. Jahrhundert. Die Sammlung konzentriert sich auf die Düsseldorfer Maler-schule, auf englische Aquarelle und frühe Koblenzer Künstler. Hier werden regel-mäßig Teile der Sammlung RheinRomantik zu ausgewählten Themen der rheinischen Kulturlandschaft gezeigt.

Die Ausstellung nimmt den Besucher mit auf eine Reise. Hier erfährt er, was ein Reisender im 19. Jahrhundert in seinen Koffer packte, wie er unterwegs war und wo er logierte. Damals moderne Verkehrsmittel wie ein Dampfschiff kann man ebenso bewundern wie den bis heute populären Eselritt auf den Drachenfels.


In Wesel ist das neue Niederrheinmuseum eröffnet worden

Am 18. März 2018 ist das neue LVR-Niederrheinmuseum Wesel eröffnet worden  (Bild). Aus dem ehemaligen Preußen Museum wurde nach Über-nahme durch den Landschaftsver-band Rheinland und einem dreijäh-rigen Umbau das neue Ausstel-lungshaus für niederrheinische Geschichte. Die erste Sonderaus-stellung präsentierte  denn auch Geschichte und Entwicklung der Grenzregion vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert.

Im Haus der Geschichte Bonn:  "Deutschland seit 1945"

Die Ausstellung ist internationaler und emotionaler geworden


Die Ausstellung im Haus der Geschichte in Bonn "Unsere Geschichte. Deutschland seit 1945" ist internationaler und emotionaler geworden und mit neuen Objekten noch aktueller geworden. Bundespräsident Steinmeier hatte das Museum für Zeitgeschichte erst im Dezember 2017 wiedereröffnet.

Die revolutionären Umwälzungen in Osteuropa und der DDR sowie der deutsche Wiedervereinigungsprozess bilden einen neuen Schwerpunkt auf Basis des gegenwärtigen Kenntnis- und erheblich verbesserten Objektlage. Der Service-roboter "Eva" und eine Paketdrohne stehen für die neuen Technologien. Trüm-merteile vom World Trade Center in New York zeigen die Gewalt des terroris-tischen Angriffs am 11. September 2001. Ein Boot aus dem Mittelmeer, das der Kölner Kardinal Woelki nach Deutschland holte und dem Museum überließ, steht gemeinsam mit anderen Ausstellungsstücken für die Massenflucht nach Europa - eines der wichtigsten Themen der Gegenwart und Zukunft. Originalobjekte, anschaulich in Szene gesetzt, erzählen "Unsere Geschichte". - Der Plenarsaal des Deutschen Bundestags in Bonn, ein Kino und eine Eisdiele aus den 1950er Jahren gehören ebenso wie eine Kaufhausfassade aus der Wirtschaftswunderzeit zu den attraktiven Ausstellungseinheiten.