Im Blick Rheinberg, Köln, Bonn & Leverkusen

Am 12. Mai wäre Joseph Beuys 100 Jahre alt geworden. Zur Feier des runden Geburtstages rückt Nordrhein-Westfalen den Menschen und Künstler, seine Ideen und Werke ins Scheinwerferlicht. Viele Spuren und Stationen lassen sich noch heute nachvollziehen und die Wege dazwischen lassen sich am besten radelnd zurücklegen: Unter der Überschrift „Beuys & Bike“ verknüpft eine eigens entwickelte Radroute Orte, die in seinem Leben und Wirken eine wichtige Rolle gespielt haben. Zum Beispiel das Schloß Moyland in Bedburg-Hau mit der größten Sammlung von Werken des Künstlers (unser Bild).


Von Schloß Moyland bis zur Altstadt-Kneipe in Düsseldorf  - 
Zum 100.Geburtstag: "Beuys & Bike", auf dem Rad zum Jubilar  


Beuys-auf-Fahrrad-klein-©-Hans-Lachmann-Archiv-der-Evangelischen-Kirche-im-Rheinland

Zum 100. Geburtstag von Joseph Beuys hat Tourismus NRW mit verschiedenen Partnern eine Radroute zu den Spuren und Zeugnissen des wohl einfluss-reichsten Künstlers vom Niederrhein entwickelt.  Sein Geburtshaus, das erste Atelier, bedeutende Werke oder Museen, die sein Wirken früh bekannt mach-ten: Das Angebot führt zu Beuys-Stationen in Kleve, Bedburg-Hau, Duisburg, Krefeld, Mönchengladbach, Düsseldorf, Neuss und Leverkusen.


Wer sich mit dem Fahrrad auf den Weg macht, lernt nicht nur den Künstler und seine Kunst aus unterschiedlichen Perspektiven kennen, sondern kann in der weiten Landschaft des Niederrheins eine erholsame Auszeit erleben. Die Route ist für genussvolles Radeln bestens geeignet, Tour-Experten vom Radfahrerver-band ADFC haben bei der Streckenführung mitgearbeitet und sind Probe gefahren.


Die Touren auf bestens ausgebauten Wegen – mit über 2.000 Kilometern Länge gibt es hier das längste ausgeschilderte Radwegenetz in ganz Deutschland – können ganz nach Lust und Laune kombiniert und in individuell zusammenstell-baren Etappen geradelt werden. Ein eigenes Rad ist dafür nicht nötig: Fahrrad-Verleihsysteme wie das von „NiederrheinRad“, das mit über 40 Verleihstationen in der ganzen Region vertreten ist, machen den Transport des heimischen Draht-esels überflüssig. Einmal im Sattel, rollt das Rad fast von alleine, denn am Nie-derrhein brauchen Radler kaum Steigungen zu fürchten, kein Berg steht im Weg.

Beuys-Kopf am Rhein in Meerbusch bei Düsseldorf
Copyright: © Tourismus NRW / Johannes Höh

Dennoch hält die ebene Landschaft mit Auewiesen, Feldern, Flüssen und Seen viele sehenswerte Höhepunkte bereit, gerade auch mit Blick auf Beuys. So bietet das Museum Schloss Moyland in Bedburg-Hau nicht nur die weltweit größte Sammlung an Beuys-Werken, sondern ist zugleich auch ein beeindruckendes Wasserschloss, in dessen historischem Park mit Kräutergarten auch eine bedeutende Skulpturensammlung ihre Heimat gefunden hat.


Im einstigen Kurhaus von Kleve, heute ein Kunstmuseum, können Besucher Beuys erstes Atelier besuchen, sein Frühwerk anschauen und anschließend durch die barocken Gartenanlagen flanieren. In Mönchengladbach, wo Beuys mehrere Aktionen und seine erste große Museumsausstellung zeigen konnte, ist der Künstler in einem neuen Mural nahe des Museums Abteiberg zu sehen, in Duisburg zeigt das Lehmbruck Museum in seiner Sammlung für Skulptur- und Objektkunst auch Werke von Beuys und rund um Neuss finden sich zahlreiche Skulpturen des Beuys-Schülers Anatol an der Strecke.


In Düsseldorf sind in der ganzen Stadt Orte zu besuchen, an denen Beuys Spuren hinterlassen hat: Dazu gehören etwa die Kunstakademie, die Kunsthalle mit dem Ofenrohr in der Wand, die Altstadt-Kneipen, in denen er sich mit seinen Studen-ten getroffen hat und eine der „7000 Eichen“, die samt Basalt-Stele an eine seiner wichtigsten Kunstaktionen erinnert.

Weitere Informationen zu den zahlreichen Stationen, aktuellen Jubiläumsaus-stellungen in ganz NRW online unter www.dein-nrw.de/beuys.

Die Große Dhünn-Talsperre: Als Ausflugsziel beliebter denn je  -
Für die Tierwelt als Rückzugsgebiet aber unverzichtbar 


Die Region rund um die Große Dhünn-Talsperre ist seit jeher ein beliebtes Ausflugsziel im Bergischen Land. Mit Corona nahm der Andrang seit dem Frühjahr 2020 noch einmal deutlich zu. Denn Spazierengehen wurde für die Menschen im Lockdown und bei eingeschränkter Reisemöglichkeit eine beliebte Freizeitbeschäftigung. Entsprechend voll wurde es auch an der Großen Dhünn-Talsperre. Dabei aber wurden Schutzzonmen häufig mißachtet. Das soll jetzt aufhören.


Der südliche Uferweg an der Vorsperre Große Dhünn war in den vergangenen Jahren durch eine befristete Ausnahmegenehmigung zwischen dem 15. März
und 10. Oktober geöffnet. Durch diese vom Rheinisch-Bergischen Kreis temporär genehmigte Öffnung tagsüber mit Verhaltensregeln für alle Nutzer sollte der Natur- und Artenschutz sowie das Bedürfnis der Menschen nach Erholung berücksichtigt werden. Jetzt soll der südliche Uferweg geschlossen bleiben.

Ausschlaggebend für die Maßnahme ist der Artenschutz. Eine aktuelle Kartierung zeigt, dass hier u.a. der Seeadler und der Schwarz-storch sowie die seltenen Rastvögel Rothals-taucher und Ohrentaucher gesichtet wur-den.  Der südliche Uferweg  ist derzeit der letzte ungestörte Rückzugsbereich an der Großen Dhünn-Talsperre. Daher soll der südliche Uferweg, auch in diesem Sommer nicht geöffnet werden.


Rund um die Große Dhünn-Talsperre gibt es ein Netz an Wanderwegen, sodaß  Ausblicke auf die Wasserfläche möglich sind, zum Bei-spiel vom Staudamm in Lindscheid aus oder von den Dämmen der Vorsperren Große Dhünn und Kleine Dhünn. Auf dem 40 Km langen Talsperrenweg kann die Große Dhünn-Talsperre ganzjährig komplett
umrundet werden.
Infos: Internet unter https://t1p.de/f3la.

Ein neues Internetportal des LVR: "Preußen im Rheinland"


Das Rheinland und Preußen verbindet eine über drei-hundertjährige Beziehungsgeschichte. Die ehemalige „Rheinprovinz“, die auch die altpreußischen Gebiete am Niederrhein umfasste, erstreckte sich geografisch über weite Teile der heutigen Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Saarland.


Noch heute ist die Vielfalt dieser Beziehungsgeschichte in Stadt und Land ablesbar. Das Internetportal „Preußen im Rheinland“ lädt dazu ein, diese Orte zu entdecken und Verbindungspunkte in der Gegenwart zu erkunden.


Seit 1822 waren die preußischen Rheinlande zu einer Provinz zusammmengefasst, für die sich bald der Name "Rheinprovinz" einbürgerte. Sie existierte bis zur Auflö-sung Preußens 1947 und reichte von Kleve bis Saarbrük-ken. Bis zum heutigen Tag rufen die Begriffe „Preußen“ und „Rheinland“ klischeehafte Vorstellungen wach, die den Blick auf die tatsächliche Vielfalt verstellen.


Die gemeinsame Geschichte Preußens und der Rheinlan-de sowie ihre gegenseitige Einflussnahme sind größer und älter als oft vermutet. Das Netzwerk „Preußen in Westfalen“ des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe und das dort präsentierte Wissensportal „Preußen im Rheinland“ zeigen, dass die Geschichte bis zum Anfang des 17. Jahrhunderts zurück reicht.


 Ausführliche Infos:  www.preussen-im-rheinland.de

Der Rhein-Sieg-Kreis ist zu Teilen offizielles Wolfsgbiet - Jetzt sind dort die ersten Schutzhunde für Schafsherden im Einsatz


Nachdem Teile des östlichen Rhein-Sieg-Kreises seit August offizielles Wolfsgebiet sind, setzen die ersten Schafzüchter Herdenschutzhunde ein (unser Bild) . Sie unterscheiden sich von Hütehunden, die hauptsächlich dafür eingesetzt werden, Schafherden zusammenzuhalten. Große Raubtiere können sie aber nicht abwehren. Das tun Herdenschutzhunde.


Herdenschutzhunde wachsen innerhalb einer Herde auf, leben ganzjährig bei den Tieren und sind extrem auf deren Schutz fixiert. Herdenschutzhunde arbeiten im Team, eigenständig und ohne Aufsicht eines Hirten. Grundsätzlich beobachten die Hunde alles Fremde zurückhaltend und misstrauisch. Beim geringsten Verdacht einer Gefahr für die Schafherde verjagen die Tiere den potentiellen Angreifer.

"Herdenschutzhunde sind keine Streicheltiere", sagt der Leiter des Amtes für Umwelt- und Naturschutz, Rainer Kötterheinrich. "Die Weiden sind gekenn-zeichnet, Hundebesitze sollten ihr Tier dort besser nicht frei laufen lassen." An entsprechenden Weiden gibt es Hinweisschilder.

Seit Teile des östlichen Rhein-Sieg-Kreises offiziell Wolfsgebiet sind, fördert das Land NRW unter anderem die Anschaffung von Herdenschutzhunden. Auch andere Schutzmaßnahmen für Schafherden werden finanziell bezuschusst.


Im Rhein-Sieg-Kreis umfasst das Wolfsgebiet alle rechtsrheinischen Kommunen mit Ausnahme von Troisdorf, Niederkassel, Sankt Augustin, Königswinter und Bad Honnef. Der linksrheinische Teil des Rhein-Sieg-Kreises ist nicht einbezogen.

Es gibt eine neue Radwanderkarte für die Wasserburgen-Route

Über 120 Burgen und Schlösser liegen entlang der Wasserburgen-Route. Sie führt auf 380 km steigungsarm am Rande der Eifel und der Kölner Bucht durch die wasserburgenreichste Region Europas. Von Bonn aus geht es durch den linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis nach Euskirchen, weiter nach Aachen und über Eschweiler und Düren zurück nach Bonn.

Der Arbeitskreis „Wasserburgen-Route“ hat jetzt zusammen mit der Bielefelder Verlagsanstalt eine neue Radwanderkarte herausgegeben. Sie enthält aktuelle, detaillierte und übersichtliche Kartenblätter im für Fahrradfahrende geeigneten Maßstab 1:50.000. Durch das kompakte, praktische Querformat mit Spiralbindung eignet sich die Karte ideal für die Lenkertasche.


Die Wasserburgen-Route ist eine der attraktivsten Radwanderstrecken in der Region, vom ADFC  mit drei Sternen ausgezeichnet. Etappenorte: Bonn – Euskir-chen – Bedburg – Jülich – Aachen – Stolberg – Heimbach – Rheinbach - Bonn.


Unser Bild zeigt die Burg Gudenau. Die imposante zweiteilige Wasserburganlage ist die größte Burg in der Gemeinde Wachtberg nahe Bonn. Eine Besonderheit ist ihr Park, der einzig erhaltene private Barockgarten des Rheinlandes.

Die Waldfläche NRW ist mehr als doppelt so groß wie Mallorca

8 471 Quadratkilometer und da-mit 24,8 % der gesamten Fläche Nordrhein-Westfalens  waren Ende 2019 Waldflächen sagt das
Statistische Landesamt. Damit ist die Waldfläche NRWs mehr als doppelt so groß wie Mallorca (3 640 km2). 38,5 % der Wald-flächen des Landes liegen im Regierungsbezirk Arnsberg
– allein im Hochsauerlandkreis gibt es 1 071 Quadratkilometer Wald. Auf nahezu einem Drittel der Waldfläche (31,7 %) steht Nadelwald. Mehr als die Hälfte der Nadelwälder befindet sich im Regierungsbezirk Arnsberg.

Auch das gibt es im Rheinland:  Anna, die "Kartoffelkönigin"

Ein weiteres Jahr tritt die Rheinische Kartoffelkönigin Anna Müller als Botschafterin für die rheinischen Kartoffeln an. Aufgrund der Corona-Pandemie konnte in diesem Jahr keine Übergabe stattfinden. Anna Müller verlängerte deshalb ihre Amtszeit um ein  weiteres Jahr.


Die 22-Jährige ist auf einem Ackerbaubetrieb mit Schwer-punkt Industriekartoffelanbau in Titz aufgewachsen. Sie absolviert zurzeit ihre Ausbildung als Groß- und Außenhan-delskauffrau bei der Raiffeisen Waren-Zentrale (RWZ). Ihre Aufgabe ist es,  das Interesse bei den Verbrauchern an hoch-wertigen Produkten aus dem Rheinland zu wecken.

720.000 Euro  -  Wie die Bezirksregierung die Naturparke unterstützt

Dem Rhein-Sieg-Kreis als Träger des Naturparks Siebengebirge (Bild) hat die Bezirksregierung Köln erstmalig Fördermittel in Höhe von circa 16.000 Euro bewilligt. Dies ermöglicht dem Naturpark u.a. die Finanzierung der notwendigen Unterhaltungsmaßnahmen an seinen Wanderparkplätzen und Wanderwegen. Der Naturpark Siebengebirge war Ende letzten Jahres in die Trägerschaft des Kreises übergangen. Insgesamt wurden die vier Naturparke Bergisches Land, Nordeifel, Siebengebirge und Rheinland mit Geldern in Höhe von rund 720.000,- Euro gefördert. Damit können die Lebensräume der hier heimischen Tiere und Pflanzen geschützt und ihre Lebensbedingungen verbessert werden. Gleichzeitig wird ein wichtiger Beitrag zur besseren Erlebbarkeit der Natur geleistet.


Köln lädt in die Unterwelt ein: Zum Kronleuchter in der Kanalisation

Einen Kronleuchtersaal kennt man eher aus Schlössern und Villen. Doch in Köln gibt es sogar einen in der Kanalisation. Der Kronleuchtersaal am Theodor-Heuss-Ring ist ein einzig-artiges Denkmal der Kölner Stadtgeschichte. Hier finden regelmäßig Führungen und sogar Konzerte statt.  Das war eine besondere Attraktion natürlich beim"Tag des Offenen Denkmals". Einblicke gibt es aber auch zu anderen Zeiten. Man muss sich anmelden: fuehrungen@steb-koeln.de oder 0221 22126845.