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Schöne Hausfassaden werden in Bonn alle zwei Jahre besonders ausgezeichnet

Dies sind besonders gelungene Haussanierungen in Bonn und damit Preisträger des traditionellen Fassaden-Wettbewerbs der Stadt. Bereits zum 44. Mal engagierten sich Hauseigentümer, in dem sie ein Stück Vergangenheit originalgetreu wieder-hergestellt haben. Damit trugen sie auch bei zur Substanzerhaltung und Verschönerung des Stadtbildes von Bonn.


Diese Häuser tragen zur Verschönerung der Bonner Stadtszene bei

Bonn ist reich an prächtigen Hausfassaden: Die Bonner Südstadt etwa ist eine seltene architektonische Kostbarkeit. In wenigen deutschen Städten ist ein gründerzeitliches Wohnquartier dieser Größe erhalten. Auch im Bad Godes-berger Villenviertel lassen sich üppig verzierte Häuserfronten bewundern.


Die Renovierung eines Hauses dient nicht nur dem Werterhalt und dem persön-lichen Komfort, sondern kann im besten Fall dient bei guter Ausführung auch der Weitergabe eines baukulturellen Erbes dienen. Genau darum geht es beim Fassadenwettbewerb, den die Stadt Bonn gemeinsam mit der Sparkasse Köln-Bonn sowie dem Verein Haus und Grund Bonn/Rhein-Sieg veranstaltet. Jetzt wurden die Preisträger des Wettbewerbs 2019 im Alten Rathaus ausgezeichnet.

Es gab sechs erste Preise sowie drei Belobigungen,  jeweils mit 1450 Euro dotiert.


Insgesamt gab es für den 44. Fassadenwettbewerb 26 Bewerbungen. Für die Entscheidung der Jury galten die Bewertungskriterien Stil- sowie Sachgerech-tigkeit der Renovierung, die Harmonie von Formen und Farben sowie der Gesamteindruck.


Seit dem ersten Fassadenwettbewerb haben mehr als 4.000 Bürger an dem Wettbewerb teilgenommen. Mehr als 1.000 Preise konnten vergeben werden.

Der Fassadenwettbewerb findet alle zwei Jahre statt. Die Auslobung für die 45. Runde ist im Jahr 2021 vorgesehen, Bewerbungen können dann bis zum 30. September 2021 eingereicht werden.

Alles dreht sich um den großen Beethoven

Zu seinem 250.Geburtstag sind 1000 Veranstaltungen  vorgesehen


Am 16. Dezember des vergangenen Jahres begann das offizielle Jubiläumsjahr anläßlich des 250. Geburtstages von Ludwig van Beethoven mit einem Konzert  des Beethoven-Orchesters Bonn unter seinem Generalmusikdirektor Dirk Kaftan, Bild rechts.  Unter der Dachmarke „BTHVN2020“ werden seitdem ein Jahr lang bis zum 17. Dezember 2020 ca. 300 Projekte mit tausenden Veranstaltungen realisiert.


Beethoven hat 22 Jahre in Bonn gelebt. Hier ist er zur Schule gegangen, lernte sein erstes Instrument, nahm eine Stelle im Orchester an und komponierte seine ersten Werke. Eines davon ist das „Ritterballett“, die Musik zu einem Maskenball, die am Karnevalssonntag 1791 in Bonn uraufgeführt wurde. Das Familienkonzert am 23. Februar 2020 – ebenfalls ein Karnevalssonntag – in der Aula der Universität Bonn sollte diese Uraufführung nachempfinden.

Schon zur Zeit Beethovens feierten die Menschen übrigens den Karneval ausge-lassen auf den Straßen und in Festsälen. Besonders beliebt waren damals prunk-voll ausgerichtete Maskenbälle, auf denen sich die Gäste mit ausgefallenen und originellen Kostümen überboten. Wie heute! "Mem Ludwich op dä Maskenball" ist daher auch das Motto des neuen Sessionsordens des Rhein-Sieg-Kreises 2019/2020. Mehr Karneval geht nicht!

Beethoven ist einer der meistgespielten Komponisten der Welt. Und wer bei dem Programm des Jubiläums nur an Klassik denkt, hat weit gefehlt. Das Jahr steht unter dem Motto „Beethoven neu entdecken“ und reicht von deutschlandwei-ten Konzerten über Talkveranstaltungen bis zu Ausstellungen, Theaterstücken, Bürgerfesten und Open Air Events. Mitte Dezember wurde auch  das erweiterte und komplett neu gestaltete Beethoven-Haus  (Bild) feierlich eröffnet. 

Wandern im Sieg-Kreis auf den Spuren des großen Komponisten

Zum Beethoven-Jubiläu gehört auch ein  Beethoven-Rundgang, der als feste Installation auch über den Geburtstag des berühmten Komponisten hinaus, nachhaltig erhalten bleiben wird.


Ashok Sridharan, Oberbürgermeister der Bundesstadt Bonn, sagte: „ Der Rund-gang ermöglicht Men- schen jeden Alters, unseren berühmten Sohn näher ken-nenzulernen.“ Auch Sebastian Schuster, Landrat des Rhein-Sieg-Kreises, ist begeistert: „Der neue Beethoven-Rundgang zeichnet an elf Stationen im Gebiet des Rhein-Sieg-Kreises die Wege und Verbindungen Ludwig van Beethovens in das heutige Kreisgebiet nach. Er lädt dazu ein, diesen Spuren nachzugehen und dabei Landschaften, Menschen und Strukturen zu entdecken, die großen Einfluss auf Ludwig van Beethoven hatten.“


Die im Auftrag der Beethoven Jubiläums GmbH von Monika Müller-Rieger (Müller-Rieger GmbH) entworfenen Informationssäulen sind 2,5 m hoch und geben in Schrift, Bild und Ton einen interessanten Einblick in das Leben und Wirken Ludwig van Beethovens in seinen 22 Bonner Jahren. So lassen beispielsweise an sieben Stationen in Bonn dreisprachige Animationsfilme, Informationstexte und Fotos Beethoven lebendig werden. Die  elf Stationen im Rhein-Sieg-Kreis Ausflugsziele Beethovens, wie den Petersberg oder den Drachenfels, aber auch die Benediktiner-Abtei Michaelsberg, wo er als Elf-jähriger gern auf der Orgel musizierte.


Internationale Astronomische Union nimmt Bonner Universitätsgebäude in Liste auf

Alte Sternwarte gehört nun zum astronomischen Erbe

Die Internationale Astronomische Union hat die Alte Sternwarte der Universität Bonn in die Liste „Out-standing Astronomical Heritage“ (bedeutendes astronomisches Erbe) aufgenommen. Die Entschei-dung fiel bei der Jahrestagung der Union in Wien. Das Gebäude stammt aus dem 19. Jahrhundert und beherbergt derzeit das Graduiertenzentrum der Universität.                  Foto: Volker Lannert/Uni Bonn

Der berühmte Astronom Friedrich Wilhelm August Argelander (1799-1875) begründete die Sternwarte in Bonn, die sich in der Südstadt in der Poppelsdorfer Allee 47 befindet.Ausgestattet wurde der Neubau mit rund einem Dutzend kostbarer astronomischer Gerä-te, darunter Teleskope, astronomische Pendeluhren und Barometer. Das so genannte Heliometer ist ein beliebter Blickfang im Universitätsmuseum.