Im Blick Rheinberg, Köln, Bonn & Leverkusen

Claudia Schiffer - das Supermodel im KUNSTPALAST Düsseldorf


Erstmalig kuratiert Claudia Schiffer, Fashion-Insiderin und Modeikone, eine Ausstellung. Zusammen mit dem Kunstpalast Düsseldorf lädt sie zu einer Zeitreise in die Modewelt der 90er Jahre ein – eine Ära, die bis heute Standards setzt. Unter dem Titel "Captivate!" präsentiert sie dem Publikum einige der einflussreichsten Modefotograf*innen der letzten Dekade des analogen Zeitalters vor der digitalen Revolution. Bis 9. Januar 2022.


In der ersten von ihr kuratierten Ausstellung versammelt sie legendäre Modefoto-grafen, Designerinnen sowie ihre berühmten Model-Kolleginnen, deren Energie und Visionen gemeinsam das Jahrzehnt geprägt haben.


Anhand von rund 150 Ausstellungsobjekten eröffnet sich ein Panorama vielfälti-ger Aspekte, Akteure und Orte, die für die Modewelt und Kulturlandschaft der Dekade von Bedeutung waren. Neben zentrale fotografische Werke großer Foto-graf*innen, die bis heute Kunst und Design inspirieren, tritt selten gesehenes Material. Mit Bewegtbild, Musik und Erinnerungsstücken aus ihrem persönlichen Archiv lässt Schiffer die Dynamik der Zeit wieder auferstehen und ermöglicht  Blicke hinter die Kulissen legendärer Modenschauen und Fashion-Partys.


Claudia Schiffer (Bild links) wurde 1970 in Rheinberg geboren. 1987 wurde sie von einem Modelagenten im Düsseldorfer Club „Checker’s“ entdeckt und ist eines der bekanntesten und gefragtesten Models aller Zeiten.


Alle Museen in Köln sind geöffnet. Eine Vorab-Anmeldung ist nicht erforderlich. Für den Besuch von Museen und Museumsshops ist die geltende Maskenpflicht verbindlich. Darüber hinaus gelten keine weiteren Bestimmungen.


Brücke und Blauer Reiter  -  ein Hit in Wuppertal


1   - Emil Nolde , Lesende Dame, 1906; Öl auf Leinwand; 70 x 60 cm; Kunsthalle zu Kiel, Foto: Martin Frommhagen © Nolde Stiftung Seebüll 
2  -  Ernst Ludwig Kirchner , Bildnis Gerda, 1914 ; Öl auf Leinwand
70 x 57 cm ; Von der Heydt-Museum Wuppertal
3  - Wassily Kandinsky, Murnau-Untermarkt, 1908; Öl auf Malpappe
33 x 44,5 cm; Privatsammlung Deutschland 
4  - Max Pechstein , Dorfansicht, 1914 ; Öl auf Leinwand , 51 x 71 cm
Privatsammlung Deutschland  © Pechstein Hamburg/Tökendorf /
Online-Rechte: © VG Bild-Kunst, Bonn 2021

Das Von der Heydt-Museum in Wuppertal zeigt seit kurzem einen besonderen Leckerbissen. Erstmals seit vielen Jahren führt die aktuelle Ausstellung die Künstlergruppen „Brücke“ und „Blauen Reiter“ wieder zum Vergleich zusammen. Anhand ausgewählter Hauptwerke bietet sie einen neuen Blick auf die Bedeutung die-ser beiden bahnbrechenden Formationen, auf ihr Zusammenwir-ken und ihre Konkurrenz. Zu sehen bis 27.Februar 2022.

Sie kannten einander, besuchten sich, schätzten und verachteten sich auch bisweilen. Sie stellten miteinander aus, waren in denselben Verbänden, hatten dieselben Galeristen und Sammler. Die Künstler und Künstlerinnen von „Brücke“ und „Blauem Reiter“ stehen synonym für den deutschen Expressionismus.Sie gelten als Schlüsselfiguren der klassischen Moderne.


Die umfassende Ausstellung will anhand 160 ausgewählter Haupt-werke – 90 Gemälde und 70 Arbeiten auf Papier – einen frischen Blick auf die Bedeutung und das Zusammenwirken dieser beiden Formationen ermöglichen und das künstlerische Spektrum ange-messen abbilden. Im Fokus steht dabei die revolutionäre Kernzeit des Expressionismus von 1905 bis 1914.

Gezeigt werden hochrangige Gemälde und Arbeiten auf Papier der jeweils zentralen Künstler: Ernst Ludwig Kirchner, Karl Schmidt-Rottluff, Erich Heckel, Max Pechstein, Emil Nolde und Otto Mueller für die „Brücke“; Wassili Kandinsky, Gabriele Münter, Franz Marc, August Macke, Alexej von Jawlensky, Marianne von Werefkin und Paul Klee für den „Blauen Reiter“.

KÖLN: Das Museum Wallraf enthüllt die Tricks der großen Meister


In diesem Winter zeigt das Wallraf-Richartz-Museum die geheimen Tricks von Meistern wie Martini, Cranach, Rub-ens, Rembrandt, Frie-drich,Manet und Monet. Dafür blickten Kunst-technologen mit Rönt-genstrahlen, Infrarot und Stereomikrosko-penin die Bilder hinein.

Sie untersuchten in den letzten zwanzig Jahren rund zweihundert Gemälde von prominenten Malern aus Spätmittelalter, Barock, Romantik, Realismus, Impressionis-mus und Symbolismus. Sie schauten nicht nur auf die Malschicht, sondern auch in sie hinein und durch sie hindurch - egal ob auf Papier, Leinwand, Holz, Metall oder sogar Stein.Die dabei zu Tage geförderten Ergeb-nisse sind spektakulär und werden in der Ausstell-ung „Entdeckt! – Maltechniken von Martini bis Monet“ erstmals epochenüber-greifend präsentiert und läßt 700 Jahre Ma-lerei in einem neuen Licht erscheinen. Die Sonder-schau ist bis 13.2.22 in Köln zu se-hen. Diese Bilder entlarven den Maler: Das Infrarot-Reflektogramm von Brescianino-Gemälde (180 Grad gedreht) macht eine vor-gezeichnete Madonna mit Kind sichtbar. Bild oben: Eine Restauratorin bei der Stereomikroskopie im Wallraf. Foto: Museum

»Körperbewusstsbildern« im Käthe Kollwitz Museum Köln 


Das Käthe Kollwitz Museum Köln präsen-tiert aktuell bis 9.1.2022 an die 70 Ölge-mälde und Graphiken von Maria Lassnig (1919–2014) aus der Sammlung Klewan, die nahezu alle ihre Schaffensphasen beleuchten und ihren Weg von der Außen-seiterin zu einer der bedeutendsten Künst-lerinnen des 20. Jahrhunderts nachvoll-ziehen lassen. »Ich male und zeichne nicht den ›Gegenstand‹ Körper, sondern ich male Empfindungen vom Körper«

Maria Lassnig original und Selbstporträt. © VG Bild-Kunst, Bonn 2021

 In ihren schonungslosen und zugleich humorvollen »Körperbewussts-bildern«, die abseits aller Stil- und Modeströmungen entstehen, reflek-tiert sie sich Zeit ihres Lebens selbst und entwickelt einen eigenen, unnachahmlichen künstlerischen Ausdruck zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit.

Über die langjährige Verbindung zwischen Künstlerin und Sammler eröffnet sich in der Präsentation ein persönlicher Einblick in die außer-gewöhnliche Kunst- und Körperwelt der Maria Lassnig, die durch ihre Radikalität und ihren ureigenen österreichischen Humor besticht.


Das Kölner Stadtmuseum zieht aus und in einem Modehaus ein


Das Kölner Stadtmuseum (Bild links) zieht nach einem irreparablen Was-serschaden aus dem Jahr 2017 um. Das Museum teilte mit: "Wir  verlassen die Gebäude in der Zeughausstraße und ziehen in das ehemalige Modehaus Franz Sauer. Voraussichtlich im 2. Quartal 2022 wird unser Museum dort, in der Minoritenstraße 13, neu eröffnet!"

Und weiter:" Wir ändern nicht nur unseren Standort, sondern das gesamte Museumskonzept: Freuen Sie sich auf eine innovative Dauerausstellung, die die Geschichte der Stadt Köln mit all ihren Facetten, Widersprüchen und unterschiedlichen Perspektiven ganz neu erzählt wird."

Nicht nur die Büros werden umziehen, auch alle im Museum gelagerten Objekte, die Bibliothek mit rund 50.000 Medien, die umfangreiche Gra-phische Sammlung, die Restaurierungswerk-stätten und vieles mehr.

Das Modekaufhaus (Bild links) wurde 1986 für das Familienunternehmen Franz Sauer  erbaut.
Bis zur Geschäftsaufgabe 2016 bot das renom-mierte Bekleidungsgeschäft auf fünf Etagen hochpreisige Damen- und Herrenmode an.

Eine zentrale Plattform für speziell digitale Kunstereignisse

Als Antwort auf die Corona-Einschränkungen für Museen, Kunstvereine und Galerien hat bpar mit bpar.DIGITAL eine zentrale Plattform für speziell digitale Kunstereignisse etabliert. Dort können Museen, Kunstvereine, Galerien und Sammlungen ihre digitalen Kunstformate kostenlos einstellen. Die virtuellen Rundgänge und Führungen, Künstlerge-spräche, Videos und Podcasts richten sich nicht nur an Kunstbegeisterte und Sammler. Darüber hinaus will das kostenlose Angebot einer breiten Zielgruppe den Zugang zu vielfältigen digitalen Kunstangeboten erleichtern, gerade unter den schwierigen Pandemie-Bedingungen. -  bpar.DIGITAL ist eine private Initia-tive – mit der Intention, Bildende Kunst und Kultur zu fördern und einer breiten Öffentlichkeit auf digitalem Weg näherzubringen. - www.bpar.DIGITAL


25 Jahre  –  das Deutsche Museum Bonn erfindet sich gerade neu!

»Mission Künstliche Intelligenz – erleben, verstehen, mitgestalten«: Unter diesem Motto erfindet sich das Deutsche Museum Bonn in seinem Jubiläumsjahr neu! Nach 25 Jahren macht die Bonner Dependance des Deutschen Museums in München die ersten Schritte auf dem Weg zum zentralen Erlebnisort für Künstliche Intelligenz in NRW. Das Deutsche Museum Bonn will damit seine Rolle als lebendiges Haus der Wissenschafts- und Technikvermittlung mit hoher gesellschaftlicher Relevanz ausbauen und stärken.

Die Künstliche Intelligenz stellt unsere Gesellschaft vor noch nie dagewesene Herausforderungen, die viele Fragen aufwerfen. KI beeinflusst schon heute eine Vielzahl von Lebensbereichen. Wie bei vielen Innovationen zuvor werden auch die neuen KI-basierten Technologien von großen Erwartungen, Vorurteilen und Ängsten begleitet. Bislang fehlt den Menschen ein zentraler Erlebnisort für die Vermittlung der Künstlichen Intelligenz mit all ihren Chancen und Risiken.

Um eine solche neutrale und kompetente Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft in NRW zu etablieren, richtet sich das Deutsche Museum Bonn neu aus: von der Ausstellung zeitgenössischer Technikgeschichte in aller Breite zu einem dynamischen Ort der Vermittlung und des Dialogs rund um das Schwerpunktthema KI. Dies unterstützen jetzt gleich zwei Partner: das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalens und die Dr. Hans Riegel-Stiftung.


Seit fast 25 Jahren entwickelt das Deutsche Museum Bonn immer wieder neue besucherorientierte Formen der Wissens- und Wissenschaftsvermittlung und hat damit inzwischen rund 2,5 Millionen große und kleine Gäste begeistert. Mit seinem breit gefächerten Angebot von Ausstellungen und Workshops hat es sich zum führenden außerschulischen Lernort für naturwissenschaftlich-technische Bildung im Rheinland entwickelt und damit zu einer wichtigen Brücke zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit.


Bild links: Der Bonner Roboter »Rhino« markiert einen Meilenstein auf dem Weg zum Autonomen Fahren. Er lernte im Museum buchstäblich „das Laufen“ bzw. sich selbst im Raum zu bewegen – dank des Einsatzes Künstlicher Intelligenz.
                                                                                Foto: Deutsches Museum/Lichtenscheid


RheinRomantik in einer umfangreichen Sammlung im Siebengebirgsmuseum  

Königswinter hat eben mehr zu bieten als nur den Drachenfels

Königswinter, der Drachenfels

und das Siebengebirge – diese klangvollen Namen stehen für Höhepunkte des Landschaftser-lebnisses am Rhein. Das Sieben-gebirgsmuseum in Königswinter stellt diese Rheinlandschaft in den Mittelpunkt. Eine besondere Facette stellt die Entwicklung des Rheintourismus zwischen Kunst und Kommerz dar.

Mit rund 500 Kunstwerken ist die private Sammlung RheinRomantik eine der wichtigsten deutschen Sammlungen zur Entwicklung der Malerei im Rheinland im 19. Jahrhundert. Die Sammlung konzentriert sich auf die Düsseldorfer Maler-schule, auf englische Aquarelle und frühe Koblenzer Künstler. Hier werden regel-mäßig Teile der Sammlung RheinRomantik zu ausgewählten Themen der rheinischen Kulturlandschaft gezeigt.

Die Ausstellung nimmt den Besucher mit auf eine Reise. Hier erfährt er, was ein Reisender im 19. Jahrhundert in seinen Koffer packte, wie er unterwegs war und wo er logierte. Damals moderne Verkehrsmittel wie ein Dampfschiff kann man ebenso bewundern wie den bis heute populären Eselritt auf den Drachenfels.


Im Haus der Geschichte Bonn:  "Deutschland seit 1945"

Die Ausstellung ist internationaler und emotionaler geworden


Die Ausstellung im Haus der Geschichte in Bonn "Unsere Geschichte. Deutschland seit 1945" ist internationaler und emotionaler geworden und mit neuen Objekten noch aktueller geworden. Bundespräsident Steinmeier hatte das Museum für Zeitgeschichte erst im Dezember 2017 wiedereröffnet.

Die revolutionären Umwälzungen in Osteuropa und der DDR sowie der deutsche Wiedervereinigungsprozess bilden einen neuen Schwerpunkt auf Basis des gegenwärtigen Kenntnis- und erheblich verbesserten Objektlage. Der Service-roboter "Eva" und eine Paketdrohne stehen für die neuen Technologien. Trüm-merteile vom World Trade Center in New York zeigen die Gewalt des terroris-tischen Angriffs am 11. September 2001. Ein Boot aus dem Mittelmeer, das der Kölner Kardinal Woelki nach Deutschland holte und dem Museum überließ, steht gemeinsam mit anderen Ausstellungsstücken für die Massenflucht nach Europa - eines der wichtigsten Themen der Gegenwart und Zukunft. Originalobjekte, anschaulich in Szene gesetzt, erzählen "Unsere Geschichte". - Der Plenarsaal des Deutschen Bundestags in Bonn, ein Kino und eine Eisdiele aus den 1950er Jahren gehören ebenso wie eine Kaufhausfassade aus der Wirtschaftswunderzeit zu den attraktiven Ausstellungseinheiten.