Im Blick Rheinberg, Köln, Bonn & Leverkusen

Die Coronapandemie hinterlässt ihre Spuren auch im Sparverhalten der Deutschen. Mit einem kräftigen Anstieg der Sparquote der privaten Haushalte rechnet der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) in diesem Jahr. Im Durchschnitt des Jahres dürfte das Verhältnis des Sparens zum verfügbaren Einkommen bei rund 15 Prozent liegen, prognostiziert der BVR in seiner aktuellen Studie zum Weltspartag, der am 30. Oktober 2020 stattfand.


Corona treibt die Sparquote in Deutschland weiter nach oben  - 
Die Volksbanken spechen dabei von einem Sondereffekt

Andreas Martin (Bild), Mitglied des Vorstandes des Bundesverbandes der Deut-schen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), sagt dazu: „Der massive Anstieg des Sparens ist ein Corona-Sondereffekt. Ausgefallene Urlaubsreisen und ver-schobene Autokäufe werden nur allmählich nachgeholt.“ Auch in 2021 dürfte die Sparquote noch erhöht bleiben und dannh wieder auf rund 11 % zurückgehen.


Die Sparquote sei in Deutschland im internationalen Vergleich in den vergange-nen Jahren vergleichsweise hoch und stabil geblieben, so der BVR. Martin: „Die Sparkultur ist in Deutschland fest verankert.“ Die historisch niedrigen Zinsen senkten die Sparanreize, erhöhten aber wegen des fehlenden Zinseszinseffekts das für ein Vorsorgeziel nötige Sparvolumen. Ein nachlassendes Sparen war in den vergangenen Jahren bei Sparern mit niedrigen Einkommen festzustellen.

Die Deutschen seien bei der Geldanlage weiterhin risikoscheu. Dies zeigten die vorliegenden Zahlen zur Geldvermögensbildung der Bundesbank. Im Zeitraum vom zweiten Quartal 2019 bis zum ersten Quartal 2020 hätten die privaten Haus-halte 282 Milliarden Euro neues Geldvermögen gebildet. Dieser Betrag ergebe sich im Wesentlichen aus dem Sparen zuzüglich der Netto-Kreditaufnahme und abzüglich der Sachinvestitionen, hauptsächlich in Form des Wohnungsbaus.

Die Sparkasse Köln/Bonn modernisiert und schließt Standorte


Die Sparkasse KölnBonn ist in die finale Phase ihrer angekündigten Modernisie-rungsoffensive gestartet. 17 Standorte sollen aufgegeben werden. Die Bank setzt auf Mobilität und online-Banking. „Wir folgen der Änderung des Kunden-verhaltens, die sich durch die Corona-Krise noch einmal beschleunigt hat, und entwickeln unser Vertriebsnetz zukunftsfähig weiter.", sagt Bank-Vorstand Volker Schramm.

"Wir passen das Filialnetz und die Direktberatung per Telefon und Chat bedarfs-gerecht an und bringen zusätzlich innovativ-digitale und mobile Formate", sagt Schramm. Mit zwei mobilen Einheiten verstärkt das Kreditinstitut seine lokale Präsenz vor Ort. Die modernen, barrierefreien Sparkassenbusse fahren in Köln und Bonn zu regelmäßigen Terminen feste Haltepunkte in einzelnen Stadtteilen an. Die Haltestellen richten sich nach Bedarf und Stadtteilstruktur. Erste Stand-orte sollen ab Anfang 2021 angefahren werden. „Die beiden Fahrzeuge sind mit neuester Technologie ausgestattet und mit unseren hauseigenen IT-Systemen voll vernetzt“ erläutert Volker Schramm. „Mit unseren beiden Mobilen Filialen machen wir nahezu die gleichen Bankgeschäfte möglich wie in unseren statio-nären Filialen – vom Geldabheben bis hin zur persönlichen Beratung.“

Am 14. Dezember 2020 öffnet im üb rigen die Filiale Bonn-Poppelsdorf nach einer mehrwöchigen Umbau- und Modernisierungsphase wieder ihre Türen. Die Sparkasse startet dann in neu gestalteten Räumlichkeiten den Testbetrieb eines innovativen Formates, das zeitgemäßen Service ebenso bietet wie Beratungen in allen Bankfragen. Geplant ist als nächstes, die Filiale am Chlodwigplatz in Köln bis zum Frühjahr 2021 zum neuen Filialtyp umzugestalten. Die Umbauarbeiten  haben begonnen. Weitere Standorte in Köln und Bonn, geplant sind Dünnwald, Neubrück, Poll und Worringen sowie Dransdorf, sollen ab Herbst 2021 folgen.

„Die Corona-Krise hat das Kundenverhalten noch schneller in Richtung digitaler Nutzung verändert“, sagt Sparkassenvorstand Schramm. Er geht davon aus, dass dieser Trend auch nach der Pandemie anhalten wird.Schon jetzt nutzen 52 %  digitale Bankdienstleistungen. Ende September 2020 waren 466.000 Kunden für das Onlinebanking freigeschaltet. Zusätzlich ist in den vergangenen zehn Jahren die Nutzungsrate der SB-Geräte in den Filialen um 50 Prozent gestiegen. Gegen-läufig dazu sanken die Kontakte persönlichen im Service um 40 Prozent.
Die Sparkasse KölnBonn wird daher vom 11. Dezember 2020 an Beratung und Service von 17 Filialen mit ihren benachbarten Stellen zusammenführen.

Nach Umsetzung der Veränderungen wird die Sparkasse mit 67 Filialen und Filialdirektionen – 17 in Bonn und 48 in Köln sowie zwei Mobilen Filialen – weiter-hin über das dichteste Netz aller Kreditinstitute in Köln und Bonn verfügen.

Soviel Einkommen haben die Bürger an Rhein und Ruhr 

Rein rechnerisch stand im Sauerland (Attendorn) das meiste Geld zur Verfügung


Im Jahr 2018 verfügte jeder Einwohner in Nordrhein-Westfalen rein rechne-risch über ein durchschnittliches Jahreseinkommen von 22 294 Euro. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt aktuell mitteilt, waren das 747 Euro mehr als ein Jahr zuvor.


Mit 39 443 Euro wies Attendorn im Kreis Olpe das höchste verfügbare Einkom-men je Einwohner aller 396 Städte und Gemeinden in NRW auf. Schalksmühle im Märkischen Kreis (36 004 Euro) und Meerbusch im Rhein-Kreis Neuss (33 834 Euro) folgten auf den Plätzen zwei und drei. Am unteren Ende der Skala rangier-ten Gelsenkirchen (16 450 Euro) und Kranenburg im Kreis Kleve (16 350 Euro).
Insgesamt belief sich das verfügbare Einkommen im Jahr 2018 in Nordrhein-Westfalen auf rund 399,6 Milliarden Euro. Von allen Städten und Gemeinden des Landes wiesen Köln (24,3 Milliarden Euro) und Düsseldorf (16,1 Milliarden Euro) die höchsten Einkommenssummen auf. Rein rechnerisch kamen damit auf jeden Einwohner Kölns mehr als 22 402 Euro. In der Landeshauptstadt lag das verfüg-bare Einkommen bei durchschnittlich 26 087 Euro.


Unter dem verfügbaren Einkommen verstehen die Statistiker die Einkommens-summe (Arbeitnehmerentgelt und Einkommen aus selbstständiger Arbeit und Vermögen) abzüglich Steuern und Sozialabgaben und zuzüglich empfangener Sozialleistungen.                                                                                                             IT.NRW

"Erfreulichen Kundenzuspruch" spürte die Kreissparkasse Köln im vergangenen Jahr 2019  - Treiber war der private Wohnungsbau
 

Alexander Wüerst, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Köln. Fotos: Kreissparkasse Köln

Die Kreissparkasse hat die Bilanz gezogen und festgestellt: "In einem intensiven Wettbewerbsumfeld war das Geschäftsjahr 2019 von einem erfreulichen Kundenzuspruch geprägt." So wurden nach eigenen Angaben allein vier (3,4) Mrd. Euro an neuen Krediten vergeben, wozu vor allem die Unternehmen und Selbstständigen mit neuen Krediten in Höhe von 2,5 (2,2) Mrd. Euro und die Privatkunden in Höhe von 1,5 (1,1) Mrd. Euro beitrugen.Treiber bei den Privat-kunden war der Wohnungsbau mit rund 6.000 neuen Baufinanzierungen. Insge-samt konnte der Kreditbestand der Kreissparkasse Köln auf 21,0 (20,2) Mrd. Euro ausgebaut werden.

Parallel zu der "erfreulich gestiegenen" Kreditnachfrage legten die Kunden der Kreissparkasse Köln neues Geld in Höhe von 1,1 (0,8) Mrd. Euro an. Entsprechend kletterte der Einlagenbestand auf 20,6 (19,8) Mrd. Euro. Die Bilanzsumme erhöh-te sich im 167. Geschäftsjahr um 446 Mio. Euro oder 1,7 % auf 26,8 (26,4) Mrd. Euro. Per saldo erreichte die Kreissparkasse Köln ein vorläufiges Ergebnis vor Steuern von 107 (117) Mio. Euro.

„Trotz des intensiven Wettbewerbs konnte die Kreissparkasse Köln in allen Kern-geschäftsfeldern Wachstum verzeichnen. Neben der robusten Wirtschaftslage hat insbesondere das Vertrauen der Menschen in die Kreissparkasse Köln hierzu beigetragen. Nähe – und das gleichermaßen über analoge und digitale Wege – wird von den Kunden weiterhin honoriert“, bilanzierte Alexander Wüerst (Bild) das abgelaufene Geschäftsjahr.