Im Blick Rheinberg, Köln, Bonn & Leverkusen

Das Ahrtal Mitte Juli - einst war es eine Perle der Region  -
jetzt benötigt es dringend unsere Hilfe


In der Nacht vom 14. auf den 15. Juli wurde das Ahrtal von einer schlimmen Hochwasserkatastrophe getroffen. Eine Flutwelle hat viele Teile des Tals, der Infrastruktur, der Häuser, Autos und Brücken zerstört. Der Wiederaufbau wird alle Betroffenen viel Kraft kosten. Gleichzeitig erlebt das Ahrtal eine riesige Welle der Hilfe und Unterstützung. Menschen aus der ganzen Bundesrepublik spenden oder helfen Hand in Hand vor Ort, unser Ahrtal wieder zu einer der schönsten Regionen Deutschlands zu machen. Dafür sagen sie von Herzen: DANKE! Die Einwohner einer einst blühenden Region.


Auch wir sind tief betroffen und wollen unseren bescheidenen Teil dazu beitra-gen, dass das Ahrtal und die Menschen darin wieder auf die Beine kommen. Wir wollen die Geschehnisse wach halten, damit sich die notleidenden Menschen nicht vergessen fühlen und dass vor allem das große, überregionale Umfeld die Katastrophe nicht eines Tages einfach zu den Akten legt.Denn es wird Monate und Jahre dauern, bis sich diese gepeinigte Region wieder erholt hat. - Im weite-ren Verlauf dieser Seite befassen wir uns mit den nachstehenden Themen.

                                                                                                                                       Die Redaktion

       - AKTUELLES
       - VERKEHR
      - HILFE
      - WINZER helfen WINZERN
       - WIEDERAUFBAU-
       - GASTGEWERBE
      - DIE AHR
      - AHRTAL-HISTORIE


Die Lese hat begonnen  -  es mangelt an Menschen und Maschinen


In diesen Tagen hat in vielen deutschen Weinregionen die Traubenlese für die Sekt- und Wein-bereitung begonnen. Auch an der Ahr. Hier fielen zwar rund zehn Prozent der Rebfläche den Fluten zum Opfer. Die verschonten Weinberge stehen dafür jedoch auch dank der kollegialen Hilfe aus anderen Anbaugebieten gut da. Aktuell werden bereits die ersten Frühburgundertrau-ben gelesen und der vor Ort dominierende Spätburgunder kann in diesen Tagen eingebracht werden. Aus qualitativer Sicht erwarten die Ahrweinerzeuger trotz aller Schwierigkeiten einen guten Jahrgang, der vollständig im Anbaugebiet verarbeitet werden kann. Wenn die Winzer genügend Helfer und vor allem auch Maschinen gefunden haben.

Wir zitieren aus einer Fernseh-Reportage  des WDR den Winzer Ludwig Kreuz-berg: "Während wir unten im Dreck stehen und schaufeln, bekommen wir da oben sensationelle Hilfe - vom Rheingau, aus der Pfalz, von der Mosel. Ich bin so dankbar, das können Sie sich nicht vorstellen."  Und trotzdem hat der renom-mierte Winzer Ludwig Kreuzberg ein Riesenproblem:  Seine Halle steht im Dorf. Das Dorf steht im Dreck. Der Dreck in der Halle macht eine Weinproduktion unmöglich. Im Tal gibt es keine Hallen mehr, die unversehrt sind und sauber.
Ohne Halle, kein Wein. Ohne Wein, kein Umsatz. Ohne Umsatz keine Zukunft.

Selbst in Rußland, Japan und China gab es Benefiz-Veranstaltungen


Wegen der Katastrophe am 14. Juli kämpfen die meisten der 65 Haupterwerbs-winzer an der Ahr um ihre Existenz. Ebenso betroffen sind die etwa 1.000 Nebenerwerbswinzer, die ihre Trauben in Winzergenossenschaften bringen. Allein der Schaden in den Lagerbeständen wird auf 50 Millionen € geschätzt.

Die Zerstörung des Ahrtals berührte Weinfreunde weltweit, so auch Angehörige des Deutschen Weininstituts (DWI). Alle 'Wines of Germany'-Agenturen (WoG) versuchen zu helfen.

So eröffnete das WoG-Team in Japan ein individuelles Spendenkonto, um Geld zu sammeln und informierte seine Weinszene immer wieder über die Hilfsarbeit im Ahr-Gebiet.
Die WoG-Agentur in China integriert im Rahmen ihrer Riesling-Wochen Benefiz-Verkäufe und spendet Einnahmen aus dem Ticketverkauf an die Ahr. Darüber hinaus spendeten Jeuce Huang und Mateus Wu vom WoG-Team China sowie mehrere chinesische Weinimporteure.
Die schwedische WoG-Agentur veranstaltete zusammen mit E&G, der angesagten Weinbar&Restaurant in Stockholm, Schweden - eine Spendenaktion für die Ahr.
Auch Weinhändler und Winzer in den Niederlanden bekundeten ihre Verbunden-heit durch die Teilnahme an einer Benefiz-Verkostung und Auktion zugunsten der Winzer des Ahrtals.
Und selbst in Rußland wurden Benefiz-Verkostungen in Weinschulen z.T. gemein-sam mit der St. Petersburger Sommelier-Vereinigung, der Moskauer Sommelier-Vereinigung und mehreren Restaurants, durchgeführt.


Aus einem Mitteilungsblatt der Ortsgemeinde Mayschoß:  Kostenlos zum Friseur

- Größere Mengen Feuerwehrmaterial (Pumpen, Aggregate etc.) ver-misst. Sollte sich noch Feuerwehrmaterial in Privathaushalten befin-den, so wird darum gebeten, dies in der Alten Schule oder bei der Feuerwehr zu melden.
- Seelsorgerischen Betreuung durch Mitarbeiter der Seelsorge Trier.
- Angebote für Klimaheizungen durch die Firma Caretaker Lahr. Bis zu 10 Klimaheizungen inklusive Einbau stehen gratis zur Verfügung. Die Geräte entfeuchten zuerst den Raum und dienen im Anschluss als Heizung, bzw. im Sommer als Kühlung.
- kostenloser Haarschnitte im Pfarrsaal am Sonntag, den 20.09.


"Mobile-Homes" sollen Flutopfern eine erste Hilfe geben

Aufruf der Verbandsgemeinde an alle Eigentümer von unbebauten Baugrundstücken und Flächen. Die Verbandsgemeinde möchte Menschen, die dringenden Wohnraumbedarf haben, eine Möglichkeit anbieten. Es handelt sich um sogenannte „Mobile-Homes“, kleine bezugsfertige Häuser, die auch für eine längere Zeit bewohnt werden können. Sie werden ähnlich einem sehr großen Wohnwagen auf einem Gelände abgestellt und werden an die Strom- Wasser- und Abwasserversorgung angeschlossen. Die Größe der Mobile- Homes beträgt ca. 40 m², wobei die Fläche auf der es aufgestellt wird mindestens 150 m² betragen sollte. Bürger werden gebeten, sich in der Alten Schule zu melden


Rathaus Altenahr zwei Meter unter Wasser, Ordnungsamt verwüstet


Nichts ist mehr wie es war. Das Rathaus in Altenahr (Bild links) stand ca. zwei Meter im Erdgeschoss unter Wasser. Ordnungsamt, Meldeamt, Standesamt und weitere Einrichtungen sind verwüstet. Das gesamte Archiv, das im vollständig gefluteten Keller des Rathauses gelagert wurde, ist vernichtet. In Kalenborn und Kesseling wurden „Ersatz-Rathäuser“ eingerichtet.

Lebensretter brauchen jetzt selber dringend Hilfe

DLRG-Station in Ahrweiler völlig verwüstet - Die Ehrenamtlichen bitten um Spenden




Helfer in Not. Das ist bitter! Rund 2.500 ehrenamtliche DLRG-Retter waren in den vergangenen Wochen rund um die Uhr im Kriseneinsatz, auch im Ahrtal. Uner-müdlich haben sie Menschen aus vom Wasser eingeschlossenen Häusern geholt, verletzte und pflegebedürftige Menschen in Notunterkünfte gebracht, Keller ausgepumpt und tonnenweise Schutt von Straßen und Wegen geräumt.


Doch während die DLRG Retter alles taten, um anderen zu helfen, gerieten sie selber in Not. Da haben die Wassermassen auch vor ihren Ausbildungsräumen und Wachstationen nicht halt gemacht.

Gebäude wurden von der Flutwelle überschwemmt und zerstört. Wo einst das Haus der DLRG in Ahrweiler stand, klafft heute ein mit braunem Wasser gefüllter Krater (Bild links). Rettungsboote wurden von den Wassermassen mitgerissen, Rettungs-materialien unter Schlamm und Geröll begraben. In Ahrweiler, aber auch in Bad Münstereifel. Wie Vize-Präsident Hans-Hermann Höltje, der den Hochwasser-Einsatz koordiniert, mitteilte, haben die örtlichen DLRG-Angehörige „im Hochwasser alles verloren. Sie stehen vor dem Nichts. Sie sind nach ihrem engagierten Katastrophen-Einsatz jetzt selbst nicht mehr einsatzfähig.“ Höltje alarmiert: “Jetzt brauchen die Helfer Hilfe“. https://www.dlrg.de/spenden

Die aktuelle Situation, Stand 16.September:  Die Lage entspannt sich


Aus dem Bericht der Kreisverwaltung
Die zerstörte Infrastruktur wird weiter aufgebaut, so konnte die B266 (Umgehung Heimersheim) seit dem 01.09.2021, wieder für den Verkehr freigegeben werden. Für jede Fahrtrichtung steht jeweils eine Spur zur Verfügung.
Die provisorische Stromversorgung ist seitens des Stromversorgers bis zu den Hausanschlüssen sichergestellt. Kräfte des Technischen Hilfswerks sind unter-wegs und unterstützen die Instandsetzung. Die Lage der Trinkwasserversorgung entspannt sich deutlich.

Die Gemeinden im Überblick:

Verbandsgemeinde Altenahr
Die Stromversorgung ist zu über 99 % wiederhergestellt, meist über Aggregate. Defizite gibt es noch in Mayschoß und Altenahr 90-94%. Trotzdem  immer wieder kurzfristige Stomausfälle. Die Wasserversorgung ist bis auf wenige Teilbereiche (Reimerzhoven, Teile von Kirch-sahr/Binzenbach/Mayschoß) wiederhergestellt. In Altenburg, Kreuzberg und Dernau ist die Versorgung ebenso sichergestellt, teilweise erfolgt die Versorgung hier durch Betankung der Hochbehälter, es gilt ein Abkochgebot. .

Verbandsgemeinde Adenau
Die Stromversorgung ist zu ca. 99% wieder hergestellt, in Schuld und Insul über Aggregate - auch hier kann es immer mal wieder zu kurzfristigen Stomausfällen kommen. Alle Ortschaften sind wieder an das Trinkwassernetz angeschlossen. Hier gilt teilweise noch ein Abkochgebot; man steht in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt.

Bad Neuenahr-Ahrweiler
Die Stromversorgung ist zu 90 % wieder hergestellt, allerdings kann es zu Stromausfällen kommen. Die netzgebundene Trinkwasserversorgung ist, auch in den Höhenbereichen, durchgängig sichergestellt. Es gilt kein Abkochgebot mehr! Sollte es vereinzelt noch Probleme durch abgeschieberte Hausanschlüsse ge-ben, helfen die örtlichen Wasserversorger weiter. Die regelmäßigen Laborunter-suchungen werden fortgesetzt.

Sinzig
Die netzgebundene Trinkwasserversorgung ist, auch in den Höhenbereichen, durchgängig sichergestellt. Es gilt kein Abkochgebot mehr! Sollte es vereinzelt noch Probleme durch abgeschieberte Hausanschlüsse geben, helfen die ört-lichen Wasserversorger weiter. Die Straßen sind wieder befahrbar, mit Einschrän-kungen bei den Brücken. Eine Fußgängerbrücke an der Ahrmündung musste abgerissen werden. Strom ist zu 99,9% wieder da.

Die Nahrungsmittelversorgung ist durch die Katastrophenschutzeinheiten sowie beauftragte private Caterer in allen Orten sichergestellt. Ebenso die medizinische Versorgung. Der Regelrettungsdienst übernimmt in Teilen noch die Notfallversor-gung.

Eine Herkules-Aufgabe für den Energieversorger  - 
In 43 Prozent aller Fälle keine Heizung bis zum Winter !!!


25.8.21.Die Wärmeversorgung der Menschen in der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler ist derzeit eines der bedeutendsten Themen bei der Bewältigung der Flutkatas-trophe. Sowohl das Gas- als auch das Fernwärmenetz wurden durch die Flut massiv geschädigt. Während es den Ahrtal-Werken gelungen ist, bereits nach drei Tagen die Versorgungsfähigkeit mit Fernwärme wiederherzustellen, ist die Bereitstellung von Erdgas eine Herkulesaufgabe.


Der Energieversorger Mittelrhein teilte dazu mit: 133 Kilometer Erdgasleitungen, 8.500 Gaszähler, 3.400 Hausdruckregler, 7.220 Netzanschlüsse und 31 Gasdruck-regel- und Messanlagen sind durch das extreme Hochwasser beschädigt oder sogar komplett zerstört worden. Entsprechend aufwendig ist die Wiederherstel-lung der Gasversorgung im Kreis Ahrweiler.

Seit mittlerweile sechs Wochen herrscht daher in der Unternehmensgruppe Energieversorgung Mittelrhein (evm) Ausnahmezustand. „Es handelt sich hier um das größte Schadensereignis in der Geschichte unseres Unternehmens nach dem Zweiten Weltkrieg. Wir sind mit allen verfügbaren Kräften im Einsatz",  betont Vorstandsvorsitzender Josef Rönz. Insgesamt nimmt die evm-Gruppe hierzu 20 bis 30 Millionen Euro in die Hand. Man arbeite mit Hochdruck.

Nach aktuellem Stand werden die Gebiete östlich der Autobahnbrücke sowie weite Teile der südlichen Ahr-seite bis Ende Oktober wieder mit Gas versorgt wer-den können. Für die nördlich der Ahr gelegenen Teile von Bad Neuenahr, von Ahrweiler, von Walporzheim und Marienthal sowie Bereiche westlich der Ramers-bacher Straße ist von einer Wiederversorgung frühes-tens Ende Dezember bis März 2022 auszugehen. Die Arbeiten gehen sehr zügig voran, wie Josef Rönz aus-führt: „Die Reparatur sowie der Neubau zerstörter Leitungen erfolgt hier im Rekordtempo. So entsteht derzeit in wenigen Wochen eine komplett neue Hochdruckleitung, für die sonst zwei Jahre Planungs- und Bauzeit nötig wären“, so Rönz. Insgesamt rech-net die enm damit, dass die Erdgasversorgung im Gebiet zwischen Bad Neuenahr nördlich der Ahr und Walporzheim nicht vor Jahresende wieder aufge-nommen werden kann.

So hilft das Diakonische Werk Rheinland-Westfalen-Lippe e.V.  - Bislang wurden 1,6 Millionen Euro für die Fluthilfe ausgezahlt 


10.8.21. Auch das Diakonische Werk Rheinland-Westfalen-Lippe e.V. - als einer der größten Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege ist speziell im Ahrtal aktiv, wenn auch nicht nur dort. Das Verbandsgebiet umfasst Nordrhein-West-falen, Teile von Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Hessen.


Die Diakonie RWL repräsentiert rund 5.000 evangelische Sozialeinrichtungen mit 140.000 Mitarbeitenden und vielen Ehrenamtlichen. Und hilft aktuell den leidtra-genden Menschen im Hochwassergebiet an der Ahr, u.a. mit einer grandiosen Spendenaktion.Rund 35 Millionen Euro sind bereits auf dem Spendenkonto der Diakonie RWL eingegangen, heißt es auf ihrer Internet-Plattform.


Menschen aus Hochwassergebieten können mit der „Soforthilfe der Diakonie RWL“ Notwendiges wie Kleidung, Essen oder Geräte für die akute Beseitigung von Schäden finanzieren. Die örtlichen diakonischen Einrichtungen und die Ev. Kirchengemeinde zahlen pro Haushalt max. 1.500 Euro direkt in bar aus oder überweisen das Geld. Die Hilfe ist für alle Menschen gleich welcher Konfession oder Herkunft. Der Antrag muss mündlich bei den örtlichen Diakonen gestellt werden. Eine Meldeadresse im Flutgebiet und eine kurze mündliche Beschrei-bung der Schäden genügen. Bislang wurden rund 1,6 Millionen Euro für die Fluthilfe ausgezahlt.


Auch in vielen kirchlichen Einrichtungen wurden Mauern weggespült, Mobiliar zerstört und Räume unbewohnbar. Für sie stehen als erste Soforthilfe bis zu 5.000 Euro zur Verfügung. Doch der Wiederaufbau wird Jahre dauern. Und wer kommt für welchen Schaden auf? Die Diakonie Katastrophenhilfe und die Dia-konie RWL wollen die Menschen und Einrichtungen vor Ort unterstützen, Anträge ausfüllen und prüfen, welche Fördertöpfe in Frage kommen.


"Wir werden in den betroffenen Regionen feste Teams einrichten, die sich die Gebäude der Ratsuchenden ganz genau anschauen und evaluieren, was beim Neubau unbedingt beachtet werden muss", hat die sozialpolitische Beauftrage der Diakonie RWL Helga Siemens-Weibring angekündigt. "Wir sind gut vernetzt und haben etablierte und zentrale Beratungsstellen. Die Kolleginnen und Kolle-gen vor Ort können die Menschen am effektivsten unterstützen."
 
Diakonie RWL, EKiR, EKvW und die Lippische Landeskirche bitten gemein-schaftlich um Spenden für Opfer der Unwetterkatastrophe. Das Konto bei der KD-Bank lautet: Diakonisches Werk Rheinland-Westfalen-Lippe e.V. – Diakonie RWL. IBAN: DE79 3506 0190 1014 1550 20, Stichwort: Hochwasser-Hilfe

Helfen wir denen, die Hab und Gut verloren haben


Werden wir alle Teil der Flut-Hilfe für das Ahrtal!


Spendenkonto des DEHOGA für das Gastgewerbe:
DE67 5605 0180 0017 1397 83

Spendenkonto der IHK für Einzelhandel, Industrie- und Handwerksbetriebe:
DE96 5776 1591 0159 2132 01 – Volksbank RheinAhrEifel
Betreff: IHK Hochwasserhilfe

Spendenkonto des Landes Rheinland-Pfalz:
DE78 5505 0120 0200 3006 06
Betreff: Katastrophenhilfe Hochwasser

Spendenkonto der Kreisverwaltung Ahrweiler:
DE86 5775 1310 0000 3394 57 - Kreissparkasse Ahrweiler
Betreff: Hochwasserhilfe

Spendenkonten der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler:
DE42 5775 1310 0000 3394 73 – Kreissparkasse Ahrweiler
DE33 5776 1591 0020 0010 02 – Volksbank Rhein-Ahr-Eifel
Betreff: Hochwasser

Spendenkonten der Stadt Sinzig:
DE57 5776 1591 0100 1830 01 – Volksbank RheinAhrEifel e.G.
Betreff: Flutkatastrophe Sinzig
DE32 5775 1310 0000 3395 56 – Kreissparkasse Ahrweiler
Betreff: Stadt Sinzig Flutkatastrophe

Spendenkonto der Verbandsgemeinde Altenahr:
(Orte Kreuzberg, Altenahr, Mayschoß, Rech, Dernau)
DE45 5775 1310 0000 2000 30 – Kreissparkasse Ahrweiler
Betreff: Katastrophenhilfe Altenahr

Spendenkonten der Verbandsgemeinde Adenau:
(Orte Insul, Schuld, Antweiler)
DE18 5775 1310 0000 1000 24 – Kreissparkasse Ahrweiler
DE 55 5776 1591 0600 0220 00 – Volksbank Rhein-Ahr-Eifel
DE 84 3701 0050 0017 2905 06 – Postbank Köln
DE28 3706 9627 5838 0040 18 – Raiffeisenbank Voreifel eG
Betreff: Bürgerfonds Hochwasser

Spendenkonten der Gemeinde Blankenheim:
DE72 3825 0110 0003 4000 25 – Kreissparkasse Euskirchen
DE25 3706 9720 1001 0010 07 – Volksbank Nordeifel eG
Betreff: Gemeinde Blankenheim

Hinweis zur Spendenbescheinigung: Als Nachweis für die Spende gegenüber dem Finanzamt reicht die Buchungsbestätigung des Kreditinstituts aus. Das Ministerium der Finanzen Rheinland-Pfalz hat mit aktuellem Erlass geregelt, dass keine Spendenbescheinigung erforderlich ist, wenn der Spender die Zuwendung bis zum 31. Oktober 2021 auf ein Sonderkonto einer juristischen Person des öffentlichen Rechts einzahlt.

So schön und friedlich floss sie noch vor weni-

gen Wochen dahin: Die Ahr. Bis sie Mitte Juli zu einem reißenden Ungeheuer wurde.

Beeindruckend: Leidgeprüfte Hotelliers wollen weiter machen

Neben den vielen angeschlagenen und zerstörten Privathäusern ist auch eine Vielzahl von Pensionen und Hotels von der Flutkatastrophe massiv betroffen worden. Übernachtungen sind bis weiteres in nahezu allen Häusern nahe der Ahr nicht mehr möglich. Damit erlahmt auch der Tourismus ganz allgemein. Ein herber Schlag für die Region, für die Tourismus eine große Rolle spielt. Und dennoch: Wie aus der Szene zu hören ist, wollen die meistent Familienbetriebe  weiter machen: "Wir geben nicht auf !" - Und wir geben mit diesen Bildern einen nur winzigen Einblick in das katastrophale Geschehen.


Drei beliebte Herbergen im Ahrtal Anfang Juli - und im August  ...

        Kölner Hof, Dernau                           Hotel zur Post, Altenahr             Jägerstübchen, Mayschoß


Was die Gastgeber ihren Gästen zu sagen haben ...


Der Kölner Hof, Dernau
Vorübergehend geschlossen: Leider wurden unsere Wände durch das Hochwasser so schwer beschädigt, dass das Haus massiv einsturzgefährdet war. Uns blieb nichts anderes übrig, als das gesamte Hotel mit Restaurant und meiner Privatwoh-nung abzureißen. Wir sind gerührt von der großen Anteilnahme in Form von Nachrichten, Sach- oder Geldspenden und persönliche Hilfe vor Ort. Ich würde mich freuen, wenn ihr mich bei meinem Wiederaufbau unterstützt. Sie können uns unter info@koelnerhofdernau.de oder 0151 46468687 erreichen. Viele Grüße Familie Schnitzler und Team

Hotel zur Post, Altenahr
Vorrübergehende Schließung: Liebe Besucher unserer Homepage und Gäste unseres Hauses, nach der Schließung durch die Coronapandemie ging es endlich wieder aufwärts. Und dann kam die Flut… Gott sei Dank sind wir alle am Leben und gesund. Leider hat es unser Hotel schwer getroffen. Das Erdgeschoß und Untergeschoß sind total zerstört. Daher müssen wir das Hotel mit Gästehaus derzeit schließen. Wann wir wieder öffnen können, steht noch in den Sternen.  Wenn Sie uns helfen wollen: Unser Spendenkonto KSK Ahrweiler, Herr Günter Lang, DE11 5775 1310 0000 2022 91. Danke für Ihre Hilfe! Ihre Familie Günter Lang und das ganze Post- Team

Hotel - Restaurant Jägerstübchen, Mayschoß
Liebe Gäste und Freunde des Hotel Restaurant Jägerstübchen, das Jägerstübchen ist dem Hochwasser zum Opfer gefallen und wird nicht mehr nutzbar sein. Es war so stark beschädigt und einsturzgefährdet, dass es abgerissen werden musste.
Zum jetzigen Zeitpunkt können wir nicht sagen, ob und wie es weitergeht. Alle Reservierungen verlieren damit Ihre Gültigkeit. Uns und unseren Mitarbeitern geht es gut und alle sind gesund. Freundliche Grüße, Ihre Familie Kempen



Sie wollen die Villa Aurora wieder neu erstehen lassen - Ein Beispiel
für den Willen zum Wiederaufbau nicht nur in Bad Neuenahr


Die Villa Aurora ist - normalerweise - ein echter Blickfang an der Bad Neuenahrer Ahrpromenade, eine Augenweide für alle, die das Schöne lieben. Herrschaftlich und doch elegant zurückhaltend prunkt das Ensemble aus drei Jugendstilvil-len vis à vis des Kurparks und somit des historischen Kurviertels mit dem Spielcasino. Stets mit auffallend schönen, Blumenarrangements dekoriert. Das Entrée empfängt den Gast mit edlen Stoffen und Tapeten, exquisiten Möbeln und Gemälden. Eben normalerweise und bis vor wenigen Wochen. Jetzt hat sich alles geändert. Vorerst zumindest. Diese freiwillige "Arbeiterkolonne" beweist, das gegenwärtig viel zu tun ist, um das kleine Hotel wieder in Schwung zu bringen.

Auf ihrer Internetseite wendet sich die Hotelleitung an alle Freunde:. Wir zitieren: "Es geht uns gut. Der Familie, den Mitarbeitern und auch den Gästen, die wir zu dieser Zeit noch bei uns hatten, alle sind gesund nach Hause gebracht worden. Das Hotel hat es leider nicht so gut überstanden. Der Keller mit Küche und aller Infrastruktur, sowie das Hochparterre mit Restaurant, Rezeption stand ca. 1.5 Meter Unter Wasser. Es ist dort alles zerstört. Mittlerwei-le haben wir schon viel getan, unfassbar viel Hilfe erhalten und sind gut in den Arbeiten vorangeschritten. Aber es gibt nach wie vor sehr sehr viel zu tun. Die Aurora bleibt auf unbestimmte Zeit geschlossen."

Und weiter: "Die Aurora wird wieder im vollen Glanz erstrahlen. Wir feiern in diesem Jahr 111 Jahre Villa Aurora im Familienbesitz. Wir haben einen Auftrag unser Hotel und auch die Region wieder aufzubauen. Das sind wir unseren Großeltern, Eltern und unseren Kindern schuldig! Ganz liebe Grüße aus dem schönsten Tal Deutschlands".      Bild links: Der Salon

Das THW baute eine erste Behelfsbrücke in nur sieben Tagen


Der Aufbau und die Eröffnung der ersten THW-Brücke über die Ahr war Ende Juli ein wichtiger Meilenstein für die Bevölkerung in Bad Neuenahr. In nur sieben Tagen errichtete das Technische Hilfswerk (THW) eine zweispurige Verbindung über den Fluss.

Insgesamt 40 THW-Expertinnen und Experten der Fachgruppe Brückenbau (FGr BrB) haben die Behelfsbrücke fertiggestellt. Sie verbindet die Landgrafenstraße in dem Stadtteil Bad Neuenahr mit dem Ortsteil Beul. Zur eigentlichen Brücken-bauzeit von sieben Tagen kamen Vorbereitungsarbeiten wie Schutt abtragen und Platz schaffen. Außerdem beteiligt waren Spezialisten für Gerüstbau, Beleuch-tung und Logistik; insgesamt arbeiteten 80 THW-Kräfte sieben Tage lang rund um die Uhr am Brückenschlag.

„Es ist die längste und damit größte Brücke, die das THW bisher errichtet hat. Mit knapp 52 Metern Länge und einer Nutzlast von 30 Tonnen pro Fahrbahn können selbst LKW die Ahr an dieser Stelle wieder überqueren“, informierte THW-Vize-präsidentin Sabine Lackner. Die Brücke wiegt 150 Tonnen, ist beidseitig befahr-bar und besteht aus 14.500 Einzelteilen, die von rund 6.500 Schrauben zusam-mengehalten werden. Weitere THW-Brücken sind im Kreis Ahrweiler geplant.

Das THW ist die ehrenamtliche Einsatzorganisation des Bundes.Mit seinem Fach-wissen und den vielfältigen Erfahrungen ist das THW gefragter Unterstützer für Feuerwehr, Polizei, Hilfsorganisationen und andere. Das THW wird zudem im Auftrag der Bundesregierung weltweit eingesetzt.

Eine erste Behelfs-brücke über die Ahr, gebaut vom THW in
nur sieben Tagen.


Fotos: THW

 Weinbau an der Ahr mit langer Tradition - Schon die Römer waren hier aktiv 


Weinbau an der Ahr hat eine lange Tradition. Urkundlich verbrieft kann die Geschichte des Weinbaus im Ahrtal bis ins Jahr 770 zurückverfolgt werden. Schon die Römer erkannten das von der Natur verwöhnte Ahrtal als idealen Standort für Rebstöcke, was zur frühen Besiedlung und zum Wein-bau u.a. in der Gemarkung Dernau führte.  Mildes Klima und die Schieferverwitter-ungsböden im steilen Flusstal begünstigen das Gedeihen der Weintrauben. Dem konnte auch die aktuelle Flutkatastrophe nur unwe-sentlich anhaben. Die Weinstöcle sind stabil, müssen aber bearbeitet werden.

Einst nannte man die Ahr „die wildeste Tochter des Rheins“


Romantiker bezeichneten die Ahr einst als „die wildeste Tochter des Rheins“. Der Fluss, der dem Tal seinen Namen gibt, schlängelt sich über mehr als 90 Kilometer von seiner Quelle in Blankenheim bis nach Kripp bei Sinzig am Rhein durch eine Landschaft, die von schroffen Felsen, steilen Weinberghängen, dichten Wäldern, weiten Wiesen herrlichen Ausblicken geprägt ist.Direkt vor den Toren Bonns und Kölns gelegen, bietet das Ahrtal eine wunderschöne und einmalige Landschaft.


Auf jedem Abschnitt zeigt das Ahrtal ein anderes Gesicht: Es gibt die Oberahr, die Mittelahr und die Unterahr. Das Zentrum der Mittelahr ist Bad Neuenahr-Ahrwei-ler. Die Flussmündung der Ahr befindet sich in Kripp bei Sinzig. Von 42 Neben-flüssen des Rheines ist die Ahrmündung als einzige in einem weitgehend natur-nahen Zustand. Tor zum Ahrtal ist der Sinziger Stadtteil Bad Bodendorf. Die Bar-barossa Stadt Sinzig wurde bereits 1250 urkundlich erwähnt und ist Ausgangs-punkt des Ahr-Radwegs und des AhrSteigs.

Eingebettet in diese einzigartige Naturlandschaft und umge-ben von den Weinbergen des Ahrtals, befindet sich Bad Neu-enahr-Ahrweiler, eine Stadt mit zwei Zentren, eine reiz-volle Symbiose aus Neu und Alt bilden. Ahrweilers roman-tische Fachwerkhäuser werden von einem vollständig erhal-tenen mittelalterlichen Mauerring umgeben, während man in Bad Neuenahr eher dem erlesenen Flair der Kuran-lagen und Jugendstilhäuser und dem Charme der eleganten Salons der Spielbank erliegt.

Kelten, Germanen, Römer, Grafen, Erzbischöfe und Franzosen gaben sich in Ahrweiler einst die Klinke in die Hand. Die mittelalterliche Stadtmauer mit Wallgraben, Toren und Türmen aus dem 13. Jh. Umgibt die autofreie Altstadt mit ihren malerischen Fachwerkhäusern. Besonders sehenswert sind das Wolffsche Haus, ein Fachwerkgebäude von 1621 mit einem reich verzierten Erker, und der Blankartshof aus dem Jahr 1680. Der Marktplatz wird durch die erste frühgotische Hallenkirche des Rheinlands, St. Laurentius (ab 1269), und das alte Rathaus (Spätrokoko, 1778) geprägt.

Das Kurviertel des berühmten Heilbads Bad Neuenahr lädt zum Flanieren rund um das Badehaus und die Spielbank ein und bietet herrliche Parkanlagen - wie den zum schönsten Park in Rheinland-Pfalz gewählten Kurpark mit seinem wunderbaren alten Baumbestand. Mitten durch den Ort mit seinen wunderschönen weißen Patrizier-Häusern schlängelt sich die Ahr. Bereits die alten Römer waren es, die der Heilkraft der Bad Neuenahrer Quellen – allen voran der bekannten Apollinaris-Quelle - so zugetan waren, dass sie sich hier niederließen. Heute boomt der Gesundheitsstandort Bad Neuenahr-Ahrweiler und das vor allem wegen seiner ärztlichen Kompetenz, in Kombination mit dem guten Wein und der atemberaubenden Landschaft.

Die Römer waren es auch, die das Ahrtal als Weinanbaugebiet entdeckten und seinerzeit die ersten Reben anpflanzten. Heute gehört das Ahrtal zu den profiliertesten Rotweinanbaugebieten Deutschlands. Die Ahrwinzer haben das kleine, wild-romantische Tal zur Schatzkammer gemacht und stehen mit an der Spitze deutscher Weinerzeuger. Auch die Gastlichkeit hat an der Ahr eine lange Tradition. Ob rustikale Winzerhöfe, ländliche Ausflugslokale, familiäre Ferienwohnungen, individuelle Privatzimmer oder aber Luxushotels mit Pool und Sauna - meist fühlt man sich eher als Freund des Hauses, denn als Gast.

Info: Ahrtal-Tourismus Bad Neuenahr-Ahrweiler e.V., Oberstraße 8, 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler, Tel.: +49 (0)2641/9171-0, Fax: +49 (0)2641/9171-51, info@ahrtal.de, www.ahrtal.de, www.facebook.com/ahrtal