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Seit mehr als 100 Jahren steht das einst so prächtige Neue Kurhaus im Kurpark der Stadt Aachen. Und kann viele Ge-schichten erzählen. Jetzt soll es restauriert werden. Am "Tag des Denkmals" machten sich ein paar Aachener Bürger ein Bild am aktuellen Zustand. Als Veranstaltungsstätte soll das Neue Kurhaus den Bürgern künftig wieder zugänglich sein.

Das Aachener Kurhaus soll nun endlich wieder fit gemacht werden 

Das Neue Kurhaus ist seit jeher ein Gebäude mit einer spannenden  Geschichte. Unzählige, zum Teil bis heute unbekannte Anekdoten und Ereignisse haben sich hinter den historischen Gemäuern an der Monheimsallee abgespielt. Und auch in den Gemäuern mussten die städtischen Gebäudeexperten gemeinsam mit dem beauftragten Generalplaner in den vergangenen Monaten – in dem Fall unliebsame – Überraschungen hinnehmen. Denn vor allem bei rund 40 Decken im denkmalgeschützten Kurhaus stellten sich komplexe Fragen zur Statik.

Das Eurogress wird als Hauptnutzer mit den Flächen im neuen Kurhaus seine Kapazitäten und Möglichkeiten für Kongresse und Veranstaltungen deutlich steigern können. Verwaltung und Planer setzen alles daran, dass die Revitalisie-rung des Gebäudes bis Ende 2024 abgeschlossen werden kann. Das Gebäudema-nagement der Stadt geht aktuell davon aus, dass die Kostenberechnung von rund 50 Millionen Euro zu halten ist.

Neben der Schwerpunkt-Nutzung durch das Eurogress im kompletten Erdge-schoss und in größeren Teil des ersten Geschosses ist darin auch die Vermietung an externe Gewerbetreibende auf der ersten Etage vorgesehen. Im Unterge-schoss – im einstigen Spielautomaten-Bereich des Casinos – wird auf rund 270 Quadratmetern der Musikbunker-Verein mit einem Kulturprogramm das Neue Kurhaus zusätzlich beleben.

Im Jahr 1916 eröffneten Kurhaus befanden sich zwei Konzertsäle, Lesesäle, Rau-cherzimmer, Gesellschafts- und Spielräume sowie zwei so genannte Frauensäle. Zu den gastronomischen Einrichtungen gehörten ein Speisesaal sowie ein Wein-salon und mehrere Kaffeeräume. Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Gebäude schwer beschädigt. Nach der Wiederherstellung erfolgte am 5. Februar 1953 die Wiedereröffnung mit einer Karnevalssitzung. Das Haus war seitdem Ver-anstaltungsort für Konzerte und Karnevalsevents, unter anderem auch für die Veranstaltung „Orden wider den tierischen Ernst“, bis 1976 die neugegründete Spielbank Aachen einzog. Seit Auszug der Spielbank im Jahr 2015 steht das Gebäude leer. Es soll zukünftig wieder für Veranstaltungen aller Art nutzbar sein. Bild links: Der große (alte) Konzertsaal mit nikotingefärbter Decke.

                                                                                    Foto: Stadt Aachen/Andreas Herrmann

Das Neue Kurhaus in Aachen liegt seit über 100 Jahren sehr malerisch im Kurpark der Stadt Aachen und beherrscht die Szenerie gemeinsam mit dem angrenzenden Hotel Quellenhof sowie dem Eurogress. Aber das war einmal.

Suermondt-Ludwig-Museum

Endlich eröffnet: Die verschobene Albrecht Dürer- Ausstellung


Vor 500 Jahren, 1520-21, bereiste Albrecht Dürer die damaligen Niederlande und das Rheinland. Er verfasste Reisenotizen, die uns die faszinierende Welt des Renaissancekünstlers eröffnen. Sichtbar wird, wie Dürer lebte, wen Dürer traf, was Dürer begeisterte. Aachen besuchte er im Oktober 1520 zur Krönung Karls V. und im Juli 1521 auf seiner Heimreise. Die großartige Kunst der Reise ist jetzt endlich auch nach Aachen gekommen: Das Suermondt-Ludwig-Museum nimmt das Publikum mit der großen Ausstellung „Dürer war hier. Eine Reise wird Legende“ mit in Dürers Welt. Jüngst eröffnet, bis 24.Oktober.


Zu sehen sind insgesamt über 190 Exponate – Zeichnungen, Gemälde, Grafiken, Skulpturen und Außenflügel eines Altarbilds nebst historischen Dokumenten wie Briefen, Karten, Mode. Die hochkarätigen Leihgaben kommen aus internationa-len Top-Sammlungen wie der Royal Collection, dem Londoner British Museum, dem Amsterdamer Rijksmuseum, dem Antwerpener Koninklijk Museum voor Schone Kunsten, dem Pariser Musée du Louvre, der Wiener Albertina, den florentinischen Uffizi, der Washingtoner National Gallery of Art und dem New Yorker Metropolitan Museum of Art.

Die Domschatzkammer ist für das Publikum wieder geöffnet 


Endlich ging es wieder los! Ohne Tests, ohne Voranmeldungen, ohne Zeitbe-grenzung! Aufgrund der niedrigen Inzidenzlage in Stadt und Städteregion Aachen öffnete die Domschatzkammer wieder ihre Türen.


Die Maskenpflicht besteht weiterhin, auch die Angabe der Kontaktdaten ist erforderlich. Ebenso gelten die üblichen Abstands- und Hygieneregeln. Das war’s dann aber auch schon. Tickets sind direkt vor Ort in der Domschatzkammer erhältlich. Diese ist seit dem 12. Juni wieder täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet – auch für den Verkauf von Postkarten, Büchern, Souvenirs oder Katalogen. Und: Die öffentlichen Führungen im Dom werden auch wieder aufgenommen.


Die spannende Premiere in der Domschatzkammer: Das Haus zeigt in Träger-schaft des Domkapitels erstmals seine Sammlung historistischer Goldschmiede-kunst. Der Bestand an kirchlichen Goldschmiedewerken aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert gilt als einer der umfangreichsten und bedeutendsten einer einzelnen Kirche überhaupt. Die Zahl der gezeigten Objekte hat sich im Rahmen der Ausstellung „Mittelalter 2.0 – Goldschmiedekunst des Historismus am Aachener Dom“ verdoppelt: Zu den etwa 120 überwiegend mittelalterlichen Objekten sind noch einmal fast genauso viele neuzeitliche hinzugekommen.


Auch das gibt es: CORONA, eine Schutzpatronin gegen Seuchen !

Die Heilige der katholischen Kirche wird besonders in Österreich und Bayern verehrt

Touristische Besichtigungen sind im Aachener Dom zwar eingeschränkt, aber inzwischen wieder erlaubt. Damit ist es vielleicht auch möglich, beim Besuch der Domschatzkammer eine Rarität bestaunen zu können, die bislang nur ein Schattendasein fristete, jetzt aber hoch aktuell ist. Der goldene Schrein der Heiligen Corona. Er wurde in den vergangenen Wochen aus aktuellem Anlaß für ein verblüfftes Publikum kräftig poliert und in Positur gebracht.


Viel gesicherte Informationen über Carona, die vermutlich um ca. 160 in Ägypten oder in Syrien oder in Antiochia geboren wurde, gibt es nicht. Laut Heiligenlexi-kon soll sie in jungen Jahren den Soldaten Victor geheiratet haben, der im Zuge der Christenverfolgung hingerichtet wurde. Auch Corona selbst starb im Alter von 16 Jahren den Märtyrertod. Verehrt wird die Heilige besonders in Österreich, in Bayern und in Böhmen, wo es sogar Wallfahrten gibt. Auch in Wien ist die Verehrung dokumentiert


Was sie jedoch gegenwärtig so interessant macht: Sie gilt u.a. als Schutzpatronin gegen Seuchen ! Die Tagespost in Würzburg beschreibt die heilige Corona zusätz-lich als "Patronin des Geldes, der Fleischer und der Schatzsucher".

Sie werde ganz besonders in Seuchenzeiten angerufen, was sie gerade im ge-genwärtigen Augenblick zu einer wichtigen Fürsprecherin machte. Und: In einem Waldstück in Sauerlach vor den Toren von München lädt eine Corona-Kapelle mit folgenden Worten zum stillen Gebet ein: „Müder Wanderer stehe still, mach bei Sankt Corona Rast. Dich im Gebet ihr fromm empfiehl, wenn Du manch Kummer und Sorgen hast.“ - Der Gedenktag der jungen Heiligen ist der 14. Mai.


Der junge Kaiser Otto III., ein großer Verehrer Karls des Großen, hatte die aus den römischen Katakomben entnommenen Überreste im Jahr 997 zusammen mit denen des Heiligen Leopardus nach Aachen gebracht und im Münster beisetzen lassen. Seither gelten beide als Mitpatrone des Aachener Marienstifts. Die Grabplatten sind bis heute im Dom zu sehen.


Vor dem aktuellen Hintergrund hat die Domschatzkammer nun den Corona-Leopardus-Schrein früher als geplant aus ihrem Depot geholt, was für einiges Aufsehen sorgen dürfte. Eigentlich sollte dieses fast 100 Kilogramm schwere Prunkstück nach 25-jährigem Dornröschenschlaf erst im Zuge einer für den Sommer geplanten Ausstellung über die Aachener Goldschmiedekunst des Historismus gezeigt werden.

Der Corona-Leopardus-Schrein - so berichtet das Aachener Domkapitel auf sei-ner website - wurde 1911/12 in der Werkstatt des bekannten und bedeutenden Aachener Goldschmieds Bernhard Witte angefertigt. „Fast ein ganzes Jahr haben rund 45 Mitarbeiter an diesem sehr detailreichen Stück gearbeitet. Die Werkstatt wäre angesichts des Aufwands und der Kosten fast pleite gegangen.", berichtet Dr. Birgitta Falk, die Leiterin der Domschatzkammer. 

Entspannen auf dem Lousberg - Die Hängematten sind wieder da


Passend zu den steigenden Temperaturen sind die Hängematten auf der Lousberg-Terrasse wieder da. Fünf der Hängemat-ten mussten über den Winter abgehängt werden, da die Nutzung nicht mehr sicher war. Sie wurden durch neue ersetzt. Der Lousberg ist mit 264 Metern die höchste Erhebung der Aachener Innenstadt und ein wahres Kleinod für alle, die gerne an der frischen Luft sind. Die ersten Besucherinnen und Besucher haben die Lousberg-Terrasse mit ihrer tollen Aussicht über die Soers bereits besucht und sich auf den Hängematten entspannt. Seit 2008 laden die beliebten Hängematten am Nordhang des Lousbergs dazu ein.


"Aachen umsonst"  -  55 kostenlose Angebote in der Kaiserstadt

Nicht nur im Internet sind viele Angebote und Informationen umsonst, auch in der realen Welt gibt es kostenlose Attraktionen. Das neue Buch von Martin Thull „Aachen umsonst“ –  im Eupener GEV erschienen – gibt 55 Hinweise auf kosten-freie Angebote in der Kaiserstadt.


Es geht dem Autor darum,Neugier zu wecken auf bislang vielleicht Unbekanntes. Im Vorbeigehen einen Geruch schnuppern, ein Gesprächsangebot in der Citykir-che annehmen, im Bücherschrank am Neumarkt oder in der Pontstraße stöbern, den Straßenmusikanten zuhören, mit Muße an der Archäologischen Vitrine im Elisengarten verweilen oder etwa an manchem Samstagabend den Tangotän-zern in der Rotunde des Elisenbrunnen zuschauen – vielleicht sogar selbst das Tanzbein schwingen. „Aachen umsonst“ gibt Anregungen , die nichts kosten.


Wer unter 21 Jahre alt ist, darf umsonst in alle Aachener Museen, im Ludwig Forum für moderne Kunst sogar jedermann am sogenannten „Zentis-Donners-tag“. Die Stadtbibliothek bietet zahlreiche kostenfreie Möglichkeiten, besonders bei den elektronischen Medien. Es gibt kostenfreies WLAN in der Innenstadt oder freien Eintritt bei Kulturangeboten in der Musikhochschule oder im „Franz“.  124 Seiten, 13 x 21 cm, vierfarbig illustriert, Klappenbroschur, 15 Euro


Zum Autor: Dr. Martin Thull, 1948 in Aachen geboren, lebt als freier Autor in Sankt Augustin bei Bonn. Nach dem Studium der Germanistik, katholischen Theologie und Erziehungswissenschaften arbeitete er lange als Redakteur in unterschiedlichen Medien und veröffentlichte zahlreiche Bücher.


Aachen bietet rund um den Dom kostenfreies Internet

Kostenfrei drahtloses Internet rund um Dom, Rathaus und Elisenbrunnen nutzen – dies ist neuerdings mit dem Aachen City-WiFi möglich. Sowohl Gäste der Stadt als auch Aachener können das exklusive Netz 30 Minuten kostenfrei und ohne Zugangscode nutzen. Wer gerne länger im Internet surfen möchte, erhält in der Tourist Info Elisenbrunnen oder bei verschiedenen lokalen Einzelhändlern und Gastronomiebe-trieben kostenlos Zugangscodes, die eine bis zu 24-stündige Nutzung ermöglichen. Man findet Hinweise zu Veranstaltun- gen, Stadtführungen, touristischen Neuigkeiten und Sehens-würdigkeiten in der Aachen-App.

Einzigartig: Stadtgeschichte durch Gucklöcher kennenlernen


In der historischen Innenstadt von Aachen kann die Geschichte der Stadt seit einiger Zeit Tag und Nacht durch die weltweit einzigartigen Chronoskope® erlebt werden. Dabei handelt es sich um circa 2,50 Meter hohe Stelen, die anhand einer Informationstafel und „Guck-löchern“, in denen animierte Bilder und Filme gezeigt werden, einen Blick in die Vergangenheit gewähren.

Zu den Themen der einzelnen Stationen zählen der Aachener Dom, das Rathaus, die Pfalzanlage, der Granusturm, die Mineral-Thermal-quellen sowie das Capitulare de Villis (eine Landgüterverordnung, die Karl der Große erließ). Auf Knopf- druck erhalten Interessenten  kostenlos Informationen über die Besonderheiten des jeweiligen Ortes, seine Bedeutung, seine Ent- stehung und seine Entwicklung über die Jahrhunderte. Die Informationsfilme können in den Sprachen Deutsch, Englisch, Niederländisch und Französisch abge- spielt werden und sind durch die unterschiedlich hohe Anbringung der Okulare auch für Kinder und Rollstuhlfahrende erlebbar. Der aachen tourist service e.v. hat dazu einen Flyer herausgebracht, der ebenfalls viersprachig über die Aachener Chronoskope® und ihre Stationen informiert. Er wird in Aachen verteilt und auf Wunsch zugesendet.