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Mitte Mai hat das Deutsche Weininstitut (DWI) auf der intern. Fachmesse ProWein in Düsseldorf die besten Rosés ausge-zeichnet, die von einer Expertenjury, der auch Masters of Wine angehörten, gekürt wurden.  Die Auswahl der drei Gewinner in den Kategorien Roséwein und Rosésekt wurde aus über 160  Proben aus allen 13 deutschen Weinbaugebieten getroffen.

In Düsseldorf wurden Deutschlands beste Rosés 2022 prämiert

Zum besten Rosésekt wählte die Jury den 2014 Rosé Prestige brut vom Wein-gut Reichsrat von Buhl aus dem pfälzischen Deidesheim. Auf dem zweiten Rang folgte der 2018 Pinot Rosé brut vom Weingut Franz Keller aus Oberber-gen in Baden. Platz Nummer drei ging nach Franken an das Weingut Julius-spital in Würzburg für seinen 2019 Rosé brut.


Bei den Roséweinen machte der 2021 Cabernet Franc Rosé trocken vom Weingut Bergdoldt Reif & Nett aus Duttweiler in der Pfalz das Rennen. Ihm folgte der 2021 Spätburgunder Rosé trocken vom Weingut & Privatkellerei Bimmerle aus Ren-chen in Baden. Der drittplatzierte Roséwein, ein 2021 Spätburgunder Rosé trok-ken, stammt vom Weingut Jacob Schneider aus Niederhausen an der Nahe.
Die Juroren betonten, dass die deutschen Roséwein und -sekte in den letzten Jahren einen enormen Qualitätsschub erfahren haben und sie die internationale Konkurrenz nicht zu scheuen bräuchten.


Das Angebot deutscher Roséweine wächst seit Jahren kontinuierlich. Wie das Deutsche Wein-institut (DWI) mitteilt, legte im vergangenen Jahr die qualitätsgeprüfte Roséweinmenge noch einmal deutlich um neun Prozent auf rund eine Million Hektoliter zu. Der Rosézuwachs ging auf Kosten der Weißweine, die auf nunmehr 63 % der deut-schen Weinproduktion kommen.


Rosé ist ein Begleiter durch das ganze Jahr. Während er für gewöhnlich bei 9-13 Grad genossen wird, kann er für die warmen Sommermonate ruhig noch weiter heruntergekühlt werden, da er sich aufgrund der hohen Außentemperaturen ohnehin schneller erwärmt.

Riesen Freude im Ahrtal  -  Gleich fünf Weingüter wurden
mit dem Deutschen Rotwein-Preis ausgezeichnet


Besondere Ereignisse prägten den zum 35. Mal durchgeführten Deutschen Rot-weinpreis des europäischen Weinmagazins VINUM. Darunter die Flutkatastro-phe im Rotweingebiet Ahr im Juli mit den verheerenden Auswirkungen auch auf den Weinbau, die aber das Ergebnis des Wettbewerbs nicht beeinträchtigte und einige Ahr-Winzer trotz ihrer schwierigen Situation strahlen ließ. Ja, die Ahr war in diesem Fall sogar der große Gewinner des Wettbewerbs. Besondere Freude kam dabei in Dernau auf: 1.Preis in der "Königsklasse" für die Geschwister Meyer -Näkel (Bild). Die Preisverleihung fand im Kloster Marienthal  statt.

Jubel bei den Weingütern in Dernau, in Mayschoß, in Ahrweiler und Rech

Rund 1510 Weine waren für den Rotweinpreis angestellt, eine normale Zahl für diesen erfolgreichen Wettbewerb, der seit 1987 dazu beigetragen hat, dass sich die Rotwein-Landschaft in Deutschland positiv veränderte, und den Ehrgeiz vieler junger Winzer weckte.


Es siegten die Weingüter Meyer-Näkel aus Dernau in der «Königsklasse» Spätbur-gunder und Kreuzberg aus dem gleichen Ort in der Kategorie der „Deutschen Klassiker“ mit Frühburgunder. Der Deutzerhof aus Mayschoss freute sich über einen zweiten Platz, ebenfalls mit Frühburgunder, während das Weingut Kriechel aus Ahrweiler mit Portugieser auf Rang zwei einlief und das Haus Jean Stodden in Rech mit einem dritten Platz für einen Spätburgunder bei über 200 Weinen im Finale hochzufrieden sein konnte.

Und noch zwei Auszeichnungen für das Weingut Meyer-Näkel 


Der Rote aus dem Ahrtal wurde fast zeitgleich auch anderswo bestens bewer-tet. Zum Beispiel in dem kulinarischen Lifestyle-Magazin "Falstaff". Der  renommierte Wein- und Restaurant-Guide, der auch in Österreich und in der Schweiz zu Hause ist,  behandelt auf insgesamt 722 Seiten die aktuellen Sortimente von 550 deutschen Weingütern und Winzergenossenschaften.


Acht Wochen lang standen 4.500 Weine aus 550 deutschen Weingütern auf dem Prüfstand und wurden von Falstaff-Chefredakteur Ulrich Sautter und einem 15-köpfigen Expertenteam verkostet, bewertet und beschrieben. Dabei wurde  der Spätburgunder des Weinguts Meyer-Näkel aus der Walporzheimer Lage Kräuter-berg mit der Höchstbewertung von 98 Falstaff-Punkten ausgezeichnet.


Neben dem Weingut Meyer-Näkel darf sich im „Falstaff Weinguide Deutschland 2022“ nur ein einziges anderes Weingut über 98 Falstaff-Punkte freuen: das Rheingauer Weingut Robert Weil, dessen Riesling Trockenbeerenauslese aus dem Kiedricher Gräfenberg dieselbe Bewertung erzielte.


Das Weingut Meyer-Näkel erhielt aber noch eine zweite Auszeichnung: Neben der Höchsbewertung für ihren Kräuterberg Spätburgunder ging auch der Titel „Kollektion des Jahres“ an das Weingut. Die Weine des vom Hochwasser schwer getroffenen Betriebs – gut die Hälfte der abgefüllten Weine ging verloren – "brillieren mit fabelhaftem Facettenreichtum, großer Frische und Balance", schreibt das Magazin. Der letzte Jahrgang, den die Familie abfüllen konnte, bevor das Hochwasser den Betrieb zerstört hat, sei "eine stilistische Meister-leistung" gratuliert "Falstaff".


Falstaff ist mit einer Auflage von rund 142.000 Exemplaren das größte Magazin für kulinarischen Lifestyle im deutschsprachigen Raum. In Deutschland erscheint es neun Mal im Jahr und ist im Handel, an Flughäfen und Bahnhöfen, in vielen Vinotheken sowie in der Spitzengastronomie und -hotellerie erhältlich. Der aktu-elle „Falstaff Weinguide Deutschland 2022“ ist am 15. November erschienen.

Und dann gab's da noch den "Ahrwein des Jahres"

Das ist ein regionaler Wettbewerb im Ahrtal mit dem Ziel der Förde-rung einer ganzen Region. Ob Tou-rismus, Gastronomie oder Winzer-schaft. Die Auszeichnung soll Her-stellern, Winzern und Weingenie-ßern ein Forum bieten, das zum einen den Vergleich der Weine un-tereinander zulässt, eine wertvolle Entscheidungs- und Orientierungs-hilfe beim Weineinkauf bietet und zum anderen auf die Besonderhei-ten des Ahrtals hinweist. Die Gewin-nerweine der jeweiligen Kategorie gehören zu den besten Spätburgun-der-Weinen Europas.

Aus 147 Weinen gewählt: Das sind die besten Früh- und Spätburgunder von der Ahr


Als jährlich stattfindender Wettbewerb spiegelt der Weinpreis das jewei-lige Weinjahr vornehmlich der Sorte Spätburgunder wieder. Er ist vom Land Rheinland-Pfalz anerkannt und zeichnet sich zudem als Wettbe-werb ohne wirtschaftliche oder verbandsübergreifende Interessen aus. Für die neutrale Durchführung ist das International Wine Institute ver-antwortlich. Ideeller Träger ist die Kreissparkasse Ahrweiler. Und dieser Wettbewerb feierte jüngst im Oktober sein 10-jähriges Jubiläum, ver-bunden mit einer Online-Benefizveranstaltung die Spenden von über 100.000 € einbrachte.

Insgesamt 147 Weine wurden von der Fachjury blind verkostet und be-wertet. Prämiert wurden die besten Spätburgunder in den Kategorien „Kultweine“, „Premiumweine“ und „Klassiker“. Weiterhin wurden Son-derpreise in den Klassen „Bester Frühburgunder“, „Bester Blanc de Noir“ und „Bester Rosé“ ermittelt.


Kategorie „Bester KULTWEIN 2020“: 2019 Heimersheimer Burggarten,

  Spätburgunder, VDP.Großes Gewächs, Weingut Burggarten
• Kategorie „Bester PREMIUMWEIN“: 2018 Grand Max, Spätburgunder,

  Weingut Max Schell
• Kategorie „Bester KLASSIKER“: 2019 Spätburgunder,  Meyer-Näkel
• Kategorie „Bester FRÜHBURGUNDER“: 2019 Jubilus Goldkapsel,

  Frühburgunder, Weingut Peter Kriechel
• Kategorie „Bester BLANC DE NOIR“: 2020 Blanc de Noir,

  Spätburgunder, Weingut Peter Kriechel
• Kategorie „Bester ROSÈ“: 2020 Jubilus Spätburgunder Rosé, Weingut

  Peter Kriechel


Die Weinkultur in Deutschland ist "Immaterielles Kulturerbe"


Die „Weinkultur in Deutschland“ ist von der Kulturministerkonferenz auf Empfehlung des Expertenkomitees der Deutschen UNESCO-Kommission in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen worden. Die Deutsche Weinakademie (DWA) hatte das beim zuständigen Sekretariat für das Welterbe in Rheinland-Pfalz im Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur zuvor beantragt. Das Expertenkomitee würdigt damit die Weinkultur in Deutschland als offene, lebendige und wandlungsfähige Traditionspflege, die gesellschaftlich stark verankert ist. In der Begründung wird auch hervorgehoben, dass die Weinkultur in Deutschland soziale, handwerkliche, kulturlandschaftliche und sprachliche Aspekte sowie zahlreiche Feste und Bräuche beinhaltet. Insbesondere in den Weinanbauregionen selbst würde die Weinkultur den Lebensrhythmus vieler Menschen prägen und hätte damit oftmals eine lokale, identitätsstiftende Wirkung.


Experten stellen fest: Alkoholfreie Weine und Sekte immer beliebter


Das Angebot alkoholfreier Weine und Sekte von Weingütern, Winzergenossen-schaften und Handelskellereien hat nach Angaben des Deutschen Weininsti-tuts (DWI) in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Auch geschmacklich hätten sich die alkoholfreien Weine dank neuer, aromaschonender Technolo-gien in den letzten Jahren positiv weiterentwickelt. Und das alles hat mit Corona nichts zu tun.

Der Marktanteil der alkoholfreien Weinalternativen am gesamten Weinkonsum dürfte sich derzeit zwar noch unter einem Prozent bewegen, jedoch berichten nahezu alle Anbieter über steigende Absatzzahlen. Beim alkoholfreien Sekt liegt der Marktanteil mit rund fünf Prozent am Schaumweinkonsum bereits deutlich höher. Diesem Trend folgend hatte das Marktforschungsinstitut Nielsen bereits im Frühjahr 2020 eine Verbraucherbefragung zum Konsum alkoholfreier Weine und Sekte durchgeführt.

Unter den insgesamt 16.883 befragten Personen war vergleichsweise wenig bekannt, dass es auch Wein ohne Alkohol gibt. Nur 15 Prozent der Befragten kannten alkoholfreien Weißwein, zwölf Prozent die rote und neun Prozent die roséfarbene Alternative. Bei alkoholfreien Schaumweinen war der Bekanntheits-grad mit 53 Prozent deutlich größer. Als wichtigstes Konsum-Motiv wurde die Teilnahme am Straßenverkehr genannt, aber auch der generelle Verzicht auf Alkohol spielt eine größere Rolle.Mit einem Anteil von 60 bis 66 Prozent konsumieren tendenziell mehr Frauen alkoholfreien Wein und Sekt als Männer.

Welcher Wein paßt am besten zu welchem Käse?
Es muss nicht immer nur ein Rotwein sein


Kräftiger Rotwein passt zu Käse? Diese Behauptung ist weit verbreitet. Aber Weinkenner sagen: Das stimmt nicht! Diese Paarung verprügele wortwörtlich den Geschmack. Der Rotwein den Käse. Der Käse den Rotwein. Nie und nimmer ginge das zusammen gut. Aber sie sagen natürlich auch: Käse und Wein können ein höchst romantisches Duo abgeben. Denn mit der richtigen Wahl kämen Harmonie und geschmackvolle Schmeichelei auf den Tisch. Als neuer Beziehungsratgeber gilt: Weiß-wein ist (fast) ausnahmslos der bessere Käsepartner. Erfahren Sie jetzt mehr über gute Wein-Käse-Beziehun-gen, solide Verbindungen und aufregende Liaisons, präsentiert vom renommierten Weingroßhändler Pierot, GmbH.

Starten wir mit einer Ausnahme: Zu Hartkäse darf doch noch Rotwein getrunken werden. Gruyère, Comté, Manchego, Parmesan oder Pecorino vertragen einen leicht gekühlten Spätburgunder aus Baden oder Pinot Noir. Demgegenüber steht ein Blanc de Noir oder Silvaner seinem roten Vertreter in Nichts nach. Im Gegen-teil, er passt mindestens genauso gut, wenn nicht sogar besser. Wer sich jetzt immer noch an seine heiß geliebte australische Rotwein Cuvée mit 14,0% Vol. klammert, greift ab sofort zu Hartkäse oder Schnittkäse mit kräftigem und würzi-gem Geschmack. Hier bitte nicht vergessen: Der Rotwein wird auf 16 bis 19 Grad runtergekühlt. 30 Minuten im Kühlschrank ruhig stellen.

Ein Wein zum Frischkäse ist ausgesprochen lecker
Ein trockener und lebendiger Sauvignon Blanc zu Ziegenfrischkäse ist mit sei-nem geringen Zucker schon ganz schön progressiv zur Sommer-Figur. Mozzarella schreit nach lebendiger Scheurebe, vor allem in sprudeliger Form. Und Hütten-käse und Ricotta brauchen florale Weißburgunder und Colombard, um eine Geschmackexplosion im Mund auszulösen.

Welcher Wein zu Brie, Camembert & Co?
Weichkäse wie Brie und Camembert ist mit säurebetontem (halb)trockenen Riesling eine richtig Runde Sache. Denn die cremigen Fetten verlangen nach Charakterweinen mit Säure und Frucht. Daher hat hier auch ein Chardonnay Wein, besser noch, ein Chardonnay Champagner seinen ganz großen Auftritt.

Diese Weine trinkt man am besten zu Gouda & Co
Trockener und halbtrockener Weißwein mit moderater Säure begegnet Schnitt-käse wie Edamer, Gouda, Appenzeller, Raclett, Bergkäse und so weiter auf Augenhöhe. Der darf auch ruhig etwas Krawall machen mit höherem Alkohol und sportlicher Kraft. Ein Silvaner mit seinem down to earth Charakter schlägt hier ein wie eine Granate. Als Allrounder-Waffe sehen wir einen nussigen Grauburgun-der an der Front. Einerseits ist er so buttrig wie geschmolzener Käse und ande-rerseits nimmt er es mit Kraft und Würze mit den Schnittfesten auf. Eins noch, aber pssst, nicht weitersagen: Hier ist sogar ein leicht gekühlter Spätburgunder aus Deutschland oder ein Pinot Noir ein guter Käse-Kumpel.

Was aber ist mit Blauschimmelkäse und Gorgonzola?
Niemals einen einzigen Tropfen Rotwein zu Blauschimmelkäse wie Gorgonzola, Roquefort oder Blue Stilton trinken! Weder trocken noch süß oder teuer. Statt dessen: Schön brav und gekonnt zu süßem Weißwein und weißem Dessertwein greifen! Dabei darauf achten, dass es ein fruchtiger Süßer ist. Sagenumwoben zu der blauen Schimmelkäsefamilie sind Riesling Eisweine, Ortega Trockenbeeren-auslesen oder süße Gewürztraminer Spätlesen

Und welcher Wein nun zu einer Käseplatte?
Wenn alle Käse-Schützlinge auf ein und der selben Platte landen, einfach kom-promisslos zu halbtrockenem Weißwein greifen. Am besten nimmt man welche, die mit knackiger Säure extrovertiert auffallen. Mit etwas Frucht und einem beleibten Körper geht das auch mal von Hart- bis Weichkäse. Hier ist man mit Chardonnay, Grauburgunder und Weißburgunder gut beraten.