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Absagen von Eigenveranstaltungen - die "gamescom" nur digital

In Abstimmung mit den beteiligten Branchen hat die Koelnmesse gemeinsam mit dem game - Verband der deutschen Games-Branche e.V. entschieden, die gamescom (25. bis 27.08.2021) erneut rein digital umzusetzen. Die spoga+gafa, geplant vom 08. bis 10.08.2021, setzt 2021 aus und wird erst 2022 wieder der Ort für Innovationen, Neuheiten und Trends der grünen Garten Lifestyle-Branche sein. - Auch in Düsseldorf gibt es Verschiebungen. Die "boot" fällt komplett aus. Die nächste boot öffnet ihre Tore erst wieder vom 22. bis 30. Januar 2022. Zugleich hat die Geschäftsführung das Geschäftsjahr 2020 vorgelegt und über Prognosen für 2021 berichtet. Danach schloß die Messe Düsseldorf  das Geschäftsjahr 2020  trotz Corona mit einer starken Eigenkapitalquote von knapp 55 Prozent ab.


Düsseldorfer Messe rechnet nach Corona-Schäden in 2020
auch im neuen Jahr mit einem Verlust von 77 Millionen Euro


Die Messe Düsseldorf Gruppe vermeldet einen Umsatz von 131,5 Millionen Euro, der aufgrund der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie um 65,3 Prozent niedriger ausfällt als im Vorjahr (378,5 Millionen Euro). Ähnlich verhält es sich bei der Messe Düsseldorf GmbH, die mit 118,9 Millionen Euro 65,4 Prozent weniger Umsatz als 2019 aufweist (344 Millionen Euro). Der GmbH-Gewinn ist auf -64,7 Millionen Euro gesunken (Vorjahr 70,6 Millionen Euro). Unabhängig davon wurde Dr. Stephan Keller, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf, zum neuen Vorsitzenden des Aufsichtsrates gewählt. 


Aktuell prognostiziert die Messe Düsseldorf GmbH für das Geschäftsjahr 2021 einen Umsatz von 107,3 Millionen Euro und einen Verlust von 77 Millionen Euro. „Vor dem Hintergrund der negativen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die Messebranche setzen wir auf langfristig wirkende, strategische Maßnahmen, um dem aktuell coronabedingten Rückgang der Geschäftsentwicklung nachhal-tig und bestandssichernd zu begegnen“, unterstreicht Wolfram N. Diener, Vorsit-zender der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf, Bild links.


Die Investitionen 2020 betrugen 35,7 Millionen Euro (geplant 70 Millionen Euro) und die Instandhaltungen 10,2 Millionen Euro. 2021 liegen die Investitionen bei 10,5 Millionen Euro und die Instandhaltungen bei 7,6 Millionen Euro.

KÖLN: "ART COLOGNE" noch einmal auf November verschoben


Wie die Koelnmesse mitteilt, muss die ART COLOGNE ebenso wie die COLOGNE FINE ART & DESIGN erneut verschoben werden. Grund dafür sind die großen Herausforderungen für die Durchführung von Messeveranstaltungen und die anhaltenden Reisebeschränkungen als Folge der Corona-Pandemie.


Beide Messen sollen nun vom 17. bis 21. November 2021 stattfinden. Gleichzeitig wird auch die EXPONATEC COLOGNE, Internationale Fachmesse für Museen, Konservierung und Kulturerbe, durchgeführt.
„Der Novembertermin gibt uns, allen Teilnehmern und unseren Partnern die
Gelegenheit, die Messen mit gutem Vorlauf vorzubereiten und frische Perspek-tiven zu entwickeln. Wir werden zwar wahrscheinlich auch im November die Corona-Krise noch nicht gänzlich überwunden haben. Aber wir können wohl auch wieder mit einem gewissen Maß an Berechenbarkeit und Optimismus planen“, so Daniel Hug, Art Director der ART COLOGNE und der COLOGNE FINE ART & DESIGN.

Auch im November 2021 wird es zwei Preview-Tage mit exklusivem Zugang für
eingeladene Gäste geben (17.11. und 18.11.). Die Publikumstage finden vom 19. bis 21.11.2021 statt.

Koelnmesse 2020 und 2021 mit Umsatzeinbruch und hohen Verlusten


Die Koelnmesse hat das Geschäftsjahr 2019 mit einem Rekordumsatz von mehr als 400 Millionen Euro und einem Jahres-überschuss von mehr als 30 Millionen Euro abgeschlossen. "Wir hatten uns für 2019 viel vorgenommen und haben jetzt geliefert. Das bedeutet eine neue Bestmarke für unser Unternehmen. Nach 2020 wollen wir uns weiterhin oberhalb der 400 Millionen Euro bewegen", so Messechef Gerald Böse vor Monaten. "Damit behaupten wir uns ganz vorn in der Welt". Doch dann kam 2020 alles ganz anders. Die wirtschaftlichen Einbußen infolge der Pandemie waren gravierend.


BGerald Böse (Vorsitzender der Geschäftsführung), Henriette Reker (Oberbürgermeisterin der Stadt Köln und Vorsitzende des Aufsichtsrats der Koelnmesse)

Der Umsatz der Koelnmesse lag im Jahr 2019 rund zwölf Prozent über dem des bisherigen Rekordjahres 2017, das als ungerades Kölner Messejahr mit vergleichbarem Portfolio die Benchmark darstellt. Seit 2009 ist der Umsatz durchschnittlich um rund sechs Prozent gewachsen - das entspricht einer abso-luten Umsatzsteigerung von rund 170 Millionen Euro in diesem Zeitraum.


Und 2020 ?


Der Geschäftsbericht 2020, der seinerseits den Titel "Ready for Re-Start" führt, weist massive Einbrüche aus. 94,3 Millionen Euro erreicht der Umsatz des Jahres 2020, der Jahresfehlbetrag liegt bei 109,6 Millionen Euro. Im Rekordjahr 2019 hatte die Koelnmesse noch mehr als 30 Millionen Euro Gewinn gemacht. Nach den Worten von Finanz-Geschäftsführer Herbert Marner wurde das überdurch-schnittlich hohe Eigenkapital von mehr als 250 Millionen Euro von Beginn 2020 bis zum Jahresende fast zur Hälfte aufgebraucht. Es reiche aber aus, um auch die bisher bekannten und eventuell weitere Ausfälle in 2021 zu tragen. Dies gelte bis auf Weiteres auch für die Liquidität.


Die wirtschaftlichen Einbußen sind gravierend, Durchhaltewillen und der Glaube an die Zukunft aber ungebrochen. "Die Krise treibt uns an", sagt Gerald Böse, . "Sie hat unsere Kreativität befeuert, uns zu neuen Ideen motiviert und digitale Entwicklungen beschleunigt." Aber: "Sie führt uns auch an unsere finanziellen Grenzen." Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker,  Vorsitzende des Aufsichtsrats, dazu: Die Messe hat die Zeit genutzt, um sich darauf vorzubereiten, nach der Krise durchzustarten und das Unternehmen schnellstmöglich wieder auf Kurs zu führen."

Messe Düsseldorf bei den Olympischen Spielen in Tokio 

Die erfahrenen Rheinländer sind für das Deutsche Haus zuständig

Es ist der Hotspot nach den olympischen und paralympischen Wettkämpfen: das Deutsche Haus (Bild). Hier kommen Vertreter aus Sport, Wirtschaft, Medien, Gesellschaft und Politik zusammen, um gemeinsam zu feiern und zu netzwerken. Die Messe Düsseldorf schafft hierfür auch in Tokio wieder den Rahmen und realisierte das Deutsche Haus im Auftrag der Deutschen Sport Marketing (DSM), des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und des Behindertensportverbands (DBS).