Im Blick Rheinberg, Köln, Bonn & Leverkusen

Das sind die Hygiene-Maßnahmen zumindest am Airport Köln/Bonn

Natürlich Maskenpflicht, aber auch Schuhe ausziehen bei der Sicherheitskontrolle

Nach vielen ruhigen Wochen füllen sich die Anzeigetafeln am Flughafen ganz langsam wieder. Sukzessive nehmen immer mehr Airlines erste Ziele wieder auf und ermöglichen Fluggästen ab Köln/Bonn und Düsseldorf das Reisen. So werden ab Mitte Juni bereits einige Sonnenziele in Spanien, Kroatien, Bulgarien, Portugal und Griechenland ab Köln/ Bonn angeboten. Auch im innerdeutschen Verkehr steigt die Anzahl an Flügen langsam wieder an.


„Nach und nach kehrt Leben zurück in unseren Airport. Bereits im Juli rechnen wir dann sukzessive mit mehr Betrieb“, sagt Johan Vanneste, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Köln/Bonn GmbH. 45 Ziele von 12 Airlines sind derzeit geplant, das bedeutet insgesamt rund 250 wöchentliche Flüge (Starts und Landungen).


Nach aktuellem Stand geht es seit Mitte Juni mit Eurowings etwa nach Palma de Mallorca, nach Zagreb in Kroatien, nach Sarajevo in Bosnien und Herzegowina, nach Lissabon in Portugal, ins schottische Edinburgh, ins österreichische Wien, in die Schweiz nach Zürich und zu innerdeutschen Zielen wie München, Ham-burg und Berlin. Mit der ungarischen Wizz Air soll es nach Osteuropa gehen.Tuzla, ebenfalls Bosnien und Herzegowina, Varna an der bulgarischen Schwarzmeer-küste sowie Skopje in Mazedonien werden nach aktueller Planung angeflogen.

Im Juli geht es dann weiter in die Sonne: Ryanair plant die Wiederaufnahme touristischer Ziele wie etwa Palma de Mallorca, Barcelona, Malaga, Madrid, Sevilla, Porto und andere. Auch Tuifly hat für Juli einige Ziele angekündigt: Fuerteventura, Las Palmas, Teneriffa, sowie Heraklion, Kos und Rhodos in Griechenland, sollen angeflogen werden.

In den Terminals selber wurden bereits zahlreiche Maßnahmen ergriffen, Abläufe optimiert und an Hygienestandards angepasst sowie Neuerungen eingeführt.  So wurden etwa eine Maskenpflicht im Terminal umgesetzt, Abstandsmarkierungen angebracht, Sitzgelegenheiten entzerrt, Schutzwände an den Check-In-Schaltern errichtet und vieles mehr.  Außerdem werden nach wie vor alle Abflüge und An-künfte in Terminal 1 abgefertigt.Und bei der Sicherheitskontrolle sind besondere Aspekte zu berücksichtigen. Grundsätzlich dürfen Passagiere aktuell nur ein Handgepäckstück mit durch die Kontrolle nehmen, zusätzliche Gepäckstücke müssen eingecheckt werden. Alle kleinen Gegenstände und Inhalte von Hosentaschen sind  vor Betreten der Kontrollstelle im Gepäckstück oder in der Überbekleidung zu verstauen.


Im übrigen wird grundsätzlich auf den Transfer mit Bussen zum Flugzeug  ver-zichtet. Wann immer dies möglich ist, steigen Fluggäste über Fluggastbrücken in die Maschinen ein bzw. aus oder gehen zu Fuß.


Grundsätzlich empfiehlt es sich, früher zum Airport anzureisen. Durch die neuen, teils aufwändigeren Maßnahmen kann es zu Verlängerungen der Wartezeiten – etwa beim Check-In oder in der Sicherheitskontrolle - kommen.

Statt über 2 Millionen flogen im April und Mai nur 11 000 Passagiere von Köln

Eine erste dramatische Bilanz des Airports Köln/Bonn


Das laufende Geschäftsjahr ist zur Hälfte vorbei – der Köln Bonn Airport zieht eine erste Bilanz. „2020 sollte ein gutes Jahr für den Flughafen werden“, sagt Johan Vanneste, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Köln/Bonn GmbH. Aber:  Der Abzug der Eurowings-Langstrecken sowie der Weggang von Condor  führte schon Ende des vergangenen Jahres zu Passagierrückgängen.

Mit einem Ergebnis von minus 19,3 Millionen Euro schloss der Flughafen das Geschäftsjahr ab. Die Umsatzerlöse betrugen 341,2 Millionen Euro (2018: 333,9 Millionen Euro), das EBITDA lag bei 41,0 Millionen Euro.

Dabei war der wirtschaftliche Start in 2020 dann durchaus positiv, die Verkehrs-zahlen in Fracht und Passage waren gut. Im Januar und Februar war drer Airport mit 4 Millionen Euro besser unterwegs als geplant. Und dann kam Corona… In den Monaten April und Mai reisten gerade einmal 11.000 Passagiere über Köln/Bonn. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 2,1 Millionen. Ein Glück: Der Frachtbetrieb lief in Köln/Bonn auch während der Krisenzeit auf Hochtouren. Die Zahl der wöchentlichen Flugbewegungen lag zeitweise 15 Prozent über dem Wert des Vorjahres – und zugleich deutlich über den Werten anderer deutscher Luftfrachtflughäfen.

Durch gezielte Maßnahmen will der Flughafen jetzt rund 50 Millionen Euro einsparen. Am Ende des Jahres rechnet das Unternehmen nach aktuellen Prognosen mit Corona-bedingten Umsatzverlusten in Höhe von über 100 Millionen Euro. Und die Bauarbeiten zum neuen Moxy-Hotel direkt vor dem Terminal schreiten auch zügig voran. Die Inbetriebnahme ist für das zweite Quartal 2021 geplant.

Mitten in der Krise erhielt der zudem eine gute Nachricht: Bei der Vergabe der diesjährigen „Skytrax World Airport Awards“ erzielte Köln/Bonn in der Kategorie „Best Regional Airport Europe“ den 2. Platz. Im weltweiten Vergleich der Regional-Flughäfen belegte Köln/Bonn Platz 3


Bild links: Der ungarische Low-Cost-Carrier Wizz Air fliegt ab dem 17. Juli von Köln/Bonn aus dreimal pro Woche die serbische Hauptstadt Belgrad an:  Immer montags, mittwochs und freitags mit einem Airbus A321.


Der Berliner Flughafen soll am 31.Oktober eröffnet werden

Für den 31. Oktober dieses Jahres ist die Inbetriebnahme des Flughafens BER in Berlin geplant und damit eine Stilllegung des Flughafens in Tegel zum 8. November. Dies zusammen werde zu einer spürbaren Verschiebung der Gewichte in der Stadtre-gion Berlin-Brandenburg führen, sagte jetzt der Architekten- und Ingenieur-Verein Berlin. Der Südosten werde weiter und deutlich gewinnen. Dabei nimmt die Südspange Potsdam-Schönefeld eine wichtige Rolle ein, die ausstrahlt und den Großraum verändern wird, heißt es. Berlin war mit 35,65 Millionen Passagieren im Jahr 2019 der drittgrößte Flughafenstandort in Deutschland.

AM AIRPORT KÖLN BONN: Flugzeugschlepper tanken neuerdings an der Steckdose


Der Köln Bonn Airport investiert weiter in umweltfreundliche Antriebstechnologien. Für den Einsatz auf dem Vorfeld hat der Flughafen zwei neue Flugzeugschlepper angeschafft, die voll elektrisch betrieben werden. Die neuen Großgeräte, für die der Airport rund 300.000 Euro investiert, ersetzen herkömmliche Schlepper mit Diesel-Antrieb. Dadurch können pro Jahr bis zu 15 Tonnen CO2 eingespart werden. Der elektrisch betriebener Flugzeugschlepper hat die Aufgabe, Maschinen vor dem Start aus der Parkposition zu pushen oder über das Vorfeld zu schleppen. Das 6,7 m lange und 2 m hohe, rund 8420 kg schwere Fahrzeug verfügt über genügend Kraft, das 12-fache seines Gewichtes zu pushen, z.B. eine Boeing 737 oder einen Airbus A320. Dabei ist es so leise, dass man den Motor kaum hört. Zwei Stück hat der Flughafen gekauft. Der Köln Bonn Airport setzt bereits seit vielen Jahren auf Elektromobilität.


Am Düsseldorfer Airport arbeiten rund 21.600 Menschen

Damit ist der Flughafen eine der größten Arbeitsstätten in ganz NRW

Am Düsseldorfer Airport arbeiten rund 21.600 Menschen. Damit ist der Flug- hafen die größte Arbeitsstätte der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt und eine der größten in ganz NRW. Dies ergab die jüngste Arbeitsstättenerhe- bung, die das Institut für Handelsforschung an der Universität zu Köln (IfH) veröffentlicht hat. Damit sind etwa 1.800 Mitarbeiter mehr am Düsseldorfer Airport tätig, als im vorherigen Erhebungszeitraum 2014.


„Die aktuelle Untersuchung des IfH zeigt erneut, dass der Flughafen als größte Arbeitsstätte Düsseldorfs erhebliche Beschäftigungsimpulse für ganz NRW gibt“, betont Thomas Schnalke, Sprecher der Flughafengeschäftsführung.
Am Standort Flughafen sind von den rund 21.600 Arbeitnehmern über 18.100 zum Beispiel bei Luftverkehrsgesellschaften, Speditionen und Luftfrachtunter- nehmern, Caterern, Vertretern der Hotellerie, Gastronomie und des Einzelhan- dels, Reisebüros, Autovermietern, Mineralölkonzernen, Behörden wie bei der Bundespolizei sowie bei der Flughafengesellschaft und ihren Töchtern tätig. Etwa 3.500 Arbeitnehmer haben darüber hinaus ihren Arbeitsplatz bei einem der etwa 69 Unternehmen in der Düsseldorf Airport City, dem Businesspark direkt am Flughafen.
Der Flughafen spielt damit  auch eine zentrale Rolle als Auftraggeber für die heimische Wirtschaft. Ein Arbeitsplatz am Flughafen, so eine Formel im Luft- verkehr,  zieht mindestens zwei weitere in der Region nach sich. Insgesamt hängen damit über 56.000 Jobs in der Region an der Existenz des Flughafens.