Im Blick Rheinberg, Köln, Bonn & Leverkusen

Soll das gute alte Schlafzimmer demnächst zum Salon werden ?

Die "imm cologne" wollte dazu im Januar in der Koelnmesse ein Zeichen setzen


Allen Corona-Entwicklungen zum Trotz: Lange hielt die Koelnmesse fest an ihrem künftigen Programm. So sollte auch die internationale Businessmesse der Interior Branche, die imm cologne, im Januar (17.01. - 23.01.2022) ihre Tore öffnen. Dazu wurden 600 Unternehmen aus 51 Ländern in Köln erwartet. 75 Prozent der Aussteller aus dem Ausland. Die hohe Internationalität unterstrich die Bedeutung dieser Messe.  Denn Schlafen ist ein ganz  großes Thema. So karg ausgestattet wie auf diesem Bild sollen Schlafzimmer nicht mehr sein. Jetzt hat die Koelnmesse die Schau abgesagt.


Die imm cologne 2022 wird im Januar nicht durchgeführt, die INTERNATIONALE EISENWARENMESSE KÖLN vom März in den September verschoben. Das gab die Koelnmesse bekannt und erklärte:“Dies geschieht angesichts der aktuellen Pandemielage auf dringendes Anraten und in enger Abstimmung mit den beiden beteiligten Branchen. Grundsätzlich hält die Koelnmesse aber an der Durchfüh-rung ihrer Veranstaltungen in den kommenden Monaten fest.“

Die Koelnmesse informiert weiter: „Die Absage der vom 17. bis 23.01.2022 in Köln geplanten imm cologne trägt den Bedenken der Ausstellerschaft Rechnung, die den wirtschaftlichen Erfolg der Veranstaltung und damit den erfolgreichen Re-Start im Januar als extrem gefährdet betrachtet."

„Nach Rücksprache mit zahlreichen Ausstellern, Branchenvertretern und Han-delspartnern kommt für die deutschen Aussteller bzw. Aussteller aus dem deutschsprachigen Raum eine Beteiligung entweder nicht in Frage oder ist mit erheblichen Zweifeln versehen", so der Verband der Deutschen Möbelindustrie. Ein ähnliches Feedback gab es auch aus vielen europäischen Ländern.

Auch die ZOW (Zuliefermesse für die Möbelindustrie und Innenausbau) innerhalb des Koelnmesse-Portfolios wird nicht vom 8. bis 10. Februar, sondern erst vom 3. bis 5. Mai 2022 in Bad Salzuflen stattfinden.

Die INTERNATIONALE EISENWARENMESSE KÖLN wird nicht wie geplant vom 6. bis 9. März 2022, sondern vom 25. bis 28. September 2022 durchgeführt.

Mit der Koelnmesse auf die Weltausstellung in Dubai


Noch bis 31. März 2022 findet in Dubai die nächste Weltausstellung statt. Sie wurde am 1.Oktober eröffnet. Unter dem Motto "Connecting Minds, Creating the Future" nehmen 190 Staaten daran teil. Es ist die erste Expo im arabisch-sprachigen Raum. Der Veranstalter erwartet, dass über 70 Prozent der Besu-cher aus dem Ausland kommen werden. Und die Koelnmesse ist dabei. Sie verantwortet den Deutschen Pavillon. Der präsentiert ein umfangreiches Kulturprogramm für Groß und Klein.

Im Atrium des Pavillons werden neben Musik und Tanz aus Deutschland unter anderem auch sportliche Aktivitäten, Kunst und deutsches Brauchtum präsen-tiert. Über die sechsmonatige Laufzeit der Expo werden die Besucher täglich neue Highlights erleben können, die ihnen die deutsche Kultur näherbringen. "Unser Kulturprogramm rundet das Erlebnis im Pavillon ab und ist ein weiterer guter Grund für die Besucher, den CAMPUS GERMANY mehr als einmal zu besuchen", sagt Dietmar Schmitz, Generalkommissar des Deutschen Pavillons.
Auftraggeber des deutschen Auftritts auf der Expo ist das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, das die Koelnmesse mit der Organisation und Durchfüh-rung des Projekts beauftragte. Für das Kulturprogramm zeichnet das Unterneh-men VOSS+FISCHER verantwortlich.

Düsseldorfer Messe rechnet nach Corona-Schäden in 2020
auch im neuen Jahr mit einem Verlust von 77 Millionen Euro


Die Messe Düsseldorf Gruppe vermeldet einen Umsatz von 131,5 Millionen Euro, der aufgrund der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie um 65,3 Prozent niedriger ausfällt als im Vorjahr (378,5 Millionen Euro). Ähnlich verhält es sich bei der Messe Düsseldorf GmbH, die mit 118,9 Millionen Euro 65,4 Prozent weniger Umsatz als 2019 aufweist (344 Millionen Euro). Der GmbH-Gewinn ist auf -64,7 Millionen Euro gesunken (Vorjahr 70,6 Millionen Euro). Unabhängig davon wurde Dr. Stephan Keller, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf, zum neuen Vorsitzenden des Aufsichtsrates gewählt. 


Aktuell prognostiziert die Messe Düsseldorf GmbH für das Geschäftsjahr 2021 einen Umsatz von 107,3 Millionen Euro und einen Verlust von 77 Millionen Euro. „Vor dem Hintergrund der negativen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die Messebranche setzen wir auf langfristig wirkende, strategische Maßnahmen, um dem aktuell coronabedingten Rückgang der Geschäftsentwicklung nachhal-tig und bestandssichernd zu begegnen“, unterstreicht Wolfram N. Diener, Vorsit-zender der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf, Bild links.


Die Investitionen 2020 betrugen 35,7 Millionen Euro (geplant 70 Millionen Euro) und die Instandhaltungen 10,2 Millionen Euro. 2021 liegen die Investitionen bei 10,5 Millionen Euro und die Instandhaltungen bei 7,6 Millionen Euro.