Im Blick Rheinberg, Köln, Bonn & Leverkusen

Am 2. November 2022 war Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller genau zwei Jahre im Amt. Im Rahmen einer Pressekonfe-renz hat er auf das laufende Jahr zurückgeblickt und einen Ausblick für das Jahr 2023 präsentiert. Dabei standen besonders populäre Dinge zuerst im Mittelpunkt. Unser Bild zeigt OB Dr. Stephan Keller mit den Düsseldorf-Botschafterinnen Selin Oruz und Martina Voss-Tecklenburg. Rechts: Turnierdirektor Philipp Lahm und UEFA-Botschafterin Célia Šašić

Ein Oberbürgermeister zieht Bilanz und macht Appetit auf diverse Großveranstaltungen unter dem Stichwort "Strahlkraft Düsseldorf"

Der Oberbürgermeister mit gewissem Stolz: "Düsseldorf steht zunehmend im internationalen Rampenlicht. Zu der Premiere der Welttournee von "Lady Gaga" in der MERKUR SPIELARENA reisten Fans aus der ganzen Welt an. Der Besuch von Harry, Duke of Sussex und Meghan, Duchess of Sussex, im Rahmen der Invictus Games in Düsseldorf sorgte für internationale Berichterstattung." Und er verwies auf drei weitere Großereignisse.


MTV Europe Music Awards

Düsseldorf wird zum Hotspot der modernen Popkultur. Am 13. November finden im PSD BANK DOME die MTV EMA statt. Bei einem der größten globalen Musik-Events des Jahres werden Auftritte internationaler Stars präsentiert und die EMA werden auf MTV in mehr als 170 Ländern ausgestrahlt.


NFL Headquarter Düsseldorf
Am 20. September 2022 haben die NFL Deutschland und die Landeshauptstadt eine Absichtserklärung unterzeichnet, die verschiedene Maßnahmen zur ganzheitlichen Förderung und zum Ausbau des American Football-Standorts Düsseldorf beinhaltet. Ein zentraler Bestandteil der Zusammenarbeit ist die Eröffnung des NFL Deutschland Headquarters in der Sportstadt Düsseldorf. Deutschland.

Die Finals
Vom 6. bis 9. Juli 2023 finden DIE FINALS in Düsseldorf und Duisburg statt. DIE FINALS sind eine Multisportveranstaltung, bei der die Deutschen Meisterschaften verschiedener Sportarten zeitgleich an einem Ort oder einer Region ausgetragen werden und somit eine besondere Atmosphäre kreieren. Diverse Deutsche Meis-tertitel in insgesamt 18 Sportarten werden im Juli 2023 vergeben. Voraussicht-lich 9 davon in der Landeshauptstadt. Der OB:"ARD und ZDF berichten live und untermauern  damit das Standing Düsseldorfs als Top-Destination.


Invictus Games
Mit den Invictus Games 2023 steht der Sportstadt Düsseldorf eine Sportgroßver-anstaltung bevor, zu der die ganze Welt nach Düsseldorf blicken wird. Vom 9. bis 16. September 2023 kommen rund 500 im Kriegseinsatz verwundete, verletzte und kranke Soldatinnen und Soldaten aus 21 Nationen sowie etwa 1.000 Family & Friends in Düsseldorf zu einem besonderen Sportevent zusammen. Sie treten in zehn verschiedenen Sportarten zum Wettbewerb an.

Und dann die Euro 2024
Die Vorbereitungen für die EURO 2024 laufen schon jetzt auf vollen Touren. Am 14. Juni 2024 startet die Fußball-Europameisterschaft – und Düsseldorf wird Spielort für gleich fünf Spiele, darunter sogar ein Viertelfinalspiel. "Es ist eine große Auszeichnung und Wertschätzung unserer Arbeit, dass gleich fünf Spiele bei uns stattfinden."

Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller: "Mit der UEFA EURO 2024 blickt die Fuß-ballwelt auf die Landeshauptstadt. Wir wollen diese internationale Strahlkraft in Düsseldorf dazu nutzen, die Aufmerksamkeit auf Themen zu legen, die vielleicht nicht immer die größte mediale Bühne bekommen, diese aber sicherlich verdie-nen. Mit unserem Botschafterinnen-Team wollen wir diesen Werten vor und während der UEFA EURO 2024 gemeinsam Raum geben."

Nach den schweren Sturmschäden: Hofgarten wieder aufgebaut 

Die Sanierung des Hofgartens ist abgeschlossen. In drei Bauabschnitten hat die Landeshauptstadt die denkmalgeschützte Parkanlage in den vergangenen Jahren instandgesetzt. Schwerpunkte der Sanierung lagen auf dem Wegebau sowie neuen Bäumen und Sträuchern. Der Hofgarten war beim Orkan "Ela" 2014 stark beschädigt worden.


Prägende Elemente wie die Reitallee und die Maximilian-Weyhe-Allee wurden verwüstet. Mehr als die Hälfte des Baumbestands wurde beschädigt. Allein 380 Altbäume gingen verloren. Die gravierenden Schäden hat die Stadt zum Anlass genommen, ein Parkpflegewerk als Grundlage für die denkmalgerechte Wieder-herstellung des Hofgartens zu erarbeiten.


Mit der abgeschlossenen Grundinstandsetzung wurde der Hofgarten nach den Zerstörungen durch den Orkan "Ela" vollständig wiederaufgebaut. Die Kosten für die Wiederherstellung der denkmalgeschützten Parkanlage belaufen sich auf rund 5,8 Millionen Euro. Ziel der Stadt ist es weiterhin, die Denkmalsubstanz des Hofgartens als Gartenkunstwerk zu erhalten und weiterzuentwickeln.


Der Hofgarten ist mehr als 250 Jahre alt.

The Cradle: Der Neubau, ein Vorzeige-Objekt aus Holz

An dem nachhaltigen Leuchtturmprojekt The Cradle im Düsseldorfer Medien-hafen starten die Holzbauarbeiten. Rund 2.150 m³ Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft in Europa werden hier in den nächsten sechs Monaten verbaut.


Größtenteils fin-det das Material Einzug in den Decken, Stützen sowie in der charakteris-tischen Außenfassade des Gebäudes. Im Sinne der Cradle to Cradle®-Philosophie sind die verwendeten Materialien des Gebäudes zu 97,7 Prozent kreislauffähig und dement-sprechend wiederverwertbar. So wird zum Beispiel das Holz bei einem möglichen Rückbau des Gebäudes wieder in den Material-kreislauf zurückgeführt und wiederwendet. The Cradle ist das dritte Projekt des Projektentwicklers INTERBODEN im Düsseldorfer Medienhafen. Die Fertigstel-lung des Gebäudes ist für 2023 vorgesehen.

Der Stadtrat hat ein"Opernhaus der Zukunft" beschlossen  - 
Der Neubau wird mindestens über 700 Millionen Euro kosten

Die Landeshauptstadt soll eine neues Opernhaus erhalten. Das hat der Stadtrat  mehrheitlich beschlos-sen. Die Verwaltung hatte in ihrer Vorlage für einen Grundsatzbeschluss zum "Opernhaus der Zukunft" einen Neubau des Opern-hauses empfohlen und sich somit gegen eine Sanierung des bisherigen Gebäu-des ausgesprochen. Die Politik schloss sich nun dem Vorschlag an. Nun soll zeitnah auch über den künftigen Standort der Oper entschieden werden


Das aktuelle Düsseldorfer Opernhaus steht an der Heinrich-Heine-Allee (Bild links), wo es 1875 als Stadttheater eröffnet wurde: Dort, wo sich Hofgarten und Königsallee treffen, im Herzen der Stadt, gut erreichbar mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Bis zu 600 Menschen arbeiten hier, rund 180 Opern- und Ballettaufführungen finden jährlich statt.


Obwohl in den letzten zwei Jahrzehnten immer wieder versucht wurde, das Haus stückweise zu sanieren, gilt es als stark sanierungsbedürftig. Rund 11 Millionen Euro  wurden zuletzt in unvermeidbare Sanierungsmaßnahmen investiert.

Wenn Fahrzeuge automatisiert fahren und mit Ampeln und Schildern digital kommunizieren

Geht das Blaulicht an, haben Streifen- und Rettungswagen freie
Fahrt und die Ampeln für den Querverkehr springen auf Rot

Eine erfolgreiche Bilanz haben die Projektpartner dieser Tage zum Forschungsprojekt "Automatisiertes Fahren im digitalen Testfeld Düsseldorf - KoMoDnext" gezogen. In dessen Mittelpunkt stand seit Januar 2020 die Frage "Welche Technik und wie viele Daten braucht ein Fahrzeug, um automatisiert und sicher im realen Verkehr zu fahren?". Die Ergebnisse der Forschungs- und Entwicklungsarbeit können sich sehen lassen. Das Projekt, an dem 18 Partner betei-ligt waren, wurde vom Amt für Verkehrsmanagement der Landeshauptstadt Düsseldorf koordiniert.

"Vernetztes und automatisiertes Fahren kann gerade in Großstädten wie Düsseldorf dazu beitragen, den Verkehrsfluss zu verbessern, Emissionen zu senken und die Verkehrssicherheit zu erhöhen", betonte dabei Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller. Und NRW-Verkehrsministerin Ina Brandes sagte: "Nordrhein-Westfalen ist eine Modellregion der Mobilität 4.0. Das Forschungsprojekt hat auf beeindruckende Weise deutlich gemacht, wie dank Digitalisierung und Vernetzung Fahrzeuge, Straßen und Ampeln miteinander sprechen können, um den Straßenverkehr insgesamt sicherer und effizienter zu machen."
Auch Innenminister Herbert Reul war beeindruckt: "Für die Polizei ist das Projekt ein Erfolg. Wir haben viel Herzblut investiert und zeigen heute, was mor-gen Wirklichkeit sein könnte: die grüne Welle auf Knopfdruck für Einsatzfahrzeuge. Geht das Blaulicht an, haben Streifen- und Rettungswagen freie Fahrt und die Ampeln für den Querverkehr springen auf Rot. Das ist ein großes Plus an Sicherheit und ent-scheidet im Ernstfall über Leben und Tod. Auf dieses Ergebnis können alle, die das möglich gemacht haben, enorm stolz sein."

Ganz aktuell: Erste japanische Straßenschilder in Düsseldorf

Mehr als 8.400 Japaner leben in Düsseldorf, rund 600 japanische Unternehmen haben sich im Großraum Düsseldorf angesie-delt. Darüber hinaus verfügt die Stadt u.a. über eine japanische Schule, vier japanische Kinder-gärten und das japanische Ge-neralkonsulat. Jetzt auch über die ersten japanischen Straßen-schilder im"Little Tokyo-Viertel" an der Kreuzung Immermann-straße/Karlstraße. Im Hauptzen-trum der japanischen Gemeinde

Demnächst:  Ein Innovationscampus für besonders schlaue Köpfe


In Düsseldorf entsteht zwischen dem Düsseldorfer Flug-hafen, der A44 und dem Lichtenbroicher Baggersee Nordrhein-Westfalens erster Nachhaltigkeits- und Inno-vationscampus. Die EUREF AG errichtet hier ein interna-tionales Schau-fenster der Energie- und Mobilitätswen-de. Ab 2024 hier die schlausten Köpfe arbeiten und zu den Themen Energie, Mobilität, Umweltschutz und Kli-maschutztechnik forschen, Zukunftsideen entwickeln und den Umsetzung testen. Ein Highlight ist der geplan-te Vertiport, ein Start- und Landeplatz für Flugtaxis und Lieferdrohnen.

Ein zweites Wasserstoff-Auto für die Stadt Düsseldorf

Die Landeshauptstadt Düsseldorf hat ihren Fuhrpark mit einem zweiten Wasserstoffauto um ein neues, umweltfreundliches Fahrzeug erweitert. Gefördert mit Mitteln des Wirt-schaftsministeriums des Landes  wurde ein Toyota Mirai angeschafft. Geräuscharm und mit großer Reichweite.
In einem Wasserstofffahrzeug wird elektri-sche Energie aus Wasserstoff durch eine Brennzelle erzeugt und unmittelbar mit dem Elektroantrieb in Bewegung umgewandelt. . So können die Fahrzeuge sehr leise bewegt und eine Reichweite von 500 bis 700 Kilome-tern erreicht werden. Für das Tanken wer-den nur wenige Minuten benötigt. Der Fuhr-park der Landeshauptstadt zählt jetzt 183 umweltfreundliche Fahrzeuge.

Elegant, schlank, 100 m hoch  -  der neue "Hingucker" in Düsseldorf


Die CENTRUM/Uwe Reppegather plant ein neues Großprojekt in der Landes-hauptstadt: Sie will auf der Tuchtinsel an der Schadowstraße ein Hochhaus mit über 100 Metern Höhe errichten. Der Entwurf für das Hochhaus stammt vom spanisch-schweizerischen Architekten und Inge-nieur Santiago Calatrava. Er sieht einen schlanken und eleganten Turm vor, der über rund 40.000 qm Fläche verfügen wird. Im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss werden Einzelhan-delsflächen entstehen. Der Baubeginn für das Hochhaus soll zwischen 2024 und 2027 erfolgen.

Das Düsseldorfer Schauspielhaus erstrahlt im neuen Gewand


Wer es noch nicht bemerkt hat: Das Düssel-dorfer Schauspielhaus erstrahlt nun auch von Außen im neuen Glanz. Das architekto-nisch herausragenden Bauwerk ist wieder komplett von seiner charakteristischen weißen Fassade umhüllt.
Insgesamt bilden rund 2.500 Bleche sowie die rund 250 neu eingebauten hochwertigen Stahlfenster und die im Erdgeschoss sanier-ten Stahlrahmen mit neuer transparenter Verglasung einschließlich der neuen Ganz-glastüranlagen die Fassade des Hauses am Gustaf-Gründgens-Platz. Damit sind fast alle Maßnahmen der Dach- und Fassadensanie-rung am Düsseldorfer Schauspielhaus nach fast dreijähriger Bauzeit fertiggestellt.

DÜSSELDORF: Hier fließt der Strom vom Dach direkt in den Tank

Der Stadtentwässerungsbetrieb hat die erste städtische Photovoltaikanlage mit direkter Nutzung des erzeugten Stroms in Betrieb genommen. Auf dem Dach des Kanalbetriebshofs erzeugen 96 monokris-talline Photovoltaikmodule mit einer Gesamtleistung von 30 Kilowatt (kWp) eine Jahresstrommenge von rund 30.000 Kilo-wattstunden (kWh). Das entspricht rund 10 Prozent des jährlichen Strombedarfs des Betriebes. Mit der neuen Solaranlage werden der Stromeinkauf gedrosselt und die Tankkosten für die Fahrzeugflotte redu-ziert. Und das Klima um 9,4 Tonnen des  Kohlendioxid entlastet.

Fast 90 % der Düsseldorfer möchten nicht woanders leben

Lebensqualität der Stadt wird mit "sehr gut" und "gut" bewertet, nur Mieten sind zu hoch

Die Düsseldorfer leben gerne in ihrer Stadt und sind sehr zufrieden mit der Lebensqualität in der Landeshauptstadt. Dies hat eine repräsentative allge- meine Befragung der Bürger durch das Amt für Statistik und Wahlen ergeben. Erneut wurden rund 16.000 Düsseldorfer schriftlich um ihre Teilnahme gebe- ten. 4.881 Fragebögen konnten ausgewertet werden. Schwerpunkt der Befra- gung lag auf den Themen "Gesundheit" und "Sport im öffentlichen Raum".


Zwei Drittel der Teilnehmer schätzen den eigenen Gesundheitszustand als "gut" oder "sehr gut" ein. 28 Prozent halten ihren Gesundheitszustand für "mittelmäßig" und nur 6 Prozent für "schlecht" oder gar "sehr schlecht". 37 Prozent der Befragten treiben regelmäßig Sport, 40 Prozent ordnen ihre sport-lichen Aktivitäten als "Bewegungsaktive Erholung" (Spazierengehen, Radfah- ren) ein und 23 Prozent sind nicht sportlich aktiv. Auf der Hitliste der betriebe- nen Sportarten in Düsseldorf rangiert der Radsport mit 46 Prozent auf Platz 1, gefolgt von Fitnesstraining (35 Prozent) und Laufen/Joggen (28 % ).


Auf die Frage, ob sie  in Düsseldorf oder lieber woanders wohnen würden, gaben 89 Prozent der Befragten an, dass sie gerne in Düsseldorf leben. Eben- falls 89 Prozent beurteilen die Lebensqualität in der Stadt mit "sehr gut" oder "gut". Zu den am häufigsten genannten größten Problemen in Düsseldorf gehören allerdings "zu hohe Mieten", "zu viel Straßenverkehr", "zu unsichere Radwege", "zu wenige Radwege" und auch ein "unzureichendes Wohnungsan-gebot". Diese Punkte werden jeweils von mehr als 40 Prozent der Befragten als größte Probleme wahrgenommen.