Im Blick Rheinberg, Köln, Bonn & Leverkusen

Die Künstlergruppe „Der Blaue Reiter“ hat sich in ihrem Haus gegründet

Sie gilt als zentrale Künstlerfigur des deutschen Expressionismus, die Künstler-gruppe „Der Blaue Reiter“ hat sich in ihrem Haus gegründet. Gabriele Münter, langjährige Lebensgefährtin Wassily Kandinskys, war eine der wenigen erfolg-reichen Frauen der künstlerischen Moderne. Das Kölner Museum Ludwig zeigt mit über 100 Gemälden, darunter erstmals der Öffentlichkeit präsentierten Wer-ke aus dem Nachlass, wie wichtig und eigenständig Gabriele Münter als Malerin war.


GABRIELE MÜNTER  -  Köln zeigt diese große Malerin der Moderne

 Bis 13. Januar 2019 sind in der Ausstellung „Gabriele Münter. Malen ohne Umschweife“ farbintensive Porträts, Land-schaften, Interieurs und Abstrak-tion zu sehen, aber auch ihre Experimentierfreudigkeit als Fotografin und Grafikerin wird erstmals ausführlich präsentiert.


Zu ihren bekannten Gemälden gehören Porträts, etwa von Marianne von Weref-kin oder Kandinsky sowie romantische Landschaften ihrer bayerischen Wahlhei-mat. Mit seltenen Fotografien, die Münter um 1900 bei einer mehrjährigen USA-Reise aufgenommen hat, beginnt die Ausstellung; im Mittelpunkt aber steht ihr malerisches Œuvre, das neben farbintensiven Porträts und Landschaften auch Interieurs, Abstraktion oder „primitivistische Bilder“ umfasst.


Der Expressionismus ist im Museum Ludwig insbesondere durch die Sammlung Haubrich stark vertreten: Im Bestand sind Gemälde von Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Max Pechstein, Otto Müller und ebenso Künstler des Blauen Reiter wie Wassily Kandinsky Franz Marc, August Macke, Alexej Jawlensky.

BONN: Die Budeskunsthalle präsentiert  ERNST LUDWIG KIRCHNER

Bunte Gesichter suchen den Blick der Gäste in der neuen Schau der Bundes-kunsthalle Bonn. Mehr als 180 Ölbilder, Drucke, Plastiken und Holzschnitte des deutschen Expressionisten Ernst Ludwig Kirchner zeigt die Bundeskunsthalle, ganz aktuell bis 3. März 2019, in der Ausstellung  "Erträumte Reisen". Unser Bild links gibt den Blick frei in die Aus-stellungshalle.

Kirchner, Mitbegründer der Brücke-Gruppe, gehört zu den bekanntesten Malern des deutschen Expressionismus. Anhand ausgewählter Stationen wie Dresden, Berlin, Fehmarn und Davos zeichnet die Ausstellung Kirchners Lebensweg und Schaffen nach.

Die gezeigten Werke verdeutlichen, wie er gesellschaftliche und künstlerische Einflüsse immer wieder neu verarbeitete und dabei persönlich und malerisch Neuland betrat. Die Suche nach dem Exotischen und Ursprünglichen zieht sich wie ein roter Faden durch das Leben und Werk des Malers.

Insgesamt versammelt die Ausstellung rund 220 Werke – 56 Gemälde, 72 Grafi-ken, vier Skizzenbücher, zehn Skulpturen, fünf Wirkereien, 45 Fotografien sowie 26 ethnographische Objekte von 40 Leihgebern aus sieben Ländern. Die Dar-stellung des Aktes zieht sich wie ein roter Faden durch Kirchners gesamtes Œuvre. In seinen frühen Arbeiten spiegeln sich in den zahlreichen Aktbildern vor allem seine Fantasien des „Exotischen“ und Fremden, etwa in 2Negertänzerin". Zugleich sind der Akt und die unbekümmerte Nacktheit von den Ideen der Lebensreform-Bewegung inspiriert. Diese alternative Lebensweise sollte die Einheit zwischen Mensch und Natur wieder herstellen. Besonders das Thema der „Badenden“ tritt als konstantes Element in Kirchners frühen Arbeiten auf.


Fotos: Bernd Lammel, 2018 © Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbH

BONN:  Das Kunstmuseum Bonn lockt mit "Flaneuren in der Kunst"

Ob die Champs-Élysées oder der Hausvogteiplatz, die Ein-kaufsstraßen großer Metropolen inspirieren Künstlerinnen und Künstler. Auf die Suche nach dem Sujet des "Flanierens" macht sich das Kunstmuseum Bonn in der Ausstellung "Der Flaneur. Vom Impressionismus bis zur Gegenwart". Die Schau ist bis Sonntag, 13. Januar 2019, in der Friedrich-Ebert-Allee 2 zu sehen. Gezeigt werden mehr als 160 Werke von 65 Küns-tlerinnen und Künstlern vom Ende des 19. bis ins 21. Jahrhun-dert. Das Motiv des Flaneurs beschäftigt Maler wie Vincent van Gogh, Lyonel Feininger, Camille Pissarro und den ameri-kanischen Fotografen Garry Winogrand. Aber auch deut-sche Künstler wie August Macke, Max Liebermann, Ernst Ludwig Kirchner, Corinne Wasmuht und George Grosz beschäftigten sich mit dem Sujet.


KÖLN: Die Ästhetik der zeitgenössischen Plattencover-Gestaltung,  bis 24. März 2019


"Andy Warhol – Pop goes Art" im Museum für Angewandte Kunst Köln

Das MAKK – Museum für Angewandte Kunst Köln präsentiert erstmals die bislang unveröffentlichte Privatsammlung von Ulrich Reininghaus, die nahezu lückenlos alle von Andy Warhol gestalteten, konzipierten und produzierten Plattencover sowie zahlreiche Skizzen und Entwürfe umfasst. Zusammen mit Filmen, Hörbeispielen, Fotografien und weiteren Arbeiten von Warhol dokumentiert die Ausstellung ̶ getreu dem Titel „Pop goes Art“ ̶ das Zusammenspiel der Medien Kunst und Musik. -  Andy Warhol (1928-1987) setzte sich während seiner gesamten beruflichen Laufbahn mit dem Medium Schallplat-ten-Cover auseinander, nicht nur als Grafiker und Künstler, sondern auch als Produzent. Er gestaltete Plattencover für international renommierte Interpreten und für die unterschiedlichsten Musikgenres von Jazz, Klassik, Pop, Rock, Punk, New Wave bis hin zu Radioreportagen und Filmmusik. Hierzu zählen das legendäre und skandalöse Album der Rolling Stones „Sticky Fingers“ oder Cover für Diana Ross, John Lennon, Paul Anka, Miguel Bosé oder das NBC Symphony Orchestra.



KÖLN: Wallraf-Richartz-Museum zeigt Lifestyle im Barock

Rauschende Roben, vornehme Kulissen, exotische Früchte und edle Accessoires - Porträts und Stillleben der Barockzeit spielen meist auf der Sonnenseite des Lebens. Doch verbergen sich hinter den prachtvoll inszenierten Personen und dekorativen Arrangements auch abenteuerliche Schicksale und doppelbödige Geschichten. Mit seiner neuen Sammlungspräsentation "Sonntag des Lebens" lädt das Wallraf seine Besucher in die schillernde Welt des Barocks ein. Die Ausstellung wurde im Juli eröffnet und dauert bis 30.Juni nächsten Jahres.

RheinRomantik in einer umfangreichen Sammlung im Siebengebirgsmuseum  

Königswinter hat eben mehr zu bieten als nur den Drachenfels

Königswinter, der Drachenfels

und das Siebengebirge – diese klangvollen Namen stehen für Höhepunkte des Landschaftser-lebnisses am Rhein. Das Sieben-gebirgsmuseum in Königswinter stellt diese Rheinlandschaft in den Mittelpunkt. Eine besondere Facette stellt die Entwicklung des Rheintourismus zwischen Kunst und Kommerz dar.

Mit rund 500 Kunstwerken ist die private Sammlung RheinRomantik eine der wichtigsten deutschen Sammlungen zur Entwicklung der Malerei im Rheinland im 19. Jahrhundert. Die Sammlung konzentriert sich auf die Düsseldorfer Maler-schule, auf englische Aquarelle und frühe Koblenzer Künstler. Hier werden regel-mäßig Teile der Sammlung RheinRomantik zu ausgewählten Themen der rheinischen Kulturlandschaft gezeigt.

Die Ausstellung nimmt den Besucher mit auf eine Reise. Hier erfährt er, was ein Reisender im 19. Jahrhundert in seinen Koffer packte, wie er unterwegs war und wo er logierte. Damals moderne Verkehrsmittel wie ein Dampfschiff kann man ebenso bewundern wie den bis heute populären Eselritt auf den Drachenfels.


In Wesel ist das neue Niederrheinmuseum eröffnet worden

Am 18. März ist das neue LVR-Nie-derrheinmuseum Wesel eröffnet worden  (Bild). Aus dem ehemaligen Preußen Museum wurde nach Über-nahme durch den Landschafts-verband Rheinland und einem dreijährigen Umbau das neue Ausstellungshaus für niederrhei-nische Geschichte. Die erste Son-derausstellung präsentierte  denn auch Geschichte und Entwicklung der Grenzregion vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert.

Im Haus der Geschichte Bonn:  "Deutschland seit 1945"

Die Ausstellung ist internationaler und emotionaler geworden


Die Ausstellung im Haus der Geschichte in Bonn "Unsere Geschichte. Deutschland seit 1945" ist internationaler und emotionaler geworden und mit neuen Objekten noch aktueller geworden. Bundespräsident Steinmeier hatte das Museum für Zeitgeschichte erst im Dezember 2017 wiedereröffnet.

Die revolutionären Umwälzungen in Osteuropa und der DDR sowie der deutsche Wiedervereinigungsprozess bilden einen neuen Schwerpunkt auf Basis des gegenwärtigen Kenntnis- und erheblich verbesserten Objektlage. Der Service-roboter "Eva" und eine Paketdrohne stehen für die neuen Technologien. Trüm-merteile vom World Trade Center in New York zeigen die Gewalt des terroris-tischen Angriffs am 11. September 2001. Ein Boot aus dem Mittelmeer, das der Kölner Kardinal Woelki nach Deutschland holte und dem Museum überließ, steht gemeinsam mit anderen Ausstellungsstücken für die Massenflucht nach Europa - eines der wichtigsten Themen der Gegenwart und Zukunft. Originalobjekte, anschaulich in Szene gesetzt, erzählen "Unsere Geschichte". - Der Plenarsaal des Deutschen Bundestags in Bonn, ein Kino und eine Eisdiele aus den 1950er Jahren gehören ebenso wie eine Kaufhausfassade aus der Wirtschaftswunderzeit zu den attraktiven Ausstellungseinheiten.