Im Blick Rheinberg, Köln, Bonn & Leverkusen

Eine Seilbahn für Bonn ? - Die Idee nimmt allmählich Formen an


Die Idee, auch in Bonn auf das Verkehrsmittel „urbane Seilbahn“ zu setzen, die nicht primär dem Freizeit-, sondern dem gesamten städtischen Verkehr dient, und den Venusberg besser an die Stadt anschließen soll, ist schon 2012 entstan-den. Sie greift damit einen Trend auf, bei dem immer mehr Städte vor allem in Südamerika und in Asien, von La Paz bis Ankara, auf Seilbahnen setzen. Und jetzt, knapp zehn Jahre später, macht Bonn scheinbar ernst. Es liegen neue Erkennt-nisse vor. Unser Bild zeigt den bewährten Seilbahnbetrieb über den Rhein bei Koblenz.


In Bonn bietet das erste Seilbahnprojekt die Möglichkeit, den Rhein zu überqueren und anschließend auch den stei-len „Geländesprung“ auf den Venusberg relativ problemlos und kostenmäßig durchaus günstig zu schaffen. Sagt die „Anwohnerinitiative Venusberg“ und fordert damit parallel zum Ausbau des Uniklinikums Bonn (UKB) ein schlüssiges Verkehrskonzept! Und von der Stadt kommen zustimmende Töne. Das vorläufige Ergebnis der gesetzlich vorgeschriebe-nen "Standardisierten Bewertung" zeigt, dass der Nutzen gegenüber den Kosten deutlich überwiegt . Und so hat es die Stadt jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt.


Die Seilbahn soll vom rechtsrheinischen künftigen S-Bahn-Halt Schießbergweg (Limperich/ Küdinghoven/ Ramersdorf) im Stadtbezirk Beuel bis zum linksrhei-nischen, auf dem Venusberg gelegenen Universitätsklinikum verlaufen. Sie hat eine Länge von knapp 4,3 Kilometern, umfasst voraussichtlich 34 Stützen und wird über insgesamt fünf Stationen verfügen. Knapp 15.000 Fahrgäste würden die Seilbahn täglich nutzen, und rund 12 Millionen Pkw-Kilometer pro Jahr könnten vermieden werden.

Nicht nur für Bonner ein Schreck  -  Der Beethoven ist weg


Bonn-Besucher werden sich wundern: Der Beethoven ist weg ! Denkmal auf dem Münsterplatz wird restauriert. Grund dafür sind Korrosions-schäden. Per Kran wurde die Statue auf einen Tieflader gehoben und in die Werk-statt abtransportiert. Insgesamt rund 6,6 Tonnen Gewicht wurden so bewegt: die Statue wiegt rund 3,2 Tonnen, die Sockelverkleidung (Postament) rund 3,4 Ton-nen. Ein auf Metallrestaurierungen spezialisiertes Unternehmen aus Schleswig-Holstein hat die Arbeit in einer Werkstatt nahe Bonn übernommen.


Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz und das Land NRW unterstützen die Res-taurierung mit je 15.000 Euro. Die Gesamtmaßnahme soll rund 60.000 Euro kosten und im Sommer 2022 abgeschlossen sein.


Das Beethoven-Denkmal auf dem Münsterplatz war am 12. August 1845 zum Gedenken an Beethovens 75. Geburtstag und anlässlich des ersten Beethoven-festes in Anwesenheit von Königin Victoria und Prinz Albert, König Friedrich Wil-helm IV, Erzherzog Friedrich von Österreich und Alexander von Humboldt ent-hüllt worden. Da die Hoheiten einen Ehrenplatz auf einem Balkon hinter der Sta-tue (heutiges Postamt) erhielten, stand diese mit dem Rücken zu ihnen. Alexan-der von Humboldt sagte daraufhin: „Ja, er ist auch schon in seinem Leben immer ein grober Kerl gewesen."

Bonner Stadion bei der Fußball-EM 2024 dabei?


Auch das Stadion im Sportpark Nord wird saniert.Dabei werden das Naturrasenspielfeld, die Kunststofflaufbahn und alle Leichtathletikanla-gen erneuert. Zudem wird ein modernes Entwässerungssystem einge-baut. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Ende August – bis dahin kann das Stadion nicht genutzt werden.
Mit der Modernisierung soll der Sportpark Nord auch künftig seine Aufga-ben als zentrale Sportstätte der Bundesstadt Bonn erfüllen. Die Kosten für den Umbau betragen insgesamt 3,15 Millionen Euro.

Bonn bewirbt sich mit dem Sportpark Nord außerdem als Trainingsgelän-de für eine der teilnehmenden Nationalmannschaften der Fußball-Euro-pameisterschaft, die 2024 in Deutschland stattfindet.

Prominenter Ankermieter für das Hochhaus am Neuen Kanzlerplatz


Mit dem IT-Unternehmen CONET konnte Art-Invest Real Estate zum Ende des Jahres noch einen weiteren Ankermieter für das Hochhaus am Neuen Kanzler-platz gewinnen, das kürzlich seine finale Höhe von 101,5 Metern erreicht hat. Nach der Fertigstellung im Herbst 2022 werden dort rund 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von CONET tätig sein und damit 7.500 m² modernste Büroflächen in der Landmarke beziehen.


An die bereits bestehenden langfristigen Mietverträge mit der Postbank, Design Offices, Food Affairs und JUHN Partner schließt sich mit CONET eines der größten und leistungsstärksten mittelständischen IT-Häuser Deutschlands an, das am Neuen Kanzlerplatz seine drei bisherigen Standorte in Hennef und Niederkassel zusammenzieht.


Der Bau des Neuen Kanzlerplatzes verläuft planmäßig, die Fertigstellung des Gesamtprojekts ist für den Herbst 2022 geplant. Frühzeitig sind fast alle Flächen vermietet und es stehen lediglich noch zwei Etagen mit Weitblick bis hin zum Siebengebirge für die Vermietung zur Disposition.


Foto: Quelle: Nutzungsrechte: Art-Invest Real Estate

Weil das barocke Uni-Hauptgebäude saniert wird  - Die Universität Bonn suchte eine neue Bleibe und hat ein Bürohaus gefunden 


Durch die anstehende Generalsanierung des barocken Uni-Hauptge-bäudes ist die Universität Bonn derzeit auf der Suche nach Ersatzflä-chen für Forschung und Lehre. Ein wesentliches Ausweichquartier ist nun gefunden worden: Zum 1. Mai 2022 wird die Exzellenzuniversität das Bürogebäude an der der Rabinstraße 8 von der Immobilienge-sellschaft Corpus Sireo übernehmen. Ein Jahr später übernimmt sie  an der Poppelsdorfer Allee das Gebäude der ehemaligen Hauptverwal-tung der Versicherung Deutscher Herold, um es bis 2038 zu mieten. Das Gebäude wird derzeit für die neue Nutzung vorbereitet.

Als erster Stadt in Nordrhein-Westfalen macht Bonn ernst mit der Solarenergie

Der Stadtrat beschließt Solarpflicht für Neubauten in Bonn  - 
OB Dörner sagt:"Wir wollen bis 2035 klimaneutral werden"


Als erste Stadt in NRW macht die Stadt Bonn die Installation von Photovoltaik-anlagen bei Neubauvorhaben, auf die sie planungsrechtlich unmittelbar Einfluss nehmen kann, zur Pflicht. Der Rat hat dem entsprechenden Vorschlag der Stadtverwaltung im September zugestimmt.


Die Solarpflicht gilt für alle Vorhaben, bei denen die Stadt städtebauliche Ver-träge mit Investoren und Eigentümern abschließt. Die Regelung gilt sowohl für alle neuen Vorhaben als auch für alle laufenden Verfahren, bei denen die öffent-liche Auslegung des Bebauungsplanes noch nicht beschlossen wurde. Auch bei städtebaulichen Entwicklungsmaßnahmen greift die Solarpflicht. Beim Verkauf städtischer Grundstücke müssen bereits seit dem 1. Januar 2021 PV-Anlagen auf Neubauten errichtet werden. Die Solarverpflichtung entfällt nur, wenn eine PV-Anlage vor Ort nachweislich nicht wirtschaftlich ist.


„Die Stadt Bonn ist eine der wenigen Städte in Deutschland und die erste Stadt in Nordrhein-Westfalen, die den Weg einer kommunalen Solarpflicht geht. Eine bundeseinheitliche Regelung wäre wünschenswert, aber darauf können wir nicht warten. Wir wollen als Stadt bis 2035 klimaneutral werden und müssen jetzt handeln! Der Ausbau erneuerbarer Energien – allen voran der Solarenergie – spielt dabei eine zentrale Rolle“, betont Oberbürgermeisterin Katja Dörner.


Das Solardachkataster der Stadt zeigt, dass rund zwei Drittel aller Bonner Dachflächen für die solare Energiegewinnung geeignet sind.

150 Jahre - Die Kanonen von Bonn, ein Geschenk des Kaisers  


Bonn-Besucher  haben sich bestimmt schon immer gefragt, was sollen eigentlich die beiden Kanonen da hoch über dem Rheinufer am "Alten Zoll" nahe der Uni-versitätsgebäude? Jetzt hat sich die Stadt selbst mal dazu geäußert. Weil die schweren Geschütze Jubiläum feiern: 150 Jahre. Kaiser Wilhelm I. hat die beiden Kanonen im Jahr 1871 der Stadt Bonn geschenkt.  Initiiert durch den nach Metz versetzten Bonner Karl Schorn, welcher die Kanonen von einem befreundeten Oberst aus den Beständen der Garnison in Metz erhielt. Das kleinere Geschütz-rohr wurde im Jahr 1806 gegossen undauf dem größeren , das es auf 4,2 Tonnen bringt, ist die Jahreszahl 1842 zu lesen. Die Stadt Bonn hat sie restauriert,  der Stellmacher des Freilichtmuseums Kommern Walter Keil  wartet sie.

Eine neue "Info-Plattform" für die Wissenschaftler an der Universitätsklinik in Bonn

MIB – Medical Imaging Center Bonn


Auf Initiative der Augenklinik ist am Universitätsklinikum Bonn das Medical Imaging Center Bonn (MIB)  ins Leben gerufen worden. Es ist als eine neue Dachstruktur für Bonner Wissenschaft-ler gedacht, die sich mit der Anwen-dung von Bildgebung und Künstlicher Intelligenz, also Auswertungsalgorith-men, in der Medizin beschäftigen. Jetzt ging dessen Herzstück online: Ab sofort kann man sich die Arbeit der verschie-denen im MIB vertretenen Forschungs-gruppen auf der neuen Webseite unter www.mib-center.de anschauen.


Hier kaufte die Politprominenz ihre Siedewurst und Gummibärchen


14 Jahre musste das legendäre Bundesbüdchen warten bis es seinen Betrieb im Herzen des ehe-maligen Regierungsviertels wieder aufnehmen konnte. Jetzt war es endlich so weit. Das Büdchen ist zurück. Es ist im alten Stil erhalten worden. Jürgen Rausch, der das Büdchen 26 Jahre lang betrieben hatte, ist überglücklich: "Das Büdchen ist ein lebendes Denkmal und erinnert an die Bonner Republik in den Hauptstadtzeiten von Bonn." Konrad Adenauer besorgte sich hier die Tageszeitung, Herbert Wehner war Stammgast. Helmut Kohl ließ seinen Fahrer dort Brötchen holen. Wolfgang Clement trank bei ihm oft einen Kaffee. Joschka Fischer kaufte seine Comics am Kiosk. Hier aßen sie ihre Siedewurst, kauften belegte Brötchen oder Gummibärchen.