Im Blick Rheinberg, Köln, Bonn & Leverkusen

FORD plant in Köln eine Gesamtinvestition von zwei Milliarden US-Dollar 

Ford hat weitere Schritte in Richtung seiner vollelektrischen Zukunft in Europa angekündigt. Die sollen bis 2024 eine neue Generation von sieben vollelektri-schen, voll vernetzten Personenkraftwagen und Transportern ermöglichen. Dafür hat das Unternehmen die neue globale Geschäftseinheit "Ford Model e" (Bild) gegründet, die sich auf Entwicklung, Produktion und den Vertrieb von Elektro-fahrzeugen konzentriert. Zusammen mit Ford Pro, der Nutzfahrzeug-Geschäfts-einheit von Ford, werden beide Geschäftseinheiten die Zukunft von Ford in Euro-pa bestimmen. Und Köln spielt dabei eine wichtige Rolle.

Ford will bis 2024  sieben neue Elektrofahrzeuge bauen

„Unser Weg in eine vollelektrische Zukunft ist eine absolute Notwendigkeit für Ford, um den sich ändernden Mobilitätsbedürfnissen unserer Kunden in Europa gerecht zu werden,“ sagt Stuart Rowley, President, Ford of Europe. „Aber es geht auch um die dringende Notwendigkeit, unseren Planeten besser zu schützen und Emissionen im Einklang mit dem Pariser Klimaabkommen zu reduzieren“.
Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt hat, bis 2035 ‚Zero-Emissions‘ für alle Fahrzeugverkäufe und CO2-Neutralität für alle Standorte sowie Logistik und Zulieferer zu erreichen.
Nach der erfolgreichen Einführung des vollelektrischen Mustang Mach-E im Jahr 2021 (großes Bild oben) und des Mach-E GT in diesem Jahr in Europa sowie der bevorstehenden Einführung des E-Transit im nächsten Quartal stellte Ford soe-ben Pläne für sieben weitere vollelektrische Fahrzeuge für Europa vor – drei neue Pkw und vier neue Nutzfahrzeuge.
Das bedeutet: Ab 2023 beginnt Ford mit der Produktion eines völlig neuen voll-elektrischen Pkw in seinem Werk in Köln. 2024 folgt ein zweites. Darüber hinaus wird Fords in Europa meistverkauftes Pkw-Modell, der Ford Puma (Bild links), ab 2024 als reines Elektrofahrzeug erhältlich sein. In der erfolgreichen Transit-Bau-reihe gibt es demnächst vier neue Elektromodelle.
Das erste neue vollelektrische Fahrzeug, das im Ford Electrification Center in Köln produziert wird, soll ein mittelgroßer, fünfsitziger Sport-Crossover sein. Mit einer Reichweite von 500 Kilometer bei einer Batterieladung. Der Name und das Fahrzeug sollen später im Jahr 2022 vorgestellt werden, die Produktion im Kölner Werk beginnt 2023.Die Investitionen in die neuen Elektro-Pkw der Kölner Produktion belaufen sich damit auf voraussichtlich zwei Milliarden US Dollar.

Die aktuelle Konjunkturumfrage der IHK Köln:  Preissteigerungen und Engpässe

Der Aufschwung der regionalen Wirtschaft hat im Winter 2021/22 einen Dämpfer erhalten. Das liegt an den knappen Rohstoffen und Vorprodukten, den hohen Energie- und Rohstoffpreisen sowie an fehlenden Fachkräften, wie der neue Konjunkturbericht der IHK Köln zeigt. Der Konjunkturklimaindikator für den IHK-Bezirk ist dabei von 117,9 auf 112,7 Punkte gefallen. Der Wert liegt noch über dem langjährigen Durchschnitt von 111 Punkten und im Vergleich zum Corona-Winter 20/21 um 15 Punkte höher.

Die Nachfrage nach Produkten und Diensten ist groß - aber viele Aufträge können nicht oder nur verzögert abgearbeitet werden  


„Die gute Nachricht ist, dass die Nachfrage nach den Produkten und Diensten vieler Unternehmen weiter groß ist“, sagt Thorsten Zimmermann, Leiter der Geschäftsstelle Rhein-Erft. „Lieferprobleme, der starke Preisanstieg bei der Energie und Vorprodukten sowie der Fachkräftemangel kosten die regionale Wirtschaft aber Wachstum, weil Aufträge nicht abgearbeitet werden können.“

Angesichts dieser Schwierigkeiten blicken wieder mehr Unternehmen zurück-

haltend in die Zukunft.

Die Erwartungen für die kommenden zwölf Monate sind im Vergleich zur vorheri-gen Umfrage im Herbst von 9,5 Punkten auf 2,3 Punkte gefallen. Das bedeutet, die Unternehmen, die von einer Verbesserung oder Verschlechterung der Lage ausgehen, halten sich in etwa die Waage.

Versicherungswirtschaft, Kreditwirtschaft, Immobilienwirtschaft, chemische und pharmazeutische Industrie sowie der Einzelhandel schauen positiver in die Zukunft. Deutlich pessimistischer als zuletzt blickt pandemiebedingt vor allem das Hotel- und Gaststättengewerbe auf die kommenden Monate.

Steigende Preise und Lieferschwierigkeiten belasten die Wirtschaft im IHK-Bezirk stark. So geben fast 90 Prozent der Unternehmen an, von Preisanstiegen betrof-fen zu sein. In der Industrie sind nahezu alle befragten Unternehmen mit Preis-steigerungen konfrontiert, drei Viertel sogar mit erheblichen. Ähnlich ist die Situation im Einzelhandel. Hier melden 95 % der Unternehmen Preisanstiege.

Corona kostet 400 Milliarden an Wirtschaftsleistung

Entspannung bei Lieferkettenproblemen "leider noch nicht in Sicht"


Corona-Krise, Lieferengpässe, Inflation, Energiewende, Fachkräftemangel: Viele deutsche Unternehmen mussten im vergangenen Jahr mit diesen Herausforderungen umgehen. Was erwartet die Wirtschaft im Jahr 2022? Welche Stellschrauben müssen gedreht werden, damit Besserung in Sicht kommt? Dazu hat DIHK-Präsident Peter Adrian (unser Bild) in mehreren Medieninterviews Stellung bezogen.

Gleich zu Beginn des neuen Jahres stand das Thema Klimapolitik wieder ganz oben auf der Agenda. Nicht nur für die Politik ein Dauerbrenner, sondern auch und vor allem für die deutsche Wirtschaft. Insbesondere deutsche Industrieun-ternehmen fürchten um ihre weltweite Wettbewerbsfähigkeit am Standort Deutschland. "Denn die Klimaschutz-Anforderungen an die Betriebe hierzulande sind deutlich höher und verbindlicher als in anderen Wirtschaftsräumen und bei unseren EU-Nachbarn," beschreibt der DIHK-Präsident die Lage.


Die anhaltende Corona-Pandemie erschwert die aktuelle Lage zusätzlich: Nach DIHK-Berechnungen hat Corona hierzulande in den Jahren 2020 und 2021 zu-sammen fast 400 Milliarden Euro an Wirtschaftsleistung gekostet. Kein Wunder also, dass die rasante Verbreitung der Omikron-Variante für viele Unternehmen "wieder die Alarmglocken schrillen" lasse, sagt Adrian. Doch auch Energiepreise, Rohstoffengpässe und Fachkräftemangel könnten einen Aufschwung mit viel Investitionen gefährden. "Das Vorkrisenniveau werden wir wohl erst gegen Ende 2022 erreichen können."


Auch die weiter bestehenden Lieferengpässe beschäftigen den DIHK-Präsiden-ten. Sie werden die deutsche Wirtschaft nach seiner Einschätzung noch "eine ganze Zeit begleiten". Denn es mangele an Containern, an Frachtkapazitäten auf Schiffen, zudem gebe es Produktionsausfälle, so der DIHK-Präsident. "Viele inter-national vernetzte deutsche Unternehmen stehen vor einem Berg an Aufträgen, den sie aufgrund von Materialmangel nicht abarbeiten können.Corona verschärft zudem bestehende Probleme der Unternehmen, auch den Fachkräftemangel. Derzeit sind in Deutschland insgesamt 1,7 bis 1,8 Millionen Stellen nicht besetzt. Das allein mindert nach Angaben des DIHK die Wirtschaftsleistung geschätzt um rund 2,5 Prozent.

Viele Shopping-Center haben sich längst zu "mischgenutzten Quartieren" entwickelt

Ja, fast wie ein Filmpalast sieht es

aus das Shopping-Center, das dem-nächst  am Bahnhof in Bergisch Gladbach das"alte" Center ablösen soll.  Shopping-Center entwickeln sich immer mehr zu Treffpunkten mit Erlebnischarakter. Zusammenarbeit

mit Investor Greenman Investments entwickelt die MESA eine „grüne Shopping-Oase” – passend zu Bergisch Gladbach, der Stadt im Grünen.

Mehr Büros, mehr Ärzte und mehr Gastronomie  - So werden
die Shopping-Center demnächst ihr Angebot verändern  


In deutschen Shopping-Centern kann man shoppen, arbeiten, wohnen, zum Arzt gehen oder ins Fitnessstudio. Besonders in den letzten Jahren haben sich viele Shopping-Center zu mischgenutzten Quartieren entwickelt, deshalb finden auch handelsfremde Branchen hier häufig ihren Platz, allen voran Büroflächen und Arztpraxen.Eine aktuelle Studie bestätigt das jetzt.


So ist fast jedes zweite (46 Prozent) Shopping-Center auch Bürostandort. Mit 41 Prozent ist auch die Gesundheitsbranche oft vertreten. Auch Freizeitangebote wie Kinos sind in den Centern, die sich immer mehr zu Treffpunkten mit Erleb-nischarakter entwickeln, beliebt. So ist die Freizeit und Entertainment-Branche in gut einem Drittel (35 Prozent) der Center vertreten. Mischnutzungen mit Wohnungen (16 Prozent) und Hotels (6 Prozent) sind dagegen seltener.


Die Bekleidungsbranche wird nach Meinung von 73 Prozent weniger Fläche einnehmen. Im Bereich Unterhaltungselektronik & Telekommunikation rechnen knapp zwei Drittel mit weniger Mietfläche in den Centern. Bei Schuhen & Accessoires rechnet jeder zweite mit einem Rückgang. Mit einem Wachstum rechnet bei allen drei genannten Branchen hingegen kaum jemand.


Der Anteil der Gastronomie an der Mietfläche der Center wird dagegen nach Meinung von 81 Prozent der Befragten in den nächsten 5 Jahren wachsen. Auch der Anteil an Dienstleistern und der der Entertainmentbranche wird mehr werden, prognostizieren 71 Prozent. Der Mietflächenanteil der Branche Hobby & Freizeit wird laut gut der Hälfte (54 Prozent) steigen.


Hinsichtlich einer zukunftsfähigen Gestaltung der Shopping-Center sind die Center allerdings auf Kooperationen mit Kommunen, Mietern und Investoren angewiesen, so einige Ergebnisse der aktuellen Studie „Center-Management im Fokus“ von EHI und German Council of Shopping Centers, bei der der Blick auf das eigene Center und die Branche untersucht wurde.