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Die Coronakrise trifft natürlich auch das Van Eyck-Jahr in Gent

Aber für alle Kunstfreunde wichtig: Die große Ausstellung wird bis 2021 verlängert

Ein Strandspaziergang in De Haan an der belgischen Nordseeküste, ein Rad-ausflug ins Grüne im benachbarten Belgisch-Limburg oder ein Besuch in den flämischen Kunststädten: Das alles war ab dem 15. Juni auch für Besucher aus Deutschland wieder möglich. Doch jetzt .... bleibt vorerst nur der Traum.


Zu diesem Zeitpunkt stellte Belgien seine Kontrollen an den Grenzen zu Deutsch-land ein und öffnet sich wieder für den touristischen Reiseverkehr.  Auch Cafés und Restaurants waren wieder für Gäste geöffnet. Museen, historische Gebäude und Monumente  unter Auflagen  zugänglich.


Unser Bild obens  wirft einen Blick auf Gent, die Stadt, die vom Design-Museum über das Kitschlokal Pink Flamingo's bis hin zu den Meisterwerken der Gebrüder Van Eyck einmalige Kulturschätze zu bieten hat. Dazu gehört auch der Genter Altar, der zurzeit im Museum für Schöne Künste aufwändig restauriert wird.


Die Coronakrise trifft natürlich auch das Van Eyck-Jahr in Gent - das mit der großen Ausstellung „Van Eyck – An Optical Revolution“ Ende Februar so furios begann. Zusammen mit seinem legendären Hauptwerk, dem Genter Altar, steht der revolutionäre Maler (Bild links bei der Arbeit) 2020 im Fokus eines besonde-ren Festjahres in Flandern. Viele Veranstaltungen des Jahresprogrammes muss-ten jedoch ausgesetzt oder verschoben werden. Der Stadt ist es jedoch gelun-gen, das Themenjahr "OMG! Van Eyck was here" bis zum 24. Juni 2021 zu verlän-gern und einen großen Teil des Programms zeitlich zu verschieben. Auch die Ausstellung „Kleureyck – Van Eycks Farben in Design“ im Design-Museum Gent läuft noch bis 27. Februar 2021.


Historische Bootsfahrten, Bottertochten und Flüsterboote


Historische Bootsfahrten, Bottertochten und Flüsterboote: Die niederländischen Hanse-städte bieten dieses Frühjahr abwechslungsreiche Wassertouren über die IJssel und das IJsselmeer. Anstatt mit dem Auto erkundet man den mittelalterlichen Charme der Städte vom Wasser aus, wie bereits zur Blütezeit der Hanse im 14. Jahrhundert. Über Tagestouren und Kurztrips warten die Hansestädte darauf entdeckt zu werden.

Neue Wasserrouten in den niederländischen Hansestädten

In Elburg am Veluwemeer zum Beispiel kann man selbst in Aktion kommen. Auf einem historischen Segelschiff (genannt Botter) kann man seine Fähigkeiten als Segler testen. Es stehen Schiffer und Steuermänner bereit, die die Fahrt durch ihre authentischen Geschichten zu bereichern.

Oder  Kampen - hier werden dem Besucher Fahrten mit dem historischen Boot
„De Veerman van Kampen“ (Der Fährmann von Kampen) geboten: ein Tagesaus-flug etwa nach Harderwijk. Um 9.30 Uhr legt das Boot ab und trägt den Besucher flussabwärts entlang großer Industriehäfen, vorbei an kleinen naturbelassenen Inseln, durch Flüsse und Seen, über Aquädukte und unter Brücken.

Die Grachten der Stadt Zutphen könnenwiederum mit einem Flüsterboot erkun-det werden. Gekonnt steuern die Fluisteraars (Flüsterer) ihre Boote durch die Berkel (einem Nebenfluss der IJssel) und entlang der Grachten bis Mitten in die Innenstadt. Die Fahrt beginnt und endet beim Steg an der Rijkenhage im Zen-trum von Zutphen. Ein Boot für Einzelfahrten oder Gruppen

Städte wie Zwolle, Kampen, Hattem und Deventer sind gute Beispiele dafür und an den schönen Bauwerken aus dem 14. und 15. Jahrhundert zu erkennen. Die niederländischen Hansestädte haben eine reiche Geschichte, zauberhafte Bau-denkmäler und einzigartige Fassaden zu bieten..

Rotterdam präsentiert neuerdings den "Schwimmenden Kuhstall"


In der niederländi-schen Hafenstadt Rotterdam haben 32 Kühe im ersten schwimmenden Bauernhof der Welt Einzug ge-halten. Schon vor der Eröffnung hat dieses innovative Projekt weltweit ein enormes Inter-esse gefunden.

Im Stall mit geräumigen Liegeboxen warten Melkroboter, Stallreinigungsro-boter, automatisches Futterband und komfortabler Gummiboden. Für den Weidengang steht eine angrenzende grüne Wiese zur Verfügung. Nach einer Gewöhnungsphase für die Kühe sind auch Besucher herzlich willkommen.


Den Stadtbewohner wieder mit der Herkunft und der Zubereitung seiner tägli-chen Nahrungsmittel in Kontakt bringen – das ist eines der Ziele der „Floating Farm". Der Bauernhof wurde transparent gestaltet, sodass alle Besucher sehen können, was auf der Floating Farm geschieht. Die Milch wird zu gesunden Molke-reiprodukten verarbeitet, der Kuhmist wird getrennt und als organisches und reichhaltiges Düngemittel für Pflanzen, Gärten und Parks in der Stadt verwendet. Außerdem sind die Melk-, Stallreinigungs- und Futterroboter bei der Arbeit zu sehen.

Inzwischen liegen Entwürfe für eine schwimmende Hühnerfarm und ein schwim-mendes Gewächshaus auf dem Tisch. Alles mit dem Ziel, auf transparente Art und Weise und nah am Konsumenten gesunde, frische Nahrungsmittel zu produ-zieren. Indem der Abstand zwischen Lebensmittelproduktion und Konsument verkürzt wird, trägt die Floating Farm erheblich zur Reduktion von Lebensmittel-verlusten und Umweltverschmutzung durch den Transport bei.

In der Provinz Flevoland gibt's einen  neuen Nationalpark 

Die Niederlande haben einen neuen Na-tionalpark. Der „Nieuw Land National-park“ liegt in der Mitte des Landes, zwischen Ijsselmeer und Markeermeer, der ehemaligen Zuiderzee, in der Provinz Flevoland. Das Besondere an diesem, rund 29.000 Hektar großen Naturgebiet ist, dass es durch Einpolderung des Mee-res geschaffen wurde. In den 1940er Jah-ren hatte man das Gebiet als Schutz vor Hochwasser und Sturmfluten trocken-gelegt. Ab sofort können Touristen dort trockenen Fußes die Natur entdecken.

Die niederländische Landwirtschaftsministerin Carola Schouten gab jüngst be-kannt, dass sie Nieuw Land den Status eines Nationalparks zuerkannt habe. Da-mit haben die Niederlande nunmehr 21 Nationalparks.


„In NieuwLand geht es um mehr als um die Natur. Es ist auch eine ansprechende
Geschichte über die Niederländer“, so die Ministerin. Nieuw Land, das aus den Naturgebieten Oostvaardersplassen, Lepelaarplassen, Markermeer und Marker Wadden besteht, ist einzigartig und typisch holländisch, weil es durch die Ein-deichung der Zuiderzee entstanden ist. Die Natur hat fast vollständig den ganzen Raum der Gegend eingenommen. Dieses Spektakel ist durch die langwierige Zu-sammenarbeit aus Mensch und Natur entstanden. Die Provinz Flevoland –  größ-ter Polder der Welt –, das Markermeer und auch das Ijsselmeer fanden in der Zähmung der Zuiderzee ihren Ursprung.

Das Seengebiet Oostvaardersplassen beherbergt eine erstaunliche Vielfalt an Tieren, darunter Wildpferde. Bei den Lepelaarplassen handelt es sich um ein Sumpfgebiet auf ehemaligem Meeresboden. Und im Markermeer entsteht der-zeit ein künstliches Inselreich; ein Eiland ist bereits seit September 2018 für die Öffentlichkeit zugänglich, es gibt dort auch einen Naturhafen, an dem Privatboo-te anlegen können.Der Nationalpark Nieuw Land liegt in der Nähe von Amster-dam, zwischen den Städten Almere und Lelystad in der Provinz Flevoland.

NEU IN LEIDEN:  Das „Young Rembrandt Studio“

Leiden, die malerische Studentenstadt im Westen der Niederlande, hat eine neue Attraktion: Das „Young Rembrandt Studio“. In dem Gebäude, in dem der große niederländische Meister Rembrandt van Rijn malen und zeichnen lernte, können Besucher heute mehr über sein Leben erfahren. Rembrandt wurde 1606 in Leiden geboren und verbrachte seine ersten 25 Lebensjahre in der Stadt. Im „Young Rembrandt Studio“ wird ab sofort in einer siebenminütigen Video-Animation auf diese Phase seines Lebens zurückgeblickt. Der Film gewährt den Besuchern einen Einblick in den Werdegang des Meisters  und zeigt, was ihn besonders macht, welche Materialien er verwendete und was ihn inspirierte.

Das Museum Catharijneconvent in Utrecht und 14 Kirchen sowie zwei Synagogen

DAS „GRÖSSTES MUSEUM“ DER NIEDERLANDE

Die Kathedrale von Haarlem, die Munster-kerk in Roermond und die Walburgiskerk in Zutphen schließen sich dem „Größten Muse-um der Niederlande“ an. Dabei handelt es sich um eine Zusammenarbeit zwischen dem Museum Catharijneconvent in Utrecht und 14 Kirchen sowie zwei Synagogen im ganzen Land. Deren Ziel es ist, das religiöse Erbe der Niederlande bekannter und zu-gänglicher zu machen. Idyllische Dorfkir-chen gehören genauso zum „Größten Muse-um der Niederlande“ wie beeindruc-kende mittelalterliche Basiliken in der Stadt.


Bild links zeigt in Oudenbosch die Basilika St. Agatha und Barbara, Foto: Arjan Bron

Seit der Eröffnung des „Größten Museums der Niederlande“ 2017 haben rund hunderttausend Menschen die Kirchen und Synagogen von der kleinen Maria-kerk in Krewerd (Groningen) bis zum Utrechter Dom besucht und die besonde-ren Geschichten, die Architektur und Kunstwerke in den verschiedensten Kir-chen der Niederlande kennen gelernt. Durch den Anschluss der drei neuen Kir-chen gehen die Initiatoren vom Museum Catharijneconvent in Utrecht (ebenfalls eine ehemalige Kirche) gemeinsam mit den anderen Gotteshäusern einen weite-ren Schritt in Richtung Zugänglichkeit des nationalen religiösen Erbgutes.

Mit den drei neuen Mitgliedern wird nicht nur die Verteilung über das Land ver-bessert, sondern auch die Varietät an historischen Perioden, Architektur und Kunstwerken. Auch in der einzigen spätromanischen Kirche der Niederlande, der Munsterkerk in Roermond, der imposanten Kathedrale von Haarlem und der malerischen Walburgiskerk in Zutphen sind nun viele verborgene Schätze für die Öffentlichkeit zugänglich. Wie auch bei anderen Gotteshäusern des „Größten Museums der Niederlande“ können Besucher durch eine Audiotour in verschie-denen Sprachen zusätzliche Informationen erhalten.

Bild links zeigt die Kirche Pieterburgen in Groningen

 In der Provinz Südholland wurde eine neue Fahrrad-Route eröffnet

In der Provinz Südholland wurde eine neue Fahrradroute eröffnet. Der 33 Km lange Rundweg führt Radler durch die Städte Leiden, Katwijk und Noordwijk, entlang der Küste und durch Nationalparks. Unterwegs gibt es einige schöne Anhalt(s)punkte.

Kinder können sich auf dem Dünenspielplatz nahe des Nationalparks Hollandse Duinen, welcher während der Tour durchquert wird, austoben. Mit etwas Glück kann man im Nationalpark auch Gallowayrinder, Konikpferde oder Rehe sichten. Für eine Stärkung laden diverse Cafés und Restaurants auf dem Weg zur Einkehr, wie beispielsweise die Brasserie Buitenhuis im gemütlichen Gewächshaus-Stil.

Ganz in der Nähe befindet sich die Dampfeisenbahn „Stoomtrein Katwijk Leiden“, die noch in Betrieb ist und zwischen 11 und 16 Uhr stündlich Passagiere von Katwijk nach Leiden und zurück transportiert. Die 30-minütige Fahrt führt unter anderem am Valkenburgse Meer entlang und versetzt Besucher in eine andere Zeit.Ob mit dem Rad oder mit der Dampfeisenbahn, die Landschaft lädt zum Entspannen ein.

„Guck über den Deich“ – so heißt der neue Radweg entlang der Küste Gronin-gens. In der nördlichsten Provinz der Niederlande können Radler seit einiger Zeit vom Örtchen Nieuw Statenzijl, dem östlichsten Punkt der Provinz, bis zum Dorf Lauwersoog über und entlang der Deiche „fietsen“.