Im Blick Rheinberg, Köln, Bonn & Leverkusen

Kultur pur bieten unsere belgischen Nachbarn in diesem Jahr. Da gibt's die Triennale Brügge vom 8. Mai bis 24. Oktober, die Kunsttriennale Beaufort vom 27. Mai bis 7. November und die Triennale Kortrijk vom 26. Juni – 24. Oktober sowie das Kunstfestival Watou 2021 vom 3. Juli bis 5. September. - Unser Bilder zeigen Kunstwerk von der Triennale-Brugge-2018 und 2015 (Bild unten).

ZWISCHEN TRAUM UND WIRKLICHKEIT  -  TRIENNALE BRÜGGE 2021

Zeitgenössische Kunst und Architektur schmücken die Altstadt

Alle drei Jahre wird die Stadt Brügge zur malerischen Kulisse für die Triennale Brügge. Diese einzigartige Veranstaltung holt zeitgenössische Kunst und Archi-tektur in die Altstadt Brügges, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Vom 8. Mai bis zum 24. Oktober stellen 13 zeitgenössische Künstler und Künstlerinnen ihre neuesten Installationen der Öffentlichkeit vor.


Die Kunstwerke dieser dritten Ausgabe der Triennale Brügge befassen sich mit dem Thema „TraumA“ und erkunden die feine Grenze zwischen Traum und Trauma, Paradies und Hölle. Auf einem künstlerischen Rundweg durch Brügge lüftet die Triennale – auch abseits der bekannten Orte – einige verborgene Dimensionen der Stadt und ihrer Bewohner und Bewohnerinnen.


Zu einem Spaziergang lädt zum Beispiel ein Labyrinth ein, das Gijs Van Vaeren-bergh im Baron-Ruzette-Park kreiert. Nadia Naveau lässt entlang des Wassers nach dem Glänzenden und Folklorischen suchen, und mit Hans Op de Beeck erfahren Besuchende den eindrucksvollen Mechanismus der Zeit, die in der St.-Walburga-Kirche stillzustehen scheint. Auf der Triennale Brügge fließen die Kunstwerke der zeitgenössischen flämischen Meister mit einigen der interes-santesten Namen der internationalen zeitgenössischen Kunstszene zusammen.

Der Besuch der Triennale ist kostenfrei.


Die Triennale Brügge möchte Kulturerbe und Zeitgenössische Kunst für alle zugänglich machen. In Zusammenarbeit mit einem lokalen Partner wurde auch für Besuchende mit Seh- oder Hörschwäche – in sehr innovativer Weise – die Möglichkeit zur Teilnahme an dem künstlerischen Rundgang geschaffen.
Weitere Informationen auf triennalebrugge.be/en/


Themenjahr 2021:  Eine Ode an die niederländische Landschaft

Mit einem ganz besonderen Themenjahr wirbt das Niederländische Büro für Tourismus & Convention (NBTC) in diesem Jahr um Aufmerksamkeit für ein zuweilen vernachlässigtes, aber umso faszinierenderes Thema: In einer Ode an die niederländische Landschaft werden erstmals Natur und Landschaft in den Mittelpunkt gerückt. Für manchen mag es als Überraschung kommen, doch in den Niederlanden finden sich so viele unterschiedliche Landschaften auf so engem Raum wie kaum irgendwo sonst.

Da gibt es nicht nur die klassischen holländischen Polderlandschaften mit Kanälen und Windmühlen, sondern genauso die Moorsümpfe Gelderlands, in denen Rothirsche umherstreifen, das Wattenmeer Frieslands, das zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört, oder die Deltalandschaft der Nationalparks mit ihren von Bibern bevölkerten Auen.

Die niederländische Landschaft war auch von je her eine Inspirationsquelle für Maler und Schriftsteller. So malte Rembrandt Schlittschuhläufer auf den Gewässern vor den Toren von Amsterdam, Ruisdael die Bleichwiesen vor Haarlem, van Gogh die herbe Landschaft Drenthes und Piet Mondrian das Seebad Domburg. Ein besonderer Reiz ergibt sich daraus, dass die Landschaft in den Niederlanden teils von Menschen geschaffen wurde: Eine ganze Provinz – Flevoland – wurde zum Beispiel durch Trockenle-gung dem Meer abgerungen.


In der Ode an die niederländische Landschaft werden Kunstprojekte, Ausstellungen und Exkursionen in den sieben teilnehmenden Provinzen veranstaltet. Dazu gehören Flevoland, Friesland, Limburg, die Region „Achterhoek“ in der Provinz Gelderland, sechs der insgesamt 21 niederländischen Nationalparks, Nordholland und die sogenannte holländische Wasserlinie, ursprünglich ein unüberwindbarer Verteidigungswall, der sich die Natur zum Verbündeten machte.

In der Provinz Flevoland gibt's einen  neuen Nationalpark 

Die Niederlande haben einen neuen Na-tionalpark. Der „Nieuw Land National-park“ liegt in der Mitte des Landes, zwischen Ijsselmeer und Markeermeer, der ehemaligen Zuiderzee, in der Provinz Flevoland. Das Besondere an diesem, rund 29.000 Hektar großen Naturgebiet ist, dass es durch Einpolderung des Mee-res geschaffen wurde. In den 1940er Jah-ren hatte man das Gebiet als Schutz vor Hochwasser und Sturmfluten trocken-gelegt. Ab sofort können Touristen dort trockenen Fußes die Natur entdecken.

Die niederländische Landwirtschaftsministerin Carola Schouten gab jüngst be-kannt, dass sie Nieuw Land den Status eines Nationalparks zuerkannt habe. Da-mit haben die Niederlande nunmehr 21 Nationalparks.


„In NieuwLand geht es um mehr als um die Natur. Es ist auch eine ansprechende
Geschichte über die Niederländer“, so die Ministerin. Nieuw Land, das aus den Naturgebieten Oostvaardersplassen, Lepelaarplassen, Markermeer und Marker Wadden besteht, ist einzigartig und typisch holländisch, weil es durch die Ein-deichung der Zuiderzee entstanden ist. Die Natur hat fast vollständig den ganzen Raum der Gegend eingenommen. Dieses Spektakel ist durch die langwierige Zu-sammenarbeit aus Mensch und Natur entstanden. Die Provinz Flevoland –  größ-ter Polder der Welt –, das Markermeer und auch das Ijsselmeer fanden in der Zähmung der Zuiderzee ihren Ursprung.

Das Seengebiet Oostvaardersplassen beherbergt eine erstaunliche Vielfalt an Tieren, darunter Wildpferde. Bei den Lepelaarplassen handelt es sich um ein Sumpfgebiet auf ehemaligem Meeresboden. Und im Markermeer entsteht der-zeit ein künstliches Inselreich; ein Eiland ist bereits seit September 2018 für die Öffentlichkeit zugänglich, es gibt dort auch einen Naturhafen, an dem Privatboo-te anlegen können.Der Nationalpark Nieuw Land liegt in der Nähe von Amster-dam, zwischen den Städten Almere und Lelystad in der Provinz Flevoland.

Das Museum Catharijneconvent in Utrecht und 14 Kirchen sowie zwei Synagogen

DAS „GRÖSSTES MUSEUM“ DER NIEDERLANDE

Die Kathedrale von Haarlem, die Munster-kerk in Roermond und die Walburgiskerk in Zutphen schließen sich dem „Größten Muse-um der Niederlande“ an. Dabei handelt es sich um eine Zusammenarbeit zwischen dem Museum Catharijneconvent in Utrecht und 14 Kirchen sowie zwei Synagogen im ganzen Land. Deren Ziel es ist, das religiöse Erbe der Niederlande bekannter und zu-gänglicher zu machen. Idyllische Dorfkir-chen gehören genauso zum „Größten Muse-um der Niederlande“ wie beeindruc-kende mittelalterliche Basiliken in der Stadt.


Bild links zeigt in Oudenbosch die Basilika St. Agatha und Barbara, Foto: Arjan Bron

Seit der Eröffnung des „Größten Museums der Niederlande“ 2017 haben rund hunderttausend Menschen die Kirchen und Synagogen von der kleinen Maria-kerk in Krewerd (Groningen) bis zum Utrechter Dom besucht und die besonde-ren Geschichten, die Architektur und Kunstwerke in den verschiedensten Kir-chen der Niederlande kennen gelernt. Durch den Anschluss der drei neuen Kir-chen gehen die Initiatoren vom Museum Catharijneconvent in Utrecht (ebenfalls eine ehemalige Kirche) gemeinsam mit den anderen Gotteshäusern einen weite-ren Schritt in Richtung Zugänglichkeit des nationalen religiösen Erbgutes.

Mit den drei neuen Mitgliedern wird nicht nur die Verteilung über das Land ver-bessert, sondern auch die Varietät an historischen Perioden, Architektur und Kunstwerken. Auch in der einzigen spätromanischen Kirche der Niederlande, der Munsterkerk in Roermond, der imposanten Kathedrale von Haarlem und der malerischen Walburgiskerk in Zutphen sind nun viele verborgene Schätze für die Öffentlichkeit zugänglich. Wie auch bei anderen Gotteshäusern des „Größten Museums der Niederlande“ können Besucher durch eine Audiotour in verschie-denen Sprachen zusätzliche Informationen erhalten.

Bild links zeigt die Kirche Pieterburgen in Groningen