Im Blick Rheinberg, Köln, Bonn & Leverkusen

Im Jahr 1520 reisten zwei bedeutende historische Persönlichkeiten nach Aachen: Karl V., der im Dom feierlich zum König gekrönt werden sollte, und Albrecht Dürer, einer der größten Künstler seiner Zeit. Dürer wollte den frisch gekrönten König und „erwählten römischen Kaiser“ dazu bewegen, die Privilegien zu erneuern, die er mit dem Tod von Kaiser Maximilian I. eingebüßt hatte. Zu dieser Thematik sollte es längst drei Ausstellungen geben. Sie sind auf dieses Jahr verschoben worden.


In Aachen ist jetzt mit Sybille Keupen eine Frau Oberbügermeisterin

Aachens neue Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen (parteilos) hat ihr Arbeitszimmer nicht im historischen Rathaus, sondern in einem nahen Verwaltungsgebäude. "Das Rathaus ist mehr Museum als Arbeitsort", sagte die den Grünen nahe stehende Politikerin an ihrem ersten Arbeitstag als Stadtoberhaupt. Das Büro im Rathaus wolle sie für repräsentative Anlässe und Besprechungen nutzen. Amtsvorgänger Marcel Philipp (CDU) hatte dort seinen Schreibtisch bisher. Die 57-jährige Keupen war in der Stichwahl mit 67,7 Prozent der Stimmen gewählt worden. Sibylle Keupen stammt aus Mayen/Eifel, hat in Trier Pädagogik studiert.Sie war mit 67,7 % der Stimmen gewählt worden.



Alle Aachener Museen bis auf weiteres geschlossen

Deshalb fällt leider auch "Der gekaufte Kaiser" erstmal aus  -
Auch die Albrecht Dürer- Ausstellung ist verschoben
 

Die wegen der Corona-Krise aufgetretene Planungsunsicherheit hat den gemeinsamen Start der drei Ausstellungen Anfang Oktober 2020 unmöglich gemacht. Nun sollen sie in diesem Jahr stattfinden.


„Der gekaufte Kaiser – Die Krönung Karls V. und der Wandel der Welt“
Centre Charlemagne – Neues Stadtmuseum Aachen

„Bon Voyage. Reisen in der Kunst der Gegenwart“
Ludwig Forum für Internationale Kunst Aachen

„Dürer war hier – Eine Reise wird Legende“
Suermondt-Ludwig-Museum


Wann das Centre Charlemagne wieder öffnet und ab wann das Ludwig Forum Aachen mit „Bon Voyage“ starten kann, steht noch nicht fest. Bereits erworbene Tickets werden zurückerstattet.


Auch die Domschatzkammer ist weiterhin nicht zugänglich – mindes-tens bis Ende Januar. Bis dahin dürfen auch keine Domführungen und/oder Dom-schatzkammerführungen angeboten werden.

Der ADAC unterstützt die Rennwagenbauer der  RWTH Aachen 


Vom 22. bis 30. Oktober 2021 findet die World Solar Challenge in Australien statt. Von der Stadt Darwin im Norden bis nach Adal-aide im Süden des Kontinents führt die rund 3.000 Kilometer lange Rennstrecke quer durch das australische Outback. Alle Autos werden ausschließlich mit Solar-strom angetrieben. Mit dabei, das deutsche Rennteam "Sonnenwa-gen Aachen e.V." - maßgeblich finanziell unterstützt durch die ADAC Stiftung.

Eine Erfindung für die umwelt-freundliche Mobilität von morgen

"SkyCap" - Die FH Aachen bastelt an einem Luft-Taxi für NRW

Vier Sitzplätze,  1000 km Reichweite sowie eine Reise-Geschwindigkeit von ca.300 km/h

Von breiter Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt, ist in Aachen ein Projekt angelaufen, dass international viel  Beachtung findet. Im Forschungsprojekt SkyCab entwickelt ein breit aufgestelltes Konsortium unter Leitung der FH Aachen ein Flugtaxi mit dazugehörigem Mobilitätskonzept für die innereuropä-ische Modellregion zwischen Maas, Rhein und Ruhr. SkyCab soll einen dezidier-ten Beitrag zur Mobilitätswende in der Region leisten und durch die Nutzung des Luftraums zu einer sehr schnellen, sauberen und effizienten Mobilität beitragen.

Durch seinen einzigartigen elektro-hybriden Antrieb und ein strömungsmecha-nisch optimales Konzept kann dieses Flugtaxi kostengünstig die klassischen Hauptverkehrsträger entlasten und individuelle Reisezeiten reduzieren. Der Flug-platz Aachen-Merzbrück wird dazu mit Hilfe der Landesregierung Nordrhein-Westfalen zum Forschungsflugplatz weiterentwickelt, um das Silent Air Taxi dort zur Serienreife entwickeln und produzieren zu können. Bis zur Inbetriebnahme des Silent Air Taxis 2024 treibt das starke Partnernetzwerk auf dem RWTH Aachen Campus die technische Entwicklung gemeinsam voran und bereitet den Erstflug für 2022 vor.

 
Das Kleinflugzeug fliegt mit einem Piloten und vier Passagieren bis zu 1.000 km weit mit einer Reisegeschwindigkeit von mehr als 300 km/h. Es benötigt nur eine Start- und Landebahn von maximal 400 m Länge und kann damit 95 Prozent aller deutschen Flughäfen anfliegen. Beim Start ist das Silent Air Taxi so leise, dass es schon im Abstand von 100 Metern nicht mehr zu hören ist.


Der Erstflug ist für 2022 vorgesehen und die Musterzulassung wird für 2024 angestrebt. Ziel ist, dass das Silent Air Taxi im Betrieb so günstig ist wie ein Bahnticket Erster Klasse.                                                                       Fotos: © BMVI, e-Sat

Auch das gibt es: CORONA, eine Schutzpatronin gegen Seuchen !

Die Heilige der katholischen Kirche wird besonders in Österreich und Bayern verehrt

Touristische Besichtigungen sind im Aachener Dom zwar eingeschränkt, aber inzwischen wieder erlaubt. Damit ist es vielleicht auch möglich, beim Besuch der Domschatzkammer eine Rarität bestaunen zu können, die bislang nur ein Schattendasein fristete, jetzt aber hoch aktuell ist. Der goldene Schrein der Heiligen Corona. Er wurde in den vergangenen Wochen aus aktuellem Anlaß für ein verblüfftes Publikum kräftig poliert und in Positur gebracht.


Viel gesicherte Informationen über Carona, die vermutlich um ca. 160 in Ägypten oder in Syrien oder in Antiochia geboren wurde, gibt es nicht. Laut Heiligenlexi-kon soll sie in jungen Jahren den Soldaten Victor geheiratet haben, der im Zuge der Christenverfolgung hingerichtet wurde. Auch Corona selbst starb im Alter von 16 Jahren den Märtyrertod. Verehrt wird die Heilige besonders in Österreich, in Bayern und in Böhmen, wo es sogar Wallfahrten gibt. Auch in Wien ist die Verehrung dokumentiert


Was sie jedoch gegenwärtig so interessant macht: Sie gilt u.a. als Schutzpatronin gegen Seuchen ! Die Tagespost in Würzburg beschreibt die heilige Corona zusätz-lich als "Patronin des Geldes, der Fleischer und der Schatzsucher".

Sie werde ganz besonders in Seuchenzeiten angerufen, was sie gerade im ge-genwärtigen Augenblick zu einer wichtigen Fürsprecherin machte. Und: In einem Waldstück in Sauerlach vor den Toren von München lädt eine Corona-Kapelle mit folgenden Worten zum stillen Gebet ein: „Müder Wanderer stehe still, mach bei Sankt Corona Rast. Dich im Gebet ihr fromm empfiehl, wenn Du manch Kummer und Sorgen hast.“ - Der Gedenktag der jungen Heiligen ist der 14. Mai.


Der junge Kaiser Otto III., ein großer Verehrer Karls des Großen, hatte die aus den römischen Katakomben entnommenen Überreste im Jahr 997 zusammen mit denen des Heiligen Leopardus nach Aachen gebracht und im Münster beisetzen lassen. Seither gelten beide als Mitpatrone des Aachener Marienstifts. Die Grabplatten sind bis heute im Dom zu sehen.


Vor dem aktuellen Hintergrund hat die Domschatzkammer nun den Corona-Leopardus-Schrein früher als geplant aus ihrem Depot geholt, was für einiges Aufsehen sorgen dürfte. Eigentlich sollte dieses fast 100 Kilogramm schwere Prunkstück nach 25-jährigem Dornröschenschlaf erst im Zuge einer für den Sommer geplanten Ausstellung über die Aachener Goldschmiedekunst des Historismus gezeigt werden.

Der Corona-Leopardus-Schrein - so berichtet das Aachener Domkapitel auf sei-ner website - wurde 1911/12 in der Werkstatt des bekannten und bedeutenden Aachener Goldschmieds Bernhard Witte angefertigt. „Fast ein ganzes Jahr haben rund 45 Mitarbeiter an diesem sehr detailreichen Stück gearbeitet. Die Werkstatt wäre angesichts des Aufwands und der Kosten fast pleite gegangen.", berichtet Dr. Birgitta Falk, die Leiterin der Domschatzkammer. 

Entspannen auf dem Lousberg - Die Hängematten sind wieder da


Passend zu den steigenden Temperaturen sind die Hängematten auf der Lousberg-Terrasse wieder da. Fünf der Hängemat-ten mussten über den Winter abgehängt werden, da die Nutzung nicht mehr sicher war. Sie wurden durch neue ersetzt. Der Lousberg ist mit 264 Metern die höchste Erhebung der Aachener Innenstadt und ein wahres Kleinod für alle, die gerne an der frischen Luft sind. Die ersten Besucherinnen und Besucher haben die Lousberg-Terrasse mit ihrer tollen Aussicht über die Soers bereits besucht und sich auf den Hängematten entspannt. Seit 2008 laden die beliebten Hängematten am Nordhang des Lousbergs dazu ein.


"Aachen umsonst"  -  55 kostenlose Angebote in der Kaiserstadt

Nicht nur im Internet sind viele Angebote und Informationen umsonst, auch in der realen Welt gibt es kostenlose Attraktionen. Das neue Buch von Martin Thull „Aachen umsonst“ –  im Eupener GEV erschienen – gibt 55 Hinweise auf kosten-freie Angebote in der Kaiserstadt.


Es geht dem Autor darum,Neugier zu wecken auf bislang vielleicht Unbekanntes. Im Vorbeigehen einen Geruch schnuppern, ein Gesprächsangebot in der Citykir-che annehmen, im Bücherschrank am Neumarkt oder in der Pontstraße stöbern, den Straßenmusikanten zuhören, mit Muße an der Archäologischen Vitrine im Elisengarten verweilen oder etwa an manchem Samstagabend den Tangotän-zern in der Rotunde des Elisenbrunnen zuschauen – vielleicht sogar selbst das Tanzbein schwingen. „Aachen umsonst“ gibt Anregungen , die nichts kosten.


Wer unter 21 Jahre alt ist, darf umsonst in alle Aachener Museen, im Ludwig Forum für moderne Kunst sogar jedermann am sogenannten „Zentis-Donners-tag“. Die Stadtbibliothek bietet zahlreiche kostenfreie Möglichkeiten, besonders bei den elektronischen Medien. Es gibt kostenfreies WLAN in der Innenstadt oder freien Eintritt bei Kulturangeboten in der Musikhochschule oder im „Franz“.  124 Seiten, 13 x 21 cm, vierfarbig illustriert, Klappenbroschur, 15 Euro


Zum Autor: Dr. Martin Thull, 1948 in Aachen geboren, lebt als freier Autor in Sankt Augustin bei Bonn. Nach dem Studium der Germanistik, katholischen Theologie und Erziehungswissenschaften arbeitete er lange als Redakteur in unterschiedlichen Medien und veröffentlichte zahlreiche Bücher.


Aachen bietet rund um den Dom kostenfreies Internet

Kostenfrei drahtloses Internet rund um Dom, Rathaus und Elisenbrunnen nutzen – dies ist neuerdings mit dem Aachen City-WiFi möglich. Sowohl Gäste der Stadt als auch Aachener können das exklusive Netz 30 Minuten kostenfrei und ohne Zugangscode nutzen. Wer gerne länger im Internet surfen möchte, erhält in der Tourist Info Elisenbrunnen oder bei verschiedenen lokalen Einzelhändlern und Gastronomiebe-trieben kostenlos Zugangscodes, die eine bis zu 24-stündige Nutzung ermöglichen. Man findet Hinweise zu Veranstaltun- gen, Stadtführungen, touristischen Neuigkeiten und Sehens-würdigkeiten in der Aachen-App.

Einzigartig: Stadtgeschichte durch Gucklöcher kennenlernen


In der historischen Innenstadt von Aachen kann die Geschichte der Stadt seit einiger Zeit Tag und Nacht durch die weltweit einzigartigen Chronoskope® erlebt werden. Dabei handelt es sich um circa 2,50 Meter hohe Stelen, die anhand einer Informationstafel und „Guck-löchern“, in denen animierte Bilder und Filme gezeigt werden, einen Blick in die Vergangenheit gewähren.

Zu den Themen der einzelnen Stationen zählen der Aachener Dom, das Rathaus, die Pfalzanlage, der Granusturm, die Mineral-Thermal-quellen sowie das Capitulare de Villis (eine Landgüterverordnung, die Karl der Große erließ). Auf Knopf- druck erhalten Interessenten  kostenlos Informationen über die Besonderheiten des jeweiligen Ortes, seine Bedeutung, seine Ent- stehung und seine Entwicklung über die Jahrhunderte. Die Informationsfilme können in den Sprachen Deutsch, Englisch, Niederländisch und Französisch abge- spielt werden und sind durch die unterschiedlich hohe Anbringung der Okulare auch für Kinder und Rollstuhlfahrende erlebbar. Der aachen tourist service e.v. hat dazu einen Flyer herausgebracht, der ebenfalls viersprachig über die Aachener Chronoskope® und ihre Stationen informiert. Er wird in Aachen verteilt und auf Wunsch zugesendet.