Im Blick Rheinberg, Köln, Bonn & Leverkusen

Im Jahr 1520 reisten zwei bedeutende historische Persönlichkeiten nach Aachen: Karl V., der im Dom feierlich zum König gekrönt werden sollte, und Albrecht Dürer, einer der größten Künstler seiner Zeit. Dürer wollte den frisch gekrönten König und „erwählten römischen Kaiser“ dazu bewegen, die Privilegien zu erneuern, die er mit dem Tod von Kaiser Maximilian I. eingebüßt hatte. Mit dieser Thematik beschäftigen sich drei große Ausstellungen in den nächsten Monaten in Aachen.


In Aachen ist jetzt mit Sybille Keupen eine Frau Oberbügermeisterin

Aachens neue Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen (parteilos) hat ihr Arbeitszimmer nicht im historischen Rathaus, sondern in einem nahen Verwaltungsgebäude. "Das Rathaus ist mehr Museum als Arbeitsort", sagte die den Grünen nahe stehende Politikerin an ihrem ersten Arbeitstag als Stadtoberhaupt. Das Büro im Rathaus wolle sie für repräsentative Anlässe und Besprechungen nutzen. Amtsvorgänger Marcel Philipp (CDU) hatte dort seinen Schreibtisch bisher. Die 57-jährige Keupen war in der Stichwahl mit 67,7 Prozent der Stimmen gewählt worden. Sibylle Keupen stammt aus Mayen/Eifel, hat in Trier Pädagogik studiert.Sie war mit 67,7 % der Stimmen gewählt worden.



Museen und Domschatzkammer bis 30.November geschlossen

Der gekaufte Kaiser – Als  Karl V. zum König gekrönt wurde und  Albrecht Dürer nicht nur zum  Gratulieren nach Aachen kam
 

Exakt 500 Jahre später, am Jahrestag der Krönung Karls V., eröffnete das „Centre Charlemagne – Neues Stadtmuseum Aachen“ soeben die Ausstellung „Der gekaufte Kaiser – Die Krönung Karls V. und der Wan-del der Welt“ mit etwa 300 Exponaten, zu sehen bis 24.Januar 2021. Die Schirmherrschaft hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.


Das ist der erste Teil einer Ausstellungstrilogie, die im Ludwig Forum für Internationale Kunst zum Thema Reisen in der Kunst der Gegenwart und im Suermondt-Ludwig-Museum mit einer Ausstellung über Dürers Reise in die Niederlande ihre Fortsetzung finden wird. Die Schau ist dem prunkvollen Aufstieg und tiefen Fall des ersten und letzten Universal-Kaisers gewidmet.

Die Ausstellung trägt den Titel: "Der gekaufte Kaiser". Gekauft? Weil schon seine Wahl durch die Kurfürsten alles andere als glatt über die Bühne gegangen  war. Nur durch eine bis dahin beispiellose Bestech-ungskampagne – in erster Linie finanziert durch Jakob Fugger – gelang es Karl, seinen Rivalen Franz I. von Frankreich auszubooten und sich die Krone zu sichern – und die Wahl zum Kaiser gleich dazu. Die feierliche Krönung zum Kaiser nahm freilich erst Papst Clemens VII. im Jahr 1530 in Bologna vor.


Übrigens: Beinahe hätte die Krönung Karls V. nicht in Aachen stattge-funden, denn am Ort, so hieß es, herrsche die Pest. Mit etwas Verspä-tung und aufgrund der Beharrlichkeit des gewählten Königs erlebte die Stadt am 23. Oktober 1520 dann aber doch noch ein glanzvolles Fest, das den Regierungsantritt eines der bedeutendsten Herrscher des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation markiert.


Die beiden anderen Ausstellungen folgen:

Ludwig Forum für Internationale Kunst: Bon Voyage! Reisen in der Kunst der Gegenwart, 13.11.2020 bis 11.04.2021
Suermondt-Ludwig-Museum: Dürer war hier – Eine Reise wird Legende, 18.07.2021 bis 24.10.2021

Hommage an die Öcher Goldschmiedekunst des 19. Jahrhunderts

Im Dom selber gibt es eine Premiere in der Domschatzkammer: Hier zeigt das Haus in Trägerschaft des Domkapitels erstmals seine Sammlung historistischer Goldschmiedekunst. Der Bestand an kirchlichen Goldschmiedewerken aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert gilt als einer der umfangreichsten und bedeu-tendsten einer einzelnen Kirche überhaupt. Thema der Ausstellung:  „Mittelalter 2.0 – Goldschmiedekunst des Historismus am Aachener Dom“ . Zu den etwa 120 überwiegend mittelalterlichen Objekten kommen noch einmal fast genauso viele neuzeitliche hinzu.


Vorausgegangen sind Umbauarbeiten im Untergeschoss der Domschatzkammer und wochenlange Vorbereitungen, die mit überraschenden Entdeckungen und Erkenntnissen einhergingen. Fast 80 Prozent der Werke sind von Aachener Gold-schmieden angefertigt worden – und  mehrheitlich als individuelle Auftrags-arbeiten, also Einzelstücke: Kelche, Messkännchen, Ziborien (Hostienkelche), Reliquiaren, Kreuze und allgemeine Schmuckstücke.

Eine Erfindung für die umwelt-freundliche Mobilität von morgen

"SkyCap" - Die FH Aachen bastelt an einem Luft-Taxi für NRW

Vier Sitzplätze,  1000 km Reichweite sowie eine Reise-Geschwindigkeit von ca.300 km/h

Von breiter Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt, ist in Aachen ein Projekt angelaufen, dass international viel  Beachtung findet. Im Forschungsprojekt SkyCab entwickelt ein breit aufgestelltes Konsortium unter Leitung der FH Aachen ein Flugtaxi mit dazugehörigem Mobilitätskonzept für die innereuropä-ische Modellregion zwischen Maas, Rhein und Ruhr. SkyCab soll einen dezidier-ten Beitrag zur Mobilitätswende in der Region leisten und durch die Nutzung des Luftraums zu einer sehr schnellen, sauberen und effizienten Mobilität beitragen.

Vier Jahre Vorbereitung, zahlreiche Patentanmeldungen, mehrere strategische Kooperationen und die Gründung der e.SAT GmbH, ein Hersteller von elektro-hybriden Flugzeugen, führen zu einer Aachener Erfindung für die umwelt-freundliche Mobilität von morgen.


Vor mehr als 100 Gästen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik stellten die e.SAT GmbH, die RWTH Aachen University, der RWTH Aachen Campus und die FH Aachen jüngst ihr futuristisches Modell des Kleinflugzeuges Silent Air Taxi vor. Durch seinen einzigartigen elektro-hybriden Antrieb und ein strömungsmecha-nisch optimales Konzept kann dieses Flugtaxi kostengünstig die klassischen Hauptverkehrsträger entlasten und individuelle Reisezeiten reduzieren.


Der Flugplatz Aachen-Merzbrück wird dazu mit Hilfe der Landesregierung Nordrhein-Westfalen zum Forschungsflugplatz weiterentwickelt, um das Silent Air Taxi dort zur Serienreife entwickeln und produzieren zu können. Bis zur Inbetriebnahme des Silent Air Taxis 2024 treibt das starke Partnernetzwerk auf dem RWTH Aachen Campus die technische Entwicklung gemeinsam voran und bereitet den Erstflug für 2022 vor.

 
Das Kleinflugzeug fliegt mit einem Piloten und vier Passagieren bis zu 1.000 km weit mit einer Reisegeschwindigkeit von mehr als 300 km/h. Es benötigt nur eine Start- und Landebahn von maximal 400 m Länge und kann damit 95 Prozent aller deutschen Flughäfen anfliegen. Beim Start ist das Silent Air Taxi so leise, dass es schon im Abstand von 100 Metern nicht mehr zu hören ist.


Der Erstflug ist für 2022 vorgesehen und die Musterzulassung wird für 2024 angestrebt. Ziel ist, dass das Silent Air Taxi im Betrieb so günstig ist wie ein Bahnticket Erster Klasse.                                                                       Fotos: © BMVI, e-Sat

Der Karlspreis wird jetzt erst im nächsten Jahr verliehen

Die Verleihung des Internationalen Karlspreises zu Aachen an den rumänischen Präsidenten Klaus Iohannis ist auf den Himmelfahrtstag des kommenden Jahres verschoben worden. Dies erklärten Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp und Dr. Jürgen Linden, Vorsitzender des Karlspreisdirektoriums.


 Für einen größeren Festakt im Herbst und vor allem die Einbeziehung weiter Bevölkerungskrei-se in das Karlspreisgeschehen sehe das Direk-torium aktuell keine ausreichende Planungs-sicherheit. Dr. Jürgen Linden: „Und im Hinblick auf die im Dezember in Rumänien stattfindenden Parlamentswahlen wollen wir zudem als über-parteiliches Gremium im Herbst keine politischen Akzente mehr setzen.“

Es wäre alles so schön gewesen, wäre nicht CORONA dazwischen gekommen

150 Jahre RWTH in Aachen - aber das große Fest fällt erstmal aus

Blau und Weiß leuchten Begonien und Petunien im Beet an der Monheimsallee. Die Sommerbepflanzung des Grünflächenamtes der Stadt Aachen hat eine farbliche Besonderheit: Zum 150-jährigen Jubiläum der RWTH sind die Pflanzen in den Farben der Eliteuniversität gehalten. Zu einem Jubiläum, das aber leider wegen Corona nicht gefeiert werden kann.


Der Rektor der RWTH Aachen, Professor Ulrich Rüdiger, sagte dazu: „Wir befinden uns in einer besonderen Situation, in der uns allen nicht nach Feiern zumute ist. Es gibt gerade sehr viel Wichtigeres als den Geburtstag unserer Hochschule“. Und trotzdem: Die akuelle Lage ändert ja nichts an dem Jubiläum und an einer Würdigung des Instituts.


Die RWTH Aachen begann ihren Lehrbetrieb im Jahr1870 als „Königliche Rhei-nisch-Westphälische Polytechnische Hochschule“ zu Aachen unweit des dama-ligen Bahnhofes Templerbend. Heute zählt sie als international bekannte RWTH Aachen University zu den Exzellenz-Unis im Land und ist mit mehr als 45.000 Studierenden in über 75 Studiengängen die größte technische Universi-tät in Deutschland. Die  Hochschule besteht heute aus 260 Instituten.

Bild links: Vor Wochen Vorstellung des Jubiläumsprogramms der RWTH vor dem Super C: RWTH-Senatsvorsitzender Professor Stefan Kowalewski (v.l.), OB Marcel Philipp, Kanzler Manfred Nettekoven und Rektor Professor Ulrich Rüdiger.

                                                                                   Foto: Andreas Schmitter/RWTH Aachen

Auch das gibt es: CORONA, eine Schutzpatronin gegen Seuchen !

Die Heilige der katholischen Kirche wird besonders in Österreich und Bayern verehrt

Touristische Besichtigungen sind im Aachener Dom zwar eingeschränkt, aber inzwischen wieder erlaubt. Damit ist es vielleicht auch möglich, beim Besuch der Domschatzkammer eine Rarität bestaunen zu können, die bislang nur ein Schattendasein fristete, jetzt aber hoch aktuell ist. Der goldene Schrein der Heiligen Corona. Er wurde in den vergangenen Wochen aus aktuellem Anlaß für ein verblüfftes Publikum kräftig poliert und in Positur gebracht.


Viel gesicherte Informationen über Carona, die vermutlich um ca. 160 in Ägypten oder in Syrien oder in Antiochia geboren wurde, gibt es nicht. Laut Heiligenlexi-kon soll sie in jungen Jahren den Soldaten Victor geheiratet haben, der im Zuge der Christenverfolgung hingerichtet wurde. Auch Corona selbst starb im Alter von 16 Jahren den Märtyrertod. Verehrt wird die Heilige besonders in Österreich, in Bayern und in Böhmen, wo es sogar Wallfahrten gibt. Auch in Wien ist die Verehrung dokumentiert


Was sie jedoch gegenwärtig so interessant macht: Sie gilt u.a. als Schutzpatronin gegen Seuchen ! Die Tagespost in Würzburg beschreibt die heilige Corona zusätz-lich als "Patronin des Geldes, der Fleischer und der Schatzsucher".

Sie werde ganz besonders in Seuchenzeiten angerufen, was sie gerade im ge-genwärtigen Augenblick zu einer wichtigen Fürsprecherin machte. Und: In einem Waldstück in Sauerlach vor den Toren von München lädt eine Corona-Kapelle mit folgenden Worten zum stillen Gebet ein: „Müder Wanderer stehe still, mach bei Sankt Corona Rast. Dich im Gebet ihr fromm empfiehl, wenn Du manch Kummer und Sorgen hast.“ - Der Gedenktag der jungen Heiligen ist der 14. Mai.


Der junge Kaiser Otto III., ein großer Verehrer Karls des Großen, hatte die aus den römischen Katakomben entnommenen Überreste im Jahr 997 zusammen mit denen des Heiligen Leopardus nach Aachen gebracht und im Münster beisetzen lassen. Seither gelten beide als Mitpatrone des Aachener Marienstifts. Die Grabplatten sind bis heute im Dom zu sehen.


Vor dem aktuellen Hintergrund hat die Domschatzkammer nun den Corona-Leopardus-Schrein früher als geplant aus ihrem Depot geholt, was für einiges Aufsehen sorgen dürfte. Eigentlich sollte dieses fast 100 Kilogramm schwere Prunkstück nach 25-jährigem Dornröschenschlaf erst im Zuge einer für den Sommer geplanten Ausstellung über die Aachener Goldschmiedekunst des Historismus gezeigt werden.

Der Corona-Leopardus-Schrein - so berichtet das Aachener Domkapitel auf sei-ner website - wurde 1911/12 in der Werkstatt des bekannten und bedeutenden Aachener Goldschmieds Bernhard Witte angefertigt. „Fast ein ganzes Jahr haben rund 45 Mitarbeiter an diesem sehr detailreichen Stück gearbeitet. Die Werkstatt wäre angesichts des Aufwands und der Kosten fast pleite gegangen.", berichtet Dr. Birgitta Falk, die Leiterin der Domschatzkammer. 

Entspannen auf dem Lousberg - Die Hängematten sind wieder da


Passend zu den steigenden Temperaturen sind die Hängematten auf der Lousberg-Terrasse wieder da. Fünf der Hängemat-ten mussten über den Winter abgehängt werden, da die Nutzung nicht mehr sicher war. Sie wurden durch neue ersetzt. Der Lousberg ist mit 264 Metern die höchste Erhebung der Aachener Innenstadt und ein wahres Kleinod für alle, die gerne an der frischen Luft sind. Die ersten Besucherinnen und Besucher haben die Lousberg-Terrasse mit ihrer tollen Aussicht über die Soers bereits besucht und sich auf den Hängematten entspannt. Seit 2008 laden die beliebten Hängematten am Nordhang des Lousbergs dazu ein.



Der Restaurator ist glücklich:

Die Reichskrone ist unversehrt wieder im Rathaus angekommen 



Im vergangenen Jahr war die Reichskrone zur Ausstellung der Vereinigten Domstifter zu Merseburg und Aachens Partnerstadt Naumburg und des Kollegiatsstiftes Zeitz ausgeliehen.

Nun ist die kostbare Krone ebenso wie die restlichen Kopien der Reichskleinodien wieder für alle Besucher im Kapellenerker des Krönungssaals des Aachener Rathauses zu sehen.Experten kümmerten sich darum, dass die wertvolle Kopie der Aachener Reichskrone wieder an ihren angestammten Ort zurückkehrt.

                       Fotos: Stadt Aachen / Stefan Herrmann

Während das Original der Reichskrone in der Weltlichen Schatzkammer in der Wiener Hofburg liegt, gehört die Kopie ebenso wie die acht weiteren Repliken der Reichskleinodien zu den beliebtesten Ausstellungsstücken im Aachener Rathaus. Und nicht nur dort.

Während das Original der Reichskrone in der Weltlichen Schatzkammer in der Wiener Hofburg liegt, gehört die Kopie ebenso wie die acht weiteren Repliken der Reichskleinodien zu den beliebtesten Ausstellungsstücken im Aachener Rathaus. Und nicht nur dort. „In der Regel wird mindestens ein Exponat unserer Reichskleinodien pro Jahr von anderen Städten und Museen für Ausstellungen angefragt“, weiß Michael Rief, der stellvertretende Leiter des Suermondt-Ludwig-Museums und studierte Restaurator zu berichten.

Die Aachener Reichskrone wurde 1915 hergestellt. "Es ist die aufwendigste und beste Kopie der Reichskrone, die es gibt“, erzählt Rief. Das mehrere hunderttau-send Euro teure filigrane Kunstobjekt besteht aus Gold, Flußperlen und Edelstei-nen. Und daher gilt selbstverständlich: Mit den Händen Anfassen ist absolut tabu. Rief streift sich hierfür feine Latexhandschuhe über und nimmt die Krone nach der Rückkehr ganz behutsam in Augenschein.

"Aachen umsonst"  -  55 kostenlose Angebote in der Kaiserstadt

Nicht nur im Internet sind viele Angebote und Informationen umsonst, auch in der realen Welt gibt es kostenlose Attraktionen. Das neue Buch von Martin Thull „Aachen umsonst“ –  im Eupener GEV erschienen – gibt 55 Hinweise auf kosten-freie Angebote in der Kaiserstadt.


Es geht dem Autor darum,Neugier zu wecken auf bislang vielleicht Unbekanntes. Im Vorbeigehen einen Geruch schnuppern, ein Gesprächsangebot in der Citykir-che annehmen, im Bücherschrank am Neumarkt oder in der Pontstraße stöbern, den Straßenmusikanten zuhören, mit Muße an der Archäologischen Vitrine im Elisengarten verweilen oder etwa an manchem Samstagabend den Tangotän-zern in der Rotunde des Elisenbrunnen zuschauen – vielleicht sogar selbst das Tanzbein schwingen. „Aachen umsonst“ gibt Anregungen , die nichts kosten.


Wer unter 21 Jahre alt ist, darf umsonst in alle Aachener Museen, im Ludwig Forum für moderne Kunst sogar jedermann am sogenannten „Zentis-Donners-tag“. Die Stadtbibliothek bietet zahlreiche kostenfreie Möglichkeiten, besonders bei den elektronischen Medien. Es gibt kostenfreies WLAN in der Innenstadt oder freien Eintritt bei Kulturangeboten in der Musikhochschule oder im „Franz“.  124 Seiten, 13 x 21 cm, vierfarbig illustriert, Klappenbroschur, 15 Euro


Zum Autor: Dr. Martin Thull, 1948 in Aachen geboren, lebt als freier Autor in Sankt Augustin bei Bonn. Nach dem Studium der Germanistik, katholischen Theologie und Erziehungswissenschaften arbeitete er lange als Redakteur in unterschiedlichen Medien und veröffentlichte zahlreiche Bücher.


 Was die Region Aachen so stark macht:  Lehre, Wissenschaft, Forschung und Entwicklung 

Das "Zauerwort" heißt FUTURE LAB - Aachens Fachhochschulen
gingen jetzt mit einer ganz besonderen Gala in die Offensive


Aachen ist nicht nur eine Stadt der Tradition, wovon Kaiser Karl, der Dom und so vieles mehr zeugen, sondern auch eine Stadt der Innovation, der Wissenschaft. Die ganze Stadt tickt im Rhythmus ihrer Hochschulen und der Forschung. Hochschulen, Fraunhofer-Institute und die F&E-Abteilungen der Unternehmen. Um das sichtbar zu machen und zu würdigen, haben RWTH, Fachhochschule, die Katholische Hochschule (KatHO) NRW, die Musikhochschule und die Stadt Aachen „Future Lab Aachen“ aufgelegt: eine Dachmarke, die große und kleine Aktionen und Veranstaltungen zum Thema Wissenschaft vereint, mit altbekannten und neuen Formaten. Mit einer gradiosen Gala traten die potenten Partner schon vor einiger Zeit erstmals an die Öffentlichkeit. Der Roboter-Tanz sollte dabei symbolisch wirken.

Das interessierte Publikum sollte für das Thema Wissenschaft, Forschung und Innovation made in Aachen begeistertwerden: Forscherinnen und Forscher erläuterten im Abendprogramm anschaulich und allgemeinverständlich, wie – nur einige Beispiele – ihre Arbeiten an der Schlaganfall-Forschung, an multi-medialen 3D-Modellen, an Fahrzeugkonzepten für E-Mobile, an unserem digitalen Alltag oder auch in der sozialwissenschaftlichen Betrachtung des aktuellen Themas Flucht aussehen. Im Physik-Labor entstand Explosives, eifrige Roboter verblüfften mit ihrer Vielseitigkeit und Präzision – und dass nicht jedes Auto ein Lenkrad braucht, wurde auch verraten. Den kommunika- tiven Rahmen setzte die Kunst: Schauspiel, Gesang, Akrobatik – aber völlig anders, als gewohnt.

Erstmals gemeinsam machen sich alle Hochschulen und die Stadt  für den Wissenschaftsstandort Aachen stark. So sieht’s aus: Aachen sieht sich mehr denn je nicht nur als Stadt der Tradition, sondern auch der Innovation. Das macht sich schon in der räumlichen Ausdehnung der Wissenschaftsstadt Aachen bemerkbar. Mit dem Campus Melaten und seinen neuen Hochschul- bauten, aber auch den Niederlassungen der Partner aus der Industrie, ist ein völlig neuer Stadtteil entstanden, fast so groß wie die alte Innenstadt.

Prof. Dr. Jan Borchers, der in Kooperation mit der Stadt die Future Lab-App entwickelte, hat einen interaktiven City-Guide zusammengestellt, der bald zu markanten Orten der Wissenschaftsstadt Aachen lenken wird.

Aachen bietet rund um den Dom kostenfreies Internet

Kostenfrei drahtloses Internet rund um Dom, Rathaus und Elisenbrunnen nutzen – dies ist neuerdings mit dem Aachen City-WiFi möglich. Sowohl Gäste der Stadt als auch Aachener können das exklusive Netz 30 Minuten kostenfrei und ohne Zugangscode nutzen. Wer gerne länger im Internet surfen möchte, erhält in der Tourist Info Elisenbrunnen oder bei verschiedenen lokalen Einzelhändlern und Gastronomiebe-trieben kostenlos Zugangscodes, die eine bis zu 24-stündige Nutzung ermöglichen. Man findet Hinweise zu Veranstaltun- gen, Stadtführungen, touristischen Neuigkeiten und Sehens-würdigkeiten in der Aachen-App.

Einzigartig: Stadtgeschichte durch Gucklöcher kennenlernen

In der historischen Innenstadt von Aachen kann die Geschichte der Stadt seit einiger Zeit Tag und Nacht durch die weltweit einzigartigen Chronoskope® erlebt werden. Dabei handelt es sich um circa 2,50 Meter hohe Stelen, die anhand einer Informationstafel und „Guck-löchern“, in denen animierte Bilder und Filme gezeigt werden, einen Blick in die Vergangenheit gewähren.

Zu den Themen der einzelnen Stationen zählen der Aachener Dom, das Rathaus, die Pfalzanlage, der Granusturm, die Mineral-Thermal-quellen sowie das Capitulare de Villis (eine Landgüterverordnung, die Karl der Große erließ). Auf Knopf- druck erhalten Interessenten  kostenlos Informationen über die Besonderheiten des jeweiligen Ortes, seine Bedeutung, seine Ent- stehung und seine Entwicklung über die Jahrhunderte. Die Informationsfilme können in den Sprachen Deutsch, Englisch, Niederländisch und Französisch abge- spielt werden und sind durch die unterschiedlich hohe Anbringung der Okulare auch für Kinder und Rollstuhlfahrende erlebbar. Der aachen tourist service e.v. hat dazu einen Flyer herausgebracht, der ebenfalls viersprachig über die Aachener Chronoskope® und ihre Stationen informiert. Er wird in Aachen verteilt und auf Wunsch zugesendet.