Im Blick Rheinberg, Köln, Bonn & Leverkusen

Das erfolgreiche Lastenrad-Förderprogramm der Stadt Köln geht in die nächste Runde: Ab 27. April können wieder Anträge für die Förderung der Anschaffung neuer Lastenfahrräder eingereicht werden. Das Gesamtbudget beträgt wie im Vorjahr 500.000 Euro.  Bereits in 2019 und 2020 investierte die Stadt knapp 2,5 Millionen Euro in Lastenräder. Die Richtlinie sowie die erforderlichen Dokumente stehen bereits online zur Verfügung.


Die Stadt Köln fördert wieder Investitionen in Lastenfahrräder
und Gespanne mit 45 Prozent der Anschaffungskosten


Mit der finanziellen Unterstützung beim Kauf von Lastenfahrrädern setzt die Stadt Köln somit auch in 2021 Anreize für einen emissionsfreien Warentransport. Gefördert werden Investitionen in Lastenfahrräder und Gespanne (Lastenräder zuzüglich Anhänger) mit 45 Prozent der Anschaffungskosten, maximal jedoch 2.500 Euro für Räder und 3.000 Euro für Gespanne. Dies gilt auch für Lastenfahr-räder mit elektrischer Antriebsunterstützung. Um Fördermittel zu beantragen, können bis einschließlich 18. Mai 2021 Anträge gestellt werden.


Antragsberechtigt sind folgende drei Nutzungsgruppen.
Nutzungsgruppe 1: Private Kleinstunternehmen bis zu einer Betriebsgröße von bis zu neun Mitarbeitenden sowie sonstige Selbstständige, freiberuflich Tätige mit Firmensitz oder Niederlassung in Köln; unabhängig von ihrer Rechtsform, einschließlich Genossenschaften.
Nutzungsgruppe 2: Vereine und Verbände, Einrichtungen in freier Trägerschaft
Nutzungsgruppe 3: Haushaltsgemeinschaften von mindestens drei Haushalten mit Erstwohnsitz in Köln.

Die Stadtverwaltung weist darauf hin, dass kein Rechtsanspruch auf eine Förderung besteht. Die Verwaltung erwartet auch in diesem Förderaufruf eine starke Nachfrage insbesondere aus den Nutzungsgruppen 1 und 3.

Mit am höchsten ist das Potenzial für Lastenfahrräder für den Kurierdienst. Denn in immer mehr Städten werden autofreie Zonen eingerichtet. Während Fahrrad-kuriere schon immer auf zwei Rädern unterwegs sind, müssen nun die Unterne-hmen umdenken, die ihre Waren innerstädtisch bisher mit dem Auto zugestellt haben. Lastenräder bieten diesen Firmen genau die richtige Lösung an: überall schnell am Ziel ankommen und gleichzeitig höhere Lasten transportieren

können.


Mittlerweile gibt es fast alle Cargo Bikes mit Elektromotor. So können auch grö-ßere Pakete mühelos von A nach B geliefert werden. Für den Kurierdienst eignen sich vor allem Lastenfahrräder mit zwei Rädern, da diese sich im engen Stadt-verkehr schneller und sportlicher fahren lassen.


Das Bakfiets Classic Long indessen bietet noch mehr Platz für Kinder, Einkäufe und Gepäckstücke. Trotz seines größeren Kastens bleibt das Fahrrad sehr flexibel und kann aufgrund seiner schmalen Form auf allen Radwegen gefahren werden.
Zusätzlich punktet das Lastenrad durch seinen optimal ausbalancierten Schwer-punkt und seine einfache Lenkung. Das Bakfiets wird in den Niederlanden und Belgien seit Jahren in derselben Form in Handarbeit hergestellt.

Die Straße sind überfüllt  -  wird jetzt der Rhein zu einer neuen Verkehrsader für Köln ?


Die Stadt Köln steht vor einer dramatischen Weichenstellung in der Verkehrs-politik, sagt das „BÜNDNIS VERKEHRSWENDE KÖLN“, eine Gruppe von Bür-gern, die sich in Fragen der Stadtpolitik und des Umwelt- und Klimaschutzes in der Kölner Zivilgesellschaft engagiert. Die Stadt ersticke am Autoverkehr, die Schwachstellen bei der Straßenbahn würden größer statt kleiner. Da soll der Rhein als natürlicher Verkehrsweg helfen und von einem Wasserbus-System genutzt werden. Beispiel: Hamburg (unsere Bilder) ? Das Thema ist  nicht ganz neu, kommt aber durch eine aktuelle Studie gerade wieder ins Gespräch.

Bisher immer nur eine Idee - Jetzt nimmt der Plan für einen Wasserbus auf dem Rhein aber allmählich Konturen an  


Basierend auf einem Beschluss des Rates der Stadt Köln hat die Stadtverwaltung im Frühjahr vergangenen Jahres gemeinsam mit den Städten Leverkusen und Wesseling eine Machbarkeitsuntersuchung für ein regionales und in den ÖPNV integriertes Wasserbussystem auf dem Rhein in Auftrag gegeben. Dazu liegen jetzt erste Arbeitsergebnisse vor. Demnach sind verkehrliche Potenziale für ein Wasserbussystem grundsätzlich vorhanden. Doch welches Wasserfahrzeug wäre für Köln am besten geeignet? Als Touristena-ttraktion in Hamburg und Lübeck ist ein nahezu herkömmlicher Bus als Wasser-bus interessant, jedoch in Köln für einen Linienverkehr weniger geeignet. Der „Rotterdamer Waterbus“, der von Bonn favorisiert wird, erfüllt dagegen alle Kri-terien, denn er bleibt in seinem Flusswasser-Element. Dieser Katamaran-Schiffs-typ ruht stabil auf dem Wasser und ist 45 km/h schnell (Bild unten).


In Bonn war schon vor zehn Jahren  ein Wasserbus vorgeschlagen worden. Bonn plant noch, in Hamburg und Rotterdam (Bild) ist der innerstädti-sche Personenver-kehr auf dem Was-ser bereits Realität.



Die KPMG AG verläßt den Barbarossaplatz und zieht nach Deutz -  Fachleute sprechen von einem Meilenstein für die MesseCity Köln 


Nach über dreißig Jahren am Barbarossaplatz, hat sich die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft entschieden, ihre ört-liche Dependance in das Businessquartier MesseCity Köln zu verlegen und unterschrieb einen Mietvertrag über 19.700 m² Mietfläche. Damit zieht ein weiteres namhaftes Unternehmen auf die andere Rheinseite und damit langfristig in die MesseCity Köln-Deutz in eine hochkarätige Nachbarschaft aus u.a. ZURICH Versicherung, Arlanxeo und Motel One.


Im Spätherbst 2024 will KPMG ihre neue Dependance mit ca. 900 Arbeitsplätzen beziehen, die Open Space, Zellenbüros und Lounge-Zonen mit integrierten Teeküchen unter ihrem Dach vereint. Außerdem stehen der Beratungsgesell-schaft ein hochwertiges Betriebsrestaurant, eine Skybar sowie eine Fitnesszone zur Verfügung. Im Erdgeschoss und 1. Obergeschoss befinden sich Multispace- und Konferenzzonen. Besondere Annehmlichkeiten - neben dem Dom-Blick - sind die direkte Anbindung des Restaurants an die Multispace-Zone sowie dessen Außengastronomie auf dem angrenzenden Messebalkon.


Insgesamt umfasst der neue Businessdistrikt MesseCity Köln sechs Büro- und Hotelimmobilien mit quartiersbelebenden Nutzungen im Erdgeschoss. Bis zu 80 % sind schon vermietet: Im westlichen Teil ist Hauptmieter die Zurich Gruppe Deutschland, die ihre neue Zentrale auf rund 60.000 Quadratmetern bereits im Herbst 2019 mit 2.800 Mitarbeitern bezogen hat. Zu den weiteren Mietern zählen der Kautschukhersteller Arlanxeo und Gastronomen wie die Restaurantkette L’Osteria. Im siebengeschossigen Gebäude „Southern Cross“, welches sich direkt neben dem sogenannten Messebalkon zum Eingang der Koelnmesse befindet, öffneten im Winter 2020 ein Motel One mit mehr als 300 Zimmern sowie ein Adina Apartment Hotel mit rund 170 Studios und Apartments.

Köln bietet Touren durchs europäische Astronauten-Zentrum an


KölnTourismus bietet exklusive Touren zum Europäischen Astronautenzentrum (EAC) an: Besuchergruppen erhalten so aktuelle Einblicke in die bemannte Raumfahrt. Zu den rund zweistündigen Führungen, die in deutscher und englischer Sprache angeboten werden, gehören ein Vortrag im Kinosaal sowie ein Besuch in der Trainingshalle, dem Herzstück des Europäischen Astro-nautenzentrums, das sich auf dem Gelände des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt in Köln-Wahnheide befindet. Im Anschluss können Fragen zur Raumfahrt allgemein gestellt werden. Im EAC trainiert u.a. das Europäische Astronautenkorps für Weltraumeinsätze. © KölnTourismus GmbH / Axel Schulten

Auf dem Butzweilerhof wurde jetzt der Grundstein gelegt  -
Hier will die Sparkasse Köln-Bonn ein gewaltiges Center errichten
 

Es ist eines der größten Bauvorhaben in Köln: Im Quartier Butzweilerhof ent-wickelt die Landmarken AG fast 23.000 Quadratmeter Büroflächen, die nach einem Konzept zur Schaffung gesunder Arbeitsumgebungen entstehen. Rund drei Viertel davon wird die Sparkasse KölnBonn belegen, die dort einen Sparkas-sen-Campus einrichten wird.


Im Herzen des Butzweilerhofs im Kölner Norden bietet das Projekt, das sich  "kite" nennt, Potenzial für ein attraktives Ensemble mit Büros, Parkmöglichkei-ten und einem Hotel. Die Sparkasse KölnBonn wird hier einziehen. Die zweit-größte kommunale Sparkasse in Deutschland wird rund 17.000 der insgesamt ca. 22.800 Quadratmeter Mietfläche belegen. Dafür hat sie einen Mietvertrag über 25 Jahre abgeschlossen. Sie wird  zwei der drei Gebäudeteile belegen. Neben modernsten Bürowelten für rund 750 Mitarbeiter entstehen dort ein Konferenz- und Bildungszentrum sowie ein Betriebsrestaurant.


Die Fertigstellung des Projekts ist für Sommer 2022 geplant.  Ein Parkhaus mit 477 Plätzen gehört ebenfalls zum Projekt.

Der ASB Köln hilft auf Lesbos am Aufbau eines Gesundheitszentrums


Der Arbeiter-Samariter-Bund Köln (ASB) leistet auf  Anfrage  der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der griechi-schen Behörden dringend benötigte medizinische Hilfe für die Menschen im Flüchtlingscamp Kara Tepe auf Lesbos.


Einsatzleiter des achtköpfigen Teams ist Carsten Stork (51), hauptamtlicher Leiter des Referats Auslandshilfe beim ASB-Bundesverband in Köln. Der erfahrene Auslandshelfer war bereits im Nordirak (2012 und 2015) sowie in Indonesien (2009) im Einsatz. Als Medizinische Assistentin und ehrenamt-liches FAST-Mitglied unterstützt die Kölner Rettungsassisten-tin Vera Vitus (28) das Team, ebenso wie der Medizinstudent und Rettungsassistent Muhammad Muazzam (33) aus Bonn, der bereits 2011 in Gambia im Einsatz war; unsere Bilder.


Um den geflüchteten Menschen bis dahin eine basismedizi-nische Versorgung zu gewährleisten, hat FAST in Kooperation mit seiner Berliner Partnerorganisation CADUS e. V. die medi-zinische Betreuung der Camp-Bewohner übernommen. Derzeit werden täglich rund 80 Patienten behandelt.

SUPER! -  Kölner Uni-Klinik produziert die Masken jetzt selber

Prof. Dr. Edgar Schömig (Vorstandsvorsitzender Uniklinik Köln), Henriette Reker (Oberbürgermeisterin Stadt Köln), Heike Rech (Geschäftsführerin medfacilities Betrieb) und Damian Grüttner (Stellvertretender Vorstandsvorsitzender Uniklinik Köln) (v.l.).   -  Bild unten:  Die neue Produjktionsmaschine.                                                                                 Fotos: Michael Wodak

Als erstes Krankenhaus hat sich die Uniklinik Köln in Deutschland mit einer eigenen Produktionsstätte für Mund-Nasen-Schutzmasken unabhängiger von internationalen Lieferengpässen gemacht. Die voll-automatische Produktionslinie schafft pro Tag rund 50.000 Mas-ken – rund 10 Millionen pro Jahr.  Die Maschine wurde in Düsseldorf gebaut, der Stoff für die Masken kommt aus Bayern und die Bänder sowie den Draht von einer Firma in Wuppertal.

Es war einmal: 2019 -  das bestes Jahr Kölner Tourismusgeschichte



Im Tourismusjahr 2019 kamen laut IT.NRW 3,83 Millionen Gäste in die Stadt, was einem Plus von 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Insgesamt wurden in den meldepflichtigen Beherber-gungsbetrieben Kölns 6,58 Millionen Übernachtungen gezählt, eine Steigerung um 4,6 Prozent im Vergleich zum Jahr 2018. Vor allem der Zuwachs aus dem Ausland stieg  deutlich.

Elisabeth Thelen,  die Aufsichtsratsvorsitzende der KölnTourismus GmbH sagte:
„Anhand dieser großen Zahl an Übernachtungen wird deutlich, wie viel Umsatz jedes Jahr durch Reisende allein in der Hotellerie generiert wird, wenn man den durchschnittlich erzielten Zimmerpreis von 118 Euro anlegt – der zweithöchste in Deutschland. Hinzu kommen Ausgaben in der Gastronomie, in Kultureinrich-tungen und im Handel. Der Rückfluss in die Stadtkasse aus dieser bedeutenden Querschnittsbranche liegt bei zirka 150 Millionen Euro. Damit ist der Tourismus eine tragende Säule der Kölner Wirtschaft.“

Die meisten Hotelübernachtungen tätigten erneut die deutschen Gäste (4,26 Millionen, +3,1 Prozent), gefolgt vom wichtigsten ausländischen Markt Großbritannien (222.994 Übernachtungen), der unter dem Einfluss des Brexit einen Rückgang von 8,1 Prozent aufweist. Dieses Minus konnte jedoch durch Übernachtungszuwächse aus weiteren Volumenmärkten, wie den USA (219.094, +8,9 Prozent) und den Niederlanden (194.834, +8,8 Prozent) voll kompensiert werden. Vor allem der Zuwachs aus dem Ausland stieg mit 5,7 Prozent mehr Gästeankünften und 7,5 Prozent zusätzlichen Übernachtungen deutlich.

Kölner Wissenschaftler entwickeln Sparprogramm für Mais-Bauern

Wissenschaftler des Instituts für Bau- und Landmaschinentechnik der TH Köln haben in Kooperation mit der Kverneland Group Soest GmbH ein neuartiges Verfahren ent-wickelt, mit dem sich über 25 Prozent des Mineraldüngers bei der Unterfußdüngung von Mais einsparen lässt. Für die pflanzen-bauliche Untersuchung dieser Düngerablage wurden über einen Zeitraum von drei Jahren an bis zu vier Standorten in der Voreifel und am Niederrhein manuelle Versuche mit Mais angelegt. Im Laufe der drei Versuchsjahre hat das Team dabei über 20.000 Düngerpor-tionen per Hand abgelegt.

Parallel zu den pflanzenbaulichen Untersuchungen entwickelte das Forscherteam der TH Köln eine neuartige Portionierein-heit für den Einsatz an einer herkömmlichen Einzelkornsämaschine. Über 500 Kilometer hat das Team während der Tests mit dem Traktor im Frühjahr 2019 zurückgelegt. "Bei konservativer Schätzung lassen sich alleine beim Mais in Deutschland mit einem punktgenauen Verfahren mindestens 75.000 Tonnen Dünger im Jahr einsparen", sagt Doktorand Max Boute; außerdem 13.500 Tonnen Stickstoff und 34.500 Tonnen Phosphor.- Bei aktuellen Preisen von circa 400 Euro je Tonne DAP könnten die deutschen Landwirte damit rund 30 Millionen Euro jährlich sparen, heißt es bei den Wissenschaftlern.

Das ist der Hit - EINE VIRTUELLE ZEITREISE INS KÖLN UM 1900


Köln ist um eine neue Touristenattraktion reicher: Besucher der Rheinmetropole können dank moderner Virtual-Reality-Technik und haptischer Feedbacksysteme die Kölner Altstadt so wie zu Beginn des 20. Jahrhunderts erleben und voll-ständig in das damalige Leben eintauchen. Die Zeitreisen werden in einem Ladenlokal in der Nähe des Doms angeboten . „Die Besucher steigen in einen Nachbau der ersten elektrischen Straßenbahn und erleben eine virtuelle, historisch authentische Rundfahrt durch die Altstadt vor über 100 Jahren,“ sagt Geschäftsführer des Start-ups TimeRide GmbH, Jonas Rothe. „Ein solches multi-sensorisches VR-Erlebnis ist bisher einmalig.“ Stereos-kopische Fotographien im Stile der um 1900 populären Kaiserpanoramen runden das Konzept von TimeRide ab.              Weitere Infos: www.timeride.de


Wallraf Museum bietet einen einmaligen Blick hinter seine Kulissen


Ein Museum, das bewusst einen gefälschten Monet ausstellt? Die Antwort für das Wallraf-Richartz-Museum lautet Ja. So zeigt das Kölner Museum in seiner neu gestalteten Abteilung „Im Labor des Museums“ unter anderem das vermeint-liche Monet-Gemälde „Am Seineufer bei Port Villez“. Ein Werk, das erst vor weni-gen Jahren von Kunsttechnologen des Wallraf als Fälschung überführt werden konnte. Und um diese und viele weitere spannende Aspekte der Arbeit von Museumsrestauratoren geht es bei der Sammlungspräsentation im zweiten Obergeschoss.
Neben dem gefälschten Monet steht dabei ein interaktiver Bildschirm im Mittel-punkt, der eine ganze Fülle an interessanten Informationen und Filmen über das Malen im Mittelalter, die Maltricks eines Vincent van Goghs und unterschiedliche Restaurierungsmethoden zeigt. Außerdem sind im neuen Labor auch Röntgen-bilder und Infrarotaufnahmen von Kunstwerken zu sehen, die den Besuchern einen faszinierenden Blick hinter die Farbschichten ermöglicht

In einem preisgekrönten Buch  -  DIE SCHÖNSTEN SEITEN KÖLNS 

Architekturführer Köln von zwei Expertenjurys der Stiftung Buchkunst ausgewählt


Für Bibliophile, Architekturbegeisterte, Köln-Fans oder Flaneure: Die Stiftung Buchkunst, die in diesem Jahr ihr 50. Jubi- läum feiert, zeichnet den Architekturfüh- rer Köln als eines der gelungensten Bücher aus. Er wurde von zwei Expertenjurys der Stiftung Buchkunst ausgewählt. Seine 103 vorge-stellten Projekte informieren über die zeitgenössische, als auch die herausra- gende Baukultur seit 1932. Im Bild links die Severinsbrücke.

Die Jury begründete: »Köln. Architektur. Ohne Dom und romanische Kirchen geht es normalerweise ja nicht. Dennoch: Köln ist eine Stadt des zwanzigsten Jahrhunderts und eine Stadt von heute – genau darum geht es in diesem kom- pakten Architekturführer. Kompakt erscheint er von außen: Der dreiseitige Farbschnitt verleiht dem stattlichen Umfang in griffigem Format auch optisches Gewicht. Er hat dieselbe Farbe wie die Schmuckfläche des Kartonumschlages. Kein Betongrau, kein Wappenrot – sondern ein gräuliches Grün, ein Stück Köln sozusagen, denn es zitiert die für die Stadt so bedeutenden modernen Brückenbauwerke über den Rhein."

Konrad Adenauer hinterließ der Stadt Köln eine charakteristische Farbe: das Brückengrün, das er 1929 bei der Bayer AG als "Patinagrün" in Auftrag gab. Heute kennzeichnet das sogenannte "Adenauergrün" nicht nur die wichtigsten Rheinüberquerungen, sondern auch eines der 25 schönsten Bücher 2016, das die Stiftung Buchkunst aktuell auszeichnete.

Der Architekturführer Köln, ausgewählt unter 788 eingesandten Titeln, wurde von Barbara Schlei, Uta Winterhager und Tobias Groß herausgegeben. Als "vor- bildlich in Gestaltung, Konzeption und Verarbeitung" ist er kennzeichnend für die Handschrift der Kölner Agentur großgestalten, Kommunikationsdesign.

"Prachtbauten" verändern allmählich das Gesicht von Köln

Besonders eindrucksvoll erscheint der Plan eines ziemlich neuen Rudolfplatzs


Köln will schöner werden, vor allem in der HäuserSzene. An verschiedenen Ecken in der Stadt entstehen bereits auffäl- lige Neubauten. An anderen Stellen sind ganze Gebäude-komplexe akut und bereits intensiv geplant. Zum Beispiel am Rudolfplatz, einem besonders markanten Punkt der Innenstadt. Am Habsburger Ring gelegen und nur wenige Fußminuten vom Neumarkt entfernt. Die Arbeiten sind in vollem Gange. Rund 120 Millionen Euro sollen investiert werden. Zuständig: Ein  Architekturbüro  aus London.

Einst Eisenbahn-Direktion  -  heute Agentur für Flugsicherheit


So sieht er heute  aus, der ehemaliger Verwaltungssitz der "Eisenbahndirektion Cöln" am Konrad-Adenauer-Ufer 3, unser Bild links. Im wesentlichen ist nur die Fassade stehen geblieben, alles andere drumherum, vor allem im Inneren, wurde total umgekrempelt. Denn nun ist hier die Zentrale der Europäischen Agentur für Flugsicherheit EASA entstan- den. HOCHTIEF Projektentwicklung feierte jüngst das Richt- fest für die Neue Direktion. Der Gebäudekomplex wurde total zurück gebaut. Historische Details aus dem Inneren waren zuvor ausgebaut, katalogisiert und eingelagert wor- den, um später in den Neubau wieder eingebaut zu werden. Die nahezu 120 Meter lange, viergeschossige Fassade im neoklassizistischen Stil blieb erhalten.

                            © HOCHTIEF Projektentwicklung/HHVISION

Ein interessantes Fotomotiv für Köln-Besucher nahe dem Barbarossaplatz

Wie ein altes Gemäuer fast zu einem Kunstwerk geworden ist


Sprayer sind nicht unbedingt beliebte Zeitgenossen. Zu häßlich ist oft ihr Ge-schmiere an Türen, Wänden und Fensterläden. Immer wieder aber findet man auch kleine bzw. überdimensioal große Kunstwerke an Häuserwänden. Ein besonders ausgefallenes Werk findet sich in Köln nahe dem Barbarossaplatz an der Zülpicher-straße. Im darunter weniger geschmackvoll verkleideten Erdge-schoss befindet sich die Kneipe "Stiefel", die vor zwei Jahren eine gewisse Berühmheit erlangte, als dort ein Hollywoodfilm gedreht wurde ! Zumindest ein paar Szenen des Action-Thrillers  "Auto-bahn".  Aber immerhin mit so prominen-ten Filmstars wie Anthony Hopkins und Ben Kingsley. Und dann kam auch noch die US-Oscar-Preisträgerin Jennifer Lawrence dazu. In der malerischen Kneipe trank man Kölsch. - Für Kölnbesucher inzwischen ein attraktives Fotomotiv.