Im Blick Rheinberg, Köln, Bonn & Leverkusen


Fast die Hälfte der Beschäftigten in Nordrhein-Westfalen war während der zwei-ten Corona-Welle im Februar 2021 im Homeoffice – bei hoher Arbeitszufrieden-heit und Produktivität. Verglichen mit dem Stand vor der Pandemie ist das eine Verdreifachung beim regelmäßigen oder täglichen Homeoffice. Mit Blick auf das Ende der Pflicht am 1. Juli ist bemerkenswert, dass viele nicht zurück ins Büro wollen – zumindest nicht komplett. 57 Prozent können sich vorstellen, in Zukunft mindestens die Hälfte ihrer Zeit von zu Hause aus zu arbeiten.

Eine aktuelle DAK-Studie zeigt Überraschendes:  57 Prozent der Arbeitnehmer in NRW wollen in Zukunft im Homeoffice bleiben


Das zeigen Daten aus der Homeoffice-Studie der DAK-Gesundheit mit reprä-sentativen Befragungen vor und während der Corona-Krise. Es die einzige Vorher-Nachher-Messung zu Digitalisierung und Homeoffice für NRW.


„Das Homeoffice hat sich in der Arbeitswelt etabliert und kann zu einer Erfolgs-geschichte werden“, sagt Klaus Overdiek, Leiter der Landesvertretung der DAK-Gesundheit in Nordrhein-Westfalen. „Das funktioniert – wie wir sehen – auch ohne gesetzliche Verpflichtung.“Den großen Schub habe das Homeoffice bereits in der ersten Pandemie-Welle erfahren, lange bevor die Corona-Arbeitsschutz-verordnung im Januar 2021 in Kraft trat, so Overdiek.


Vor der Pandemie waren in NRW nur 15 Prozent mehrmals pro Woche im Home-office. Doch in der ersten Corona-Welle hat sich ihr Anteil verdreifacht: Im April und Mai 2020 war fast jeder Zweite regelmäßig von zu Hause aus tätig. Vor der dritten Pandemie-Welle änderte sich dann trotz Homeoffice-Pflicht kaum noch etwas. Nach ihren Wünschen befragt, will fast die Hälfte der Beschäftigten mit Homeoffice-Erfahrung (47 Prozent) auch in Zukunft mindestens die Hälfte ihrer Arbeitszeit im Homeoffice arbeiten. Hinzu kommen zehn Prozent, die fast gar nicht mehr ins Büro möchten.


„Das Homeoffice ist mittlerweile bei den Arbeitnehmern fest etabliert. Sie haben gemerkt, wie gut es sich in den eigenen vier Wänden arbeiten lässt“, so Overdiek.
In NRW sagen 85 Prozent der Männer und Frauen im Homeoffice, dass sich  Auf-gaben hier genauso gut erledigen lassen, wie am normalen Arbeitsplatz in der Firma. Auch nach Monaten zu Hause sind sie mit diesem Modell weiterhin sehr zufrieden: Sechs von zehn empfinden sich sogar als produktiver und nehmen die Arbeit angenehmer wahr als im Büro. Was die Beschäftigten vor allem schätzen, ist der Zeitgewinn, weil der Weg zur Arbeit wegfällt (74 Prozent). Die Aufgaben lassen sich auch gezielter über den Tag verteilen (63 Prozent) und sehr viele können Beruf und Familie besser miteinander vereinbaren (85 Prozent).

„Die Arbeit zu Hause hat in der Pandemie viele Vorteile. Doch unsere Studie zeigt auch ernsthafte Gesundheitsrisiken für die Beschäftigten“, sagt Klaus Overdiek. „Häufig verstärkt sich ein ungesunder Lebensstil. Das Homeoffice macht viele Menschen zu Bewegungsmuffeln.“ Die Folge seien Gewichtszunahme und mehr Rückenbeschwerden. Zusätzlich steige das Risiko für chronische Erkrankungen. In der Studie der DAK-Gesundheit sagen 73 Prozent der Befragten, dass sie sich im Homeoffice weniger bewegen als vor der Pandemie. Bei etwa der Hälfte (54 Prozent) fehlt allein schon der Fuß- oder Radweg zur Arbeit. Bedingt durch die Pandemie seien auch Einkäufe und Besuche im privaten Umfeld seltener.

Die Kölner Ford-Werke sehen sich gut gerüstet für 2021 - 
Bestseller 2020 waren die Ford-Modelle Focus, Fiesta und Kuga


Die Kölner Ford-Werke wollen über das zurückliegende Jahr nicht meckern. Das Unternehmen verzeichnete in 2020 mit 174.753 PKW-Neuzulassungen einen PKW-Marktanteil von 6,4 Prozent. Unter dem Einfluss der Corona Pandemie sank der Fahrzeugabsatz zwar um 84.633 Neufahrzeuge,  lag aber nur um 1,1 Prozent-punkte unter dem Vorjahr. "Besonders der Nutzfahrzeugbereich bereitet uns Freude," so Hans Jörg Klein, Geschäftsführer Marketing und Verkauf. " Im Dezem-ber hatten wir in Deutschland bei den leichten Nutzfahrzeugen den höchsten Absatz, der jemals gemessen wurde."                        (Bild links: Puma)

Die Ford Bestseller 2020 waren einmal mehr die Modelle Ford Focus, Fiesta und Kuga. Gleichzeitig meldet der Kölner Hersteller eine deutlich höhere Nachfrage nach elektrifizierten Fahrzeugen.  Ford sieht sich für das neue Jahr gut gerüstet. Laut Angaben des Kölner Herstellers sind die Auftragsbücher insbesondere durch die Nachfrage nach den Modellen Ford Puma, Kuga, den nun erhältlichen batterieelektrischen Mustang Mach-E (Bild), 198 kW (269 PS), 46.900 Euro, sowie die Voll-Hybrid Versionen von Kuga, S-Max und Galaxy gut gefüllt.

Die Lage der regionalen Wirtschaft ist gespalten, sagt die IHK  –
Teile der Industrie kommen ganz gut durch die Krise


Die Wirtschaft in der Region der IHK Köln hat im Vergleich zur Winterumfrage aufgeholt  – das gilt vor allem für die Industrie. Im Einzelhandel ist die Lage noch schlechter als im Winter. Von Mitte März bis Mitte April 2021 wurden die Unternehmen zu ihrer Lage und ihren Erwartungen befragt. Die „Bundesnot-bremse“ war zum Zeitpunkt der Befragung noch nicht in Kraft, auch hatten die Impfkampagnen noch nicht so viel an Fahrt aufgenommen.


Insgesamt hat sich das Konjunkturklima in der gesamten Region verbessert. Der Konjunkturklimaindex ist von 97,4 Punkten im Winter 2020/2021 auf 102,6 Punk-te gestiegen. Damit liegt der Indikator wieder im positiven Bereich, aber immer noch unter dem langjährigen Durchschnitt. Im Vergleich zum Jahresbeginn konnten das Baugewerbe, unternehmensorientierte Dienstleister, viele Indus-triebetriebe und der produktionsorientierte Großhandel ihre Lage verbessern. Weiterhin sehr stark von den Schließungen und Auswirkungen der Pandemie betroffen sind die personenbezogenen Dienstleister, der Einzelhandel, die Gas-tronomie und auch der konsumnahe Großhandel. Der Indikator zur Geschäfts-lage ist im Vergleich zur Vorumfrage um 5,3 Punkte auf 3,3 Punkte gestiegen. Über ein Drittel meldet eine gute Geschäftslage – fast genauso viele Unterneh-men geben eine schlechte Lage an.


Einzelhandel: Die Stimmung im Einzelhandel hat sich gegenüber der Winter-Umfrage nochmals verschlechtert. 41 Prozent der Unternehmen melden eine schlechte Lage (Vorumfrage: 35 Prozent). Über 40 Prozent gehen auch weiter von einer schlechten Entwicklung aus. Jedes fünfte Unternehmen hat mit Liquidi-tätsengpässen zu tun.


Hotel- und Gaststättengewerbe: Auch im Hotel- und Gaststättengewerbe ist die Finanzlage kritisch: 90 Prozent der Unternehmen melden eine schlechte Lage. 82 Prozent sind von Eigenkapitalrückgängen betroffen und über die Hälfte von Liquiditätsengpässen. Zwölf Prozent sehen sich einer drohenden Insolvenz gegenüber.




LANXESS geht mit Zuversicht in das neue Geschäftsjahr 2021: Der Spezialchemie-Konzern rechnet damit, dass sich viele seiner Kundenin-dustrien erholen, und erwartet daher für das Gesamtjahr ein EBITDA vor Sondereinflüssen zwischen 900 Millionen und 1 Milliarde Euro.

LANXESS startet zuversichtlich ins Geschäftsjahr 2021:
Ergebnis zwischen 900 Millionen und 1 Milliarde Euro erwartet


„Wir haben uns auch im Pandemiejahr 2020 gut behauptet und im vierten Quartal einen starken Schlussspurt hingelegt. Unsere Ergebnismarge zeigt: Die stabile Aufstellung des Konzerns bewährt sich auch in der Krise. Mein Dank geht an das gesamte LANXESS-Team, das in diesem schwierigen Jahr alles möglich gemacht hat, um das Geschäft am Laufen zu halten“, sagte Matthias Zachert, Vorstandsvorsitzender der LANXESS AG. „Mit dieser Mannschaft und unserer starken Aufstellung können wir 2021 optimistisch angehen und setzen voll auf Wachstum.“

Im von der Corona-Pandemie geprägten Geschäftsjahr 2020 zeigte sich LANXESS robust. Der Spezialchemie-Konzern erreichte ein EBITDA vor Sondereinflüssen von 862 Millionen Euro und blieb damit nur um 15,4 Prozent unter dem Vorjah-reswert von 1,019 Milliarden Euro. Das Ergebnis liegt sogar am oberen Ende der prognostizierten Spanne von 820 bis 880 Millionen Euro. Bereits am 26. Januar hatte der Konzern vorläufige Zahlen für das starke vierte Quartal veröffentlicht, nachdem sich viele Geschäfte besser als erwartet entwickelt hatten.


Der Konzernumsatz von LANXESS lag 2020 mit 6,104 Milliarden Euro um 10,3 Prozent unter dem Vorjahreswert von 6,802 Milliarden Euro. Das Konzernergeb-nis aus fortzuführendem Geschäft stieg deutlich auf 908 Millionen Euro, nach 240 Millionen Euro im Vorjahr. Grund dafür war der Verkaufserlös der Anteile am Chemiepark-Betreiber Currenta, den LANXESS Ende April abgeschlossen hat.


Die Dividende soll auch für das Ausnahmejahr 2020 erneut erhöht werden. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung, die am 19. Mai 2021 virtuell stattfindet, eine Dividende von 1,00 Euro je Aktie vorschlagen – rund 5 Prozent mehr als im Vorjahr. Das entspricht einer Ausschüttungssumme von insgesamt rund 87 Millionen Euro.


Mit den Verkäufen des Membran- und des Chromchemikalien-Geschäfts sowie der angekündigten Veräußerung des Geschäfts mit Lederchemikalien hat sich LANXESS im Jahr 2020 konsequent von Bereichen getrennt, die nicht mehr zum strategischen Fokus auf Spezialchemie passen. Damit hat der Konzern den Grundstein für eine profitablere Entwicklung gelegt. Für eine solide finanzielle Basis sorgte zudem die Veräußerung der Anteile am Chemiepark-Betreiber Currenta. Im Jahr 2021 stehen alle Zeichen auf Wachstum – mit Fokus auf Geschäfte mit verbrauchernahen Schutzprodukten.

Viele Shopping-Center haben sich längst zu "mischgenutzten Quartieren" entwickelt

Ja, fast wie ein Filmpalast sieht es

aus das Shopping-Center, das dem-nächst  am Bahnhof in Bergisch Gladbach das"alte" Center ablösen soll.  Shopping-Center entwickeln sich immer mehr zu Treffpunkten mit Erlebnischarakter. Zusammenarbeit

mit Investor Greenman Investments entwickelt die MESA eine „grüne Shopping-Oase” – passend zu Bergisch Gladbach, der Stadt im Grünen.

Mehr Büros, mehr Ärzte und mehr Gastronomie  - So werden
die Shopping-Center demnächst ihr Angebot verändern  


In deutschen Shopping-Centern kann man shoppen, arbeiten, wohnen, zum Arzt gehen oder ins Fitnessstudio. Besonders in den letzten Jahren haben sich viele Shopping-Center zu mischgenutzten Quartieren entwickelt, deshalb finden auch handelsfremde Branchen hier häufig ihren Platz, allen voran Büroflächen und Arztpraxen.Eine aktuelle Studie bestätigt das jetzt.


So ist fast jedes zweite (46 Prozent) Shopping-Center auch Bürostandort. Mit 41 Prozent ist auch die Gesundheitsbranche oft vertreten. Auch Freizeitangebote wie Kinos sind in den Centern, die sich immer mehr zu Treffpunkten mit Erleb-nischarakter entwickeln, beliebt. So ist die Freizeit und Entertainment-Branche in gut einem Drittel (35 Prozent) der Center vertreten. Mischnutzungen mit Wohnungen (16 Prozent) und Hotels (6 Prozent) sind dagegen seltener.


Die Bekleidungsbranche wird nach Meinung von 73 Prozent weniger Fläche einnehmen. Im Bereich Unterhaltungselektronik & Telekommunikation rechnen knapp zwei Drittel mit weniger Mietfläche in den Centern. Bei Schuhen & Accessoires rechnet jeder zweite mit einem Rückgang. Mit einem Wachstum rechnet bei allen drei genannten Branchen hingegen kaum jemand.


Der Anteil der Gastronomie an der Mietfläche der Center wird dagegen nach Meinung von 81 Prozent der Befragten in den nächsten 5 Jahren wachsen. Auch der Anteil an Dienstleistern und der der Entertainmentbranche wird mehr werden, prognostizieren 71 Prozent. Der Mietflächenanteil der Branche Hobby & Freizeit wird laut gut der Hälfte (54 Prozent) steigen.


Hinsichtlich einer zukunftsfähigen Gestaltung der Shopping-Center sind die Center allerdings auf Kooperationen mit Kommunen, Mietern und Investoren angewiesen, so einige Ergebnisse der aktuellen Studie „Center-Management im Fokus“ von EHI und German Council of Shopping Centers, bei der der Blick auf das eigene Center und die Branche untersucht wurde.