Im Blick Rheinberg, Köln, Bonn & Leverkusen

"Micro-Apartments" sind scheinbar aktuell der große Renner

"dieprojektisten" haben die Umwandlung des Bürogebäudes Kanzlerstraße 8a in Düsseldorf-Rath (Bild) abgeschlossen und an den Käufer des Objekts, die Bonner Barton Group, übergeben. Das Micro-Apartmenthaus verfügt jetzt über 129 Wohnun-gen und 77 Tiefgaragen-Stellplätze. Die voll möblierten Wohnungen sind zwischen 21 und 50 Quadratmeter groß und mit einer Küchenzeile und einem eigenen Bad ausgestattet. Das Objekt ist verkehrstechnisch gut angebunden, mit kurzen We-gen zum Düsseldorfer Flughafen sowie zum Hauptbahnhof. Die Nachfrage nach Micro-Apartments steigt in der Landes-hauptstadt kontinuierlich und wird Experten zufolge durch die Corona-Krise nur kurzfristig gedämpft.


Kölner Büromarkt profitiert kräftig von Behördenanmietungen


Aufatmen für den Kölner Bürovermietungsmarkt: Mitten im Lockdown

fährt die Domstadt ein erstes Quartalsergebnis mit 131 Prozent über dem

Vergleichszeitraum des Vorjahres ein. Maßgeblich daran beteiligt war die Öffentliche Verwaltung.


Rund 89.000 m² Bürofläche wurde im ersten Quartal in Köln umgesetzt, deutlich mehr als das Doppelte des Vergleichszeitraums im Vorjahr. Weit stärkste Branche unter den Mietern war dabei die Öffentliche Verwaltung, die unter anderem mit zwei großen Abschlüssen im Teilmarkt Ehrenfeld/Braunsfeld vertreten war. Dort mieteten das Hauptzollamt und die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben 15.600 m² bzw. 11.400 m² an.

Gemeinsam mit nur zwei weiteren Abschlüssen bestimmte die Öffentliche Verwaltung damit das Mietgeschehen im ersten Quartal, rund 37 Prozent des gesamten Kölner Büroflächenumsatzes entfielen auf diesen Bereich. Es folgten die Unternehmensbezogenen Dienstleistungen mit rund 18.000 m².


Trotz der erkennbaren Stabilisierung des Vermietungsmarkts ist die Pandemie auch an Köln nicht spurlos vorübergegangen. Im Verlauf des vergangenen Jahres stieg die Leerstandquote kontinuierlich an und erreicht Anfang dieses Jahres 2,9 Prozent. Bis zum Jahresende könnte sie auf 3,2 Prozent steigen – ein immer noch sehr niedriger Wert für einen gesunden Markt.

Die größte begrünte Fassade Kölns schmückt das neu eröffnete Parkhaus im Stadtquartier I/D Cologne im Ortsteil Mülheim


Art-Invest Real Estate und OSMAB Holding AG haben mit einem hochmodernen Parkhaus das erste Gebäude im größten gewerblichen Bauprojekt Kölns – I/D Cologne – eröffnet. Das Objekt an der Peter-Huppertz-Straße 2, das mit sechs Ebenen auf rund 25.000 m² Bruttogrundfläche fristgerecht fertiggestellt wurde, hat eine großflächig naturbegrünte Fassade.


Rund 5.000 zum Teil immergrüne Schling- und Kletterpflanzen zieren die etwa 2.000 m² große Parkhausfassade, die damit zu einer der größten begrünten Flächen Deutschlands zählt.


Die Fassadenbepflanzung ist Teil des zukunftsorientierten Planungskonzeptes. Ihre umwelt- und klimafreundlichen Effekte wirken sich positiv auf das gesamte Quartier aus: Die Pflanzen binden Kohlendioxid, setzen Sauerstoff frei und sor-gen für Kühlung. Zudem reduzieren sie Lärm und schaffen für Insekten und Vögel einen neuen Lebensraum. Die besondere Architektur des Parkhauses, das   künf-tig mit 896 Stellplätzen neue Parkmöglichkeiten bietet, basiert auf dem Entwurf des Architekturbüros sop (slapa oberholz pszczulny) .


Die Immobilien gehören zu den ersten beiden Bauabschnitten von I/D Cologne. Mit dem Franchiseunternehmen L’Osteria und der Traditionsbäckerei Mauel 1883 wurden darüber hinaus namhafte Gastronomiepartner gefunden, die ihre Filia-len am zentralen Platz eröffnen. Zudem sind ein Lifestyle-Hotel sowie die Büro-gebäude der IHK und Güterhaus in Bau. Die Arbeiten für die ersten beiden Bauabschnitte werden im ersten Quartal 2021 abgeschlossen. 


Insgesamt entstehen bis 2026 elf Gebäude mit rund 160.000 m² BGF. Es sind zusätzlich weitere Gastronomie- und attraktive Fitnessangebote geplant. Das Quartier bietet Platz für circa 7.000 Arbeitsplätze, die das florierende Schanzen-viertel bereichern werden.          Fotos: Art-Invest Real Estate/OSMAB Holding AG

Home-Office nach Corona - Ist das der neue Arbeitsplatz für immer?


Arbeitnehmer in Deutschland möchten mehr Zeit im Büro verbringen als ihre Vorgesetzten erwarten. Durchschnittlich 3,2 Bürotage peilen die Angestellten für ihre ideale Produktivität an, für ihr höchstes Wohlbefinden sind es 3,0 Bürotage. In beiden Fällen liegen die Vorstellungen der Arbeitnehmer über den Erwartungen ihrer Arbeitgeber, die nur durchschnitt-lich 2,7 Bürotage erwarten. 58 Prozent aller befragten Teilnehmer sprechen sich gegen eine permanente Home-Office-Regelung aus, allen voran um den Kollegenkontakt zu wahren.

Dies sind die zentralen Ergebnisse einer Umfrage des britischen Meinungsfor-schungsinstituts Sapio im Auftrag des international tätigen Baudienstleisters ISG unter 1.000 Arbeitnehmern im gesamten Bundesgebiet. 70 Prozent der befragten Arbeitnehmer arbeiten seit März 2020 teilweise oder überwiegend zu Hause.


Aydin Karaduman, Managing Director Europe von ISG, kommentiert: „Unsere Umfrage zeigt: Das Büro ist nicht tot, aber es muss sich wandeln.  Das Büro muss gegenüber den eigenen vier Wänden einen Mehrwert schaffen, um die beste Leistung im Team zu bewirken. Wir benötigen also in Zukunft  mehr technisch hochmoderne Büros, die mit einer persönlichen Note und viel Platz für die gemeinschaftliche Arbeit eine hohe Anziehungskraft ausüben." Unter den wich-tigsten Kriterien für das Büro liegen neben der guten Erreichbarkeit eine ge-sicherte Frischluftzufuhr und eine leistungsstarke IT-Ausstattung.


Die Umfrage wurde im Auftrag von ISG im September 2020 unter 4.005  Büronut-zern in Großbritannien, Spanien und Deutschland durchgeführt. In Deutschland wurden 1.000 Personen befragt, die jeweils in Unternehmen mit mehr als 250 Angestellten beschäftigt sind. Die vorliegende Information bezieht sich ausschließlich auf Deutschland.

Markterholung trotz Corona hat eingesetzt, sagen die Experten

Unternehmen, Investoren und Projektentwickler zeigen Vertrauen in die Region

In ihrem aktuellen Marktbericht untersuchen die Immobilienex-perten von Greif & Contzen die ersten drei Quartale des Industrie- und Logistik-Immobilienmarktes Köln|Bonn. Fazit: Nach der Corona-bedingten Delle ist die Markterho-lung bereits sichtbar, Unterneh-men, Investoren und Projektent-wickler zeigen Vertrauen in die Region. Die Flächennachfrage hat sich in der Region Köln|Bonn wieder belebt.

Die Corona-Pandemie hat dem Gewerbeimmobilien-Markt der Region Köln|Bonn im zweiten Quartal 2020 heftig zugesetzt. Industrie- und Produktionsbetriebe sowie die mit ihnen verbundenen Logistikdienstleister waren von Corona-Ein-schränkungen, stockenden Lieferketten und sinkender Nachfrage betroffen.


Ob als Produktionsstandort, Lagerfläche oder für den Servicebetrieb: Über alle Nutzungsarten hinweg sank die Nachfrage nach Flächen und Immobilien für Industrie- und Logistikbetriebe, geplante Investitionen wurden aufgeschoben. Doch in den vergangenen Wochen hat sich die Flächennachfrage in der Region Köln|Bonn wieder belebt. „Uns liegen Gesuche aus diversen Wirtschaftsbranchen vor“, berichtet Frank Klähn, Unternehmensbereichsleiter Industrie- und Logistikimmobilien der Greif & Contzen Immobilienmakler GmbH.

Natürlich, so Klähn, sei die Corona-Pandemie noch sehr spürbar.„Viele Unterneh-men verhalten sich nach wie vor vorsichtig, die Entscheidungsprozesse sind merklich langsamer als vor der Corona-Krise.“ Aber allgemein zeige sich, dass die Marktakteure wieder verhalten zuversichtlich nach vorn blicken.


Der Corona-Einbruch spiegelt sich deutlich im Flächenumsatz: Dieser lag zum Ende des dritten Quartals bei rund 110.000 Quadratmetern Hallenfläche und somit rund 40 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Allerdings waren die Einbußen vor allem im Umland zu verzeichnen, das Kölner Stadtgebiet schert aus dieser Statistik aus. Im Kölner Umland trug vor allem die Aufgabe des Kaufhof-Lagers in Frechen zur Steigerung des Leerstands bei, der derzeit bei rund 160.000 Quadratmetern liegt (Vorjahreszeitraum: 125.000 Quadratmeter).

Wenig Veränderung zeigt die Situation in Bonn, wo weiterhin nur wenige und kleinere Objekte zur Verfügung stehen. Anders sieht es in den westlichen Lagen der Logistikregion, wie Frechen und Kerpen, aus: Dort sind größere freie Mieteinheiten noch zu haben.

Wie aus dem alten Industriegelände der Clouth Gummiwerke in Köln-Nippes eine hoch attraktive Immobilie entwickelt wird ...


Das Clouth 104 an der Niehler Straße 104 in Köln-Nippes bekommt neue Mieter. Die 22CONNECT AG, ein Softwareunternehmen für Personalrecruiting aus Köln, mietet langfristig rund 900 m² Bürofläche in dem Büro- und Geschäftshaus auf dem alten Industriegelände der Clouth Gummiwerke. Zudem bezieht die Werbe-agentur Jäger Health Köln GmbH ebenfalls ca. 750 m² Bürofläche in dem Objekt.

Insgesamt bietet das Clouth 104 rund 18.500 m² Fläche, auf der unter anderem bereits die Warner Bros. International Television Production Deutschland GmbH ansässig ist. Projektentwickler der Immobilie ist die KAIROS Real Estate Develop-ment GmbH.

Das Clouth 104 wurde von dem Architektenbüro LEPEL & LEPEL Architekt Innen-architektin PartG mbB entworfen und soll im ersten Halbjahr 2019 fertiggestellt sein. Neben den flexiblen Office-Flächen bietet das Gebäude Platz für Künstler-Ateliers und einem Konzept Hotel sowie öffentliche Gastronomie- und Service-Angebote. Eine Großtagespflege, ein Fitnessstudio, eine Paketstation, Veranstal-tungsflächen sowie ein Bistro und ein Kiosk runden das Dienstleistungsangebot ab. Der begrünte öffentliche Innenhof und die Dachterrasse mit Skulpturengar-ten sowie Laubengalerien sorgen für entsprechende Aufenthaltsqualität. Die Tiefgarage begünstigt u. a. mit 10 Elektro-Ladestationen und Carsharing Plätzen die Parksituation in Nippes.           Fotos: Lepel & Lepel Architekt Innenarchitektin

Sylt bleibt Spitzenreiter bei Ferienwohnungen und Ferienhäusern

Das sind auch für Rheinländer wahre Liebhaberstücke

Dieses exklusive Reetdachanwesen in Kampen steht aktuell bei Engel & Völkers Sylt für 6,95 Millionen Euro zum Verkauf. Es verfügt über 340 Quadratmeter Wohnfläche, einen Jacuzzi und ein Dampfbad.                                                                                         Bild: Magulski/Engel & Völkers Sylt

Die hohe Nachfrage nach Ferienimmobilien und Zweit-wohnsitzen an deutschen Urlaubsdestinationen hält weiter an. Dabei übersteigt das Interesse das Objekt-angebot deutlich – insbesondere in den Top-Lagen. Zeigt der „Ferienimmobilien Marktbericht Deutschland 2018“ von Engel & Völkers. Darin betrachtet das Unter-nehmen die Preisentwicklung von 24 Standorten an der Nord- und Ostsee, in der Alpenregion sowie am Bodensee. Bei Ferienwohnungen in sehr guten Lagen beobachtet Engel & Völkers eine anhaltende Preisdy-namik. Die höchsten Preise für Ferienimmobilien ermittelte die Agentur im 1. Quartal 2018 erneut auf Sylt. An den südlichen Ferienstandorten wie dem Bodensee, Garmisch-Partenkirchen und dem Chiem-see dominierten regionale Käufer  den Markt.

In Binz vermarktet Engel & Völkers Rügen derzeit ein hochwertiges Apartment für 650.000 Euro. Das Objekt liegt in einer historischen Villa direkt an der Strand-promenade.

Für Ausnahmeobjekte im Segment der Ferienwohnungen betrug dort der Spit-zenquadratmeterpreis auf Sylt wie im Vorjahreszeitraum 20.000 Euro. Im Seg-ment der Ferienhäuser lag der Preis für absolute Liebhaberimmobilien bei bis zu 17 Millionen Euro. Neben Sylt gehörte Tegernsee in Bayern zu den hochpreisigs-ten Feriendestinationen der Bundesrepublik. Die mit Abstand stärksten Preis-steigerungen erfasste Engel & Völkers auf den Inseln Amrum und Föhr. Grund hierfür ist das extrem knappe Objektangebot.

„Beim Erwerb einer Ferienimmobilie steht für Käufer zunehmend die Kapitalan-lage im Vordergrund. Deshalb spielt die Vermietbarkeit bei der Kaufentschei-dung eine immer bedeutendere Rolle“, erklärt Kai Enders, Vorstandsmitglied der Engel & Völkers AG. Da sich die Preise im Segment der Ferienhäuser bereits auf einem hohen Niveau stabilisiert haben, rechnet das Immobilienunternehmen hier nur noch regional vereinzelt mit Zuwächsen.