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Absagen von Eigenveranstaltungen - die "boot" fällt komplett aus

Die Messe Düsseldorf hat sich nach enger Rücksprache mit Ausstellern, Partnern und Verbänden dazu entschieden, alle derzeit geplanten Termine der Eigenveranstaltungen am Standort Düsseldorf abzusagen. Die "boot" fällt komplett aus. Zugleich hat die Geschäftsführung das Geschäftsjahr 2020 vorgelegt und über Prognosen für 2021 berichtet. Danach schloß die Messe Düsseldorf  das Geschäftsjahr 2020  trotz Corona mit einer starken Eigenkapitalquote von knapp 55 Prozent ab.


Düsseldorfer Messe rechnet nach Corona-Schäden in 2020
auch im neuen Jahr mit einem Verlust von 77 Millionen Euro


Die Messe Düsseldorf Gruppe vermeldet einen Umsatz von 131,5 Millionen Euro, der aufgrund der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie um 65,3 Prozent niedriger ausfällt als im Vorjahr (378,5 Millionen Euro). Ähnlich verhält es sich bei der Messe Düsseldorf GmbH, die mit 118,9 Millionen Euro 65,4 Prozent weniger Umsatz als 2019 aufweist (344 Millionen Euro). Der GmbH-Gewinn ist auf -64,7 Millionen Euro gesunken (Vorjahr 70,6 Millionen Euro). Unabhängig davon wurde Dr. Stephan Keller, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf, zum neuen Vorsitzenden des Aufsichtsrates gewählt. 


Aktuell prognostiziert die Messe Düsseldorf GmbH für das Geschäftsjahr 2021 einen Umsatz von 107,3 Millionen Euro und einen Verlust von 77 Millionen Euro. „Vor dem Hintergrund der negativen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die Messebranche setzen wir auf langfristig wirkende, strategische Maßnahmen, um dem aktuell coronabedingten Rückgang der Geschäftsentwicklung nachhal-tig und bestandssichernd zu begegnen“, unterstreicht Wolfram N. Diener, Vorsit-zender der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf, Bild links.


Die Investitionen 2020 betrugen 35,7 Millionen Euro (geplant 70 Millionen Euro) und die Instandhaltungen 10,2 Millionen Euro. 2021 liegen die Investitionen bei 10,5 Millionen Euro und die Instandhaltungen bei 7,6 Millionen Euro.

Die Messe Düsseldorf hat im übrigen ein umfassendes Hygiene- und Infektions-schutzkonzept auf Grundlage der Coronaschutzverordnung NRW entwickelt, um Präsenzmessen zu ermöglichen. So fand der CARAVAN SALON Düsseldorf im Sep-tember 2020 mit 107.000 Besuchern als erste deutsche Großmesse erfolgreich nach dem Lockdown im Frühjahr statt. Hinzu kommt die Gastveranstaltung DoKomi der Tochtergesellschaft Düsseldorf Congress GmbH, die ebenfalls im September 2020 als Europas größte Anime- und Japan-Expo 28.000 Teilnehmer begrüßte. „Damit haben wir gezeigt, dass erfolgreiche Messen unter größtmögli-chem Schutz für alle Beteiligten auch in Corona-Zeiten möglich sind“, sagt Erhard Wienkamp, Geschäftsführer Messen.


Am Standort Düsseldorf fanden 2020 insgesamt sieben Präsenzmessen mit 5.558 Ausstellern und 534.914 Besuchern statt – verteilt auf vier Eigenveranstaltungen (boot, EuroShop, CARAVAN SALON, TourNatur) und drei Partner- und Gastveran-staltungen (PSI, PromoTex Expo und viscom). Im Ausland fanden insgesamt 16 Veranstaltungen statt, die meisten davon in China (7). Dort ist das Geschäft bereits wieder angelaufen: Ab Juli 2020 veranstaltete die Tochtergesellschaft Messe Düsseldorf Shanghai erfolgreich sechs Messen mit mehr als 3.200 Aus-stellern und 160.000 Fachbesuchern.


Die Messe Düsseldorf setzt auf den Neustart des Messebetriebes an ihrer Home-base Ende April 2021. Aufgrund  der anhaltend schwierigen Reisesituation und diverser Bund-Länder-Entscheidungen, wonach Messen vorerst nicht stattfinden können, hat die Messe Düsseldorf die Messen tasc (19.-20.02.), interpack und components (25.02.-03.03.), Energy Storage Europe (16.-18.03.), EuroCIS (16.-18.03.), ProWein (19.-23.03.) und drupa (20.-28.04) abgesagt. Die boot Düs-seldorf (23.-31.01.) wurde auf den 17. bis 25. April 2021 verschoben, während die anderen genannten Fachmessen turnusgemäß wieder zu den jeweils nächsten geplanten Laufzeiten stattfinden.

KÖLN: "ART COLOGNE" noch einmal auf November verschoben


Wie die Koelnmesse mitteilt, muss die ART COLOGNE ebenso wie die COLOGNE FINE ART & DESIGN erneut verschoben werden. Grund dafür sind die großen Herausforderungen für die Durchführung von Messeveranstaltungen und die anhaltenden Reisebeschränkungen als Folge der Corona-Pandemie.


Beide Messen sollen nun vom 17. bis 21. November 2021 stattfinden. Gleichzeitig wird auch die EXPONATEC COLOGNE, Internationale Fachmesse für Museen, Konservierung und Kulturerbe, durchgeführt.
„Der Novembertermin gibt uns, allen Teilnehmern und unseren Partnern die
Gelegenheit, die Messen mit gutem Vorlauf vorzubereiten und frische Perspek-tiven zu entwickeln. Wir werden zwar wahrscheinlich auch im November die Corona-Krise noch nicht gänzlich überwunden haben. Aber wir können wohl auch wieder mit einem gewissen Maß an Berechenbarkeit und Optimismus planen“, so Daniel Hug, Art Director der ART COLOGNE und der COLOGNE FINE ART & DESIGN.

Auch im November 2021 wird es zwei Preview-Tage mit exklusivem Zugang für
eingeladene Gäste geben (17.11. und 18.11.). Die Publikumstage finden vom 19. bis 21.11.2021 statt.

Unglaublich: Reisemobile auf dem Weg zu neuem Rekord

Die Begeisterung der Deutschen für die Urlaubsform Caravaning nimmt  immer weiter zu.  Nach einem Rekordhalbjahr explodierten die Neuzulassungen von Freizeitfahrzeugen mit einem Plus von 85,6 % regelrecht. Mehr als 16.000 neu zugelassene Reise-mobile und Caravans sind Höchstwert für einen einzelnen Monat hieß es auf dem Caravan Salon.

Seit dem Jahresbeginn wurden damit bereits über 70.000 Neuzulassungen registriert – ein Plus von über 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das bedeutet einen neuen Allzeit-Bestwert für diesen Zeitraum. Die Caravaningbranche steuert damit auf ein neues Rekordjahr zu.

Caravaning ist in diesen Zeiten eine der sichersten Urlaubsformen, da man individuell und nur mit Per-sonen des eigenen Haushaltes verreist und durch eigene Schlaf-, Wohn-, Koch- und Sanitärmöglichkei-ten weitestgehend autark ist.

Koelnmesse Konzern lag 2019 mit einem Gewinn von 30 Millionen Euro über Plan

Die Koelnmesse erreicht erstmals über 400 Millionen Euro Umsatz

 Die Koelnmesse hat das Geschäftsjahr 2019 mit einem Rekordumsatz von mehr als 400 Millionen Euro und einem Jahresüberschuss von mehr als 30 Millionen Euro abgeschlossen. "Wir hatten uns für 2019 viel vorgenommen und haben jetzt geliefert. Das bedeutet eine neue Bestmarke für unser Unternehmen. Nach 2020 wollen wir uns weiterhin oberhalb der 400 Millionen Euro bewegen", so Messechef Gerald Böse. "Damit behaupten wir uns ganz vorn in der Welt".


BGerald Böse (Vorsitzender der Geschäftsführung), Henriette Reker (Oberbürgermeisterin der Stadt Köln und Vorsitzende des Aufsichtsrats der Koelnmesse)

Der Umsatz der Koelnmesse lag im vergangenen Jahr rund zwölf Prozent über dem des bisherigen Rekordjahres 2017, das als ungerades Kölner Messejahr mit vergleichbarem Portfolio die Benchmark darstellt. Seit 2009 ist der Umsatz durchschnittlich um rund sechs Prozent gewachsen - das entspricht einer abso-luten Umsatzsteigerung von rund 170 Millionen Euro in diesem Zeitraum.

Nach Böses Worten ist der anhaltende Erfolg auch das Ergebnis der langfristig angelegten Unternehmensstrategie mit den Kernpunkten Internationalisierung, Digitalisierung und Standortentwicklung. Insbesondere das Portfolio mit der Stärkung der vorhandenen und der Etablierung neuer Messen wird in Zukunft im Fokus stehen. An den weltweit 76 Messen und Ausstellungen 2019 beteiligte sich die Rekordzahl von rund 45.000 ausstellenden Unternehmen aus 120 Ländern und rund 2,3 Millionen Besucher aus 218 Staaten. Hinzu kamen etwa 125.000 Teilnehmer an Kongressen außerhalb der Messezeiten. 51 Veranstaltungen fanden in Deutschland statt.

Nachhaltigkeit ist ein weiteres Thema von großer Tragweite für die Koelnmesse. Zahlreiche Projekte laufen bereits. Die Koelnmesse versteht Nachhaltigkeit auch als integralen Bestandteil bei ihren Bauprojekten: Das Confex® als Messe-, Kon-gress- und Eventlocation zugleich wurde so geplant, dass es bereits vorab von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen mit der höchsten Kategorie in Platin vorzertifiziert wurde. Es ist Teil des rund 700 Millionen Euro schweren Investitionsprogramms Koelnmesse 3.0, das im Zeitplan liegt und gut voran-kommt. Die Halle 1plus steht kurz vor dem Richtfest.

Im Rheinland gar nicht so bekannt: Die Düsseldorfer Messe betreibt
seit 40 Jahren einen festen Messe-Standort auch in Moskau

Die Messe Düsseldorf feiert das 40-jährige Bestehen ihres Moskauer Standorts. Mit der Eröffnung der offiziellen Repräsentanz am 15. Oktober 1979 hatte sie die Basis für ihre Erfolgsgeschichte im russischen Markt geschaffen. 2002 folgte die Gründung der Tochtergesellschaft Messe Düsseldorf Moskau, die heute 49 Mit-arbeiter beschäftigt sowie 14 Messen und Messebeteiligungen in Moskau, Novo-kutznesk, Kazan, Ufa und Jekaterinburg veranstaltet.


Die Messe Düsseldorf Moskau betreute im vergangenen Jahr bereits 2.097 Aussteller (Vorjahr: 1.894). Diese erreichten mehr als 190.000 Besucher. Düsseldorf nennt das einen Beleg für "die Lebendigkeit und Attraktivität" des russischen Messe-markts. Mit einem Erlös von 31,2 Mio. Euro im Jahr 2018 und einem Anteil von 44 Prozent am Auslandsumsatz der Messe Düsseldorf Gruppe stellt Russland den größten Auslandsmarkt des Konzerns dar.


Werner M. Dornscheidt, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Düssel-dorf dazu: „Wir haben heute eine starke Position im russischen Markt. Das ist der Lohn dafür, dass wir als erste ausländische Messegesellschaft nach Russland gegangen und dem Markt auch in schwierigen Zeiten treu geblieben sind. Wir stehen für Verlässlichkeit und Stabilität – an der Seite unserer Kunden und unserer russischen Partner.“


Bereits 1963 wagte die Messe Düsseldorf den Schritt hinter den Eisernen Vorhang und eröffnete ihren Kunden einen neuen Markt. „Das war schon abenteuerlich, in der damaligen Sowjetunion Messen zu veranstalten“, erinnert sich Dornscheidt. „Ich bin seit 1977 dabei und habe so einiges erlebt.“ In den ersten Jahren, während zwischen den Supermächten noch der Kalte Krieg herrschte, galt es, bürokratische und politische Hürden zu überwinden.


Messe Düsseldorf bei den Olympischen Spielen in Tokio 

Die erfahrenen Rheinländer sind für das Deutsche Haus zuständig

Es ist der Hotspot nach den olympischen und paralympischen Wettkämpfen: das Deutsche Haus (Bild). Hier kommen Vertreter aus Sport, Wirtschaft, Medien, Gesellschaft und Politik zusammen, um gemeinsam zu feiern und zu netzwerken. Die Messe Düsseldorf schafft hierfür auch in Tokio wieder den Rahmen und realisierte das Deutsche Haus im Auftrag der Deutschen Sport Marketing (DSM), des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und des Behindertensportverbands (DBS).