Im Blick Rheinberg, Köln, Bonn & Leverkusen

Open-Air-Kino war früher als "Auto-Kino" ein Hit für junge Leute  -  Heute treffen sich die Film-Freaks am liebsten direkt am Rhein


25 Jahre „Filmnächte unter Sternen“  -  in Düsseldorf  ist das allours Kino in seine 26.Saison gestartet und  und hält am Robert-Lehr-Ufer nahe der Rhein-terrassen ein gewaltiges Film-Programm in petto. Open-Air-Kino ist der Hit (großes Bild oben). Freiluft-Kino gibt es auch im Rheinauhafen in Köln (links).


Bis zum 25. August ist der Rheinpark Düsseldorf Anziehungspunkt für alle Film- und Kinofans. An 32 Abenden werden Blockbuster, Klassiker, Vorpremieren und die aktuellsten Filme der vergangenen Monate gezeigt. Und natürlich hat auch der BEACHCLUB  wieder geöffnet. Täglich können dort Parties, Firmenfeiern oder andere kreative Events bis Filmbeginn (ca. 21:00 Uhr) durchgeführt werden.  Zu-sätzlich ist die Sky Lounge oberhalb der Tribüne geöffnet.


Köln bietet neben dem SOMMERKINO eine spannende Mischung verschiedenster Veranstaltungen rund um’s BAY. Die Themen reichen von Literatur und Musik über Theater bis hin zu Open Viewing Events. Neben dem Standardticket stehen Strandkörbe und Loungebereiche in  limitierter Anzahl zur Verfügung.

Und bei Regen? Der Veranstalter sagt in Köln: "Dann  informieren wir Sie kurzfris-tig, verbindlich bis 19 Uhr unter www.bay-cologne.de." Tickets behalten ihre Gültigkeit und können während der laufenden Saison für eine andere Filmvor-führung  eingelöst werden. In Düsseldorf hält man Regenmäntel bereit.

Lernvideos und Übungsaufgaben vom Nachhilfeinstitut Studienkreis

Wenn's hapert  -   Englischhilfe online gratis zum Schulstart am Rhein

Simple Past oder Present Perfect? Und wie war das noch mit den unregelmäßigen Verben? Nach sechs Wochen Sommerferien fällt es vielen Schülerinnen und Schülern schwer, wieder in den Schulmodus umzuschalten. Besonders in Englisch bereitet dies häufig Probleme. Englisch gehört zu den am häufigsten belegten Nachhilfefächern des Studien-kreises.Um den Schuljahres-Einstieg zu erleichtern, hat das Nachhilfe-Institut jetzt ein kostenloses digitales Übungspaket für dieses Fach geschnürt.


Unter studienkreis.de/englischhilfe sind viele Aufga-ben, Tests, Übungen und Lernvideos zu wichtigen Themen aus dem Englischunterricht übersichtlich zusammengestellt.

Von Grammatik und Ausdruck über Textanalyse bis hin zu Landeskunde erhalten Schüler Unterstützung zu allen wichtigen Lerninhalten bis zur zehnten Klasse. Wer Probleme in Deutsch oder Mathematik hat, findet auch für diese Fächer unter studienkreis.de/deutschhilfe und studienkreis.de/mathehilfe eine Fülle an kostenlosem Übungsmaterial.


„Für den Einstieg ins neue Schuljahr benötigen Schülerinnen und Schüler je nach Alter mehr oder weniger elterliche Unterstützung“, sagt Thomas Momotow vom Studienkreis. Wichtig sei es, noch einmal gemeinsam zu kontrollieren, ob alle Lernutensilien und Schulbücher vorhanden sind und ob am Schreibtisch alles an Ort und Stelle ist. Empfehlenswert sei auch, den Schlaf- und Wachrhyth-mus schon vor dem ersten Schultag allmählich umzustellen.


Der Studienkreis gehört zu den führenden privaten Bildungsanbietern in Deutschland. Mit seinen rund 1.000 Standorten gewährleistet er seinen Kunden ein Angebot in Wohnortnähe und bundesweit professionelle Online-Nachhilfe durch ausgebildete E-Tu-toren. Hier gibt es direkte Informationen:


www.studienkreis.de/nachhilfe-aachen/mitte/
www.studienkreis.de/nachhilfe-aachen/brand/
www.studienkreis.de/nachhilfe-leverkusen/schlebusch/
www.studienkreis.de/nachhilfe-koeln/nippes/
www.studienkreis.de/nachhilfe-koeln/weiden/
www.studienkreis.de/nachhilfe-bergisch-gladbach/center/
www.studienkreis.de/nachhilfe-bonn/city
www.studienkreis.de/nachhilfe-bonn/bad-godesberg/
www.studienkreis.de/nachhilfe-bonn/beuel/

In Deutschlands größtem Service-Ranking der Tageszeitung DIE WELT wurde der Studienkreis seit 2013 jedes Jahr Branchengewinner in der Kategorie „Nachhilfeanbieter“.                                                           Fotos ©Printz/Studienkreis

Wenn der Gastwirt Tisch und Stühle ins Freie rückt  -  dann verlangt die Stadt Bonn die höchste Terrassengebühr im Land


Außengastronomie anzubieten ist für Gastronomen heutzutage ein Muss. Doch einfach so Tische und Stühle vor die Tür zu stellen, das geht nicht – zumindest nicht, wenn es sich um öffentliche Flächen handelt. Die Gastronomen müssen bei den Kommunen eine Terrassengebühr bezahlen.Unser Bild zeigt Köln.

Der Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen hat in 77 NRW-Städten mit über 50.000 Einwohnern recherchiert, wie hoch die Terrassengebühren für 2019 pro m²/Monat sind. Und da spielt Bonn eine ziemlich unrühmliche Rolle.

Kein Gesetz zwingt die Kommunen im Rheinland, Terrassengebühren zu erhe-ben. Und doch langen viele Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen bei den Gastronomen ordentlich zu. Der neue Spitzenreiter in Sachen Terrassenge-bühren ist der alte. Die Stadt Bonn verlangt mit 14,50 Euro je m² den höchsten aller Gebührensätze bei der Außengastronomie in Nordrhein-Westfalen.

Aufgefallen sind neben Bonn vor allem Wuppertal (9,80 Euro) und Leverkusen (8,90 Euro). Auch Düsseldorf bleibt mit 8,80 Euro "am Ball". Köln (Altermarkt,  Bild) rangiert mit 6,50 Euro im Mittelfeld. In Städten wie Eschweiler, Kerpen, Sankt Augustin oder Viersen liegen die Terrassengebühren hingegen zum Teil deutlich unter zwei Euro je m²/Monat.

Bei dem BdSt-Vergleich wurde unterstellt, dass die Gastwirte einen öffentlichen Raum von 25 m² für fünf Monate in der Hauptsaison (von Mai bis September) in Anspruch nehmen.

Ob Lastenträger oder "Familien-Kutsche" -  Lastenfahrräder sind in

Inzwischen geben Städte bereits stattliche Zuschüsse beim Kauf eines solchen Rades

Immer häufiger sieht man sie jetzt im Straßenverkehr, die Lastenfahrräder, jene zwei- oder auch dreirädrigen Gefährte, in denen nicht nur Lasten,sondern gern auch kleine Kinder transportiert werden. Die Räder stammen ursprüng-lich aus Holland, werden inzwischen auch hierzulande immer beliebter. Neuer-dings auch bei  Stadtverwaltungen. Einige Städte im Rheinland bieten sogar finanzielle Förderung an.


Sie geben stattliche Zuschüsse beim Kauf eines solchen Lastenrades. Weil – so argumentieren die Städte - mit speziellen Kisten, Körben, Halterungen oder Sitzen mit Dach aus einem universellen Lastenrad eine Speziallösung für den von Autos überlasteten Straßenverkehr werden kann. 

Lastenräder sind fast lautlos, schnell, emissionsfrei und ersparen die lästige Parkplatzsuche. Zudem ist Radfahren gut für die eigene Gesundheit. Und nun gibt’s die Räder auch mit Elektromotor bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h und sogar bis 45 km/h. Dann allerdings gelten die gleichen Regeln wie für die sogenannten S-Pedelecs - also jene Pedelecs, die bis 45 km/h fahren dürfen und eine Kennzeichen- bzw. Versicherungspflicht auslösen. Die elektrischen Lasten-räder von Babboe, dem holländischen Erfinder, haben alle einen 250 W Motor mit einem 36 Volt Akku. Mit dem Akku kann man 40 bis 60 km weit fahren. Es dauert 4 Stunden den Akku vollständig aufzuladen.


Babboe BV ist in den Niederlanden vor 14 Jahren von einer Gruppe Eltern ge-gründet worden, die auf der Suche nach einem qualitativ guten und bezahlbaren Lastenrad waren. Der Name Babboe ist vom Indonesischen Wort 'Baboe' abgeleitet, das Kindermädchen bedeutet.

So ein E-Bike kann schnell zwischen 2.500 und bis zu 5.000 Euro kosten. Doch dafür geben nun Städte einen Zuschuß von bis zu 30 Prozent, manchmal sogar noch mehr. Die Stadt Köln zum Beispiel fördert in Köln tätige private Unterneh-men, Vereine oder Zusammenschlüsse von Privatpersonen seit Januar dieses Jahres mit einer finanziellen Unterstützung in Höhe von bis zu 50 % der Anschaf-fungskosten beim Kauf von Lastenrädern. Eine solche Förderung gilt in NRW landesweit allerdings nur in Städten, die von NO2-Grenzwertüberschreitungen betroffen sind. In NRW sind dies: Aachen, Bielefeld, Bochum, Bonn, Dinslaken, Dortmund, Düren, Düsseldorf, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Gladbeck, Hagen, Herne, Hürth, Köln, Leverkusen, Mönchenglad-bach, Mülheim an der Ruhr, Neuss, Oberhausen, Overath, Paderborn, Schwerte, Siegen, Solingen, Witten, Wuppertal.

Radikale Gehölzschnitte sind seit 1. März wie jedes Jahr verboten

Auch in diesem Jahr müssen die Scheren für radikale Schnitte ruhen. Konkret dürfen seit dem 1. März Bäume sowie Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze nicht abgeschnitten oder auf den Stock gesetzt werden. Das Verbot erfasst nicht Bäume im Wald, auf Schnellwuchsplantagen oder gärtnerisch genutzten Grundflächen. So sieht es das Bundesnaturschutzgesetz in Paragraf 39, Absatz 5 vor. Das Verbot gilt bis zum 30. September.

Mit der Vorschrift soll das Blühangebot für Insekten während des Sommerhalbjahres sichergestellt und dieje-nigen Vogelarten geschützt werden, die in Hecken und Gebüschen nisten.

DÜSSELDORF und KÖLN testen den "grünen Pfeil" für Radfahrer

Eine Umfrage und deren Resonanz in Social-Medien sprechen nicht unbedingt dafür

In zehn deutschen Städten testet man gegenwärtig den grünen Pfeil für Fahr-radfahrer. Macht das Sinn? Oder sorgt es nur für Unmut bei den Autofahrern? Die Berliner Coduka GmbH hat eine Umfrage unter die Leute gebracht. Das Ergebnis zeigt ein zweigeteiltes Lager und verhärtete Fronten. Insgesamt geht weniger als die Hälfte davon aus, dass der Grünpfeil zur Konfliktlösung zwischen Auto- und Radfahrern beitragen könnte.


Im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums lässt die Bundesanstalt für Straßen-wesen (BASt) dieses Jahr in München, Stuttgart, Leipzig, Köln, Düsseldorf, Müns-ter, Darmstadt, Bamberg und Reutlingen an insgesamt 40 Ampeln Grünpfeile für Radfahrer anbringen. Mittels Videoüberwachung soll das Experiment dokumen-tiert werden.

Der Zweck eines Grünpfeils ist schnell erklärt: Hier kann der Verkehrsteilnehmer bei Rot rechts abbiegen, wenn er vorher gestoppt und sichergestellt hat, dass die Straße frei ist. Doch auch als Verkehrszeichen für Autofahrer ist der Grünpfeil nicht unumstritten.

Eigentlich ist der Grünpfeil ein Kind der DDR. 1978 ins Leben gerufen, wurde er in Westdeutschland erst nach der Wende im Jahr 1994 eingeführt. Eine MDR-Um-frage und Studie des Fachverbands Fußverkehr FUSS e.V. haben allerdings erge-ben: Zwischen 2003 und 2018 wurden die Grünpfeile in vielen Städten drastisch reduziert - in Leipzig beispielsweise um 34 %, in München um 43 %, in Berlin um 55 % und in Köln sogar um 68 %. Ob der Grünpfeil für Radfahrer Einzug in die Straßenverkehrsordnung (StVO) findet, soll 2020 beschlossen werden, basierend auf den Erkenntnissen aus dem Pilotprojekt.

BESUCHERZENTRUM DES NATIONALPARKS EIFEL FÜR BARRIEREFREIHEIT AUSGEZEICHNET

Für 5 Millionen Euro Ferienanlage auf Vogelsang geplant
  

Mitten im Nationalpark Eifel, auf dem Gelände der ehemaligen NS-Ordensburg Vogelsang, soll eine Ferienanlage mit rund 100 Betten entstehen. Der Aufsichtsrat der Standortentwicklungsgesellschaft Vogelsang hat dem Konzept privater Investoren bereits zugestimmt. Die Anlage der ehemaligen NS-Ordensburg Vogelsang, die hoch über dem Urftsee thront, war nach dem Zweiten Weltkrieg erst britischer, dann belgischer Truppenübungsplatz.

Auf einem etwa 2,6 Hektar großen Grundstück der insgesamt 100 Hektar großen Anlage sollen sich dem Konzept nach kleine Holzhäuser, lodgeartige Appartements und tonnenartige „Nationalpark-Lounges“ verteilen. Eine denkmalgeschützte, ehemalige belgische Tankstelle soll saniert und als Entree mit einem öffentlichen Panoramaplatz einbezogen werden. Sie stammt aus der Zeit, in der das Areal als belgischer Truppenübungsplatz diente.


Die Ferienhäuser und die Lounges sollen sich durch eine moderne und transparente Architektur deutlich von der Formensprache der historischen Gebäude aus der NS-Zeit abheben. Die Appartements, die in historische Kasematten hineingebaut werden, sollen in Teilen seniorengerecht und barrierefrei gestaltet werden.  Fünf Millionen Euro sollen investiert werden.


Bild links: Anfassen erlaubt: Die große Ausstellung „Wildnis(t)räume“ ist für alle zu erleben, hier bei einer Führung mit dem Ranger. Copyright: © Dominik Ketz

720.000 Euro  -  Wie die Bezirksregierung die Naturparke unterstützt

Dem Rhein-Sieg-Kreis als Träger des Naturparks Siebengebirge (Bild) hat die Bezirksregierung Köln erstmalig Fördermittel in Höhe von circa 16.000 Euro bewilligt. Dies ermöglicht dem Naturpark u.a. die Finanzierung der notwendigen Unterhaltungsmaßnahmen an seinen Wanderparkplätzen und Wanderwegen. Der Naturpark Siebengebirge war Ende letzten Jahres in die Trägerschaft des Kreises übergangen. Insgesamt wurden die vier Naturparke Bergisches Land, Nordeifel, Siebengebirge und Rheinland mit Geldern in Höhe von rund 720.000,- Euro gefördert. Damit können die Lebensräume der hier heimischen Tiere und Pflanzen geschützt und ihre Lebensbedingungen verbessert werden. Gleichzeitig wird ein wichtiger Beitrag zur besseren Erlebbarkeit der Natur geleistet.


Köln lädt in die Unterwelt ein: Zum Kronleuchter in der Kanalisation

Einen Kronleuchtersaal kennt man eher aus Schlössern und Villen. Doch in Köln gibt es sogar einen in der Kanalisation. Der Kronleuchtersaal am Theodor-Heuss-Ring ist ein einzig-artiges Denkmal der Kölner Stadtgeschichte. Hier finden regelmäßig Führungen und sogar Konzerte statt.  Das war eine besondere Attraktion natürlich beim"Tag des Offenen Denkmals". Einblicke gibt es aber auch zu anderen Zeiten. Man muss sich anmelden: fuehrungen@steb-koeln.de oder 0221 22126845.

Rheinische Shoppingmeilen von Frankfurt und München ausgebremst 

Kölner Schildergasse  in der Passanten-Gunst nur auf Platz 4
 

Frankfurt vor München – was beim DFB-Pokal gelang, wiederholt sich bei der JLL-Passantenfrequenzzählung: Die Frankfurter Zeil hat sich den Spitzenplatz unter den frequenzstärksten Einkaufsstraßen Deutschlands zurückgeholt. Mit 14.875 gezählten Besuchern pro Stunde zwischen den zentralen Plätzen Haupt-wache und Konstablerwache setzte sich die Frankfurter Konsummeile mit mehr als 550 Passanten Vorsprung deutlich an die Tabellenspitze.


Der Vorjahressieger Kölner Schildergasse (Bild) verlor hingegen deutlich von 16.835 Passanten im vergangenen Jahr auf diesmal 13.505 und musste sich mit Platz 4 begnügen.

Etwas durchgereicht findet sich derweil Düsseldorfs Flinger Straße nach Platz 3 im vergangenen Jahr nun auf dem 7. Rang mit 9.670 Passanten wieder. Mit 9.435 Passanten nur knapp dahinter reiht sich mit der Hohen Straße die zweite Kölner Toplage ein, ehe Stuttgarts Königstraße (9.145) und die Düsseldorfer Schadow-straße (9.130) die Top Ten komplettieren.


Im Luxussegment reiht sich die konstante Königsallee (4.855) in Düsseldorf hinter der Stuttgarter Stiftstraße auf dem zweiten Platz ein. Dahinter folgen Münchens Maximilianstraße (2.690), die Frankfurter Goethestraße (1.815) und Der Neue Wall in Hamburg mit 1.685 Passanten.


Köln,                  pro Std.   Rang     Ø 2014-2018
Schildergasse  13.040          4         14.282
Hohe Straße        9.435         8           9.773
Ehrenstraße        4.850        58          3.730
Breite Straße       3.720       75           3.330
Mittelstraße         2.305      131          2.30

Düsseldorf,        pro Std.  Rang    Ø 2014-2018
Flinger Straße     9.670          7          10.598
Schadowstraße  9.130       10            9.644
Königsallee          4.855        57           4.989
Schadowplatz     2.365     127            3.654


Hier mündet die Sieg in den Rhein

Wo Freizeitspaß, Tradition und "Natur pur" eine ideale Einheit sind    


Die traditionelle Flussfischerei an der Sieg bei Bonn ist in das deutsche Unesco-Verzeichnis für Immaterielles Kulturerbe aufgenommen worden. Seit dem Jahr 987, also seit genau 1030 Jahren, besitzen Fischerfamilien im heute zu Troisdorf gehörenden Ort Bergheim Fischereirechte für den Mündungsbereich der Sieg in den Rhein. Dieses idyllische Fleckchen Erde (unser Bild) ist zugleich bei Wochenend-Ausflüglern sehr begehrt. Hier genießt man Natur pur, geht spazieren oder ist Gast in einer der gemütlichen Gaststätten am Fluss.


Bis heute werden an der Sieg die Fischer-Traditionen gelebt und öffentlich gefeiert. Zudem lassen sich die Geschichte und die Besonderheiten dieses Berufes in einem Fischereimuseum  kennenlernen und erleben. Dort werden etwa alte Handwerkstechniken demonstriert, Workshops zu Fischen und anderen Tieren und Pflanzen der Siegaue angeboten sowie Werkzeuge von Fischern, Netzstrickern und Korbmachern ausgestellt. Mit über 40 Fischarten gehört die Sieg heute zu den fischreichsten Flüssen Deutschlands.

Das Museum, das an einem Altarm der Sieg unweit der Rheinmündung liegt, wird von der Bergheimer Fischereibruderschaft unterhalten. Die zunftartig organisierte Vereinigung ist im Mittelalter aus der Gemeinschaft der Fischer- Familien hervorgegangen und hat bis heute die Fischereirechte inne. Seit dem Ende der beruflichen Fischerei Mitte des 20. Jahrhunderts kümmert sich die rund 450 Mitglieder zählende Bruderschaft um Bildung, Traditionspflege und Naturschutz in der Siegaue.

Unter immateriellem Kulturerbe werden nach einem Unesco-Übereinkommen Bräuche, Darstellungen, Ausdrucksformen, Wissen und Fertigkeiten verstanden, die bewahrt werden sollen. In Deutschland stehen 68 Kulturformen sowie vier „Gute Praxis-Beispiele“ auf der Liste, darunter auch der Rheinische Karneval und die manuelle Glasfertigung, so wie sie im Museum Glashütte Gernheim in Petershagen bis heute betrieben wird.

Die Sieg ist mit 155km einer der zehn größten Zuflüsse des Rheins und ihre naturbelassene Mündung bei Mondorf markiert den Übergang vom Mittelrhein zum Niederrhein. Das Siegtal erstreckt sich östlich des Rheins und trennt das nördlich gelegene Bergische Land vom Westerwald im Süden. Zwischen dem Mündungsgebiet ab Siegburg und Siegen als nächster großer Stadt flussaufwärts liegen gut zweihundert Kilometer Natur pur.