Im Blick Rheinberg, Köln, Bonn & Leverkusen

Köln und Düsseldorf haben große Messen abgesagt oder verlegt  - 
Die "photokina" findet erst wieder in zwei Jahren statt !

Die rheinischen Messegesellschaften haben auf die aktuelle Situation reagiert und Veranstaltungen abgesagt. Für die Beauty, Top Hair, ProWein, wire und Tube sind bei der Messe Düsseldorf bereits neue Termine gefunden: Die Beauty findet vom 18. bis 20. September 2020 statt, die Top Hair vom 19. bis 20. Sep-tember 2020. Die ProWein wird auf den 21. bis 23. März 2021 verschoben. Der alternative Termin für die wire und die Tube lautet 07. bis 11. Dezember 2020.


Die Kölnmesse hat  mitgeteilt: Keine Messen bis Ende Juni.

Sie schreibt auf ihrer Homepag: "Um für die alle Teilnehmer an unseren Messen und alle Partner sowie Dienstleister bis Ende Juni 2020 frühzeitig Klarheit zu schaffen, hat die Koelnmesse beschlossen, in diesem Zeitraum keine eigenen Koelnmesse-Veranstaltungen durchzuführen.  Mit diesen Maßnahmen stellen wir frühzeitig die Weichen für die nächsten Messetermine und geben unseren Ausstellern die Möglichkeit, auf ihre laufenden Messevorbereitungen noch entsprechend Einfluss zu nehmen. Unsere Entscheidung wird vom Krisenstab der Stadt Köln unterstützt, der in seiner Sitzung am 18. März 2020 ebenfalls empfohlen hat, die Messen in diesem Zeitraum abzusagen."

In der Mitteilung heißt es weiter: "Für alle Koelnmesse-Veranstaltungen ab Juli 2020 gilt: Die Maßnahmen in Deutschland werden beinahe täglich angepasst. Insbesondere die zeitliche Befristung aller Maßnahmen ist aktuell nicht absehbar. Deshalb werden wir die Vorbereitungen der Messen ab Juli 2020 zum geplanten Zeitpunkt mit Augenmaß fortsetzen und die Lage weiter permanent bewerten."

Betroffen von den Veränderungen sind u.a. die Messen:

ART COLOGNE (ursprünglich 23. bis 26.04.2020). Sie wird auf den 19. bis 22.11.2020 verschoben und findet damit parallel zur COLOGNE FINE ART & DESIGN in Köln statt.


photokina (ursprünglich 27. bis 30.05.2020) ist abgesagt, der nächste Termin ist der 18. bis 21.05.2022.


Die gamescom (26. bis 29.08.2020) sowie die devcom (22. bis 24.08.2020) finden 2020 ausschließlich digital statt.

FIBO, Internationale Leitmesse für Fitness, Wellness & Gesundheit, (ursprünglich 02. bis 05.04.2020) findet nun vom 01. bis 04.10.2020 statt.

In Dubai aber freut sich die Kölnmesse schon auf die EXPO 2020

Während hierzulande Corona das beherrschende Thema natürlich auch bei allen Messe-Veranstaltern ist, gab es für die Koelnmesse fernab in Dubai Grund zum Feiern: Richtfest für den Deutschen Pavillon der EXPO 2020, die ja noch im Oktober dieses Jahres eröffnet werden soll. Vier Wochen vor dem Start der EXPO am 20. Oktober 2020 soll der fertige Pavillon unter dem Titel "Campus Germany" an die Koelnmesse übergeben werden.

Rund 480 Tonnen Material wurden in den letzten 12 Monaten Stahlbau verbaut, dazu kommen 2.300 Kubikmeter Beton. Die Bauarbeiter leisteten rund 38.350 Arbeitsstunden, um die Finalisierung des Rohbaus des CAMPUS GERMANY voran zu treiben. Das Gebäude des Deutschen Pavillons auf dem EXPO Ground in Dubai nimmt Gestalt an.

Für die Inhalte und Exponate des Deutschen Pavillons zeichnet die Kölner Agetur facts and fiction verantwortlich. Während der Innenausbau des Pavillons in den kommenden Wochen startet, geht die Agentur in die detaillierte Ausarbeitung der Ausstellung, die sowohl haptisch als auch digital deutsche Innovationen und Lösungen rund um das Thema Nachhaltigkeit präsentieren wird. Dabei steht das Wissen, Forschen und der persönliche Austausch gemäß dem Motto der EXPO 2020 Dubai „Connecting Minds, Creating the Future“ im Fokus des CAMPUS GERMANY.

Auch abseits der Baustelle laufen die Vorbereitungen für den CAMPUS GERMANY bei der Koelnmesse, die als Durchführungsgesellschaft die Organisation und den Betrieb des Deutschen Pavillons verantwortet, auf Hochtouren.  Für das Pavillon-personals werden rund 180 Mitarbeiter gesucht. Für das ganze Unternehmen steht ein Budget von 50 Millionen Euro zur Verfügung. Etwa 3 Millionen Besucher werden erwartet.

Koelnmesse Konzern lag 2019 mit einem Gewinn von 30 Millionen Euro über Plan

Die Koelnmesse erreicht erstmals über 400 Millionen Euro Umsatz

 Die Koelnmesse hat das Geschäftsjahr 2019 mit einem Rekordumsatz von mehr als 400 Millionen Euro und einem Jahresüberschuss von mehr als 30 Millionen Euro abgeschlossen. "Wir hatten uns für 2019 viel vorgenommen und haben jetzt geliefert. Das bedeutet eine neue Bestmarke für unser Unternehmen. Nach 2020 wollen wir uns weiterhin oberhalb der 400 Millionen Euro bewegen", so Messechef Gerald Böse. "Damit behaupten wir uns ganz vorn in der Welt".


BGerald Böse (Vorsitzender der Geschäftsführung), Henriette Reker (Oberbürgermeisterin der Stadt Köln und Vorsitzende des Aufsichtsrats der Koelnmesse)

Der Umsatz der Koelnmesse lag im vergangenen Jahr rund zwölf Prozent über dem des bisherigen Rekordjahres 2017, das als ungerades Kölner Messejahr mit vergleichbarem Portfolio die Benchmark darstellt. Seit 2009 ist der Umsatz durchschnittlich um rund sechs Prozent gewachsen - das entspricht einer abso-luten Umsatzsteigerung von rund 170 Millionen Euro in diesem Zeitraum.

Nach Böses Worten ist der anhaltende Erfolg auch das Ergebnis der langfristig angelegten Unternehmensstrategie mit den Kernpunkten Internationalisierung, Digitalisierung und Standortentwicklung. Insbesondere das Portfolio mit der Stärkung der vorhandenen und der Etablierung neuer Messen wird in Zukunft im Fokus stehen. An den weltweit 76 Messen und Ausstellungen 2019 beteiligte sich die Rekordzahl von rund 45.000 ausstellenden Unternehmen aus 120 Ländern und rund 2,3 Millionen Besucher aus 218 Staaten. Hinzu kamen etwa 125.000 Teilnehmer an Kongressen außerhalb der Messezeiten. 51 Veranstaltungen fanden in Deutschland statt.

Nachhaltigkeit ist ein weiteres Thema von großer Tragweite für die Koelnmesse. Zahlreiche Projekte laufen bereits. Die Koelnmesse versteht Nachhaltigkeit auch als integralen Bestandteil bei ihren Bauprojekten: Das Confex® als Messe-, Kon-gress- und Eventlocation zugleich wurde so geplant, dass es bereits vorab von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen mit der höchsten Kategorie in Platin vorzertifiziert wurde. Es ist Teil des rund 700 Millionen Euro schweren Investitionsprogramms Koelnmesse 3.0, das im Zeitplan liegt und gut voran-kommt. Die Halle 1plus steht kurz vor dem Richtfest.

Im Rheinland gar nicht so bekannt: Die Düsseldorfer Messe betreibt
seit 40 Jahren einen festen Messe-Standort auch in Moskau

Die Messe Düsseldorf feiert das 40-jährige Bestehen ihres Moskauer Standorts. Mit der Eröffnung der offiziellen Repräsentanz am 15. Oktober 1979 hatte sie die Basis für ihre Erfolgsgeschichte im russischen Markt geschaffen. 2002 folgte die Gründung der Tochtergesellschaft Messe Düsseldorf Moskau, die heute 49 Mit-arbeiter beschäftigt sowie 14 Messen und Messebeteiligungen in Moskau, Novo-kutznesk, Kazan, Ufa und Jekaterinburg veranstaltet.


Die Messe Düsseldorf Moskau betreute im vergangenen Jahr bereits 2.097 Aussteller (Vorjahr: 1.894). Diese erreichten mehr als 190.000 Besucher. Düsseldorf nennt das einen Beleg für "die Lebendigkeit und Attraktivität" des russischen Messe-markts. Mit einem Erlös von 31,2 Mio. Euro im Jahr 2018 und einem Anteil von 44 Prozent am Auslandsumsatz der Messe Düsseldorf Gruppe stellt Russland den größten Auslandsmarkt des Konzerns dar.


Werner M. Dornscheidt, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Düssel-dorf dazu: „Wir haben heute eine starke Position im russischen Markt. Das ist der Lohn dafür, dass wir als erste ausländische Messegesellschaft nach Russland gegangen und dem Markt auch in schwierigen Zeiten treu geblieben sind. Wir stehen für Verlässlichkeit und Stabilität – an der Seite unserer Kunden und unserer russischen Partner.“


Bereits 1963 wagte die Messe Düsseldorf den Schritt hinter den Eisernen Vorhang und eröffnete ihren Kunden einen neuen Markt. „Das war schon abenteuerlich, in der damaligen Sowjetunion Messen zu veranstalten“, erinnert sich Dornscheidt. „Ich bin seit 1977 dabei und habe so einiges erlebt.“ In den ersten Jahren, während zwischen den Supermächten noch der Kalte Krieg herrschte, galt es, bürokratische und politische Hürden zu überwinden.


Messe Düsseldorf bei den Olympischen Spielen in Tokio 

Die erfahrenen Rheinländer sind für das Deutsche Haus zuständig

Es ist der Hotspot nach den olympischen und paralympischen Wettkämpfen: das Deutsche Haus (Bild). Hier kommen Vertreter aus Sport, Wirtschaft, Medien, Gesellschaft und Politik zusammen, um gemeinsam zu feiern und zu netzwerken. Die Messe Düsseldorf schafft hierfür auch in Tokio 2020 wieder den Rahmen und realisiert das Deutsche Haus im Auftrag der Deutschen Sport Marketing (DSM), des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und des Behindertensportverbands (DBS).

Messe-Chef Werner M. Dornscheidt, Düsseldorf

In Tokio öffnet das Deutsche Haus kommendes Jahr seine Türen in der Shop-ping-Mall „AQUA CiTY“ auf der künstlichen Insel Daiba – zentral gelegen in der Tokyo Bay Zone, in direkter Nachbarschaft zu zahlreichen sportlichen Hot-spots und mit einem atemberaubenden Blick auf die berühmte Rainbow Bridge.


In dem sechsstöckigen Einkaufszentrum sind verschiedene Flächen für die Ein-richtung des Deutschen Hauses vorgesehen. Herzstück des Auftritts wird die Eventlocation „The Cortona Sea Side Daiba“ im fünften Stock der Mall sein. Sie verfügt über eine weitläufige Terrasse mit Pool, eine grandiose Aussicht auf die markante Skyline von Tokio und wird vor allem für Feierlichkeiten und Foto-shootings gebucht.


Werner M. Dornscheidt, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Düssel-dorf, freut sich auf die Spiele: „Wir werden wieder unsere geballte Kompetenz auffahren, um das Deutsche Haus zu einem Hotspot der Olympischen und Para-lympischen Spiele zu machen. Menschen zusammenzubringen, das können wir. Und zwar nicht nur auf unseren Weltleitmessen, sondern auch im Deutschen Haus. Wir sind stolz, hierfür seit 20 Jahren einen Beitrag zu leisten.“Seit Sommer 2017 haben die Verantwortlichen der Messe Düsseldorf  nach einer geeigneten Location gesucht und dabei mehr als 30 Objekte besichtigt. Düsseldorf ist zuständig von der Planung über die Umsetzung bis zum Betrieb.



Die Koelnmesse betreut den Pavillon der Weltausstellung in Dubai

Ab Oktober 2020 schaut die Welt Tokio (Olympia) und nach Dubai (Weltausstel-lung): Zur EXPO 2020 organisiert die Koelnmesse im Auftrag des Bundeswirt-schaftsministeriums den Deutschen Pavillon und ist damit an drei der bisher vier großen Weltausstellungen dieses Jahrhunderts beteiligt. 2018 wurden wichtige Meilensteine erreicht, im April 2019 folgte auf dem 4.600 m² großen Gelände der erste Spatenstich. Und im Oktober 2020 blicken viele auch nach Singapur. Dort findet mit Hilfe der Kölner die erste gamescom asia statt. Asien gilt als der attraktivste und am schnellsten wachsende Gaming-Markt weltweit.