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Ausgebuchte Hotels von Rügen bis Oberammergau. Deutschland war auch 2019 das – mit großem Abstand – beliebteste Rei-seziel der Deutschen. So sah es vor Corona aus. Auf Urlaub wollten die meisten Bundesbürger nicht verzichten. 61 Prozent unternahmen wenigstens eine Urlaubsreise von mehr als fünf Tagen Dauer. 21 Prozent waren sogar zweimal unterwegs, sagt die BAT-Tourismus-Analyse. Und heute? Unser Bild zeigt das Schloss Basedow, mit seinem großen Landschaftspark stellt es  eine der bedeutendsten Schlossanlagen Mecklenburg-Vorpommerns dar.                Foto: 1000seen.de/Christin Drühl

Ein interessanter Rückblick:  Schon 2019 Urlaub im eigenen Land

Das große Inlandsreiseziel war schon damals Mecklenburg-Vorpommern vor Bayern

Mehr als jeder dritte Reisende (34%) verbrachte seinen Haupturlaub im vergan-genen Jahr zwischen den Küsten im Norden und den Bergen im Süden. Beson-ders häufig wurden die Seen und Ostseegemeinden in Mecklenburg-Vorpom-mern besucht. Aber auch die süddeutschen Destinationen in Bayern und Baden-Württemberg sowie Schleswig-Holstein und Niedersachsen konnten sich über zahlreiche Gäste freuen.Wie wird die Bilanz wohl am Ende von 2020 aussehen?



In Europa konnten sich die spanischen Urlaubsgebiete noch im vergangenen Jahr als die beliebtesten Auslandsziele der Bundesbürger behaupten. Ungefähr jeder zehnte Reisende verbrachte seinen Urlaub auf den Balearen, Kanaren oder dem spanischen Festland. Auf den weiteren Plätzen folgten Italien, Österreich und die wiedererstarkten griechischen Feriengebiete.

Im Langzeitvergleich zeigt sich die abnehmende Popularität zahlreicher klas-sischer Urlaubsdestinationen. Besonders in Spanien und der Türkei waren deut-lich weniger deutsche Urlauber zu Gast als noch vor zehn Jahren. Zulegen konn-ten dagegen vor allem skandinavische Ferienregionen sowie die Beneluxstaaten und Frankreich.

Noch nie verbrachten mehr Bundesbürger ihren Haupturlaub auch außerhalb Europas (17%). Besonders profitieren konnten Urlaubsregionen in Fernost sowie in Nordamerika. Destinationen von Kanada über die USA bis nach China, Thai-land, Indonesien, Sri Lanka oder die Malediven konnten im 10-Jahres-Vergleich ihre Marktanteile jeweils mehr als verdoppeln. Langsam entscheiden sich auch wieder mehr Bundesbürger für Ziele in Nordafrika (z.B. Ägypten), die zwar noch weit von ihren Höchstständen entfernt sind, jedoch die Talsohle durchschritten haben.

Das sind die Ergebnisse der 36. Deutschen Tourismusanalyse der BAT-STIFTUNG FÜR ZUKUNFTSFRAGEN, für die ein repräsentativer Querschnitt der deutschen Bevölkerung von über 3.000 Personen ab 18 Jahren zum eigenen Reiseverhalten in 2019 sowie zu Urlaubsabsichten für 2020 befragt wurde.