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Italien war im vergangenen Jahr wieder so beliebt wie in den Jahren zuvor, unser Bild

Seit mittlerweile zwei Jahren hat die Corona-Pandemie einen zentralen Einfluss auf das Urlaubsverhalten vieler Bundes-bürger. Nach einem Einbruch von etwa 40 Prozent im Vergleich zu 2019 war 2020 nur noch jeder dritte Bürger wenigs-tens fünf Tage im Urlaub. Dieser Wert konnte in den vergangenen zwölf Monaten wieder deutlich gesteigert werden. Zu diesen Ergebnissen kommt die 38. Deutsche Tourismusanalyse der BAT-STIFTUNG FÜR ZUKUNFTSFRAGEN.


Die Reisebilanz 2021 zeigt: Die Reiselust kehrt zurück


2021 packte fast jeder Zweite wenigstens einmal seine Koffer (49%). Damit ist der Wert zwar immer noch der zweitniedrigste seit der Wiedervereinigung, zeigt aber gleichzeitig auch, welch hohen Stellenwert Urlaub und Verreisen für die Bundesbürger (wieder) haben.  Professor Dr. Ulrich Reinhardt (Bild), Wissenschaftlicher Leiter der BAT-Stiftung: „Nach einem Jahr der Entbehrung und Einschränkung galt trotz anhaltender Reisewarnungen in der abgelaufenen Saison für etwa jeden Zweiten das Motto: Reiselust statt Reisefrust.“

Jeder zweite Reisende wählte im vergangenen Jahr Urlaubsziele im deutschen Inland

Etwa die Hälfte aller Urlaubsreisen (50%) fand 2021 in Deutschland statt und damit in etwa so viele wie in den 1970er Jahren. Insgesamt verbrachte 2021 fast jeder zehnte Reisende seinen Urlaub in Bayern. Auf den weiteren Plätzen folgen die Ferienziele an Nord- und Ostsee. Mecklenburg-Vorpommern konnte seinen Marktanteil noch einmal ausbauen, während die anderen Regionen Einbußen verzeichnen mussten.

War 2020 Österreich erstmals seit den 1970er Jahren wieder das beliebteste Auslandsreiseziel der Bundesbürger, so ist es 2021 auf ein deutlich niedrigeres Niveau als vor Corona abgesunken. 2011 lag Österreich bei 3,8 Prozent, 2019 bei 4,2 Prozent und aktuell bei 3,3 Prozent. Dagegen konnte z.B. die Türkei ihren Tiefpunkt überwinden und fast genauso viele Urlauber wie vor der Pandemie bei sich begrüßen . Auch in Spanien haben die Lockerungen zu einem deutlichen Anstieg der deutschen Urlauber auf der iberischen Halbinsel, den Balearen und Kanaren geführt. Insgesamt waren es fast doppelt so viele wie 2020, die ihren Haupturlaub letztes Jahr dort verbrachten.
Der große Gewinner 2021 war jedoch Italien (großes Bild oben). Im vergangenen Jahr verbrachten sogar mehr Bundesbürger ihre Ferien in Italien als 2019. Ein wesentlicher Grund hierfür war die relativ entspannte Lage vor Ort und die damit verbundene – zumindest gefühlte – Sicherheit.

Auch im neuen Jahr will ein Drittel der Urlauber in Deutschland bleiben 

Lediglich jeder 13te Urlauber wählte eine Urlaubsdestination außerhalb Euro-pas. Im Jahr vor der Pandemie war es mehr als jeder sechste (2019: 17,2). Wen es in die Ferne zog, der wählte am ehesten Ziele in der Karibik oder Mittelamerika. Den stärksten Rückgang mussten Feriendestinationen in Südost-Asien verzeich-nen.Ziele in Nordafrika wurden 2021 dagegen wieder deutlich häufiger besucht als noch im ersten Coronajahr.

Nach jetzt zwei Jahren scheinen sich viele Bundesbürger an die Pandemie- Situation gewöhnt zu haben und durch Maßnahmen der Reiseveranstalter ein wenig Sicherheit in unsicheren Zeiten zu verspüren. Bereits jetzt ist sich mehr als jeder zweite Deutsche (57%) sicher, dieses Jahr in den Urlaub zu fahren. Das entspricht 27 Prozent mehr als noch vor 12 Monaten. Bei der Auswahl der Reise-ziele präferiert ein knappes Drittel ein Reiseziel im Inland.


Innerhalb Europas stehen traditionell vor allem Reiseziele rund um das Mittel-meer auf der Wunschliste. Allen voran Spanien und Italien, aber auch Griechen-land, Frankreich oder die Türkei können sich auf zahlreiche Besucher aus Deutschland einstellen.

Als Ausblick hält Reinhardt fest: „Die Bürger sind coronamüde und wollen nicht mehr rund um die Uhr mit der Pandemie konfrontiert werden. Sie sehnen sich nach Sonne, Strand und Meer, wollen wieder unterwegs sein und dabei mög-lichst die Unsicherheit daheimlassen. Die Chancen hierfür stehen gut."

Camper schätzen in Deutschland vor allem Plätze auf der Insel Fehmarn

Auf ganz Europa bezogen aber bleibt Italien die Nummer 1


Echternacherbrück - ein beliebter Campingplatz in der Südeifel am Grenzfluss Sauer mitten im Deutsch-Luxem-burgischen Naturpark,  direkt gegenüber der luxembur-gischen Stadt Echternach, ein idealer Ausgangspunkt zu Ausflügen nach Trier  und Luxembourg, zu mittelalterl-ichen Burgen und Schlössern.

Der ADAC hat auch im vergangenen Jahr wieder seine Inspekteure auf die Cam-pingplätze in ganz Europa geschickt, um deren Qualität zu überprüfen. Zum Jahreswechsel legte er die Ergebnisse vor. Das Wichtigste: Mit 28 neuen ADAC Super-plätzen (+21%) hat sich die Spitzengruppe des europäischen Luxus-Cam-pings deutlich vergrößert. Damit wächst die Anzahl der mit 5 Sternen bewerteten Campingplätze in Europa auf insgesamt 158. Uwe Frers, Geschäftsführer ADAC Camping: “28 neue ADAC Superplätze zeigen, wohin die Reise beim Camping geht: Höhere Qualität für immer anspruchsvollere Camper.”

Mit fünf neuen ADAC Superplätzen belegt Italien wie bei der letzten Erhebung weiterhin die Spitzenposition im Europa-Ranking. Frankreich gewinnt acht neue ADAC Superplätze und steigt damit von Position 3 auf Position 2. Kroatien ver-zeichnet mit ebenfalls acht neuen ADAC Superplätzen (+62%) das stärkste prozentuale Wachstum in der Spitzengruppe. Zudem springt es im Ranking um
drei Positionen nach oben auf Position 3.

Deutschland gewinnt mit Camping Strukkamphuk (Fehmarn, Schleswig-Hol-stein) und Camping Landal Sonnenberg (Leiwen, Rheinland-Pfalz) zwei neue Superplätze und behauptet sich mit 20 Pätzen unverändert auf Position 4.

Neue ADAC Superplätze kommen zudem aus Österreich (+3) und Dänemark (+1), Griechenland ist mit dem neuen ADAC Superplatz Camping Ionion Beach (Pele-ponnes) erstmals im Top-Ranking vertreten.

Deutschland: Fehmarn bringt Schleswig-Holstein an die Spitze in Deutschland
In Deutschland liegt das nördlichste Bundesland vorn: Mit sechs ADAC Super-plätzen nimmt Schleswig-Holstein die Spitzenposition ein. Es folgen Baden-Württemberg (4), Bayern (3) sowie Mecklenburg-Vorpommern und Niedersach-sen (je 2). Jeweils einen ADAC Superplatz beheimaten die Bundesländer Rhein-land-Pfalz, Brandenburg und Sachsen.