Im Blick Rheinberg, Köln, Bonn & Leverkusen

Die Corona-Krise zeigt:  So wichtig sind heute kontaktlose Zahlungsmöglichkeiten

Das letzte Geschäftsjahr der Kreissparkasse Köln war - wen wundert's? - geprägt durch die Corona-Pandemie. Als im März 2020 die erste große Infektionswelle ausbrach und die Politik den ersten Lockdown verhängte, war die Kreissparkasse Köln als Teil der systemrelevanten Infrastruktur gefordert, die geld- und kredit-wirtschaftliche Versorgung in der Region zu sichern. In den ersten Wochen der Krise wurde fast jeder zweite Antrag auf KfW-Hilfe bundesweit über eine Spar-kasse gestellt. So hat die Kreissparkasse Köln allein 895 Förderkredite in Höhe von 245 Mio. Euro zugesagt und bis Anfang Juli 2020 bei über 3.000 gewerblichen Krediten Zins- und Tilgungsleistungen in Höhe von 38 Mio. Euro ausgesetzt.

Die Kreissparkasse Köln zur Geschäftsentwicklung 2020  -
Der Chef zeigt sich mit dem Geschäftsergebnis "zufrieden“


Neben der persönlichen Beratung in den Filialen und Firmenkundendirektionen nutzten die Kunden seit Beginn der Pandemie verstärkt mediale Kanäle, um mit den  Beratern der Kreissparkasse Köln in Kontakt zu treten. Bei den Zahlungsvorgängen präferierten die Kunden zunehmend kontaktlose Zahlungsmöglichkeiten; in der Folge stiegen die kontaktlosen Zahlungen im Laufe des Jahres 2020 um rund 120 % auf 22 Mio. Stück an. Auch die Sparkassen-App erfreute sich weiter steigender Beliebtheit, die Zahl der Nutzer legte um rund 30 % auf über 187.000 zu.


„In dieser außergewöhnlichen Zeit hat sich das Geschäftsmodell der Sparkassen mit seiner regionalen Verankerung und seiner engen Verbundenheit zu den Unternehmen und Menschen vor Ort bewährt. Ich bin stolz auf unsere Mitarbeiter, die mit hohem Einsatz  für unsere Kunden da waren . Angesichts der Ausnahmesitu-ation infolge der Corona-Pandemie sind wir mit unserem Geschäftsergebnis zufrieden“, bilanzierte Alexander Wüerst, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Köln.

Trotz der großen Herausforderungen durch die Pandemie war die Geschäftsent-wicklung der Kreissparkasse Köln nach eigener Aussage im Berichtsjahr erfreu-lich. Mit 4,3 (4,0) Mrd. Euro an neuenKrediten wurden im Jahr 2020 deutlich mehr Kredite ausgelegt als noch im Vorjahr.

Im Bereich der Geldvermögensbildung haben die Kunden mit 2,3 (1,1) Mrd. Euro im Vergleich zum Vorjahr mehr als doppelt so viel neues Vermögen auf Konten und Depots der Sparkasse angesammelt. Getrieben war die Entwicklung durch einen weiter steigenden Zufluss von Einlagen und ein dynamisches Wertpapier-geschäft.Per saldo wird ein vorläufiges Ergebnis vor Steuern von 99 (107) Mio. Euro ausgewiesen.

Die Kunden der Kreissparkasse Köln haben mit 2,3 (1,1) Mrd. Euro im Vergleich
zum Vorjahr mehr als doppelt so viel neues Vermögen auf Konten und Depots der Sparkasse angesammelt. Getrieben war die Entwicklung durch einen weiter
steigenden Zufluss von Einlagen und ein dynamisches Wertpapiergeschäft. Der Gesamtbestand der Kundeneinlagen kletterte um 1,6 Mrd. Euro oder 7,9 % auf
22,2 (20,6) Mrd. Euro. Dabei entfielen 85 % des Zuwachses oder 1,4 Mrd. Euro auf
die Privatkunden, die ihre Einlagen auf 16,5 (15,2) Mrd. Euro erhöhten.

Obgleich Vereinsleben und -aktivitäten in der Coronazeit erheblich eingeschränkt waren, hat die Kreissparkasse Köln den regionalen Vereinen und Einrichtungen im vergangenen Jahr zuverlässig zur Seite gestanden und mit insgesamt 3,2 Mio. Euro über 2.000 gemeinwohlorientierte Projekte gefördert.

Nach 37 Jahren im Dienst der Sparkassenorganisation und 16 Jahren im Vorstand
der Kreissparkasse Köln ist das ordentliche Vorstandsmitglied Dr. Klaus Tiedeken
Ende des Jahres 2020 in den Ruhestand getreten. Zum neuen ordentlichen Vor-standsmitglied wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2021 Jutta Weidenfeller (bisher stellvertretendes Vorstandsmitglied) bestellt.

Genossenschaftsbanken ziehen als Fazit für das Jahr 2020:
"Auch in schwierigen Zeiten verläßlich und erfolgreich"


Die deutschen Genossenschafts-banken haben sich mit ihren 814 Instituten  im Geschäftsjahr 2020  "erfolgreich behauptet".  Das teilte der Bundesverbandes der Deut-schen Volksbanken und Raiffei-senbanken (BVR) soeben in einer Videokonferenz mit. So wuchsen zum Beispiel die ausgereichten Kredite um 6,2 Prozent. Die Einla-gen erhöhten sich um 7,6 Prozent. Der vorläufige Jahresüberschuss erreichte 2,1 Milliarden Euro.

Als regional verankerte Banken teilen die Genossenschaftsbanken die Sorgen der mittelständischen Firmenkundschaft. "Die vom Lockdown am stärksten betrof-fenen Branchen werden die aufgelaufenen Umsatzverluste wohl in diesem Jahr nicht mehr ausgleichen können", sagte Marija Kolak, Präsidentin des Bundesver-bandes. Die Institute hätten die Risiken auch im Umfeld der Coronapandemie im Griff, so die BVR-Präsidentin. Risiko, Ertrag und Eigenkapital seien seit Jahren im guten Gleichgewicht.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wuchsen die Kredite über alle Kundengruppen hinweg um 6,2 Prozent auf 665 Milliarden Euro. Der Marktanteil erhöhte sich um 0,4 Prozentpunkte auf 17,6 Prozent. Treiber dieser Entwicklung sei die anhaltend rege Nachfrage nach langfristigen Wohnungsbaukrediten, die mehr als die Hälfte des Kreditportfolios der Genossenschaftsbanken ausmachten. Auch die Einla-genseite habe sich gut entwickelt. Die Kundeneinlagen stiegen 2020 um 7,6 % auf 791 Milliarden Euro.

Das Betriebsergebnis nach Bewertung reduzierte sich um 1,4 Milliarden Euro auf 6,4 Milliarden Euro. Der voraussichtliche Jahresüberschuss vor Steuern lag bei 6,3 Milliarden Euro und damit um 16,9 Prozent unter dem Wert des Jahres 2019. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag erreichten rund 2 Milliarden Euro.


Dem Fonds für allgemeine Bankrisiken haben die Genossenschaftsbanken 2020 voraussichtlich 2,3 Milliarden Euro zugeführt. Die bereits solide Eigenkapitalaus-stattung der Institute werde durch diese Dotierung erneut gestärkt.

Auch die Sparkasse Köln/Bonn mit einer positiven Bilanz  - 
Auffallend viele Geldanfragen von Unternehmensgründern


Die Sparkasse KölnBonn blickt auf ein unter den Umständen der Co-rona-Pandemie gutes Geschäfts-jahr 2020 zurück. „Wir haben in einem sehr schwierigen Jahr vieles auf den Weg gebracht und erfolg-reich umgesetzt, was unseren Kunden, unseren Mitarbeitenden und nicht zuletzt auch der Spar-kasse selbst geholfen hat, die Folgen der Corona-Krise abzufe-dern“, zog Ulrich Voigt, Vorstands-vorsitzender der Sparkasse KölnBonn, eine positive Bilanz.

Die Sparkasse KölnBonn hat im zurückliegenden Geschäftsjahr nach vorläufigen Zahlen ein Jahresergebnis vor Steuern zuzüglich Reservenbildung von 109 Mio. Euro erzielt. Der Zinsüberschuss sank leicht auf 361 Mio. Euro. Der Bilanzgewinn erreichte 24 Mio. Euro und lag damit knapp unter dem entsprechenden Wert im Jahr zuvor. Zum Ende des Geschäftsjahres 2020 erreichte die Bilanzsumme 27,8 Mrd. Euro. Der Kreditbestand lag bei 20,4 Mrd. Euro und die Höhe der Einlagen bei 22,0 Mrd. Euro. Die Bilanzsumme erreichte im abgelaufenen Geschäftsjahr 27,8 Mrd. Euro. Im Vorjahr lag die Bilanzsumme bei 27,1 Mrd. Euro.


Die Zahl der Privatgirokonten kletterte auf mehr als 590.000, die der Geschäftsgi-rokonten auf 93.000. "Wir bedanken uns bei 800.000 Privat- und 50.000 Firmen-kunden für ihr Vertrauen in die Sparkasse und in unsere Mitarbeiter", so Voigt.


Die Kreditbestände der Sparkasse sind sowohl im Firmenkundenbereich (+8 % auf 12,8 Mrd. Euro) als auch im Privatkundenbereich (+2 % auf 6,2 Mrd. Euro) gewachsen. Kredite in Höhe von 3,3 Mrd. Euro hat das Institut im Jahr 2020 neu vergeben. Weiterhin stark hat sich im vergangenen Jahr auch das Geschäft bei Baufinanzierungen entwickelt. Die Neuzusagen an private Baufinanzierer und Immobilieninvestoren sind um 9 % auf 1,8 Mrd. Euro gestiegen.


Bemerkenswert: Die Sparkasse KölnBonn verzeichnete einen starken Anstieg an Finanzierungsanfragen von Unternehmensgründern. So hat das Institut 2020

insgesamt 219 Gründungsvorhaben mit einem gesamten Finanzierungsvo-lumen in Höhe von 35 Mio. Euro begleitet. Im Jahr zuvor waren es 169 Gründun-gen mit insgesamt 20 Mio. Euro. Den Schwerpunkt im Jahr 2020 bildeten Projek-te aus dem Bereich Dienstleistungen (122) – darunter viele  Geschäftsmodelle, die durch die Krise verstärkte Nachfrage zu verzeichnen hatten wie zum Beispiel IT-Beratung. Dazu kamen zahlreiche Projekte aus dem Bereich Handel, Hand-werk und Gastronomie.


Ansonsten befürchtet Voigt in diesem Jahr deutlich mehr Unternehmensinsol-venzen als in den zurückliegenden Monaten. Die bis Ende April verlängerte Aus-setzung der Insolvenzantragspflicht werde die seit langem erwartete Pleitewelle nur aufschieben. "Bei diese Rahmenbedingungen rechnen wir damit, das Jahr 2021 mit einem deutlich niedrigeren Ergebnis als 2020 abzuschließen."


PS: Seit Jahresanfang 2021 rollt in Bonn die erste der beiden Mobilen Filialen der Sparkasse KölnBonn. Die modernen, barrierefreien Busse sind mit neuester Technologie ausgestattet und mit den IT-Systemen der Sparkasse voll vernetzt.

Immer mehr Banken verlassen das Bankenviertel

In Düsseldorf wandern gleich drei traditionsreiche Banken aus dem Zentrum ab


Nach Beobachtungen von Aengevelt Research beginnen insbesondere in Düs-seldorf, aber auch in anderen Großstädten die Banken, das Bankenviertel zu verlassen, um in kostengünstigere Bürostandorte außerhalb des Zentrums abzuwandern. Das ist ein Alarmsignal für die Innenstädte, ist doch das Ban-kenviertel bisher nicht nur in London stets der Inbegriff der “City“ gewesen. In Düsseldorf wandern gleich drei traditionsreiche Banken aus dem Zentrum ab.
Die Commerzbank z.B. verlagert 900 Backoffice-Mitarbeiter von der Königs-allee, die einst die Zentrale der Dresdener Bank beherbergte, in ein Büroquar-tier am Seestern auf der anderen Rheinseite (unser Bild).

HSBC Trinkaus & Burkhardt verlässt den prestigereichen Standort an der Ecke von Königsallee und der nach dem Gründer benannten Trinkausstraße, um mit 950 Mitarbeitern (und weiteren 900 von anderen Standorten) auf das ehemalige Rheinbahngelände in das Industrieviertel Heerdt zu ziehen.


Das Bankhaus Lampe zieht mit 400 Angestellten in Richtung Kennedydamm.

„In Zeiten des Online-Bankings verliert die Schalterhalle an Bedeutung“, sagt Birthe Nordhues, Mitglied der Aengevelt-Geschäftsleitung Düsseldorf: „Es gibt immer mehr Bankkunden, die ihr Bankhaus noch nie von innen gesehen haben. Und für die Backoffice-Funktionen braucht man keine prestigeträchtigen - und vor allem teuren - Standorte mehr.“ Dienstleister muss man in Zeiten von Global Sourcing auch nicht mehr in fußläufiger Entfernung haben, und für Mittagessen im Nobelrestaurant gibt es im Terminkalender heute keinen Raum mehr – ganz abgesehen von Spesenkosten und Pandemie.


Die Digitalisierung wirkt sich jedoch nicht nur von der Kundenseite her auf die Standortwahl aus, sondern auch in Bezug auf neue Arbeitsformen. Gerade Banken haben mit dem Homeoffice gute Erfahrungen gemacht. Entsprechend will z.B. HSBC Trinkaus & Burkhardt den Umzug auch nutzen, um mittels dauerhafter HomeofficeLösungen einerseits den Büroflächenbedarf zu reduzieren. Auf der anderen Seite sollen neue Bürokonzepte mit offenen, flexibel nutzbaren Kommunikationsbereichen, zahlreichen Besprechungsräumen und Rückzugszonen für konzentriertes Arbeiten realisiert werden.

Soviel Einkommen haben die Bürger an Rhein und Ruhr 

Rein rechnerisch stand im Sauerland (Attendorn) das meiste Geld zur Verfügung


Im Jahr 2018 verfügte jeder Einwohner in Nordrhein-Westfalen rein rechne-risch über ein durchschnittliches Jahreseinkommen von 22 294 Euro. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt aktuell mitteilt, waren das 747 Euro mehr als ein Jahr zuvor.


Mit 39 443 Euro wies Attendorn im Kreis Olpe das höchste verfügbare Einkom-men je Einwohner aller 396 Städte und Gemeinden in NRW auf. Schalksmühle im Märkischen Kreis (36 004 Euro) und Meerbusch im Rhein-Kreis Neuss (33 834 Euro) folgten auf den Plätzen zwei und drei. Am unteren Ende der Skala rangier-ten Gelsenkirchen (16 450 Euro) und Kranenburg im Kreis Kleve (16 350 Euro).
Insgesamt belief sich das verfügbare Einkommen im Jahr 2018 in Nordrhein-Westfalen auf rund 399,6 Milliarden Euro. Von allen Städten und Gemeinden des Landes wiesen Köln (24,3 Milliarden Euro) und Düsseldorf (16,1 Milliarden Euro) die höchsten Einkommenssummen auf. Rein rechnerisch kamen damit auf jeden Einwohner Kölns mehr als 22 402 Euro. In der Landeshauptstadt lag das verfüg-bare Einkommen bei durchschnittlich 26 087 Euro.


Unter dem verfügbaren Einkommen verstehen die Statistiker die Einkommens-summe (Arbeitnehmerentgelt und Einkommen aus selbstständiger Arbeit und Vermögen) abzüglich Steuern und Sozialabgaben und zuzüglich empfangener Sozialleistungen.                                                                                                             IT.NRW