Im Blick Rheinberg, Köln, Bonn & Leverkusen

Wie sich Sport und Kultur auf dem „OpernRasen“ spielerisch binden

Das Sommerfestival schafft so auch eine ganz neue Aufenthaltsqualität am Rhein


Der „OpernRasen“ 2021 hat begonnen: Das vielfältige und kostenfreie Sport- und Kulturprogramm vor der Bonner Oper findet vom 12. Juli bis 12. Septem-ber statt. In diesem Jahr steht das urbane Sommerfestival unter dem Motto „Alice: Hinter den Spiegeln“ und verbindet erneut Sport und Kultur. Die Kulis-se des „Wunderlands am Rhein“ – man betritt den „OpernRasen“ durch einen großen Spiegelrahmen - wurde mit Unterstützung der Theaterwerkstätten erweitert. Neben der Grinsekatze oder dem Bücherschrank mit der Raupe Absolem sind nun auch Alice, der Hutmacher und die Herzkönigin zu sehen.


Dass sich viele Vereine mit einem Schnuppertraining präsentieren, begeistert besonders Ute Pilger, die Vorsitzende des Stadtsportbundes: „Der ,OpernRasen‘ lädt dazu ein, die Vielfalt des Bonner Sports kennenzulernen und macht in einem inspirierenden Ambiente Lust auf Bewegung.“

Mit dabei sind in diesem Jahr erstmalig die Schwimm- und Sportfreunde Bonn 1905 (SSF), die Beethovenfeste gGmbH und die Gedenkstätte Bonn in Kooperation mit der Pfadfinderschaft St. Georg.


Das Sommerfestival schafft somit insgesamt eine neue Aufenthaltsqualität am Rhein. „Mit dem OpernRasen wird der Platz vor der Oper als Möglichkeitsraum erobert und das WIR-Gefühl gestärkt“, sagt die Sport- und Kulturdezernentin Dr. Birgit Schneider-Bönninger. Das Opernhaus öffnet sich weit in die Stadtgesell-schaft und lädt mit Workshops (Tanz), Konzerten des Kinder- und Jugendchors sowie einem gemeinsamen Projekt mit dem Beethoven Orchester Bonn dazu ein, das Handwerk des Theaters spielerisch kennenzulernen. Und bei der „SporTea-Time“ kann man sich - wie im vergangenen Jahr - auf der Wiese vor der Oper austoben.


„OpernRasen“ ist Teil des Innovationslabors „Zukunftsarena Sport und Kultur“, das Sport und Kultur kreativ verbindet und neue Mischformate kreiert: Sportstät-ten verwandeln sich in Konzertsäle, Kultureinrichtungen machen Sportangebote (z.B. The Art of Yoga im Kunstmuseum) und gemeinsame Möglichkeitsräume für Bewegung und Begegnung werden erobert. Ziel ist es, das WIR-Gefühl in der Stadtgesellschaft zu stärken und eine Kultur des Experimentierens zu beflügeln.

150 Jahre - Die Kanonen von Bonn, ein Geschenk des Kaisers  


Bonn-Besucher  haben sich bestimmt schon immer gefragt, was sollen eigentlich die beiden Kanonen da hoch über dem Rheinufer am "Alten Zoll" nahe der Uni-versitätsgebäude? Jetzt hat sich die Stadt selbst mal dazu geäußert. Weil die schweren Geschütze Jubiläum feiern: 150 Jahre. Kaiser Wilhelm I. hat die beiden Kanonen im Jahr 1871 der Stadt Bonn geschenkt.  Initiiert durch den nach Metz versetzten Bonner Karl Schorn, welcher die Kanonen von einem befreundeten Oberst aus den Beständen der Garnison in Metz erhielt. Das kleinere Geschütz-rohr wurde im Jahr 1806 gegossen undauf dem größeren , das es auf 4,2 Tonnen bringt, ist die Jahreszahl 1842 zu lesen. Die Stadt Bonn hat sie restauriert,  der Stellmacher des Freilichtmuseums Kommern Walter Keil  wartet sie.

Beethovenfest Bonn 2021 findet statt  -  Kartenvorverkauf startet neu!


Nach der coronabedingten Ver-schiebung des Beethovenfestes 2020 auf das Folgejahr findet das Festival 2021, letztmals unter der Leitung von Intendantin Nike Wagner, nun vom 20. August bis zum 10. September statt. Dafür wird der Kartenvorverkauf neu formiert. Wegen  der verringerten Sitzplatzkapazität müssen alle Saalpläne neu gemacht werden.

Daniele Hope präsentiert dabei "Beethoven & Broadway"


Daniel Hope war Schüler des legendären Geigen-Pädago-gen Zakhar Bron und Yehudi Menuhin, der ihn auch nach seinem Studienabschluss 1996 unterstützte

Das Programm bleibt, wie es ist, findet aber hier und da an einem neuen Ort statt. Spielstätten wurden in Hinsicht auf maximale Platzkapazität neu dispo-niert, um möglichst vielen Besuchern im Spätsommer 2021 das Konzerterlebnis zu ermöglichen. Der große Konzertsaal im World Conference Center Bonn konnte räumlich nochmals erweitert werden.


Um dem Jubilar Beethoven auch im Jahr danach zu huldigen, kommt die Welt-klasse nach Bonn. Zum Beispiel auch das Orchestre des Champs-Elysées unter Philippe Herreweghe und auch die Wiener Philharmoniker, dirigiert von Herbert Blomstedt. Das große Finale wird vom Mahler Chamber Orchester unter der Leitung von Maxime Pascal gestaltet.

Zu den Stars zählt auch der Geiger Daniel Hope (Bild). Er  ist als Gewinner des Europäischen Kulturpreises 2015 als Solist auf den Bühnen der Welt unterwegs. Seit Beginn  2016 ist Hope Musikdirektor des Zürcher Kammerorchesters. Seine  Vielseitigkeit spiegelt sich auch in themenbezogenen Projekten mit Künstlern wie Klaus Maria Brandauer oder Sting sowie in Rundfunk- und Fernsehmodera-tionen wieder. Zum Beispiel auf WDR 3. Er lebt in Berlin.


Unter dem Titel "Beethoven & Broadway"spielt er mit seinem Zürcher Kammer-orchester Werke von Beethoven (Streichquartett Nr. 14 cis-Moll op. 131), von Leonard Bernstein( »West Side Story«) ; Suite für Violine und Streicher und George Gershwin (»Suite of Songs«);  ausgewählte Lieder , arrangiert für Violine und Streicher von Paul Bateman.

Eine neue "Info-Plattform" für die Wissenschaftler an der Universitätsklinik in Bonn

MIB – Medical Imaging Center Bonn


Auf Initiative der Augenklinik ist am Universitätsklinikum Bonn das Medical Imaging Center Bonn (MIB)  ins Leben gerufen worden. Es ist als eine neue Dachstruktur für Bonner Wissenschaft-ler gedacht, die sich mit der Anwen-dung von Bildgebung und Künstlicher Intelligenz, also Auswertungsalgorith-men, in der Medizin beschäftigen. Jetzt ging dessen Herzstück online: Ab sofort kann man sich die Arbeit der verschie-denen im MIB vertretenen Forschungs-gruppen auf der neuen Webseite unter www.mib-center.de anschauen.

Am Wissenschaftsstandort Bonn spielt die medizinische Bildgebung schon heute eine essenzielle Rolle. Neben der Anwendung immer höher auflösender high-end Bildgebungsverfahren in der Krankenversorgung sowie in den Grundlagen-wissenschaften, wird die automatisierte Auswertung von Bilddaten mittels Künstlicher Intelligenz immer wichtiger. Das MIB soll als fächerübergreifendes Kompetenzzentrum fungieren, in dem diverse Forschungsgruppen aus der medi-zinischen Bildgebung und Bildanalyse zusammenkommen. Es fördert somit die Zusammenarbeit von Wissenschaftlern auf allen Ebenen.  „Unser Ziel ist es, mit hochsensitiven und spezifischen Verfahren die Prävention, Diagnostik und medi-zinische Versorgung weiter zu verbessern“, sagt Initiator Prof. Dr. Frank Holz (Bild), Direktor der Augenklinik am Universitätsklinikum Bonn.

Keine Gebühren für die Außengastronomie bis Ende Oktober


In der Corona-Pandemie verzichtet die Stadt Bonn zunächst bis 31. Oktober 2021 auf Sondernutzungsgebühren für die Außengastronomie, wenn diese erlaubt ist. Auch der Handel muss für die Präsentation von Waren vor seinen Geschäften in diesem Zeitraum keine Gebühren zahlen.


Oberbürgermeisterin Katja Dörner hat diese Entscheidung getroffen.  „Mit dem Verzicht auf die Gebühren entlasten wir den Handel und die Gastronomie“, be-gründet sie ihre Entscheidung. „Dadurch können wir einen Teil unserer heimi-schen Wirtschaft unterstützen.“ Für den Zeitraum von Januar bis Oktober verzichtet die Stadt zugunsten der Gewerbetreibenden damit auf etwa 550.000 Euro an Gebühreneinnahmen.


Auch ist es der Gastronomie – wie im Vorjahr – gestattet, für ihre Außengastrono-mie mehr Fläche in Anspruch zu nehmen.  Einzige Voraussetzung: Durch die Erweiterung der Bereiche für die Außengastro-nomie darf es nicht zu verkehr-lichen Behinderungen kommen. Bei der Nutzung von Stellplätzen – zum Beispiel in der Altstadt - bedeutet diese Regelung die Verdoppelung von einem auf zwei Stellplätze, sofern die Örtlichkeiten diese Erweiterungen zulassen.




Hier kaufte die Politprominenz ihre Siedewurst und Gummibärchen


14 Jahre musste das legendäre Bundesbüdchen warten bis es seinen Betrieb im Herzen des ehe-maligen Regierungsviertels wieder aufnehmen konnte. Jetzt war es endlich so weit. Das Büdchen ist zurück. Es ist im alten Stil erhalten worden. Jürgen Rausch, der das Büdchen 26 Jahre lang betrieben hatte, ist überglücklich: "Das Büdchen ist ein lebendes Denkmal und erinnert an die Bonner Republik in den Hauptstadtzeiten von Bonn." Konrad Adenauer besorgte sich hier die Tageszeitung, Herbert Wehner war Stammgast. Helmut Kohl ließ seinen Fahrer dort Brötchen holen. Wolfgang Clement trank bei ihm oft einen Kaffee. Joschka Fischer kaufte seine Comics am Kiosk. Hier aßen sie ihre Siedewurst, kauften belegte Brötchen oder Gummibärchen.

Schöne Hausfassaden werden in Bonn alle zwei Jahre besonders ausgezeichnet

Diese Häuser tragen zur Verschönerung der Bonner Stadtszene bei


Dies sind besonders gelungene Haussanierungen in Bonn und damit Preisträger des traditionellen Fassaden-Wettbewerbs der Stadt. Bereits zum 44. Mal engagierten sich Hauseigentümer, in dem sie ein Stück Vergangenheit originalgetreu wieder-hergestellt haben. Damit trugen sie auch bei zur Substanzerhaltung und Verschönerung des Stadtbildes von Bonn.


Bonn ist reich an prächtigen Hausfassaden: Die Bonner Südstadt etwa ist eine seltene architektonische Kostbarkeit. In wenigen deutschen Städten ist ein gründerzeitliches Wohnquartier dieser Größe erhalten. Auch im Bad Godes-berger Villenviertel lassen sich üppig verzierte Häuserfronten bewundern.


Die Renovierung eines Hauses dient nicht nur dem Werterhalt und dem persön-lichen Komfort, sondern kann im besten Fall dient bei guter Ausführung auch der Weitergabe eines baukulturellen Erbes dienen. Genau darum geht es beim Fassadenwettbewerb, den die Stadt Bonn gemeinsam mit der Sparkasse Köln-Bonn sowie dem Verein Haus und Grund Bonn/Rhein-Sieg veranstaltet. Jetzt wurden die Preisträger des Wettbewerbs 2019 im Alten Rathaus ausgezeichnet.

Es gab sechs erste Preise sowie drei Belobigungen,  jeweils mit 1450 Euro dotiert.


Insgesamt gab es für den 44. Fassadenwettbewerb 26 Bewerbungen. Für die Entscheidung der Jury galten die Bewertungskriterien Stil- sowie Sachgerech-tigkeit der Renovierung, die Harmonie von Formen und Farben sowie der Gesamteindruck.


Seit dem ersten Fassadenwettbewerb haben mehr als 4.000 Bürger an dem Wettbewerb teilgenommen. Mehr als 1.000 Preise konnten vergeben werden.

Der Fassadenwettbewerb findet alle zwei Jahre statt.  Bewerbungen können  bis zum 30. September 2021 eingereicht werden.


Internationale Astronomische Union nimmt Bonner Universitätsgebäude in Liste auf

Alte Sternwarte gehört nun zum astronomischen Erbe

Die Internationale Astronomische Union hat die Alte Sternwarte der Universität Bonn in die Liste „Out-standing Astronomical Heritage“ (bedeutendes astronomisches Erbe) aufgenommen. Die Entschei-dung fiel bei der Jahrestagung der Union in Wien. Das Gebäude stammt aus dem 19. Jahrhundert und beherbergt derzeit das Graduiertenzentrum der Universität.                  Foto: Volker Lannert/Uni Bonn

Der berühmte Astronom Friedrich Wilhelm August Argelander (1799-1875) begründete die Sternwarte in Bonn, die sich in der Südstadt in der Poppelsdorfer Allee 47 befindet.Ausgestattet wurde der Neubau mit rund einem Dutzend kostbarer astronomischer Gerä-te, darunter Teleskope, astronomische Pendeluhren und Barometer. Das so genannte Heliometer ist ein beliebter Blickfang im Universitätsmuseum.