Im Blick Rheinberg, Köln, Bonn & Leverkusen

Die rheinischen Großstädte sind bekannt für ihre eindrucksvollen Weihnachtsmärkte, man denke vor allem an Köln. Aber auch unsere niederländischen Nachbarn wissen, die Weihnachtszeit vortrefflich zu nutzen. In der Stadt Valkenburg, Region Limburg, gibt es sogar den „größte unterirdischen Weihnachtsmarkt Europas“. Die Stadt selbst schmückt sich mit der internationalen Auszeichnung „Europäische Weihnachtsstadt 2018“, verliehen in Madrid.


Schon mal gehört?   Valkenburg in den Niederlanden (Limburg)
hat den größten unterirdischen Weihnachtsmarkt Europas 
 

Im Sommer geht es in der Stadt Valkenburg etwas ruhiger zu und man hört nicht viel von ihr. Aber wenn die Tage kälter werden erwacht die Weihnachtstadt zu vollem Leben. Bis zum 5. Januar 2020 herrscht hier nicht nur Trubel auf allen Straßen, dann gehen die Besucher auch unter die Erde. Denn in den stimmungs-voll beleuchteten gelben Mergelgängen der Valkenburger Gemeindengrotten befindet sich der größte unterirdische Weihnachtsmarkt Europas. Spektakulär in einem schier endlosen Labyrinth.


Zum Beispiel in der Fluweelengrotte unterhalb der Bergruine Valkenburgs.  Mehr als 50 sorgfältig dekorierte Verkaufsstände mit einzigartigen Weihnachtsartikeln geben dabei noch genug Sicht frei für die historischen Holzkohlemalereien und andere Höhlenkunst auf den Wänden aus Mergelgestein. Oder in der Grotte Mergel Rijk mit den phantastischen Weihnachtsminiaturen. Ein Muss für jeden Besucher der Weihnachtstadt. Dabei handelt es sich um ein 30 Meter langes unterirdisches Diorama mit Miniaturen, die die Weihnachtsgeschichte darstellen.


Neu in diesem Jahr ist zusätzlich ein kleiner nostalgischer Weihnachtsmarkt, verbunden mit einer Winter-Kirmes. Mit vielen regionalen Spezialitäten sowie alten Handwerks- und Speisewagen rund um den Wilhelminature.

Das ist aber nicht alles: Zweimal pro Woche führt eine Märchenparade mit Lich-tern, reich verzierten Wagen, Tanzgruppen in fantastischen Kostümen und mit-reißender Musik durch die historische Altstadt von Valkenburg. Ein grandioses Spektakel. Die Weihnachtsparade ist jedes Jahr wieder ein großer Publikums-magnet. Die Parade dauert etwa 25 Minuten.Zu erleben bis 28. Dezember jeden Mittwoch um 19.00 Uhr und jeden Samstag um 19.30 Uhr. Ausnahme: Am 25. Dezember gibt's keine Parade. Und: Valkenburg hat wieder eine Schlittschuh-bahn. Die überdachte Bahn ist nur wenige Gehminuten vom Stadtzentrum und den besten Attraktionen entfernt.

Dann gibt es da noch das Dorf vom Weihnachtsmann bestehend aus vielen originalen Holzchalets, in denen sich die schönsten Weihnachtsgeschenke aussuchen lassen, außerdem attraktiv: Ein „Winter-Märchenwald“ und ein „Weihnachten in römischen Katakomben“.

Valkenburg liegt in Zuid-Limburg, der südlichsten Region der Niederlande. Von Aachen nur einen Steinwurf entfernt, von Köln und Düsseldorf in etwa einer Stunde zu erreichen, ist Zuid-Limburg wiederum der südlichste Teil der Provinz Limburg. Als erster und einziger Weihnachtsmarkt in den Niederlanden ist Valkenburg auch schon wieder für die Auszeichnung „European Best Christmas Market 2020“ nominiert worden.

Einen Superlativ bietet auch der Weihnachtsmarkt von Lüttich

Zu den größten und ältesten Weihnachtsmärkten Belgiens gehört das Weih-nachtsdorf in Lüttich, das vom 29. November bis 30. Dezember stattfindet. In den 31 Jahren seines Bestehens ist das Lütticher Weihnachtsdorf in Bezug auf seine Größe, seine Dauer und Atmosphäre zum wichtigsten Weihnachtsmarkt in Bel-gien, und zum einzigen wahren Weihnachtsdorf, geworden und hat der Stadt 2018 den Titel „Weihnachtshauptstadt Europas“ eingebracht, ein Projekt des Europäischen Parlaments. Jedes Jahr zieht es mit 200 Ständen schätzungsweise über zwei Millionen Besucher und zunehmend auch Gäste aus dem Ausland an.

Historische Bootsfahrten, Bottertochten und Flüsterboote


Historische Bootsfahrten, Bottertochten und Flüsterboote: Die niederländischen Hanse-städte bieten dieses Frühjahr abwechslungsreiche Wassertouren über die IJssel und das IJsselmeer. Anstatt mit dem Auto erkundet man den mittelalterlichen Charme der Städte vom Wasser aus, wie bereits zur Blütezeit der Hanse im 14. Jahrhundert. Über Tagestouren und Kurztrips warten die Hansestädte darauf entdeckt zu werden.

Neue Wasserrouten in den niederländischen Hansestädten

In Elburg am Veluwemeer zum Beispiel kann man selbst in Aktion kommen. Auf einem historischen Segelschiff (genannt Botter) kann man seine Fähigkeiten als Segler testen. Es stehen Schiffer und Steuermänner bereit, die die Fahrt durch ihre authentischen Geschichten zu bereichern.

Oder  Kampen - hier werden dem Besucher Fahrten mit dem historischen Boot
„De Veerman van Kampen“ (Der Fährmann von Kampen) geboten: ein Tagesaus-flug etwa nach Harderwijk. Um 9.30 Uhr legt das Boot ab und trägt den Besucher flussabwärts entlang großer Industriehäfen, vorbei an kleinen naturbelassenen Inseln, durch Flüsse und Seen, über Aquädukte und unter Brücken.

Die Grachten der Stadt Zutphen könnenwiederum mit einem Flüsterboot erkun-det werden. Gekonnt steuern die Fluisteraars (Flüsterer) ihre Boote durch die Berkel (einem Nebenfluss der IJssel) und entlang der Grachten bis Mitten in die Innenstadt. Die Fahrt beginnt und endet beim Steg an der Rijkenhage im Zen-trum von Zutphen. Ein Boot für Einzelfahrten oder Gruppen

Städte wie Zwolle, Kampen, Hattem und Deventer sind gute Beispiele dafür und an den schönen Bauwerken aus dem 14. und 15. Jahrhundert zu erkennen. Die niederländischen Hansestädte haben eine reiche Geschichte, zauberhafte Bau-denkmäler und einzigartige Fassaden zu bieten..

Rotterdam präsentiert neuerdings den "Schwimmenden Kuhstall"


In der niederländi-schen Hafenstadt Rotterdam haben 32 Kühe im ersten schwimmenden Bauernhof der Welt Einzug ge-halten. Schon vor der Eröffnung hat dieses innovative Projekt weltweit ein enormes Inter-esse gefunden.

Im Stall mit geräumigen Liegeboxen warten Melkroboter, Stallreinigungsro-boter, automatisches Futterband und komfortabler Gummiboden. Für den Weidengang steht eine angrenzende grüne Wiese zur Verfügung. Nach einer Gewöhnungsphase für die Kühe sind auch Besucher herzlich willkommen.


Den Stadtbewohner wieder mit der Herkunft und der Zubereitung seiner tägli-chen Nahrungsmittel in Kontakt bringen – das ist eines der Ziele der „Floating Farm". Der Bauernhof wurde transparent gestaltet, sodass alle Besucher sehen können, was auf der Floating Farm geschieht. Die Milch wird zu gesunden Molke-reiprodukten verarbeitet, der Kuhmist wird getrennt und als organisches und reichhaltiges Düngemittel für Pflanzen, Gärten und Parks in der Stadt verwendet. Außerdem sind die Melk-, Stallreinigungs- und Futterroboter bei der Arbeit zu sehen.

Inzwischen liegen Entwürfe für eine schwimmende Hühnerfarm und ein schwim-mendes Gewächshaus auf dem Tisch. Alles mit dem Ziel, auf transparente Art und Weise und nah am Konsumenten gesunde, frische Nahrungsmittel zu produ-zieren. Indem der Abstand zwischen Lebensmittelproduktion und Konsument verkürzt wird, trägt die Floating Farm erheblich zur Reduktion von Lebensmittel-verlusten und Umweltverschmutzung durch den Transport bei.

In der Provinz Flevoland gibt's einen  neuen Nationalpark 

Die Niederlande haben einen neuen Na-tionalpark. Der „Nieuw Land National-park“ liegt in der Mitte des Landes, zwischen Ijsselmeer und Markeermeer, der ehemaligen Zuiderzee, in der Provinz Flevoland. Das Besondere an diesem, rund 29.000 Hektar großen Naturgebiet ist, dass es durch Einpolderung des Mee-res geschaffen wurde. In den 1940er Jah-ren hatte man das Gebiet als Schutz vor Hochwasser und Sturmfluten trocken-gelegt. Ab sofort können Touristen dort trockenen Fußes die Natur entdecken.

Die niederländische Landwirtschaftsministerin Carola Schouten gab jüngst be-kannt, dass sie Nieuw Land den Status eines Nationalparks zuerkannt habe. Da-mit haben die Niederlande nunmehr 21 Nationalparks.


„In NieuwLand geht es um mehr als um die Natur. Es ist auch eine ansprechende
Geschichte über die Niederländer“, so die Ministerin. Nieuw Land, das aus den Naturgebieten Oostvaardersplassen, Lepelaarplassen, Markermeer und Marker Wadden besteht, ist einzigartig und typisch holländisch, weil es durch die Ein-deichung der Zuiderzee entstanden ist. Die Natur hat fast vollständig den ganzen Raum der Gegend eingenommen. Dieses Spektakel ist durch die langwierige Zu-sammenarbeit aus Mensch und Natur entstanden. Die Provinz Flevoland –  größ-ter Polder der Welt –, das Markermeer und auch das Ijsselmeer fanden in der Zähmung der Zuiderzee ihren Ursprung.

Das Seengebiet Oostvaardersplassen beherbergt eine erstaunliche Vielfalt an Tieren, darunter Wildpferde. Bei den Lepelaarplassen handelt es sich um ein Sumpfgebiet auf ehemaligem Meeresboden. Und im Markermeer entsteht der-zeit ein künstliches Inselreich; ein Eiland ist bereits seit September 2018 für die Öffentlichkeit zugänglich, es gibt dort auch einen Naturhafen, an dem Privatboo-te anlegen können.Der Nationalpark Nieuw Land liegt in der Nähe von Amster-dam, zwischen den Städten Almere und Lelystad in der Provinz Flevoland.


HOLLAND: Gerade erst eröffnet: „Rembrandt und das Goldene Zeitalter der Niederlande“

Vom jungen Rembrandt bis zur virtuellen Schiffsreise

Im Mauritshuis in Den Haag (Bild)ist das Themenjahr „Rembrandt und das Goldene Zeitalter der Niederlande“ durch Prinzessin Beatrix der Niederlande eröffnet. Die frühere Königin startete damit offiziell den Veran-staltungsreigen, mit dem das ganze Jahr lang in Holland des Todes von Rembrandt van Rijn vor 350 Jahren gedacht wird. Das Themenjahr ist eine Kooperation des Niederländischen Büros für Tourismus & Convention (NBTC) mit zahlreichen Museen und Städten.

Auf Seiten der Ausstellungshäuser sind unter anderem das Fries Museum in Leeuwarden, das Mauritshuis, die Amsterdamer Museen Het Rembrandthuis, Rijksmuseum und Scheepvaartmuseum, das Museum de Lakenhal in Leiden und das Museum Prinsenhof in Delft beteiligt. Sie alle zeigen 2019 Ausstellungen zum Thema „Rembrandt und das Goldene Zeitalter“, als die Niederlande wirtschaft-lich und kulturell in voller Blüte standen.


Die Zeit des 17. Jahrhunderts können Touristen aber auch in verschiedenen nie-derländischen Städten noch heute erleben. Neben den Metropolen Amsterdam und Den Haag beteiligen sich daher zudem kleinere Städte wie Delft, Dordrecht, das als Wiege des Goldenen Zeitalters gilt, Haarlem, Hoorn, Rembrandts Geburtsstadt Leiden oder das zeeländische Middelburg an dem Themenjahr. Unser Bild links zeigt ein Selbstbildnis von Rembrandt van Rijn (1606-1669), aus dem Jahr 1634 (Oil on panel); zu sehen in Leiden.


Prinzessin Beatrix besichtigte auch die neue Ausstellung „Rembrandt und das Mauritshuis“, die nun bis 15. September für die Öffentlichkeit geöffnet ist. Das Museum zeigt hier zum ersten Mal seine gesamte Rembrandt-Sammlung in einer Schau.


Weitere Ausstellungshöhepunkte im Themenjahr sind „Rembrandts soziales Netzwerk“ (1. Februar bis 19. Mai im Rembrandthaus in Amsterdam), „Alle Rembrandts“ (15. Februar bis 10. Juni im Rijksmuseum Amsterdam), „Pieter de Hooch – Delfter Maler des Goldenen Zeitalters“ (11. Oktober bis 16. Februar im Museum Prinsenhof Delft), „Der junge Rembrandt“ (3. November 2019 bis 8. Februar 2020 im neu eröffneten Museum De Lakenhal in Leiden).


Das Schifffahrtsmuseum in Amsterdam lädt das ganze Jahr über zu einer Virtual-Reality-Zeitreise ins Goldene Zeitalter ein.

NEU IN LEIDEN:  Das „Young Rembrandt Studio“

Leiden, die malerische Studentenstadt im Westen der Niederlande, hat eine neue Attraktion: Das „Young Rembrandt Studio“. In dem Gebäude, in dem der große niederländische Meister Rembrandt van Rijn malen und zeichnen lernte, können Besucher heute mehr über sein Leben erfahren. Rembrandt wurde 1606 in Leiden geboren und verbrachte seine ersten 25 Lebensjahre in der Stadt. Im „Young Rembrandt Studio“ wird ab sofort in einer siebenminütigen Video-Animation auf diese Phase seines Lebens zurückgeblickt. Der Film gewährt den Besuchern einen Einblick in den Werdegang des Meisters  und zeigt, was ihn besonders macht, welche Materialien er verwendete und was ihn inspirierte.

Das Museum Catharijneconvent in Utrecht und 14 Kirchen sowie zwei Synagogen

DAS „GRÖSSTES MUSEUM“ DER NIEDERLANDE

Die Kathedrale von Haarlem, die Munster-kerk in Roermond und die Walburgiskerk in Zutphen schließen sich dem „Größten Muse-um der Niederlande“ an. Dabei handelt es sich um eine Zusammenarbeit zwischen dem Museum Catharijneconvent in Utrecht und 14 Kirchen sowie zwei Synagogen im ganzen Land. Deren Ziel es ist, das religiöse Erbe der Niederlande bekannter und zu-gänglicher zu machen. Idyllische Dorfkir-chen gehören genauso zum „Größten Muse-um der Niederlande“ wie beeindruc-kende mittelalterliche Basiliken in der Stadt.


Bild links zeigt in Oudenbosch die Basilika St. Agatha und Barbara, Foto: Arjan Bron

Seit der Eröffnung des „Größten Museums der Niederlande“ 2017 haben rund hunderttausend Menschen die Kirchen und Synagogen von der kleinen Maria-kerk in Krewerd (Groningen) bis zum Utrechter Dom besucht und die besonde-ren Geschichten, die Architektur und Kunstwerke in den verschiedensten Kir-chen der Niederlande kennen gelernt. Durch den Anschluss der drei neuen Kir-chen gehen die Initiatoren vom Museum Catharijneconvent in Utrecht (ebenfalls eine ehemalige Kirche) gemeinsam mit den anderen Gotteshäusern einen weite-ren Schritt in Richtung Zugänglichkeit des nationalen religiösen Erbgutes.

Mit den drei neuen Mitgliedern wird nicht nur die Verteilung über das Land ver-bessert, sondern auch die Varietät an historischen Perioden, Architektur und Kunstwerken. Auch in der einzigen spätromanischen Kirche der Niederlande, der Munsterkerk in Roermond, der imposanten Kathedrale von Haarlem und der malerischen Walburgiskerk in Zutphen sind nun viele verborgene Schätze für die Öffentlichkeit zugänglich. Wie auch bei anderen Gotteshäusern des „Größten Museums der Niederlande“ können Besucher durch eine Audiotour in verschie-denen Sprachen zusätzliche Informationen erhalten.

Bild links zeigt die Kirche Pieterburgen in Groningen

 In der Provinz Südholland wurde eine neue Fahrrad-Route eröffnet

In der Provinz Südholland wurde eine neue Fahrradroute eröffnet. Der 33 Km lange Rundweg führt Radler durch die Städte Leiden, Katwijk und Noordwijk, entlang der Küste und durch Nationalparks. Unterwegs gibt es einige schöne Anhalt(s)punkte.

Kinder können sich auf dem Dünenspielplatz nahe des Nationalparks Hollandse Duinen, welcher während der Tour durchquert wird, austoben. Mit etwas Glück kann man im Nationalpark auch Gallowayrinder, Konikpferde oder Rehe sichten. Für eine Stärkung laden diverse Cafés und Restaurants auf dem Weg zur Einkehr, wie beispielsweise die Brasserie Buitenhuis im gemütlichen Gewächshaus-Stil.

Ganz in der Nähe befindet sich die Dampfeisenbahn „Stoomtrein Katwijk Leiden“, die noch in Betrieb ist und zwischen 11 und 16 Uhr stündlich Passagiere von Katwijk nach Leiden und zurück transportiert. Die 30-minütige Fahrt führt unter anderem am Valkenburgse Meer entlang und versetzt Besucher in eine andere Zeit.Ob mit dem Rad oder mit der Dampfeisenbahn, die Landschaft lädt zum Entspannen ein.

„Guck über den Deich“ – so heißt der neue Radweg entlang der Küste Gronin-gens. In der nördlichsten Provinz der Niederlande können Radler seit einiger Zeit vom Örtchen Nieuw Statenzijl, dem östlichsten Punkt der Provinz, bis zum Dorf Lauwersoog über und entlang der Deiche „fietsen“.


BELGIEN:  Wieder eröffnet  -  das AfricaMuseum in Tervuren

Ob Kulturerbe, Kolonialgeschichte oder Artenvielfalt – seit Dezember 2018 prä-sentiert das AfricaMuseum in Tervuren nach fünfjähriger Renovierung seine um-fangreiche Sammlung der Öffentlichkeit. Auf mehr als 4.500 Quadratmetern, ver-teilt auf 24 Säle und Durchgangsräume, können Besucher im Königlichen Muse-um für Zentralafrika wichtigste Epochen der Geschichte Zentralafrikas kennenler-nen: von den alten König- und Kaiserrei-chen bis zur Entstehung der heute souve-ränen Staaten Kongo, Ruanda, Burundi.

Das Museum liegt nur 15 Kilometer vom Brüsseler Stadtzentrum entfernt mitten im Grünen und zeichnet sich auch durch seine besondere Architektur aus. Das ursprüngliche Museumsgebäude, das ein Abbild des Pariser Petit Palais ist, steht unter Denkmalschutz und wurde nach den Originalplänen des Architekten vollständig restauriert.                www.africamuseum.be


Nach Peter Paul Rubens feiert man jetzt Pieter Bruegel

Viele der schönsten Kunstwerke Westeuropas hat Flandern vom 15. bis zum 17. Jahrhundert hervorgebracht. Bis heute inspirieren die flämischen Meister viele Kunstfreunde zu einem Besuch in den flämischen Kunststädten. Von 2018 bis 2020 sind die flämischen Meister das zentrale Thema einer großen Kampagne.
Unter dem Motto "Flämische Meister 2018-2020" bieten die flämischen Kultur-städte bis ins nächste Jahr ein Programm mit hochklassigen Ausstellungen und Veranstaltungen. Den Auftakt machte "Antwerp Baroque 2018. Rubens inspires".

Denn aus Antwerpen ist Rubens (Bild) nicht wegzudenken, seine Genialität wirkt bis heute nach. Über 50 Werke sind permanent in Antwerpen zu sehen; vier allein sind in der gotischen Liebfrauenkathedrale zu besichtigen. Weitere Highlights sind im Rubenshaus, seinem früheren Wohnhaus und Atelier, ausgestellt.

Nachdem 2018 also Rubens und Barock im Fokus der Feierlichkeiten standen, blickt man 2019 anlässlich des 450. Todestages auf Pieter Bruegel (Statue links ) und sein ausdrucksstarkes Werk, das in Flandern mit einer beeindruckenden Reihe von Ausstellungen und Veranstaltungen gefeiert wird. So holt etwa die Königliche Bibliothek Brüssel im Bruegel-Jahr ganz besondere Stücke aus ihrem Depot und das historische Stadttor Hallepoort lädt zu einer virtuellen Reise ins Bruegel-Universum.


Das dritte Jahr schließlich ist Jan van Eyck (1390-1441) gewidmet, dem der berühmte Genter Altar zugeschrieben wird, der 2020 nach umfangrei-cher Sanierung zurück in die örtliche St. Bavo-Kathedrale überführt wird.